Montag, 2. Februar 2015

1984



Es ist wirklich schlimm



http://www.zeit.de/2009/31/Robert-Capa
Cowboy oder Indianer?



Und es ist soweit.

Die neuen Ein- Wege- Mittel- Strahl- Medien (MSM) wie Fernsehen und Rundfunk sind wie schon so oft dazu da, den Menschen die Staats- oder Elitepropaganda einzutrichtern, und die ganz, ganz neuen interaktiven Zwei- Wege- Medien, um zu sehen, ob sie auch wirkt; und um diejenigen herauszufiltern, bei denen sie nicht anschlägt. Follower sind Verfolger. Das ist neu, das hatte der andere Nachfolgestaat noch nicht. Deshalb hat der wohl verloren... na ja.


Warum eigentlich müssen die in jeder Nachrichtensendung der Öffentlich- Rechtlichen darauf hinweisen, daß es das Ganze, was sie eben gerade verkündet haben, mit weiteren Details garniert und angereichert auf der Staatsrundfunkseigenen Webseite liegt?

Damit sich die Menschen noch einen Nachschlag holen können? Oder damit die Damen und Herren Kollegen wissen, was sie sich dort als aktuelle Staatsdoktrin mit Sprachregelung herunterladen können, um es weiter zu verbreiten? Das spart ihnen bestimmt Kosten und Mühen, und sie sind auf der sicheren Seite. Nicht einmal schreiben müssen sie selber. Eine Schande...


Das Ministerium für Wahrheit
Mißliebige Artikel oder solche mit im Nachhinein nachweislich falschem Inhalt werden neuerdings nicht korrigiert, sondern geändert oder gelöscht. Wie bereits in 1984 beschrieben. Und da die Menschen in ihrer Mehrheit sich so etwas nicht mehr aufheben - sie wissen ja nicht vorher, was geändert werden wird, die Redundanz der Zeitung fehlt - können sie sich im Nachhinein nie sicher sein, ob sie sich nicht vielleicht geirrt haben; und wissen deshalb auch für die Zukunft nicht, was wahr sein wird. Das Alles erfüllt den Tatbestand der Vernichtung von Beweismitteln und der Aktenfälschung innerhalb der vierten Gewalt, wie sie sich nun mal selber nennt und benimmt. 1984 in Reinkultur. NGO - Not so NGO. Wuff.

Und siehe da, genau in den 1980er Jahren entstand der Begriff   Government - Operated Non - Governmental Organization / Government - Organized Non - Governmental Organization oder GONGO für vom Staat gegen sich selbst oder Andere aufgestellte und / oder bezahlte angebliche fake NGOs.

Wuff.


Wo wir schon dabei sind:

NGOs sind NICHT-Regierungsorganisationen; warum zur Hölle sollten sie also vom Staat Geld erhalten? Und warum sollten auch noch ausgerechnet ausländische NICHT- Regierungsorganisationen vom inländischen Staat Geld erhalten? Direkt oder indirekt vom Staat finanzierte NGOs sind ja wohl ein Widerspruch in sich!

Und warum sollten andererseits auch vollständig privat finanzierte NGOs, also NICHT-Regierungsorganisationen, am Mehrheitswillen vorbei Einfluß auf einen Staat und eine Regierung haben? Am cleversten und widersprüchlichsten sind natürlich unwissentlich oder unwillentlich über den Staat von den steuerzahlenden Staatsbürgern öffentlich finanzierte, private NICHT- Regierungsorganisationen, die gegen deren Interessen arbeiten und sich das so auch noch von diesen finanzieren lassen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Juvenal#Werk
Wer aber überwacht die Wächter?

Womit wir auch schon bei der Presse, der selbsternannten vierten Gewalt wären. Der "unkontrollierten Gewalt" wäre besser. Wobei beides eine Anmaßung ist, denn:

  1. werden sie kontrolliert, aber nicht von der Öffentlichkeit, sondern von ihren Eigentümern und Zahlvätern; und ein Großteil davon gehört zwar nicht dem Staat, aber den Parteien, und somit zum Staat. Wuff. Man glaubt gar nicht, wo überall die Parteien drinstecken, und so staatliche Propaganda für sich selbst machen bzw. mißliebige Meldungen unterdrücken können - und
         
  2. hat sie niemand dazu bestellt, als Gewalt aufzutreten, also die Interessen ihrer Eigentümer -und damit insbesondere der politischen Parteien- auch noch als Gewalt zu vertreten. Sie haben Augen und Ohren zu sein, nicht Faust. Sie haben zu sehen, zu hören und zu melden, und nichts weiter.


Wie ich schon einmal erwähnte, zeigen sie im Fernsehen auch sekundenlang nur wedelnde Hände – was mich besonders irritiert. Ich denke dann immer, ich soll vom Sofa runter... aber warum wohl? Weil man dann nicht so merkt, wie allein der RednerIn gerade ist? In extremer Nahaufnahme sieht auch eine kleine wuselige Gruppe aus wie eine gewaltige Ansammlung.


Und nur manchmal, wenn es ein Kameramensch gar nicht mehr aushält, fährt er gegen Ende von der Nahaufnahme in die Totale und man sieht, daß der jubelnde Haufen, der einen der Ihren einem Meer und Blumen und Glückwünschen ertränkt, nichts weiter ist als ein mickriges Häuflein von fünf Menschen, verloren in einem riesigen, leeren Saal, beispielsweise des deutschen Bundestags, das einem der Ihren zum Geburtstag gratuliert.

Man kann sich ja nachher rausreden, die Kollegen hätten das Ende ja wegschneiden können...


https://www.facebook.com/photo.php?fbid=718317591600860&set=a.149497441816214.29986.100002678786300
Die Führer der Freien Welt gehen vereint voran

Vielleicht zeigen Kameraleute deshalb so oft ihre Kollegen beim Filmen? Eine Mischung aus extremer Langeweile, Inhaltslosigkeit und dem verzweifelten Versuch, so etwas wie eine Authentizität des Inszenierten zu erzeugen, indem man zeigt, daß das alles nur Theater ist? Wuff. Wie heiß der Typ noch mal? Brecht?

War das nicht kurz vor dem nächsten großen Krieg? Es ist wie in ihren Touristenprospekten: Die lärmende Hauptstraße hinter dem Strandhotel wird nicht gezeigt, ebenso wenig wie die Müllhalde rechts und dass Zementwerk links. Es gibt da direkt einen Wettbewerb um das verfälschteste Foto...


Nur hier im Sonderangebot: Ganz ohne Frauen!


Und so wurden beim aktuellen Welt-Pressefoto-Wettbewerb 20 Prozent der Fotos wegen Hinzufügens oder Entfernens von Bildinhalten disqualifiziert, mehr als je zuvor - und das waren Bilder, von denen die Einreicher wußten, daß sie geprüft werden! Wuff! Was mag da erst alles ohne Prüfung in den Medien veröffentlicht worden sein? Und wer kommt darauf, so etwas zu inszenieren? Die Staatschefs selber ja wohl nicht...

Und selbst wenn es nicht unbedingt gefälscht ist, gestellt ist so manches Foto allemal - auch und gerade von denen, die Preise gewinnen. Gerade die! Siehe oben. Das ist halt soooo viel leichter...


Ein Bild lügt mehr als tausend Worte



http://www.cracked.com/photoplasty_611_24-famous-photos-you-wont-believe-were-fake/
Nüchterne Männerrunde



Und Glauben ist nun mal auch so viel leichter leichter als Wissen, Gerüchte sind einfacher zu begreifen als Fakten; Klatsch und Tratsch sind leichter zu glauben als echte Nachrichten, weil sie bereits den eigenen Vorstellungen und Vorurteilen entsprechen. Nun, der Weg zur Hölle ist nicht nur mit guten Absichten und Vorsätzen, sondern auch mit Schokolade gepflastert.


Die überbordende Emotionalität in den Medien - Wir müssen mehr Gefühle zeigen! Eigene und fremde, in Großaufnahme und Zeitlupe! - führt zu einer Inszenierung der Gefühle. Es ist nicht mehr nur kalt, sondern sehr, sehr kalt - und wenn es tatsächlich sehr kalt ist, dann ist es eben sehr, sehr, sehr, sehr kalt. Wobei sich das Maximum auf inzwischen etwa 4-5 sehrs eingependelt hat, mehr kriegen die Menschen eh nicht mit -aber auch dann kann die gefühlte Kälte immer noch sehr viel schlimmer sein. Zu Fühlen ist nun mal viel viel viel viel leichter als Denken, und es auch hat einen viel größeren Schauwert zur Ablenkung von so was anstrengendem wie Ursachen und Folgen. Drama, Drama, Drama, Drama! Wuff Wuff Wuff Wuff!


Seht ihr, so einfach geht das. Gänsehaut-Peeling.

Und wenn es keine tatsächliche Konflikte gibt, über die man sich zu berichten traut, oder weil eben alles beliebig geworden ist, dann werden eben künstlich welche erzeugt. Sie kriegen es nicht gebacken, die Menschen. Traurig. Sie kapieren sich selbst nicht. Wuff.

Hinzu kommt noch, auf der anderen Seite, die

Pictophobia Politicorum


- die Angst der Politiker vor Bildern. Vor unangenehmen Bildern. Wie jeden zweiten Tag im Fernsehen.


Wörtlich: Wollen SIE solche Bilder sehen? Wollen sie das?!

