Samstag, 1. Juli 2017

Weibsbilder




Verschiedene Frauen-Bilder

Menschenweibchen-Ikonographie



Was fehlt?

Die heutige




Mehr bleibt nicht übrig … als die Kopie der Kopie der Kopie über mehrere Systeme.



Andy Warhol & Roy Lichtenstein hatten recht.

  • Es ist doch immer noch so, daß die Leute das Abbild für die Wirklichkeit halten. Dabei handelt es sich jedoch nur um Lichtspiele, die darüber hinaus noch im eigenen Gehirn interpretiert werden müssen. Niemand weiß also, ob das, was es sieht, tatsächlich ist.




  • Es hat damit seine eigne Bewandtnis, da nur das Abbild einer Kopie dauerhaft bleibt. Ein Kranich begreift die Pyramiden nicht.




  • Was bleibt, ist das Abbild einer Kopie eines Abbildes.




https://gif1.mycdn.me/image?id=812549114353&t=45&plc=WEB&tkn=*owZTLc0avM5MTNQLoqPZcjSMa_4
Die vollkommene Sünde


Ein wenig früher geträumte Frauenemanzipation gefällig?




von Luise „Lulu“ Elisabeth
von Strauß und Torney


- und -

ein wenig Gothik
von derselben:




"Alle schönen Dinge gehören der gleichen Zeit an.
Nur der Schein trügt nie." Oscar Wilde


Wann immer man professionelle Fotografen fragt: Wirklich schöne Menschen, und das weltweit, gab es von etwa Ende der 50er bis Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Warum? Weil sie einerseits wieder auf sich achteten, andererseits noch keinem allgemeinen Schönheitsideal nachjagten; das gab es damals noch nicht.

So konnten selbst die einfachsten Menschen, Männchen wie Weibchen, von innen her leuchten wie nie zuvor und nie danach in hundert Jahren. Und jeder der Menschen war einzigartig. Danach zerflossen die Grenzen und sie begannen Idealen und anderen Chimären nachzujagen; die Körper zerflossen, und kamen unter die Messer, und auch die Geister verwirrten sich. Man kann nur schön sein, wenn man nicht weiß, was das ist, und es deshalb gar nicht erst versucht zu erreichen. Vor 1-3000 Jahren war das anders


Und noch etwas: Alle Versuche, auf Natürliche menschliche Schönheit zurückzugreifen, fallen immer wieder auf diesen Zeitraum zurück: langer Mantel, enge Hosen, hohe Stiefel, kurzer Rock, Pferdeschwanz. Man hatte ja nun die Nähmaschine. Und das wurde schon Jahrzehnte zuvor als Kleidungsideal in einer intergalaktischen Phantasiewelt der Menschen vorhergezeichnet.


Und noch etwas Anderes: Geh' nicht vorbei von Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo ist ein verdammter Soul-Titel. Der Junge wußte Bescheid und ist immer noch ein Meister der Artistischen Beleidigung. Wie ja auch Du liebst nur Einmal. Man achte einmal auf die Bläser! Und hier der Beweis


Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt... daß der Höhepunkt der Komplexität, Harmonie und Dynamik in der Populärmusik -tadaaaah!- ebenfalls in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts lag. So.


Das mußte einmal gesagt werden. Wuff.



https://www.eventsoja.com/de/kassel/e6260296


quid priuata domus, quid fecerit Eppia, curas?
respice riuales diuorum, Claudius audi
quae tulerit. dormire uirum cum senserat uxor,
sumere nocturnos meretrix Augusta cucullos
ausa Palatino et tegetem praeferre cubili
linquebat comite ancilla non amplius una.
sed nigrum flauo crinem abscondente galero
intrauit calidum ueteri centone lupanar
et cellam uacuam atque suam; tunc nuda papillis
prostitit auratis titulum mentita Lyciscae
ostenditque tuum, generose Britannice, uentrem.
excepit blanda intrantis atque aera poposcit.
[continueque iacens cunctorum absorbuit ictus.]
mox lenone suas iam dimittente puellas
tristis abit, et quod potuit tamen ultima cellam
clausit, adhuc ardens rigidae tentigine uoluae,
et lassata uiris necdum satiata recessit,
obscurisque genis turpis fumoque lucernae
foeda lupanaris tulit ad puluinar odorem.
hippomanes carmenque loquar coctumque uenenum
priuignoque datum? faciunt grauiora coactae
imperio sexus minimumque libidine peccant.


