I DON'T WISH TO NOW THAT!
(The
Goonshow)
"
Where is the wisdom we lost in
knowledge, and where is the knowledge we lost in information?"
(
T. S.
Eliot)
"
Where is the information we lost in communication?"
(
Thomas
Hoof)
Der Schutz vor Information wird richtig teuer.
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Doch es gibt auch noch Vernünftiges zu hören.
Der alte unbestechliche Marcel Reich-Ranicki
tobt:
Dath Fernthehen theigt Blödthinn!
Und Recht hat er!
Haben Thie Marthel "Jopi II" Reich-Ranicki und Thomath "Tommy"
Gottthchalk im ThetDF gethehen? Ja, dath war der Beweith: Bücher
füllen den Geitht, auch noch mit Ende 80, dath Fernthehen aber
lutthch auth und hinterlätht bei Thuthchauern UND Machern leere,
authgebrannte Thombie-Hüllen, die in einer Art Bulimie,
Würgereflex - oder wie thie bei der Bundethwehr thagten, Kackreith
- konvulthiv verthuchen, ihren Mitht irgendwie loththuwerden und mit
Preithen thu parfümieren.
Nicht nur, wie MRR leider völlig unbemerkt bemerkte, mit
völlig beliebigen Begründungen, thondern, wie TG
vorführte, mit einer Hartnäckigkeit, die an windige
Bankverkäufer erinnert - und dath wohl auth dem gleichen Grund: er
muth alle "Preithe" (erinnert thtark an die "Preithe" in unseren
Briefkathten, im Internet oder am Telefon: "Gratuliere! Thie haben
gewonnen! Kein Thcherth!") an den Mann bringen, thontht geht ihm die
Prämie verloren. Mindethten drei- oder viermal hat TG verthucht,
irgend einen Dreh thu finden, MRR irgendwie dathu thu bringen, den
thoeben erfundenen Plathtik-"Preith" doch noch anthunehmen: Er legte
noch dath drauf, dann noch dath, dann noch dath, dann noch dath dathu.
Alleth muth rauth! Nichtth thu machen mit MRR. Verthweiflung. Wath nun?
Wir müththen doch immer neue Preithe, "Produkte" erfinden, um thie
dem Volk aufthudrücken, denn wir leben doch davon, dath wir unth
thtändig gegentheitig auf immer neuen "Eventth" feiern! Man hat
gemerkt: Dath Fernthehen hat gar keinen Platth für nicht
aktheptierte Preithe. Thie thtören. Theit itht Geld!
Für den, der's verpatht hat: Hier auf dem neuen Dienst
YouTube
Und wer's nachlesen will: Beschrieben schon 1958 für das Radio von
Heinrich Böll in "
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen"
Übrigens, noch zu MRR: das sollte keine Beleidigung sein. Alles
lispelt neuerdings. Wie die Geschichte zeigt, fängt jede -
zumindest jede europäische - Gesellschaft auf dem Höhepunkt
ihrer Entwicklung an zu lispeln und hört damit bis zum Untergang
nicht mehr auf. Das galt für
Spanien und
England und
selbstverständlich auch für das
Römische Reich.
Womit geklärt wäre, das "
Cicero" wahrscheinlich weder "
Zizero"
noch "
Kikero" ausgesprochen wurde, sondern wahrscheinlich "
Thithero".
Hinzu kommt ein Lispeln durch Kompression und elektronische
Verstärkung.
Neben einer, und jetzt kommt die Beleidigung mit Absicht, völligen
Veralberung der Sprache. Was haben wir uns über des
postfeudalistische Theater in Japan lustig gemacht, mein Herrscher und
ich, und nun trifft es uns selbst...
Durch die affektierte Sprache und Betonung - das Satzende wird
sprachlich; abgetrennt - wird das; nebensächliche, die;
Eigenschaft oder das Verb; betont. Das Hauptwort, die Sache, um die es
eigentlich geht, die eigentlich im Gedächtnis bleiben sollte,
wird; vernachlässigt. Das lehren die auf irgendwelchen; Seminaren.