(Ja nicht etwas zur Entscheidung stellen: Wollen sie, daß so etwas passiert? Wollen sie das?! Darüber ließe sich ja ruhig reden...)


Huuu! Nein! Der Teufel! Ein garstig Bild! Bitte keine Bilder zeigen! Es sei eben denn, man hat sie plump selbst gemalt, oder digital gefälscht. Wie die kleinen Menschenkinder... sie werden einfach nicht erwachsen. Gesicht versteckt - und Papa ist weg. Wuff.

Oder nein - wie einst im Mittelalter, wo das Bild vom Teufel -wie die Nennung seines Namens- die Gegenwart des Leibhaftigen selbst herbeirief:

Mal' nicht den Teufel an die Wand!

Den Durcheinanderwerfer, den Verwirrer, Faktenverdreher und Verleumder!


Und so bekam er auch immer mehr Namen. Es ist der reinste Aberglaube: Sehe ich Bilder, erzeuge ich etwas, sehe ich sie nicht, ist nichts passiert. Diejenigen, die die Geschicke der Menschheit in den Händen halten, machen das Licht aus, damit niemand etwas sieht, und damit an die Existenz von etwas glaubt, was sie nicht selber auf die Leinwand projiziert haben; und dann glauben sie aber, selbst vor dieser Wirkung gefeit zu sein.

Ein Bild ist nicht die Wirklichkeit, meinen HerrInnen!



Alles schon einmal passiert...
Das erinnert mich auch alles immer mehr an die Zeit mit meinem Herrchen, der Hofberichterstattung, wo die lobhudelnden Anreden und Schlußformeln länger waren als die eigentliche Nachricht - und wehe, wenn nicht. Nun , das wurde kurz abgeschafft - und wird nun wieder eingeführt, da die Menschen, dero Hochwohlgeboren, offenbar ohne Selbstbeweihräucherung nicht leben können, sobald sie die Folgen derselben vergessen haben. Das hat ja nicht lange gedauert... Nun, auch wir Hunde wälzen uns ja gerne im Dreck, auch dem der Andern. Wuff. Auch kollektives Eigenlob stinkt. Wie war das nochmal mit dem Turmbau zu Babel - oder zu Babbel - schon damals mit Leiharbeitern und Niedriglöhnern aus aller Welt?

Es werden gerade wieder sehr, sehr viele Türme gebaut... Wuff.

Und siehe, sie nannten es "Globalisierung"


Nachdem frühere Menschen mit steinernen Bauten und Sonnentempeln den Geheimnissen der Jahres- und Tageszeiten auf die Spur zu kommen versuchten, meinen sie heute, mit Hilfe ihrer Uhr über die Jahreszeit bestimmen zu können. Hybris, Irr- und Wahnsinn: Eine Sinnestäuschung - die Vorstellung, man könne über Zeit und Raum herrschen; mehr noch: die Zeit anhalten. Durch verplempern von Zeit soll Zeit gewonnen werden. Und selbst wenn das niemand mehr glaubt, so wird es dennoch durchgesetzt; aus Herrschaftsgründen.


Es werden zunehmend Nachrichten über Nachrichten verbreitet, über Gerüchte, Vermutungen, und auf diesen Gerüchten und Vermutungen beruhende spontane und emotionale Ansichten - auch dort, wo diese nicht schon als Propaganda in die Nachrichten eingearbeitet wurden; dann dienen die selektierten Reaktion nur zur Bestätigung für das eben gesagte.


Wie gesagt - es werden Kameraleute gezeigt, wie sie Kameraleute beim Filmen filmen, wedelnde Hände, wenn es sein muß, mit einem Fernrohr durch geschlossene Fenster, und dann interpretieren sie Gesten. Und jeder schreibt bei jedem ab, was der gesagt bekommen hat.


Das Gehirn der Menschen wird so jeden Tag erneut auf Sommerzeit eingestellt - auch die dient dazu, die Menschen zu verwirren und zu verunsichern, auf daß sie sich schon mal daran gewöhnen, daß nichts mehr fest und unveränderlich ist, nicht einmal die Zeit und auch nicht der Lauf der Sonne. Und wenn schon nicht die Zeit selbst angehalten werden kann, so doch ihr Meßinstrument.

So mächtig sind die Majestäten, daß sie sogar sich selbst überlisten können - wenn ein Beschluß bis Mitternacht fertig sein soll, dann wird eben um Mitternacht die Uhr angehalten; auch wenn der Tag dadurch nicht länger wird, so haben sie doch ihre Unfähigkeit zur rechtzeitigen Einigung im Protokoll verborgen.

Alles ist nur noch eine Frage der Interpretation der Mächtigen. Selbst mein Herrchen hätte sich geschämt. Seine Nachfolger nicht mehr. Geholfen hat es nix, alle beide Kriege gingen verloren, und kein einziges Kraftwerk weniger wurde gebaut.


Und obwohl die irritierende, anstrendende, nervtötende angebliche Sommerzeit von Vielen als ein "als Wohltat maskiertes Übel" - von der offiziellen Begründung her eingerichtet extra für die Minderheit der Säufer und Biergartenhocker, jawohl! - erkannt wird, wird mit ihrer Hilfe zweimal jährlich das Volk durchgeschüttelt und alles aussortiert, was nicht mehr mitmacht.

Mit einer Sonnenuhr geht das nicht, da ist die Sonne um zwölf Uhr mittags im Zenit, egal wo, egal wann. Mit der notwendigen Anpassung an die Zeitzonen, versteht sich. Aber die existieren ja zwangsläufig.

Am wüstesten trieb es letztens die russische Verwandtschaft, und wundert sich jetzt, daß sie nichts mehr so recht auf die Reihe bekommt, wo doch per Dekret die Sommerzeit nun auch im Winter herrscht. Dabei ist normalerweise die Winterzeit das ganze Jahr über die richtige, die Sommerzeit die manipulierte. Jetzt ist es dort frühmorgens im Winter noch dunkler und kälter. Selbst Schuld, Wuff.

Jetzt ziehen auch noch die japanischen Kollegen nach, weil sie sich der Orgie des Wahnsinns nicht mehr entziehen können, wenn doch alle mitmachen. Die Gedanken sind frei! Wer hat sie entlassen?



Zeichen und Inszenierung




Hinzu kommt die Ikonographie der Verlogenheit. Mißliebige Menschen werden durchgehend unvorteilhaft dargestellt - ob der Mensch nun gerade lacht, gähnt oder schreit, ist nicht zu erkennen. Wird woanders nun gerade eine innige Verbundenheit dargestellt, oder die höhnische Gemeinsamkeit in einem dreckigen Witz? Moderne Kameras machen 5000 Bilder die Sekunde, da wird wohl ein schlechtes dabei sein. Oder ein gutes, je nachdem, was man gerade will.

In Bildern erscheinen immer die gleichen Posen, ob im Sport oder in der Politik, oder sonstwo. Eigentlich sind Worte Überflüssig. Es sind Zeitungen für Leute, die der Sprache nicht mächtig sind. Unterscheiden tun sich die dargestellten Dinge nur durch ihren Reklameaufdruck. Es muß sie also gar nicht geben...

Im Fernsehen genauso: Immer die gleichen Posen, immer die gleichen Bewegungsabläufe, ob im Tanz oder im Totschlag.

Die immer wiederkehrende Einführung zu "Germaniens übernächste Irgendwas" gleicht auf das Haar dem zu "Dings-Bumse im Einsatz": Fünf Menschen in Zugvogelformation schreiten dynamisch in äußerster Zeitlupe auf der Zuschauer zu. Oder sonstwas. Die Moden wechseln... Schaltet man zwischen den beiden hin und her, fragt man sich, warum die dargestellten Leute wechseln. Die Figuren tun es nämlich nicht. Es scheint aus ein und dem selben Rechnerprogramm zu sein, nur mit unterschiedlichen Oberflächen oder Avataren. Und tut es wahrscheinlich aus. Wuff.


Hier das öffentliche, zeremonielle Öffnen der Schatztruhe, mit einem gefundenen Flugschreiber, der Black Box von Blackbeard:

New Pirates of the Caribbean

Natürlich gibt es auch eine durchgehende Ikonographie in Spielfilmen, die letzte Instanz der Phantasie. Nicht nur der Musik, auch der Bilder. Früher waren es schwarze Hüte und weiße Hüte, an denen man Gut und Böse auseinanderhalten konnte. Und anhand derer die Menschen auch nach einem Toilettengang sofort erkennen konnten, wo der Held war – der helle Fleck auf Leinwand da, das ist er. Umgeben von einer dunklen Wolke der Bedrohung.


Ellen Barkin,
Menschenweib
Mit der Ankunft des Farbfilms mußte stärkerer Tobak aufgefahren werden – heute sind es blonde Haare und rote Lederjacken, davor waren es rotkarierte Schottenmuster, sind gut zu verfolgen. Wie gesagt, Moden wechseln. Da ist das Opfer! Und da der Held! Und da der Mörder! Kasperletheater für Erwachsene. Diese Helden! Vor der Wand aus Feuer! Die Menschen spiegeln nur sich selbst; blonde Kinder im Nebel des Nordens, helle Fußsohlen in der dunklen Nacht Afrikas.