Juvenal - Messalina - Satire VI




Caeli, Lesbia nostra, Lesbia illa,

illa Lesbia, quam Catullus unam
plus quam se atque suos amavit omnes,
nunc in quadriviis et angiportis
glubit magnanimi Remi nepotes.




Der Gang der Dinge


"Kurz nachdem die British Red Cross Service Teams Bergen-Belsen erreicht hatten, kam auch eine große Ladung Lippenstifte an. Das war überhaupt nicht, was wir benötigten; uns fehlten tausend andere Dinge sehr dringend, und ich weiß nicht, wer Lippenstifte angefordert hatte. Ich gäbe etwas darum, herauszufinden, wer sie bestellte: Es war eine geniale Tat, schlichtweg brillant.

Ich glaube, nichts half den Internierten mehr als diese Lippenstifte. Frauen lagen ohne Nachthemd in Betten ohne Laken, aber mit roten Lippen. Sie liefen umher mit nichts als einer Decke über ihren Schultern, aber mit roten Lippen. Ich sah eine tote Frau, aufgebahrt auf dem Sterbebett, die in ihren Händen einen Lippenstift umklammert hielt. Verstehen Sie, was ich meine? Endlich hatte jemand etwas getan, um sie wieder zu Individuen zu machen. Sie waren jemand - nicht länger bloß eine eintätowierte Nummer.

Endlich konnten sie sich wieder für ihre Erscheinung interessieren - diese Lippenstifte gaben ihnen ihre Menschlichkeit wieder.
"

Lieutenant-Colonel M. W. Gonin, Kommandeur der britischen Sanitätseinheit, die ab April 45 für die Versorgung und Evakuierung der Kranken verantwortlich war.





https://www.pinterest.de/pin/245305510927050333/



Und Wuff!



Die große Welle vor Kanagawa


Eine der bekanntesten Ikonographien überhaupt; sie veränderte nach einer Ausstellung in Paris die Malerei in ganz Europa (und später den USA), war aber selbst erst möglich, nachdem die Farbe Preußisch Blau in Japan eingeführt wurde. So vertrackt ist die Welt...




Und wie gesagt, der Bodensatz
mag für ewig unten sein,
doch der Abschaum
immer oben.








Montag, 5. Juni 2017

Von Mäusen und Menschen



The best-laid schemes o' mice an' men
Gang aft agley,
An' lea'e us nought but grief an' pain,
For promis'd joy!
 https://de.wikipedia.org/wiki/Karneval_in_Namibia



Das, was die Menschen "Europa" nennen, hat sich zum Sterben darnieder gelegt.

Indem es das aufgab, was es ausmachte, seine innere Unterschiedlichkeit, seine "Diversität", fremdländisch "diversity" genannt, gab es sich selber auf.

Seine Kleinstaaterei, seine Ortsgebundenheit und Vielfalt. Es hat sich aufgegeben und kämpft nur noch um seinen Grabspruch.

Sein Erbe wird bereits von der Welt aufgeteilt. Eine Zukunft ist nicht mehr zu denken.


Wuff.



Und warum?



https://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)

Die Erde ist ein laufendes Experiment - interessanterweise von Mäusen; man braucht sich gar keine theoretischen Überlegungen, man muß nur schauen. Wo ist was? Und was passiert da?