Früher hätte es geheißen:
Der Minister hat das Wort
ergriffen. Jetzt heißt es:
Der Minister hat das Wort;
ergriffen. Das! Sind die Themen das Tages. Als der Kran-- umkippte,
fiel er; um.
Was soll der Hörer daraus schließen?
Und in der Werbung? Dort wird alles
günsti-
gahhh statt günstiger: Der Minister hat das Wort
ergriffhääähhhn.
Künstliche Spannung ist wie Kunstdünger:
sie bläht
Wertloses künstlich auf. Und wahrscheinlich muß
unsereins in beiden Fällen darauf warten, daß das Öl
teuerer wird, damit dieser Unsinn endlich aufhört. Wuff. Denn wenn
erst einmal wieder
wichtige Nachrichten im Umlauf sind, werden
die Menschen solche Sprecher steinigen - wegen der Verschwendung ihrer
nun wieder wertvoll gewordenen Zeit.
Seht ihr,
da gehört es hin.
Das ist auch so eine
Kreditblase: Es wird bei künstlicher
Spannung wie bei Kunstdünger mehr versprochen als gehalten werden
kann.
Oberschichts-Fernsehen?
Es heißt "
Unterschichts-Fernsehen", weil die Oberschicht
nicht fern sieht. Das hat sie nicht nötig. Sie sieht ja nah.
Fernsehen tut nur die konsumierende Unterschicht. Dafür ist es ja
da. Das Fernsehen. Um den Konsum anzuregen und, falls nötig, die
Geldausgaben umzulenken und zu steuern. Mehr nicht. Die Oberschicht
informiert sich auch nicht aus dem Fernsehen, das hat sie ebenfalls
nicht nötig. Sie hat andere Informationsquellen -nein, nicht das
Internet, Wuff kicher; sondern sich selbst. Die Eliten erkennt man am
Fernseh-Verbot für ihre Kinder und deren Betreuung rund um die Uhr.
Denn
was dort und im Radio gesendet wird, grenzt manchmal an
Gehirnwäsche. Schnitzeljagden und Gewinnspiele für die
Verlierer der Gesellschaft, damit sie sich auch mal wichtig
fühlen. (Kann ich lesen? Nein.)
Kindisch und trivial, wird gleichzeitig für den Kindergarten
(schnelle und zappelige, mit schrillem Lärm unterlegte
Wiederholungen) und das Altersheim produziert (langsame, wiederholte
Erklärungen dessen, was da zu sehen und zu hören ist). Beides
soll die Zielgruppe am Denken hindern, in dem man ihnen das netterweise
abnimmt.
Und so billig...
Zwar werden ständig und überall randomisiert
Meinungen
abgefragt, aber nur, um die Wirksamkeit der Gehirnwäsche zu
überprüfen. Fakten gibt es wenige, Meinungen viel, umsonst
und gelten tun sie auch immer. Da kann man nicht sehr viel falsch
machen. Was für eine Faulheit! Aber die Menge macht's.
Erst versuchen die Menschen über die Medien andere Menschen durch
hysterische Berichterstattung hysterisch zu machen, dann berichten sie
darüber, wie diese Menschen durch hysterische Berichterstattung
hysterisch gemacht
wurden. Und schon ist es eien Nachricht,
eien Information, wovon es gar nciht genug geben kann. Ein
Kasperlespiel mit echten Waffen. Und dann beschweren sie sich
darüber, zu recht, daß ihre Arbeit immer mehr
eingeschränkt wird. Ihre Arbeit klärt ja kaum noch auf,
sondern lähmt und macht verrückt. Sie arbeiten eben nicht
mehr an der Berichterstattung von Ereignissen, sondern an deren
Erzeugung. Das macht es leichter, sie zu verbieten...