Und! Das Zeichen des Opfers: Die umgehängte Decke, analog zum Frauenschleier. Malerisch um Kopf und Schultern drapiert (das an die Backe geklebte "Headset"- Ohrmikrophon ist dagegen, ähnlich wie ein "Robocop"-Kopfhörer in der Straßenbahn, irgendwie das Zeichen des verkabelten Idioten... letzteres ist Gottseidank eigentlich schon wieder vorbei - gab's wohl zu deren Weihnachten). Und kein FILM ohne Rettungen In Letzter Minute.

Je schlechter der F.I.L.M., desto mehr R.I.L.M. Gute F.i.l.m.e. haben gar keine. Wie das Leben. Wuff.


Dazu gehört auch, daß Kriminelle in der Phantasie ihre Mitmenschen offensichtlich eine Vorliebe für große, rot blinkende Anzeigen an ihren riesigen Bomben haben sollten, die den Zündzeitpunkt auf die Sekunde korrekt anzeigen - und nicht etwa schon bei, sagen wir mal, 29 Minuten vor 0000 den ganzen Laden hochgehen lassen. Wuff, Wuff, Wuff, Wuff... 'tschuldigung.



Schön wär's.




Zuletzt noch eine besonders merkwürdige Ikone:





http://lokster.deutschebahn.com/artikel-pool/verstehen/geblickt-bahnsteig.html
Achtung, tanzende Lokführer!


Der erste internationale Autobahnkongress wurde übrigens 1931 in Genf abgehalten. Sponsor der Veranstaltung war
das Internationale Arbeitsamt des Völkerbundes. Sein Ziel: Durch massiven Autobahnbau sollte die Arbeitslosigkeit in den von der Weltwirtschaftskrise betroffenen Staaten verringert werden.


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Bundesarchiv_Bild_183-R27373%2C_Reichsautobahn%2C_Adolf_Hitler_beim_1._Spatenstich%2C_bei_Frankfurt.jpg


Und warum heißt die Autobahn nun Autobahn?
Weil ihr Bau anschließend von der damaligen hiesigen Regierung bei der Reichsbahn in Auftrag gegeben wurde.




Man kann's nicht erfinden.

Wuff.





Montag, 12. Januar 2015

Lesemüll




Sehr
Sehr
Krank
Krank
Wie gesagt, da bin ich wieder. Man läßt mir keine Ruhe im Grab... Ich war mit meinem Herrchen beim Arzt. Also mit meinem HerrEs dauerte.  Also: was da in den Zeitschriften an menschlichem Elend ausgebreitet wird, ist tragisch. Als Alternative dazu gesetzt wird die heile Welt, was die Menschen halt so haben wollen.

Das kann man verstehen. Aber.

Gesichtsmaske
Service Gesichtsmaske
Warum wollen ausgerechnet die Weibchen unbedingt erfahren, wie schlecht einem anderen Weibchen mitgespielt wurde, und zwar von Schicksal und anderen, undankbaren Menschen? Wo sie nicht selbst dran schuld sind?

Suhlen sie sich gerne im Dreck der Anderen, wie ich, wenn ich mich unwohl fühle? Fühlen sie sich danach auch besser? Merken sie dann ihr eigenes Elend nicht so? Vielleicht wird ihnen deshalb in den selben und anderen Zeitschriften gleichzeitig vorgetragen, wie schön das Leben doch ist, wenn völlig normale Dinge passieren.

Menschenweibchen stopfen ja auch dauernd süßes Obst in sich hinein, weil es ja "so gesund ist" und "nicht fett macht" - tut es wohl, sogar Affen. Wenn's nicht süß wäre, würden sie's meiden...

Aber sie wälzen sich ja auch gerne in ihrem Essen...


Natürlich mache ich das auch - manchmal. Und die Weibchen wählen auch eher monarchisch, Könige, Königinnen und junge, heiratsfähige Prinzen. Das kann ich verstehen. "Prinzessin" ist nun einmal die weltweit bekannteste Märchenfigur überhaupt, soweit ich weiß. Das läßt tief blicken. Wuff. Und natürlich kann und darf jeder Mensch kaufen und lesen was er will. Und gerade die Männchen lesen noch ganz andere Sachen!


Herrchen
Mein Herrchen, als er noch lebte
Aber warum nur liegen ausgerechnet diese Zeitschriften beim Arzt?

Oder werden diese Zeitschriften etwa extra für die Arztpraxis gedruckt, damit die Menschen nicht selber tratschen und Unruhe in den Laden bringen? Damit sie Angst bekommen und froh sind, wie gut es ihnen geht, auch wenn der Arzt ihnen nicht helfen kann? Schließlich sind die Weibchen öfters und länger bei ihrem Arzt als die Männchen.  Es ist ein Rätsel...

(Mein Herrchen kann da auch nicht mehr helfen. Er ist wie ich schon lange tot... Wuff.)

Wie soll doch Adolf Damaschke gesagt haben, 1920, als alles vorbei war?

"Die Zeit von 1871 bis 1914 [also die Zeit des Deutsches Kaiserreiches - ja, auch meine - bis zu seiner Zerstörung durch den großen Krieg] war eine Zeit, die sich dadurch auszeichnete, daß kein Mensch Zeit hatte. Karriere machen, Geld machen, die überanstrengten Nerven im Genußleben auspeitschen oder betäuben, das nahm alle Zeit in Anspruch, und niemand fand mehr Muße, sich die großen Sozialfragen klar zu machen, die uns umgeben, und zu scheiden, was ist wesentlich, und was ist unwesentlich. Wir lebten wie arme Menschen von der Hand in den Mund auf geistigem Gebiete, und ließen uns von schlauen Interessenten durch jedes Schlagwort, wenn es auf dem Markt nur laut ausgesprochen wurde, hierhin und dorthin treiben."


Die Menschen sollten mehr auf sich achten! Wer Müll ißt, wird krank im Körper, wer Müll liest, wird krank im Kopf. Auch wenn ich es selbst nicht mehr erlebt habe: Der Ton der Zeitschriften und anderer Kommunikationsmedien der Menschen erinnert mich immer mehr an die Zeiten die nach uns kamen. Einer muß Schuld haben, einer muß immer schuld haben, sonst bleibt alles stehen, wenn kein Mensch dem anderen mehr etwas schuldet. Wuff, wuff, wuff.

Seit neuestem hängt das irgendwie mit der "Emanzipation" der Menschenweibchen zusammen, und deren Sprachregelungen, gegen die irgendwelche Anderen leicht verstoßen können, und dann wieder in der Schuld stehen. Insbesondere deren "Schnippischkeit", die gab es damals auch. Und durch ihr Wahlrecht wurde bisher kein Krieg verhindert, nichts wirklich Gutes ist dadurch in die Welt gekommen. Was passiert, ist, daß sie sich nicht mehr vermehren, wenn sie die Wahl haben. It ja auch verständlich. So lange es Leihmütter gibt...

Merkt denn keiner, daß das alles nur Worte sind?


Dr. Zoidberg
Ausdruckstanz
Doch, und deswegen senden sie andauernd "Signale" aus, wie die Winkerkrabben. Minutenlang werden im Fernsehen wedelnde Hände gezeigt. Ausdruckstanz. Gab es dann ja auch damals. Und die Schwarzweißfilme.



Nackttanz
Balztanz der Menschen

Und sich nackt darstellen als letztes Mittel, wenn einem sonst gar nichts mehr einfällt oder man nicht anderes mehr hat, als den eigenen Leib, mit dem man geboren wurde. Nicht einmal eine stabile Identität. Auch und gerade der Männchen

...aber eben nicht nur!

Weibliche Winkerkrabben









Alles schon mal dagewesen... Nun ja, wahrscheinlich immer hin noch besser als "beruhigende Geräusche machen"- oder eben drohende.


Der Gender Bender
Eigentlich machen sich die Weibchen absichtlich hilflos... sie binden ihren Töchtern die Füße klein, hängen sich schwere Gewichte an Hals und Beine, und Schlimmeres; sie töten sich zwar nicht gegenseitig, wie die Männchen -  sie verkrüppeln sich und andere. Vielleicht brauchen sie sich zu sehr... Zu meiner Zeit waren es die Korsagen, welche die Frauen daran hinderten, sich zu bücken und etwas aufzuheben, das berühmte fallengelassene Taschentuch zum Beispiel; sowie am Essen und am Atmen. 

Was ist es heute
?




Ihre Magersucht?





A propos: Die so genannten "Magersucht-Models" stellen ausschließlich in der Modebranche als Kleiderbügel ein Schönheitsideal dar - und nirgendwo sonst. Überall sonst gelten sie als gestört und suizidal.


Dort, wo es am ehrlichsten zugeht, weil der verbotene Anblick auf nackte Menschenweibchen verkauft wird, gibt es sie nicht - höchstens als extrem, als verdrehte Vorliebe einer sehr kleinen Minderheit - genau so wie ihr Gegenteil.  Schlank und fruchtbar sollen sie sein, die Weibchen, ja, und jung, aber nicht mager. Nirgendwo.

Wer sich also über ein magersüchtiges Schönheitsideal bei den Menschen aufregt, zeigt damit nur sein - oder vielmehr ihr - eigenes gestörtes Verhältnis zur Sexualität und zum eigenen Körper zur Schau. Und zwar egal, wie das eigene Geschlecht gerade ist.



Und die größte  Störung ist dabei die lebensgefährliche Gefallsucht der Weibchen. Obwohl, die jungen sind schon wieder von selber schlank, schön und höflich.  