Es gibt angeblich eine Prophezeiung in ihrer Bibel,

daß auf Erden eine Zeit anbrechen wird, da alles im Überfluß vorhanden sein, alles blühen und gedeihen wird, die Flüsse voller Fische, und die Wälder voll Wild sein werden.

Daß der Mensch das Alles aber nicht nutzen kann. Er wird auch keine Nachkommen zeugen, und sich nicht die Unsterblichkeit sichern können.
(Minute 27)



Wir sind Alle Verkäufer der Apokalypse







Das Experiment


von 1960 ff.:



Es nutzt gar nichts, Menschen (oder Tieren) zu geben, was immer sie wollen - 
sie sterben trotzdem aus, und zwar gerade deswegen.



Forschungsergebnisse aus dem letzten Jahrhundert



Das Fazit


Allein durch Sicherheit und Überfluss in einem (un)begrenztem Raum stirbt jede Bevölkerung aus


Wie einer der ihren, inzwischen vergessen, in den Jahren nach 1947 fand:

Sorge dafür, daß sie sich um nichts mehr Sorgen zu machen brauchen, und Ratten bzw. Mäuse vermehren sich bis zu einem Maximum, drehen dann durch und sterben aus:



 https://thesenecatrap.blogspot.de/2017/02/another-seneca-effect-mouse-utopia.html
Landwirtschaft  -  Industriezeitalter  -  Moderne  -  Postmoderne



Gibt man einer (Ratten bzw. Mäuse)- Bevölkerung alles, was sie begehrt, und schützt sie vor jeglicher Unbill, explodiert sie zuerst, wird dabei psychopathisch und asozial, und bricht dann unausweichlich zusammen, aus einer Art Erschöpfung heraus. Auch wenn es ihnenund das ist der springende Punkt - weiterhin an nichts mangelt!


Dabei drängen sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Vermehrung in wenigen Ecken des Areals zusammen, obwohl
  1. Platz noch genug da wäre - also nicht wegen statistischer "Überbevölkerung", sondern wegen dem unbegrenztem Zugang Aller überall und zu Allem, der später so genannten "sozialen Überbevölkerung" - und

  2. sie sich dort ohne Anlass gegenseitig an die Kehle gehen, und

  3. trotz wilder und zielloser Kopulation auf Grund weiblichen Fehlverhaltens bzw. Aufzuchtproblemen prozentual immer weniger Nachkommen haben.

    Dieses vermutlich auf Grund von psychischem Stress, da es materielle Gründe für das Aussterben ja offensichtlich nicht gibt; die Mäuse oder Ratten sind alle physisch vollkommen gesund. Die Weibchen fressen ihren Nachwuchs; Kannibalismus gibt es also auch bei übervollen Futtertrögen - nicht nur bei Hunger. Wuff.

    Die Ratten im Überfluß unterscheiden nicht mehr zwischen Futter und Nachwuchs, sie diskriminieren nicht mehr zwischen den Geschlechtern. Alles wird angegriffen, alles wird gefressen, alles wird besprungen.

  • Dieses Geschehen bezeichnete J. B. Calhoun, der Experimentator, als so genannte "Verhaltenssenke"
  • - ein Zusammenbruch des natürlichen, notwendigen oder normalen Verhaltens, um weiter bestehen zu können. Am Ende erreichte die Säuglingssterblichkeit 96%, und die Bevölkerung starb aus.

  • In freier Wildbahn dagegen - so der erste experimentelle Vorlauf - verteilen sie sich auf einer gegebenen Fläche in mehreren, streng begrenzten Kleingruppen und werden nie mehr als was das Areal zuläßt.

  • Calhoun bezifferte danach die ideale Menschenmenge auf diesem Planeten auf etwa 70 Millionen Menschen; und zwar nicht aus materiellen, sondern aus psychischen Gründen. Und lange Zeit waren es ja auch nicht mehr als das. Und er sagte eine existentielle Krise der Menschheit voraus, etwa für Mitte des kommenden Jahrtausends.