Skandalisieren
statt Aufklären.
Vielleicht kommt nach dem Zeitalter der inzwischen ausgezuzzelten und
leergekauten "
Aufklärung" nun das aufregende
Zeitalter der "
Skandalisierung" oder, etwas neutraler
benannt, das Zeitalter der "
Dramatisierung". Das hat
allerdings bereits so etwa zu meiner Zeit angefangen, mit der
berühmten
Hunnenrede meines sägenden Herrchens.
Und heute? Typen latschen auf der Bühne des Geschehens herum und
feuern Batterien von automatischen Kameras ab. Sie werden teil des
Ereignisses. Dazu braucht es keine Menschen, Überwachungskameras
erfüllten den selben Zweck - so sollte man meinen. Nur: Es ist wie
früher, als sich schnaufende Menschen die Gesichter an
irgendwelchen Schaufenstern platt drückten. Mehr nicht. Also
werden die Kameraträger von anderen Kameraträgern beim
Kameratragen gefilmt. Von Hinten, von der Seite, von Vorne und von
Oben. Manchmal sogar von Unten, wenn man zu den Unterlegenen
gehört. Das Ereignis selbst ist nicht zu sehen, aber das ist nicht
so wichtig. Wichtig ist das Filmen des Filmen des unsichtbaren
Ereignisses. Irgend etwas muß man ja zeigen in der ganzen
Verzweiflung.
Seht, dieses Ereignis ist wichtig, denn Andere filmen es.
Personenkult? Ereigniskult!
Mit den
Flowerpornoes und mit dem Aufkommen immer besserer
Kameras wunden erst Blumenpornos, dann Windmühlen- und
Hamsterpornos in rauhen Mengen auf Wandkalender gedruckt, und, nachdem
das bewegte Bild technisch genügend nachgeholt hat, - gibt es
Nachrichtenpornos.
Oh, Sehet den Verzweifelten! Seht seine Tränen! In
Großaufnahme! Höret seine Klage!
Für jene, die es
dennoch nicht verstanden haben: Es ist für ihn schier nicht zu
ertragen!
Es ist eine uralte bekannte Tatsache, daß sich Menschen, wenn sie
sich existentieller Bedrohung ausgesetzt sehen, dazu neigen, wegzusehen
oder die Situation nicht mehr ernst nehmen zu wollen. Du bist im Krieg
und fürchtest um dein Leben? Duck dich und betrachte es als Kino,
witzelte schon Bill Cosby:
Watch the war.
Es ist wie im Kindergarten: Das aufgeregte Erzählen über
irgend etwas, egal was, ist der Wert an sich:
Das Leben ist
aufregend,
Du bist wichtig, und im
Mittelpunkt unsere
Bemühungen!
Natürlich stimmt das nicht. Das Leben der so umflatterten
Menschen ist langweilig, und sind eben
nicht wichtig und im
Mittelpunkt irgendwelcher Bemühungen. Aber das wirklich wichtige
in ihrem Leben wäre noch
viel, viel langweiliger. Und
schwierig auch noch! Und damit wollen wir Sie doch nicht
belästigen, oder? Sie könnten doch sowieso nichts daran
ändern. Weil Sie nämlich gar nicht erst gefragt werden. Wuff.
Das
Schöne daran ist, daß die ganzen bezahlten
Rodeo- und Krankenhaus- Clowns, die in den Medien auf die menschliche
Bevölkerung losgelassen werten, damit selber unwichtig sind.
Außer zur Ablenkung. Und das wissen sie auch. Ich glaube, sie
trinken. "
Freuen Sie sich auf die Bundesligahhh!"
Wuff.
Freut euch des Lebens - so lange noch
das Lämpchen glüht...
Und nun das Wetter:
Das Radio hat keine Bilder und muß diesen Nachteil durch noch
größeren Unsinn wettmachen. Bürgermeisterwahlen in
entlegenen Dörfern, Tiere und Gegenstände auf der Fahrbahn.