Auch wenn ihre Musik zur Zeit klingt wie das Geplärre und Getrampel von ihrem Nachwuchs im Süßigkeitsbereich vor ihren Supermarktkassen - ehrlich, in meinen Ohren ist das genau der selbe Tonfall! Ich muß dann immer - Wuff!


Ja, und klug.

Aber nicht klüger... Zu meiner Zeit konnte mein Herr, und sein Frauchen, noch allein und unbelästigt spazieren gehen, auch dort, wo ich nun begraben liege. Niemand hat sie angegriffen, niemand hätte es gewagt oder auch nur gewollt. Die Herrscher heute müssen sich umgeben mit einem undurchdringlichen Sicherheitswall aus Leibwächtern, wie zu Zeiten des schlimmsten Absolutismus, kurz vor der Revolution. Lange gehalten hat sie ja nicht... Herrschsaft durch das Volk, daß ich nicht lache! Wuff!! Über und für, vielleicht.

Sonst wären die Herrscher ja nicht so unersetzlich. Viele kennen sich oder sind miteinander verwandt, auch heute noch- auch wenn das nicht immer und unbedingt sein muß; es gibt auch Statthalter.

Der Morgenstern
Der Tag bricht an, wenn
der Morgenstern versinkt
Und geherrscht wird, wie immer, mit Lüge, inszeniertem Aberglaube und Hexenverfolgung.

Die Menschen kommen anscheinend nicht zurecht, wenn sie keine Hexen verfolgen und verbrennen können. Das hängt wohl mit ihrer Klugheit zusammen. Obwohl: Bei einigen wäre es angebracht, um das Böse aus der Welt zu werfen. Auch wenn es nachwächst... Wuff, wuff, wuff, wuff. Entschuldigung.

Sie brauchen halt immer Sündenböcke, denen sie alles Böse und eingebildete Böse anhängen können, das ihnen Angst macht, von der eigenen Mißgeburt über die saure Milch bis hin zur Weltwirtschaftskrise. Wuff, wuff, wuff.

Das macht sie schuldenfrei, und sie kommen in den Himmel- und vorher gibt's auf Erden noch ordentlich was abzusahnen von den Schuldigern, denen niemals vergeben wird. So ist das. Dabei kommt ihr Satan in ihrer Bibel kaum vor... und wenn, dann eher desinteressiert. Der wohl erwähnte "Lucifer" dagegen ist der "Licht-Bringer" - der Morgenstern, von den Menschen später in Venus umbenannt. Er fährt täglich in den Orkus, die Unterwelt hinab - nämlich unter den Horizont, Wuff. Von wo er jede Nacht erneut versucht aufzusteigen.

Die Hölle ist dagegen nur der damalige Name für die qualmende, stinkende städtische Mülldeponie von Jerusalem, wo eben jeglicher Abfall landete... und wo man seine Feinde nun mal hinwünschte. Wer dagegen an den leibhaftigen Teufel glaubt, der die Menschen zu ihren Missetaten verführt, ist zutiefst abergläubisch und wird von der monotheistischen Kirche bekämpft. Aber die Menschen brauchen halt einen Sünden - Bock.

Tiere machen keine Schulden. 


Wuff.


Doch wenn die Menschen in ihren Gedanken und Worten nicht mehr differenzieren dürfen, wird jede ihrer Reden zum inhaltslosen Geschwätz. Dabei hatten sie uns doch gerades das voraus... wuff. Wuff. Wuff. Und noch etwas ist merkwürdig: Je mehr sie versuchen sich anzugleichen, desto mehr fallen ihre Welten auseinander.

Wenn man allerdings sieht, wie heutzutage Kinder auf dem Fahrrad nicht mehr vor den Eltern sitzen, sondern hinter ihnen hergezerrt werden, wie ein Sack Kartoffeln, ohne Möglichkeit, mit der Mutter oder dem Vater zu reden, einsam und abgetrennt, und die Eltern mit genau diesem leeren Gesichtsausdruck ihr Kind durch die Welt zerren, ohne Bezug und Ziel, immer nur vorwärts, vorwärts, vorwärts, das Kind und man selbst muß angeliefert werden … dann weiß man, warum die Gesellschaft zerfällt. Ein Kind ist doch kein Postpaket!


Je weniger Kinder sie bekommen, um so weniger können sie damit umgehen, und desto mehr kostet es sie. Liegt das an den Schulden, mit denen diese geboren werden? An ihrer Schuldknechtschaft? Jede ihrer Generationen hat von vornherein Schulden - sind die zu hoch, wird es unbezahlbar. Wuff.

Cherry 2000
Ich heiße Cherry
Aber das Problem erledigt sich bei Einigen wegen der mangelnden Fortpflanzung gerade von selbst. Vielleicht hätten sie damit warten sollen, bis sie sich wie geplant mit Maschinen paaren und fortpflanzen können. Aber: Zu spät! Meinesgleichen übernimmt gerade Rumänien. Das geht ganz schnell. Wir sind Fleischfresser. Wuff.

Das Leugnen der Realität und der eigenen Verantwortung für das eigene Leben ändert diese Realität doch nicht! Wer so handelt, fällt nur aus ihr heraus. Das Leben gibt niemandem eine zweite Chance- nicht einmal mir. Eine neue vielleicht, aber niemals eine zweite. Wuff. Was immer sie tun, es ist die nächsten 30 Jahre nicht mehr rückgängig zu machen. Diese Verantwortungslosigkeit... aber Anderen grundsätzlich die Schuld geben. Na gut. Wozu haben sie ihre Religion.


Die Menschen können sich nichts mehr vorstellen, das ihnen nicht vorgeführt wird. Wird über etwas berichtet, muß unbedingt eine Art Seifenopern- Darsteller her, der ihnen das Ganze wie im Kasperletheater vor Augen führt; erst wird gesagt, wie er oder sie heißt (ganz wichtig, auch bei ungebetenen Anrufen!) und daß das alles deshalb, wegen der Namensnennung, ganz echt und authentisch sei - also die reine, unmanipulierte Wahrheit.

Und wenn schon. Um Hundehimmels willen, man kann für alles und jedes ein Beispiel finden! Namen? Namen sind inzwischen Schall und Rauch wie alle Worte. Sie sind, wie alles, zu einem Markenzeichen geworden.


Nebenbei
:


Wer lügt oder auch nur die Unwahrheit sagt, hat ganz unabhängig vom Inhalt der Lüge oder der unbewußten Unwahrheit ja schon einmal eine wahre Aussage gemacht: Entweder hat er oder sie keine Ahnung und will das verschleiern, oder er oder sie hat etwas anderes zu verbergen. Auf jeden Fall lohnt sich ab dem Punkt die Suche in der näheren und weiteren Umgebung. Da findet man schon irgendwo einen Knochen, Wuff! Oder mehrere. Denn da liegt der Hund begraben. Meistens. Ich muß das wissen...

Aber so lullen sich die Menschen gegenseitig ein und zerstreuen ihre Zeit, als hätten sie zu viel davon. Wahrscheinlich leben sie zu lange, und deshalb wird alles zu einer betreuten Altersheim - Veranstaltung. Auch das Fällen für sie relevanter Entscheidungen.

Als wenn eine Wahl schon eine Entscheidung wäre. Ein Wähler ist kein Entscheider. Wer etwas wählt, entscheidet nichts. Und so sehnen sie sich schon wieder nach einer wohlwollenden Diktatur, damit sie weiter ihren Zerstreuungen nachgehen können. Wuff.


Im Übrigen:


Menschen mehr als einmal mit ihrem Namen ansprechen ist ein Verhör.

Oder auch Tiere.


Es geht um künstlich erzeugte Gefühle für jene, denen inzwischen jedes persönliche Gefühl abhanden gekommen oder abgekauft worden ist - Wie bei den Fernsehshows, die einheitlich bazzern, um "Gänsehaut-Feeling" (oder ist es Gänsehaut- Peeling?) abzufordern und zu bejubeln. Was der Protagonist sich dabei denkt, ist egal, schlimmstenfalls hinderlich und muß weggekohtscht werden. Das Jodeldiplom lebt, da hat man etwas Eigenes. Wo ist da eigentlich noch der Unterschied zur Prostitution und Pornographie?


Zum Vergleich:

Ein Abbild zweier Menschen- Kinder in geschlechtlich differenziert provokativer Pose, noch von meinem Herrchen aus der Schublade geholt, Wuff. 


Bub & Mädel
 Mädel & Bub

Sonntag, 21. Dezember 2014

Erdmann reloaded / Nachruf



Alle Jahre Wieder...

Das Pfingstochsterhasenmann















  ... Kommt der Christusmarkt.



Da bin ich wieder- es läßt mir keine Ruhe.


Der Lärm...



Wo war ich? Ach ja.

Weihnachten.


Menschen und Tradition


Zu ihren Traditionen gehören Märchen, zum Beispiel:
Dornröschen in der deutschen Fassung.


Das Pubertätsmärchen von weiblichen Dorn-Röschen:

Das Dornen-Röschen
Ein junges Mädchen wird davor gewarnt, Spindeln zu anzufassen, bei Strafe des Todes. Sie tut es dennoch, mit sechzehn, wobei sie eine alte Frau im Turm erwischt.

Sie erschrickt sich draufhin tatsächlich zu fast zu Tode, und fällt in eine jahrelange Passivität - den Dornröschenschlaf.