Also in naher Zukunft




Was wir gerade erleben, könnten schon die ersten Vorboten sein - vor Allem, wenn man seine Prognose als zu optimistisch betrachtet.


http://erdmanns-schattenseiten.blogspot.de/2009_06_01_archive.html



Wie es scheint, gilt nach wie vor, daß derjenige eine Hölle auf Erden schafft, der dort ein Paradies zu schaffen sucht. Auch und gerade dann, wenn der Versuch erfolgreich ist. Eine hedonistische Gegenwart verhindert die Zukunft; die Hölle liegt im Paradies. Auch ein goldener Käfig ist ein Käfig.

  • Ob dabei nun Mitarbeiter eines Labors, Sklaven oder Roboter die Grundversorgung mit gefahrlosen, unbegrenzten Ressourcen der Bevölkerung übernehmen - egal: Sie stirbt aus. Wuff.

  • Auch das Auslagern der Geburt und Aufzucht der Nachkommen an Sklaven oder Roboter oder das Adoptieren der Besten der Einwanderer hat schon im alten Rom nicht funktioniert: Sie sterben aus... Wuff.


Es fehlen die vier apokalyptischen Reiter!


Und das ist das genaue Gegenteil von dem, wie es sein sollte:


Was wir tun, soll uns nicht das Paradies bringen, sondern uns vor der Hölle retten.
Was wir lernen, soll uns auch nicht zu Genies machen, sondern uns vor der Doofheit bewahren.


Beides ist schon schwer genug.

Wuff.


Die gesamte Menschheit macht gerade das Mäusekino, äh Mäuseexperiment im Großen nach - wenn auch zeitlich etwas versetzt: Diejenigen, die gerade in der ersten Phase der maximalen Versorgung mit Ressourcen stehen, werden in jene Länder verfrachtet, in denen der Absturz in geistiger Umnachtung bereits stattfindet - verfolgt man die Geburtenzahlen, etwa seit dem Zeitpunkt, den die Menschen dort den "Ersten Weltkrieg" nennen. Vielleicht war dieser ein Kampf um Ressourcen - oder bereits ein Kampf mit Ressourcen. Wer weiß schon immer, was Ursache, was Wirkung ist? Wuff!

Doch auch sie werden den Weg in den Wahnsinn wählen, wenn die Vollversorgung anhält. Die Menschen gehen ja selbst davon aus, daß sich ihre Zahl in etwa ein hundert Jahren weltweit bei 10-12 Milliarden stabilisiert. Ha! Das Rattenexperiment zeigt doch gerade, daß dann der Absturz in die Nähe oder bis zur vollständigen Selbstausrottung erfolgt - und das lange bevor irgend eine der "Grenzen des Wachstums" erreicht sind, und theoretisch noch Platz und Ressourcen für noch viel mehr da wären - im Experiment bei bereits etwa 1/4 der maximalen Kapazität.

Es hat also gar keinen Sinn, wie die Karnickel auf die Grenzen des Wachstums und die Seneca-Kurve zu starren - und zwar egal, von welcher Seite. Der Zusammenbruch erfolgt schon viel früher, mitten in der vermeintlichen Blütezeit. Wuff.


Vergleichen wir doch mal die Mäusepopulation im Experiment

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mice_population_Universe_25.jpg
Mäusebevölkerung bei steter Vollvesorgung


mit der realen einer Inselgesellschaft, die keine verfälschende Immigration kennt, vor 180 Jahren industrialisiert wurde und nun auf Roboter setzt:


https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Population_of_Japan_since_1872.svg
Bevölkerungsentwicklung Japans 1871 - 2100


Warum auch sollten Roboter Menschen großziehen, die niemand will?

Und hier noch einmal zum Vergleich die Zeit meines Herrchens ff. Wuff!