Besonders beliebt sind Kanthölzer, "Plastikteile" und Spanngurte.
Der vor Monaten in den Asphalt eingefahrene Spanngurt 3 bei Km 115 wird
immer wieder gerne ehrenvoll erwähnt. Wozu gibt es Handys.
Und natürlich werden auch in beiden Medien immer wieder die Namen
der Nachrichtensprecher zukünftiger Sendungen gerne erwähnt,
so wie grundsätzlich alles angekündigt wird - insgesamt mit
mehr Zeitaufwand als die so angekündigte Sendungen selber. Die
Namen der Nachrichtensprecher sind so wichtig wie die Namen von
Call-Center-Mitarbeitern, die zuckersüß ins Telefon
flöten, was sie für einen tun können. Man wird sie unter
diesem Namen erstens nie wieder erreichen können, und zweitens
wird bei Beschwerden jeder leugnen, daß jemand dieses Namens in
diesem Call-Center arbeitet. Was ja auch stimmt. Die Call-Center sind
ja auch ein Medium, das zwischen Kunden und Firma geschoben wird, damit
der Kunde an die Firma nicht mehr herankommt.
Pandämonie und Klageweiber!
Es ist ja schön und gut, daß die Menschen sich etwas
über Dinge erzählen, die sie emotional bewegen. Aber ihnen zu
erzählen,
was sie
wie bewegen soll, ist
häßlich und schlecht. Es ist Propaganda, auch im scheinbar
unpolitischen Bereich. "
Na, der ist aber trotzig.
Wie
traurig!" Es ist ein
Erziehungsprogramm, daß
davon ausgeht, daß die Menschen, die da zuhören und
-schauen, nicht erzogen sind. Oder ist es ein
Umerziehungsprogramm?
Am allermeisten ist es aber ein
Emotionalisierungsprogrammm,
daß die Menschen gefangen hält und steuerbar macht, weil sie
sich gegen ihre Gefühle nicht wehren können. Siehe
1984
und
Brave New World.
Der Intellekt, die Vernunft wird nicht angesprochen. Zur Erinnerung
noch einmal die Ölkurve, diesmal aus dem Jahre 1974.
Huch?
Als hätte man es nicht gesehen.
Sie hat sich kaum verändert, die Prognose...
Wuff.
In der Demokratie sind Wähler
Entscheidungsträger.
Manipuliert die Entscheidungsträger,
manipuliert die
Entscheidung.
Emotionalisiert!
Adjektivisiert!
Berichtet
nie Neutral! Lobt in den Himmel, verdammt in die Hölle!
Verflucht, Verdammt, und Halleluja!
Und vor allem:
Personalisiert!
Erwähnt immer mal wieder die Namen der Nachrichtensprecher! Auch
wenn sie nichts zu sagen haben! Die wissen zwar nicht, was gerade
passiert ist, aber das gerade etwas passiert ist, wissen sie. Und
nennen den Namen dessen, der ihnen da gerade Gerüchte aus dem
Internet vorträgt. Jawohl. Schweigen ist Blech, sich aufregen
bringt Segen...
Inzwischen werden sogar richtiggehende Falschmeldungen geliefert. Das
ist immer noch besser als gar nichts. All' das hat bereits
Mark Twain
karikiert, und das ist schon lange her...
Und zeigt Männer am Steuer ihres Autos immer von schräg
unten,
mächtige Entscheidungsträger in glitzernden
Rüstungen, die ihren Weg selbst bestimmen. Das beruhigt und
macht neidisch gleichzeitig. Zeigt
Taxifahrer und
Chauffeure
dann von schräg oben. Schon
Tucholsky
sagte, das Volk
verstehe das Meiste falsch und fühle das
Meiste richtig. Doch das muß verhindert werden.