In dieser Zeit wächst ein Dornengestrüpp um ihr Schloß, in denen eine Rosenknospe erblüht, das Dornen-Röschen (Viele Dornen um 1 Röschen) - bis endlich ein junger Mann (und zwar der richtige zum richtigen Zeitpunkt) diese Dornenhecke durchdringt, um die schlafende junge Frau zu erwecken.


Die Menschen.


Um die eigene Tradition aufrecht zu erhalten, gibt es identische, mit einheitlich hergestellten, (vielleicht auch noch aus fernen Ländern) einheitlich bestückten Verkaufsbuden zugestellte Weihnachtsmärkte, beschallt mit fremdsprachiger Musik in Endlosschleife (womit die Menschen sich schon die ganze Woche vom Nachdenken abhalten), und das am liebsten 356 Tagen im Jahr, unterbrochen nur durch Oster- und Pfingst- und sonstigen "traditionellen" Märkte, insbesondere an den Wochenenden.


Denn darum geht es letztendlich: Einen legalen Weg zu finden, auch am Wochenende Krempel zu verkaufen, und sei es unter dem Deckmantel der Christlichkeit. Denn traditionell wurde an Sonntagen zu Kirmes nach der Kirchmesse immer schon dem Einkaufs- und anderen Vergnügen gefrönt- damit man die Kirchmesse schnell wieder vergißt, frisch gebadet und gebeichtet wie man war.


Und jede Minute ohne Umsatz fehlt nachher in der Bilanz beim Schuldenmachen, und Schulden bedeuten Geld. Und die größten deutschen Weihnachtsmärkte stehen sowieso nicht in Deutschland. Wahrscheinlich ist "Deutscher Weihnachtsmarkt"® ein international geschütztes eingetragenes Folklore-Warenzeichen.

Ziel ist es natürlich, die Buden das ganze Jahr über stehen zu lassen und nur die Schilder auszutauschen: Weihnachten, Valentin, Ostern, Pfingsten, Allerheiligen, Weihnachten... habe ich was vergessen? Wuff.


Wozu abbauen, wenn sie morgen eh wieder da stehen werden.



http://www.hermsdorf-regional.de/persoenlichkeiten/geithe-friedrich/plumsklo.html
Die Ähnlichkeit...
Übrigens stehen die selben Buden bereits in Großstädten in China.

Weltweit alle vom selben Hersteller, offensichtlich. Wahrscheinlich einem chinesischen, wie das Zeug darin. Tradition ist nun mal Tradition, egal wo sie herkommt. Weihnachten ist eigentlich das Fest der obdachlosen und einsamen; Hirte zu sein ist einer der einsamsten Berufe der Welt - ich hatte einen Vetter in der Forstwirtschaft und sollte es daher wissen. Und St. Martin ist das Fest der Armen und der Bettler, derjenigen, die zu Pfingsten nichts abbekommen haben. Wuff.

Warten auf den Weihnachtsmann

Auch wenn die Chinesen da anscheinend etwas durcheinander bringen.


Obwohl, eigentlich nicht.



Mit dem Klimawandel wird das mit dem Winterfest als solchem sowieso hinfällig. In Indonesien ist es ja bereits seit Jahren soweit. Nun ja- am Ende zählt sowieso nur der Umsatz. Wuff! Dessen Höhe im Vergleich zum Vorjahr wird regelmäßig über die Presse durchgegeben.


Und wenn es partout keine Tradition gibt, dann wird so lange in historischen Büchern nachgeschlagen, bis man eine konstruieren kann, und wenn gar nichts mehr hilft, weil traditionell die Bauern da zu tun hatten, oder nicht wegkamen, wie etwa im Februar oder im Oktober, nun, dann werden eben fremde Traditionen importiert- was den Vorteil hat, daß man nur eine einzige Fabrik auf der Welt braucht, um diesen globalen Einheitsbrei löffelweise zu verteilen. Wuff.


Die Welt ist inzwischen ein Dorf, aus dem jeder vernünftige Mensch zu fliehen versuchen würde - wenn es denn etwas anderes gäbe. Achtung vor dem Anderen kann es ja nur geben, wenn der Andere auch ein Anderer ist. Sonst bleibt ihnen nur der Narzissmus... die Selbstbespiegelung.

Das Dorf liegt deshalb unter dem Diktat der ewigen Bereitschaft von jedem Einzelnen zum Wohle Aller, ohne das sie erkennen können, daß sie das selbst sind und deshalb die Bereitschaft aufheben könnten - dazu ist es zu groß, das globale Dorf, und da es global ist, ist immer ein Teil der Insassen wach und stört die Anderen beim Schlafen, während die Schlafenden die Wachen stören - Narzissmus im Quadrat. Wer Gegensätze wie Wachsein und Schlafen, Arbeit und Pause gleichzeitig haben will, zerstört nun einmal beide.



Dann werden noch irgendwelche Bezüge erfunden und/oder konstruiert, damit die Leute denken, sie seien selbst darauf gekommen- und nach zehn Jahren ist es immer schon so gewesen, weil der Nachwuchs es nicht anders kennt. Aber es ihnen sowieso egal.

Das Sterntalerchen

Und wenn nicht, dann wird eben umgewidmet: St. Martinstag wird zu Sonne, Mond & Sterne Tag - und das Märchen vom Sterntaler unterlegt. Obwohl - geht das heute noch? Ein kleines Mädchen, daß auf der Straße das Hemdchen hebt, und es regnet Taler? Könnte schiefgehn.


Egal! Das Weihnachtsfest wird zum "Winterfest", weil Weihnachten zu christlich klingt. Gern über Weihnachten hinaus.

Aber erst das Umdichten der Weihnachtslieder, das wird lustig:



Vom Himmel hoch, da komm' ich her, ich bring' Geschenke, bitte sehr?!


Da fehlt nicht mehr viel.



Ostern: Das Frühlingsfest.
Pfingsten: Das Sommerfest.
Allerheiligen: Das Herbstfest (obwohl, das isses schon).


Dazu der Winterfest-Markt, der Frühlingsfest-Markt, der Sommerfest-Markt, der Herbstfest-Markt. Fertig. Auch das trägt zur Infantilisierung bei. Da schadet dann auch der gefürchtete Plüschtierautomat nicht mehr.


So werden alle religiösen Feste der Menschen auf ihren heidnischen Ursprung zurückgeworfen, den sie ja nie wirklich verloren haben. Aber danach ist das Religiöse ganz weg, und neue Generationen wächst heran, die nur noch die vierteljährlichen Kauffeste kennen. Ziel erreicht. Natürlich nur da, wo es auch etwas zu kaufen gibt.

Das dauert nicht mehr lang. Und dann schmuggelt man aus allen erreichbaren Kulturen global alles mögliche rein oder erfindet neue, bis es jeden Monat eins gibt. Warum nicht gleich ein monatliches Mond- und Menstruationsfest? Jedes Neumondwochenende?

Mit einem Monatsmarkt und der Gelegenheit zu kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, wuff, wuff, *hust*- 'tschuldigung!



Das wär's doch.

Gern geschehen.


Auf eine Neues!


"Es gibt keinen Weihnachtsmann. Das hat mir der Osterhase verraten!" (Filmdialog)


Nachtrag: Wie jemand schrieb, werden die Schokoladen-Weihnachtsmänner bekanntlich nach Neujahr in Heimarbeit zu Schokoladen-Osterhasen umgewickelt.

Was es noch nicht gibt, ist eine entsprechende Figur zwischen diesen beiden Feiertagen, die auf die Universal-Schokoladenpressfigur aufgewickelt werden kann.




Wie wäre es mit dem oben gezeigten Pfingstochsen?

Damit wäre die alljährliche Verkaufslücke gefüllt.


Wuff.





Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zu guter Letzt

 
Die privatisierte Lähmung

Gerüchte statt Nachrichten - Nachrüchten

Nachrichten sind inzwischen Altback: ausgefegte Backstube, nicht verkaufte Ware, immer wieder neu mit verbacken, so daß niemand jemals wirklich frische Ware bekommt, und ein Teil des Inhalts schon x-fach aufgebacken worden ist.

Aber nicht immer

Die BBC vermeldet triumphierend, das nun Indonesien, das bevölkerungsreichste muslimische Lande der Welt, nach Jahren der Unterdrückung endlich frei der christlichen Weihnacht frönt - nicht etwa durch fromme Innigkeit oder durch innige Frömmigkeit, sondern durch Konsum von Coca-Cola- designtem Santa Claus im rot-weißem Pelzmantel, Rentiere, Merry Christmas und Jingle Bells in the Snow - Gedudel in Dauerschleife für die Kinder, während ihre Mütter infiziert und bessesen in der Tropenhitze "Weihnachtseinkäufe"  machen. Hurra! Der westliche Lebensstil setzt sich durch. 20-25 % des Umsatzes des Einzelhandels werden im Weihnachtsgeschäft gemacht. Nun auch in Indonesien. Überall.

Es ist schlimm, wenn Bulimie das einzige ist, was scheinbar noch hilft.
 
 

Mittwoch, 25. November 2009

Der fremde Blick




Ey, glotz nicht so!

Bild: Was gibt's denn da zu glotzen? Quelle: Apotheken-Umschau)



Der Kopfputz der Menschenweibchen soll sie vor der Sonne und fremden Blicken schützen, die als unverschämt empfunden werden. Angeblich. In Wirklichkeit ermöglichen sie unerkannte eigene Blicke. Aus meiner Perspektive sehe ich das.

Wuff.

Was ich auch bemerkt habe: Die Menschen-Weibchen verstehen unter Partnerschaft anscheinend Beteiligung am Abwasch. Etwas wenig.


Vielleicht.



Werben und Ablenken


Etwas früher, als die Menschen noch etwas ehrlicher waren, gaben sie ihren Veranstaltungen Namen wie "Ski-Zirkus" und "Tennis-Zirkus" - und genau das waren sie auch.

Und schön anzusehen war es ebenfalls, selbst für Sofalieger wie mich. "Fußball-Zirkus" sagen sie aber nicht, auch wenn das sehr angebracht wäre; oder besser noch Ballermann-Zirkus.

Das waren noch Zeiten, als die Fußballer knappe Sportsachen trugen und im Mittelpunkt des Geschehens standen. Heute tragen sie Schlafanzüge und bespringen einander auf dem Spielfeld... Sie nehmen auch Kinder mit auf das Spielfeld -die dort nichts zu suchen haben- heulen ihren Toten nach und ergehen sich in Korruption. Sie jammern nach Kunstrasen, weil auf natürlichem Rasen "der Ball so hoppelt"...

Kommerz und Emotion. Nein, Kommerz durch Emotion.

Tennis ist da wesentlich härter.


Deshalb wird der Fußball wohl auch nie "Zirkus" genannt, im Gegensatz zu Ski, Tennis, Formel 1...

Im Zirkus ziehen die Menschen um die Welt und zeigen sich gegenseitig, was sie können. Im Fußball dagegen steht inzwischen der Zuschauer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und des Kunststücke-Vorführens. Er hat dazu im "Fan-Betreuer" sogar seinen eigenen Coach und Trainer, womit mal wieder zum Zeichen dessen drei englische Worte in der Aussage enthalten wären.

Wuff.

Was hat das alles noch mit Sport zu tun? Ach ja, die Werbung braucht eine Aufhänger.

Sportler werden zu wandelnden und fahrenden Litfaßsäulen, und in der Fußball-Arena mit dem Namen einer Finanzveranstaltung bewegen sich die Werbebanner am Rand des Spielfeldes manchmal schneller als einzelne Spieler. Und manche "Sportvereine" stehen und fallen mit der Gunst der "Sponsoren" - nicht unbedingt mit ihrer sportlichen Leistung. In anderen Umständen nennt man das wahrscheinlich Steuerhinterziehung und Geldwäsche... Sponsorenvereine wäre da angebrachter.


Männer und Frauen lassen sich dabei sowieso noch kaum voneinander unterscheiden. Dann schon lieber einer stramm-sportliche "Prinzessin" zusehen, die mit Speer und Fellen bekleidet als steinzeitliche Kriegerin barfuß durch eine Science-Ficton-Film-Wüste rennt. Wer war das denn noch...

Wuff.



Kleiner, späterer Nachtrag:

Homogen diverse Spiele


Internationale Fußballturniere sind inzwischen durch den ständigen Austausch der Spieler so interessant wie ein Pausenhofgekicke, und im Ergebnis so randomisiert wie die Kugeln in der alten Lottoziehmaschine; die unterschieden sich auch nur durch die aufgedruckte Nummer, und wer ins Loch trifft, war dort streng zufallsbedingt. Hier sind es die Farben der Hosen. Im Grunde könnten sich die Mannschaften vor der ersten Halbzeit, und dann noch einmal, indem sie die Hosen austauschen, vor der zweiten Halbzeit im Losverfahren auf zwei Mannschaften verteilen. Und damit werden Fußballspiele, wenn die Spieler und ihre Trainer nur genügend in der Welt herumrotieren, so spannend wie die Ziehung der Lottozahlen - und das auch nur noch für den, der investiert hat. Also gewettet. Und es gewinnt, wie an der Börse, im allgemeinen der mit dem meisten Geld.

Wuff. Sportwetten; mehr ist das nicht.

Und natürlich kommt zu der Infantilisierung durch die Hich-Tech-Schlafanzüge der Spieler, und die kleinen Kinder an deren Hand beim Einlauf, die Kosenamen der Spieler und Mannschaftstrainer, die möglichst alle auf "i" enden.

Inzwischen haben sie sogar die Nationalmannschaft umbenannt in ganz einfach "Mannschaft", völlig attributfrei; es könnte auch die Kreisliga- Handballmannschaft der Futschi Corporation von Abu Dhabi sein, die da auf die Fußball-Nationalmannschaften der anderen Länder trifft; aber irgend ein Werbefuzzi mußte amal was für sein Geld tun und ließ sich genügend Koks durch's Hirn wandern, denn nur dann findet man solch Geistesblitze ganz, ganz toll.

Auch hier, wie ja auch in dem Ausdruck "ganz, ganz, toll", (besser noch, wie inzwischen ja auch in den audiovisuellen Medien: "Ganz, ganz, ganz, ganz, ganz... nat, nat, nat, nat, nat..." - gesteigert wird dabei, bis ins Unermeßliche, einfach durch die Zahl der Gänse): Infantile Großmannssucht. Es gibt nur mich. Das ist mein Anspruch man die Welt.


Ist da jetzt ein Copyright drauf, oder benennen die sich nun auch die Anderen, aus Nachahmerei, einfach in "Mannschaft" (oder "Team") um? England gegen Wales: The Team against The Team? Österreich gegen Deutschland: Die Mannschaft gegen Die Mannschaft?

Damit wäre es noch egaler, wer gewinnt, und wer verliert, denn eine Mannschaft gewinnt im Zweikampf immer, eine verliert immer, oder noch besser: es bleibt unentschieden.

Dann ist der Gerechtigkeit vollends genüge getan: Es ist dann völlig egal, also gleich, und somit gerecht, wer, wann, wo mitspielt, und es ist egal, wer gewinnt, es ist immer die Mannschaft, oder geschlechtsneutraler: "Das Gruppengebilde"; und das wiederum weiß man von vornherein. Damit ist man sogar noch sicherer als vorher! Entweder es gewinnt Niemand, oder es gewinnt die Maikäfer-Gruppe, oder es gewinnt die Häschen-Gruppe.

Eine davon ist es immer. Und alle Spieler- und Trainernamen enden auf "i"; Wie bei Asterix. Huch, ist das aufregend. Und so erwachsen.


Na ja, Hauptsache, die Bandenwerbung läuft. Auf Hochtouren.


Wuff.



Die Opel & Quelle Reality Doku- Soap



Apropos Prinzessin:

Wenn sich die Menschen lange genug Fiktives in ihren Medien, Spielen und Erzählungen ansehen oder anhören, halten sie irgendwann die Realität auch für fiktiv. Das war schon zu meiner Zeit so, als man Kriege mit Karl-May-Abenteuern verwechselte.

Die Opel- und Quelle- Abwicklungs-Reality-Doku-Soap (drei halb-englische Worte in jedem Satz sind inzwischen Pflicht!) mit Auftritten von Politikern und vielen anderen "Akteuren" vor allerlei Werbe-Bannern ist so ein Beispiel.

Es ist wie im Märchen und in mittelalterlichen Ritterspielen, wobei Quelle und Opel vorübergehend in die die Rolle der Holden Maid schlüpfen, die von Bösen Reitern entführt, gefangengehalten und vergewaltigt werden.

Beteiligt: scheiternde Helden von edlen Bannern, und viel unterdrücktes, und um ihr Glück betrogenes, Volk. Die Menschheit lernt eben nie aus... und das ist nicht immer ein gutes Zeichen.



Apropos Böse:

Es ist doch merkwürdig, wie in regelmäßigen Anständen, oft kurz vor einer wichtigen Wahl, Hui Buh Osama Bin Doch Schon Lange Tot aus dem Grabe heraus zu seinen Feinden spricht. Huh! Und dann muß man versuchen ihn zu "fangen". Das klappt nicht immer. Der moderne Guido "Guy" Fawkes.


Standen beide nicht mal in den Diensten derer, die sie dann bekämpften? Der Infidel, der perfide, der untreue, ist etwas anderes als der ungläubige; wobei ja eigentlich die Christen die ersten waren, die vom Glauben abgefallen sind. Oder?

Wie kam es dazu?


Nachdem aus der ehemaligen kleinen Monarchie über die erfolgreiche Republik nach und nach ein Kaiserreich geworden war, drang eine orientalische Religion aus dem Südosten in das Reich ein und wurde irgendwann Staatsreligion.

Prompt versuchte einer der davon infizierten Kaiser, das Reich dadurch weiter zu konsolidieren, in dem er das Kaisertum auch weltlich orientalisierte - und die Hauptstadt um über Tausend Kilometer nach Osten in eine alte griechische Stadt verlegte. Zurück in die Zukunft!

Was natürlich nicht ging. Im Gegenteil - das Reich zerfiel prompt in zwei Teile, die vormals grandios funktionierende Westhälfte des großen Reiches wurde aufgelassen, aufgegeben und zur Plünderung freigegeben, die Osthälfte erlebte eine ständige fortschreitende Schrumpfung, bis nur noch ein Stadtstaat übrig blieb (da halfen auch die Kreuzzüge aus dem Westen nichts) und über beide Teile sank eine tausendjährige Stagnation, von der sich der Westteil als erstes wieder erholte - und behauptete, ihm sei damals zum Ausgleich die ganze (restliche) Welt überlassen worden, was nun flugs in die Tat umgesetzt wurde.