Die ständige Aufforderung,
Spaß zu haben und sich
des Lebens zu
freuen, ist eine sicheres Zeichen für eine -
ja erst noch kommende - Krise. In guten, zukunftsfreudigen Zeiten ist
eine solche Aufforderung ebenso
albern,
überflüssig
und
fehl am Platze wie Reklame für gute Ware.
Fun
&
Games,
Brot &
Spiele. Allerdings, vor
nicht allzu langer Zeit gab's dafür schon den militärischen
Befehl: "
Stimmung!!" "
Wir
machen Programme von Alkoholikern für Alkoholiker" so
lautet angeblich die interne Erkenntnis bei einem TV-Sender.
Hinzu kommt die "
Rumänische Wettervorhersage". Im
kommunistischen Rumänien fiel angeblich die Temperatur offiziell
im Winter niemals unter 18 Grad minus, egal wie kalt es war. Sonst
hätten irgendwelche Vorschriften gegriffen. Im freien Westen ist
auch die Wettervorhersage frei, und so wird von den Zuständigen
laufend
besseres Wetter vorhergesagt als dann tatsächlich eintrifft.
Traut euren Gefühlen nicht!
Schlechteres Wetter als vorhergesagt ist halt persönliches
Pech, kann ja mal vorkommen, die Wetterfee hat sich, wie die Lottofee
ja auch, doch ganz doll motiviert durch das vorhergesagte
Spaßwetter,
so viel Mühe gegeben und außerdem
ist niemand haftbar zu machen.
Einer der Tricks dabei ist, die prognostizierte
untere
wahrscheinliche Tagestemperatur, die ja mindestens genauso wichtig ist
wie die obere, als "
negativer" Wert möglichst selten
erwähnt wird; wenn es irgend geht, ur noch die obere, "
positive".
Aus "
von - bis" wurde wie in Rabattschlachten ("
20% auf alles
- seid froh! Wir könnten auch mehr fordern."), Gewinnspielen,
Bankreklame und anderem unseriösen Dönekes "
bis zu". "
Bis
zu"
kann auch null sein. "
Bis zu" heißt
höchstens,
nicht
mindestens. Und dann beschweren sich die Menschen,
daß sie mit der Wettervorhersage nichts mehr anfangen
können, weil sie nicht mehr "stimmt".
Denken Sie positiv! Sie
hätte stimmen können! Und? War das Gefühl nicht
angenehm?
Alles muß immer
ganz
großartig sein, sonst bleiben die Käufer weg.
Oder wie es eine Figur im Film
Sin City es ungefähr ausdrückte:
Wenn
du erst einmal Jeden davon überzeugt hast, daß er seinen
eigenen Gefühlen nicht trauen kann, hast du die Welt bei den Eiern.
Doch das Ganze bleibt nicht ohne Nebenwirkungen:
Sprache wird bedeutungslos
"
Kostenlos" bedeutet heutzutage ja "
Kostenlos, nachdem Sie es
bezahlt haben". Der
Eintritt mag kostenlos sein, die
Teilnahme
ist es nicht. Auch "
Werbefinanziert" heißt ja nicht "
Kostenlos"
- bezahlt wird es über die den Verkauf von Produkten und
Dienstleistungen, ob gewollt und/oder beworben oder nicht: es ist eben
auch eine Gebühr, wenn auch eine versteckte.
Und macht euch nichts vor, auch "harmlose" und "werbefreie" Sendungen
sind nicht als Reklame für den jeweiligen Inhalt. Sie wurden von
diesen und einzig für diese finanziert. Das Drumherum ist nur
Verpackung. Um diesen ruinösen Umtausch von Verpackung und Inhalt
geht es bei dem Hütchenspiel. Immer gibt es nur Gewinner.