Nur sind diesmal eben WIR das Imperium. Hinter welchen Limes ziehen wir uns nun zurück?


http://www.antikefan.de/kulturen/Roemisch.html




Montag, 26. Oktober 2009

Krieg und Krise





Irgendwie erinnert mich die zur Zeit vor allem Nachts in den Medien laufende psychologisch vorbereitende Kriegspropaganda an frühere Zeiten... Und die Energiedebatte an den Völkerbund.

1939, als der Zweite Weltkrieg begann, hatte Deutschland 79 Millionen Einwohner, etwa so viel wie heute, aber auf größerem Raum; die USA 135, Rußland 160 und England 50.

1945 dann hätten nach Aussage des ehemaligen US- Präsidenten Hoover "die Hälfte aller Deutschen erschossen werden müssen", wenn die damaligen Pläne zur Zerstörung der Deutschen Wirtschaft durchgeführt worden wären.

Vermutlich war und ist Deutschland zu stark besiedelt, um sich von der Landwirtschaft alleine zu ernähren... jedenfalls ohne Öl oder andere Energieträger. Schließlich müssen Lebensmittel auch transportiert werden. Aber nicht nur: Die industrialisierte Landwirtschaft ist zum netto- Energie- Importeur geworden. Mindestens die Hälfte der Nahrung besteht inzwischen aus Erdöl, nicht mehr aus Sonnenenergie.



Hunger und Ernährung war und ist ein zentrales Thema von Kriegen; das sich gegenseitige Umbringen von Menschen, die vorher zu "überflüssigen Essern" deklariert werden, geschah ja ganz planmäßig. Die Alternative war ebenso planmäßiges verhungern lassen - und zwar von allen Seiten. Und in der Tat wurde es von deutscher Seite ja angekündigt als "Das größte Sterben seit dem Dreißigjährigen Krieg". Daß das unter dem Vorbehalt der Arbeit geschah, ist wohl allerdings als Propaganda zu werten: Verhungern lassen hätte man sie so oder so, auch nach getaner Arbeit, da ihre Arbeit ja die Menge an Nahrungsmitteln ja nicht erhöhte...

Der Vergleich mit dem Dreißigjährigen Krieg ist geopolitisch wichtig; so werden inzwischen I. und II. Weltkrieg 1914- 45 als "Zweiter dreißigjähriger Krieg" in Zentraleuropa beschrieben. Warum jeweils dreißig Jahre? Das ist eine Generation.



Was inzwischen vergessen wurde:

Noch bis zum I. und II. Weltkrieg waren die Länder Europas, welche die Stufe des Agrarstaates hinter sich gelassen hatten, Lebensmittel-Importeure, und das in entscheidendem Maße; so sehr, daß kriegerische Hungerblockaden wirksam waren. Jede kriegführende Partei versuchte die andere von der Zufuhr von außen abzuschneiden, mit Hilfe der jeweils eigenen Hochseeflotte gegen die Handelsschiffe des Gegners, durch Hafenblockaden etc.

Nur muß es dazu immer auch ein "Außen" geben: Vor dem Krieg importiert England 20 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr, während des Krieges nur noch 15 Millionen Tonnen - aber diese Zahlen sind unsicher; es können vor dem Krieg auch 55 Millionen Tonnen Lebensmittel gewesen sein.

Natürlich ging es dabei um die Verhinderung der Zufuhr von Rohstoffen generell, hauptsächlich aber um die Zufuhr von Nahrung. Auch die Expansion Japans in Südostasien diente der Nahrungszufuhr, und der Einsatz der amerikanischen Hochseeflotte dazu, diese zu beenden.

Deutschland litt im ersten, England und Japan litten im zweiten Weltkrieg Hunger. Sie hatten auf ihren Inseln wohl so schnell niemanden, den sie an ihrer Stelle verhungern lassen konnten... Übrigens hat bis heute kein muslimisches Land, möglicherweise sogar überhaupt gar kein Land der Südhalbkugel eine eigene, wirklich wirksame Hochseeflotte, die auch in fremden Gewässern operieren kann. Nahrung wird mit Schiffen importiert.



Nach dem II. Weltkrieg wurden, mit Hilfe der Kohle- und Erdöl- betriebenen Ammoniaksynthese (welche sowohl der Dünger- wie der Sprengstoffherstellung dient), die Ernten verdoppelt und verdreifacht, so daß die Erdöl- importierenden Industrieländer dieser Welt bemerkenswerterweise Nahrungsmittel- Exporteure geworden sind; nun funktioniert das Aushungern untereinander nicht mehr, es ist aber auch nicht mehr notwendig. Allerdings sind diese Gesellschaften nun nicht mehr vom Lebensmittel- Import vom Landbesitz in Kolonien, sondern vom Erdöl- Import abhängig.


Verbrauch an Nahrungsmittelenergie in Kalorien 1994-1996

Verbrauch an Nahrungsmittelenergie in Kalorien 1994-1996 (rot=wenig)


80% der Hungernden sind Bauern - eigentlich ein Widerspruch in sich. Aber aus Entwicklungsländern. Durch das Öl werden Nahrungsmittel auf dem Lande eher knapp als in der Stadt, und die Industrieländer exportieren mehr Nahrungsmittel als die Entwicklungsländer - eine völlige Verkehrung der Situation der Kolonialisierung. Als das Öl kam, brauchte Europa die Kolonien nicht mehr. Aber die ehemaligen Kolonien brauchen das Öl.


Verbrauch an allgemeiner Energie in Millionen kJ

Der Verbrauch an allgemeiner Energie in Millionen kJ (rot=wenig)


So lange diese Länder Erdöl importieren können, können sie Nahrungsmittel exportieren, da die Nahrungsmittel- Produktion inzwischen mehr vom Öl abhängt als von der Sonne. Tomaten und Zwiebeln aus dem Norden sind inzwischen billiger als aus dem Süden und machen reinen Agrarländern in deren eigenen Gebieten Konkurrenz. Aus den ehemaligen Agrarländern sind teilweise Hungergebiete geworden.

Und das Öl wird jetzt langsam knapp... Was das bedeutet, kann übrigens jeder ermessen, der einmal versucht hat, Hochleistungssorten ohne Kunstdünger zu ziehen. Ohne ständige Energiezufuhr ist jedoch eine derart dichte Besiedlung, wie sie an einigen Punkten der Erde zur Zeit herrscht, weiterhin wohl nicht möglich.

Prä- apokalyptische Zustände zeichnen sich durch Stagnation, Ersticken und prekäre Ruhe aus- die "Ruhe vor dem Sturm". Thermodynamisch gesehen gleichen sich Quelle und Senke an, der Wärmetod tritt ein. Nicht nur ersticken die Menschen a ihrem Überflüssigen und/oder ihrem Müll, sondern sie versuchen sich dem durch verzweifeltes Steigern der Zustände und künstliches Differenzieren zu entziehen. Geistig drückt sich das aus durch Lautstärke, eine gestelzte Sprache etc.- in jedweder Übertreibung. Mangel-Gesellschaften können sich Übertreibung gar nicht leisten.

Wuff.


Montag, 28. September 2009

Der finanzielle Weltuntergang





APOKALYPSE NOW







"Diese Krise ist im pazifischen Raum entstanden und nicht im atlantischen, wenn man London dazuzählt"- So hörte sich jemand wie eine uns allen bekannte Regierungschefin im Juni 2009 an. Aber nur kurz. Hat sich da jemand etwa verplappert?






Doch gleichgültig, wo, wie und wodurch sie entstanden ist, Zentrum der Finanzkrise war, bleibt und ist die Börse von New York, die OSAMA damals im September für drei Tage lahmlegte, wodurch Südamerika und Afrika davondrifteten und jetzt mühsam wieder eingefangen werden müssen - und vielleicht gelingt das nie.



Osama Buh Laden


Der Guy (Guido) Fawkes der U. S. A.



Es ist doch merkwürdig: in regelmäßigen Anständen, oft kurz vor einer wichtigen Wahl, spricht Hui Buh Osama Bin Schon Lange Tot aus dem Grabe heraus zu seinen Anhängern. Huh!

Was zu der interessanten Konstellation führte, daß noch der Wahlkampf 2008 der US-Republikaner unter der absurden Prämisse geführt wurde, einen vermutlich oder bekanntermaßen Toten -dessen Familie mitsamt Sohn und Nichte übrigens in den USA lebt, man bräuchte sie nur fragen- "fangen zu müssen".

Na ja, das Ergebnis kennen wir. Und auch die berühmte Arabische Gastfreundschaft war auch immer eine Art verdeckte Geiselhaft. Das war allerdings unter Europäern auch so üblich. Wenigstens unter den Familien der damals Reichen und Berühmten.

Wuff.



Gutes Geld - Böse Bank


Das liebe Geld wird jetzt in eine böse Bank ausgelagert.

Angeblich wurde einer Bank namens Hypo Real Estate eine solche Hebelwirkung erlaubt, daß ihr Untergang die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund gerissen hätte- und bis heute ist nicht so recht publik geworden, warum.

Was zur Hölle wurde oder wird immer noch dort gelagert, was eine solche gewaltige Wirkung gehabt hätte? Womit sichert sie die gesamte Weltwirtschaft ab? Staaten gingen schon früher mal Pleite, ohne daß es unbedingt zum Weltenbrand geführt hätte. Nur einmal schon, das Deutsche Reich, es hatte seinen Grund und Boden verpfändet... vor nunmehr etwa 100 Jahren.

Natürlich haben Menschen auch reales Geld und Vermögen verloren in diesen Zeiten. Was ist damit geschehen? Es wurde, vermischt mit dem irrealen und falschen, investiert in Häuser und Straßen im ehemaligen Ostblock, insbesondere in Ostdeutschland. Dort wurden in den letzten zwanzig Jahren insgesamt zwei Tausend Milliarden Euro versenkt und verbaut. Und da man dort gleichzeitig die jungen Leute weggelockt hat in den Westen, stehen die Häuser nun leer. Doch nicht nur dort: Auch in Spanien, USA, Island, Irland, Lettland, Litauen- wer kann die schon alle auseinander halten- wurde die Wirtschaft künstlich angeschoben und in Gang gehalten. Geld wurde in Beton, Asphalt, Ziegel, Laptops, Fabriken, Autos und Flugzeuge umgewandelt und wieder zurück, wovon nun überall viel zu viel herum liegt und zum Plündern geradezu einlädt.

Doch geplündert wurde schon vorher. So "eröffnete die Deutsche Einheit der Wall Street neue Perspektiven nach der Dotcom-Blase" (und dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums) - bevor Osama Bin Ladens Selbstmordkommandos die Flugzeuge in die Türme lenkten. Und auch eine interne Anweisung der italienischen Mafia an einen Mitarbeiter in der soeben sich öffnenden DDR wurde von der Polizei abgehört: "Kauf' alles, was du kriegen kannst an Immobilien, wir erledigen den Rest."

So ein Straßennetz im Osten wirft selten Gewinne ab. Das ist der Verlust, der nun "realisiert" wird. Und in diesem Zusammenhang wäre da noch einmal die HRE alias Hypo Real Estate zu erwähnen.

Eine vormals quasi-staatliche Deutsche Pfandbrief-Anstalt, die hauptsächlich zur (Vor-) Finanzierung kommunaler Aufgaben diente, zu privatisieren, umzubenennen, ins Ausland zu verschieben, nochmals umzubenennen und anschließend zu plündern, das ist ja schon Einiges. Aber sie weit über die eigenen Bilanzsumme hinaus zu plündern, dann mitsamt den Schulden an die Allgemeinheit zurückzuverkaufen, so daß die Leute für ihre künftigen Schulden auch noch bezahlen, und ihnen dann auch noch erzählen zu lassen, jetzt müsse die Bank wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe gerecht werden, d. h. völlig langweilig erneut Geld anzusammeln für die nächste Plünderung in zwei, drei Jahrzehnten- das ist genial.

Also: Was wird dort gelagert?



"Die HypoVereinsbank hatte sich nach der Deutschen Einheit mit Immobilien verspekuliert und fuhr Verluste im hohen dreistelligen Millionenbereich ein" - also doch. Im September 2003 gründete sie die HRE alias Hypo Real Estate, um faule Kredite auszulagern. "Die Hypo Real Estate war im Grunde genommen nichts anderes als die 'bad bank' der HypoVereinsbank", so ein Kenner der Lage. Die HRE habe bereits 2004 das Rating "D +", das heißt "insolvent", so eine anderer.

Erfahren hat das aber anscheinend niemand so genau...

Wuff, wuff.


Aber sie waren ja nicht die Einzigen.


Denn besonders schlaue Menschen erbringen gar keine Leistung, sondern geben sich gegenseitig und selbst Kredit in Milliardenhöhe auf einer eigens dafür gegründeten Bank, und machen sich dann mit dem so selbst erschaffenen Geld aus dem Staub, bevor jemand die unbezahlten (und unbezahlbaren) Kredite bemerkt.

Plündern kann man nämlich nicht nur, was da ist. Das geniale war, sie plünderten etwas, was noch gar nicht da war und auch jetzt noch nicht da ist - aber in Zukunft im Nachhinein beschafft werden muß. Hier wurde etwas geschaffen: Geld.

Nun kommen sie angerannt, isländischen Aktionärsgewinnler und angeblichen Wohlstandsbürger auf Pump, und wollen, nach Jahrzehnten vornehmer Ablehnung, unter den Schirm der EU und des Euro, um sich und ihren Häuptlingen zu bezahlen, was sie sich und ihnen gegenseitig versprochen haben. Dabei handelt es sich um das Zehnfache dessen, was sie leisten können! Nicht sich, sondern überhaupt. Brutto. Das nennt man Kredit.

So macht man das.

Tja... und was gibt's als Gegenleistung? Geisire und Fischereirechte vielleicht... Immerhin: Ferien werden dort jetzt billiger. Angeblich. Doch gelebt haben sie von Tourismus nie, das kann man gar nicht, wenn man reicher ist als die Touristen selber. Das war nur eine Front für Geldmacherei - im obigen Sinne. Geldmacherei schlägt Geldwäsche allemal...

Nach Alan Greenspan, dem ehemaligen Notenbankchef der USA, ist nun "kreative Zerstörung" gefordert. Die Wirtschafts- Krise wurde ja gerade hervorgerufen durch den Versuch, in Zeiten galoppierenden Wachstums eine ausgeglichenen Haushalt auszuweisen. Irgendwo muß die Diskrepanz zwischen Buchführung und Realität ja gelagert werden!
Vodoo- Politik und Aberglaube. Man kann auch Bäume anbeten- oder anbellen. Oder anpinkeln.

Wuff.



Doch nun:

Die Rache der geringsten Brüder



Letzte Meldung: Mal wieder Wahldebökel bei den Sozialisten- und das ist kein Wunder. Die Rache der Enterbten- und zwar von allen Seiten. Ein kleiner finanzieller Bürgerkrieg steht da vielleicht ins Haus...

Denn der wahre Schuldige weiß immer als erster, daß er es ist.

Wuff.

Ihr habt es so gewollt...

"Wir haben die Bürger nie im Unklaren darüber gelassen, was nach der
Wahl sein wird", sagte ein gut gelaunter FDP-Spitzenkandidat Wolfgang
Gerhardt im stickig heißen Saal - so ein Zitat von irgendwo.

Na denn...


Noch zu den geringen Brüdern:


Erst der Versuch, künstlich Arbeit zu schaffen, d. h. über den Bedarf hinaus bezahlte Tätigkeiten zu erfinden, hat- und das nicht zum ersten Mal in der Geschichte- dazu beigetragen, das von Menschen erfundene Geldsystem zu überlasten. Und zwar aus dem simplen Grund, weil die sinnlosen Tätigkeiten aus den sinnvollen bezahlt werden mußten, diese aber dadurch natürlich nicht weniger wert wurden oder werden sollten.

Also mußte der verbrecherische Blödsinn -zum Beispiel "Beratungshonorare"- mit ungedeckten Schecks abgegolten werden, die aber, weil die Empfänger Bescheid wußten, einkassiert und so gegen echtes Geld eingetauscht wurden. Nun gucken die langsameren Verrichter sinnvoller, im materiellen Sinne tatsächlich profitabler Arbeit in die Röhre, wenn SIE ihre Schecks einlösen wollen - z. B. Bei Krankheit oder Alter.

Das gilt auf allen Ebenen. Der Lohnsumme kann nicht ausgeweitet werden, sie liegt in dem tatsächlichen Mehrwert, wie mein lieber Vorgänger K. Marx sagen würde; sie kann allerhöchstens verteilt werden. Er war ja einer der ersten, die versuchten, mit falschen Annahmen unrealistische Ziele zu erreichen. Er hatte dabei allerdings übersehen, daß auch der Mensch, wie jedes Tier, in erster Linie kein Produzent von Mehrwert, sondern ein Ent-werter ist. Nirgends wird so viel Arbeit verrichtet wie im Krieg, und wo ist da der Mehrwert?

Auch er ist darauf reingefallen, daß das gilt, was in Büchern steht, auch er. Wie alle. Wuff. Nun muß man entweder die virtuellen Finanzen zerstören oder die damit finanzierten realen Häuser, die jetzt keine Miete mehr einbringen, während die Menschen in ihren Autos schlafen. Was ist wohl sinnvoller - und es geht jetzt nicht darum, daß manche Stadtviertel mangels Bewohner technisch nicht mehr versorgt werden können; oder doch? Auch wenn niemand Bücher führen würde, wenn es weder Zins noch Kredit gäbe: Häuser würden gebaut. Denn Termiten und Vögel schaffen das auch. Wuff.

Nicht wichtig ist, wann und wieso Finanzmärkte zusammenbrechen, sondern daß.

Früher mußte Geld, das investiert wurde, erst verdient werden; der Zins war "der Lohn für den Verzicht auf Konsum", wie es immer hieß. Das hat natürlich nie vollständig gestimmt, da es immer den ursprünglichen Kredit gab, der nur weitergereicht wurde; aber alles was geschaffen wird, wird ja real nicht auf Kredit (das ginge gar nicht - Stahl und Zement auf Kredit nicht be- sondern zu erschaffen), sondern bereits tatsächlich bezahlt.

Also wurde Geld geschaffen über den Bedarf hinaus: Der Kuchen wurde gegessen und -auf dem Papier- behalten. Zins und Kredit ohne Konsumverzicht. Das geht nicht lange gut... auf dem Papier.

Wuff.