Merkwürdig, oder?
 |
| Falsch in jeder Sprache - und das Apostroph´ ist falsch |
Lange zuvor war es bereits zur Unsitte geworden, nicht
nur mit Fremdwörtern und Fremd - Grammatik ("
By-Denni's" -
in jeder Sprache falsch, aber
sehr
nette Leute da...) um sich zu werfen, sondern auch durch Anführen
von völlig unironisch gemeinten Worten wie "
Sie" oder "
bitte"
zur sprachlichen Albernheit beizutragen.
Schön auch immer wieder die Bestätigung der
Glücksspielerei, mit den Worten "
Ich wünsche Ihnen
viiiiiiiiieel Glück" - wobei die Unwahrheit eben darin liegt,
daß man im Glücksspiel (wie in so vielen Dingen) zwar
Einzelnen viel Glück wünschen kann, nicht aber Allen.
Doch was soll's? Radio und Fernsehen dienen doch nur noch der Ablenkung
auf die hauseigene oder befreundete Webseite, wo es -
O Zufall -
von Tinnef und Werbung nur so wimmelt. Auch Nachrichten sind inzwischen
nur ein Portal, ein Lockmittel für das, für den
Medienarbeiter und seinen Sponsor, den Produzenten, eigentlich
Wichtige:
Werbung und Reklame. Ein Konzept, das nach dem II.
Weltkrieg in den USA entwickelt wurde. Ganz konkret: Die Medien leben
von der Werbung, die sie ihren Kunden verkaufen können, und diese
erfordert die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Oder, wie es auf einer
Internet- Messe 1999 gesagt wurde, die Augäpfel.
Und deshalb wird sie, die Werbung, auch immer, allen Beteuerungen zum
Trotz, viel lauter gespielt als die umrahmenden Filme und Sendungen,
die zu ihr hinführen.
Noch einmal:
Der Konsument ist nicht der Kunde.
Es wird im Fernsehen nach neuester, aber eherner Regel 1x pro
Nachrichtensendung auf die eigene Seite im Internet verwiesen - ob dazu
nun ein Anlaß besteht oder nicht. Besteht keiner, wird einer
geschaffen. Denn das Thema, mit dessen Hilfe auf die Internetseite
verwiesen wird, ist völlig
beliebig; so
beliebig wie
die Nachrichtenauswahl selbst.
Man erkennt es eben an der eisern-1-mal-verwiesen-Regel. Nie passiert
es, daß es
keinen Anlaß gibt; nie
mehr.
Nun, gäbe es fünf, genügte ja auch der eine Hinweis.
Angeblich geschieht das, um weitere
Informationen
zugänglich zu machen. In Wirklichkeit geschieht es, um weitere
Reklame
Konsumenten zugänglich zu machen.
Die Nachrichtenauswahl in der Sendung ist allein schon deshalb
beliebig, weil die ganze Nachrichtensendung eigentlich nur noch dem
Verweis auf die Internetseite dient; wie beliebig die Themenauswahl in
Nachrichten- und Diskussionssendungen bereits ist, zeigt sich schon in
der Art, wie darin die meisten Aussagen die Wahrheit gerade so weit
unterschlagen, um sie unwirksam zu machen. Das beklagte schon
Hans Sahl...
Einerseits, damit die Menschen unterschwellig eine Gefühl der
Unbefriedigtheit empfinden, das sie dazu führt, tatsächlich
auf den beworbenen Internetseiten nach dem echten Inhalt zu suchen; und
was finden sie dort in diesem Zustand der agitierten Suche nach
Wahrheit? Diese natürlich nicht, sondern, oh Wunder,
Tinnef,
sowie weiteren Tinnef, Reklame,
Werbung, Tinnef, und
Reklame.

Allerdings sind die meisten Menschen auch weniger an
der Wahrheit interessiert als an ihrem Vorteil "Von der Wahrheyt nur so
viele, als sie dem Vortheile nütztet"
Wenn ich so auf dem Sofa liege und mir ansehe, was die Menschen sich
so antun...
Was man noch vor sich hat, hat man noch nicht hinter sich.