Bevölkerungsentwicklung in Deutschland 1871 - 2050

[ Bis 1939 Reichsgebiet; ab 1950 Westdeutschland und
Ostdeutschland; ab 2011 Prognose. Kompiliert aus:
Bundeszentrale für politische Bildung und
Statistisches Bundesamt, S. 64 ]



Wann ungefähr wurde das Gebet um das tägliche Brot in eine Lebensversicherung umgewandelt? Etwa so kurz vor dem Höhepunkt der Bevölkerungsentwicklung, hmmmm? Schuldigern vergeben? Ja, nichts da!

In allen drei Fällen handelt es sich um etwa sechs bis sieben Generationen. Wuff.


Wenn die Ressourcen halten. Und das werden sie nicht können - nicht überall. Und dann werden sich die alten Geißeln der Menschheit, oder vielmehr aller Lebewesen wieder zeigen - Gewalt, Krankheit, Hunger, Tod.

Denn von diesem Teil des Experiments wurde nicht berichtet - wenn es denn durchgeführt wurde: Was passiert, wenn man in der Phase des Absturzes (der ja durch eine immer weiter währende Überversorgung bei gleichem Aufwand, aber weniger Konsumenten gekennzeichnet ist) die Ver- und Entsorgung willkürlich auf unter Minimum drosselt und eine Katze in den Mäusekäfig wirft? Oder ein paar fremde Ratten hereinläßt? Kommen die Luxusmäuschen dann wieder zur Besinnung, oder ist es dafür bereits zu spät?

Bis jetzt jedenfalls hat sich gezeigt: ist eine Hochzivilisation erst einmal am eigenen Luxus erstickt, braucht es ein dunkles Zeitalter von Ziegenhirten und Eselsbauern von etwa ein tausend Jahren, um in dieser Gegend etwas Neues entstehen zu lassen. Wenn die anderen Bedingungen das überhaupt zulassen. Wuff. Und wenn man nicht in Stein gemeißelt und auf Pergament geschrieben hat, bleibt von einem sowieso nichts übrig.

Und so zeigen ihre utopischen Filme entweder siegreiche Helden ohne Kinder, bei denen man sich fragt, woher sie kommen und wozu sie es tun, oder Verlierer mit Kindern und unter schrecklichen Umständen. Ihre selbstverehrten Helden retten dann die Welt für die Kinder der Verlierer: anderer Leute Nachkommen. Wuff.

Und so bleibt der Menschheit nur die satanische Wahl zwischen einer schrecklichen Gegenwart mit endloser Zukunft und einer unbeschwerten, aber zukunftslosen Gegenwart. Das ist die Wahl, welche die Menschheit sich eingebrockt hat. Oder der man nun einmal nicht ausweichen kann.



"Alles rennet, rettet, flüchtet,..."


Was retten? Wen retten? Und vor Allem: Vor was?! Wenn das mal einer sagen würde, dann wäre jedem sofort klar, was das für ein Betrug ist... "Wir müssen die Währung vor der Inflation retten!" Oder so etwas ähnliches.

Das glaubt doch kein Mensch! Wer macht sie denn, die Inflation? Hm? Die Retter selber? Ach, sieh' an... Und darum lassen sie das auch schön stiekum weg und sagen immer nur den halben Satz. Nun, auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.

Wuff.




Der Himmel ist vorstellbar, die Hölle ist es nicht. Das Gehirn weigert sich.
Und der Mensch ist nicht Gott; dann wäre jeder Mensch Gott.


Ein paar Filmzitate:


"Wir sind nicht Sünder, weil wir sündigen, sondern wir sündigen, weil wir Sünder sind. Wir sind nicht böse, weil wir böses tun, sondern wir tun böses, weil wir böse sind."
(Abel Ferrara, The Addiction)


"Die Menschen bedürfen Gott; nicht um Sie zu bestrafen, sondern um Ihnen zu vergeben"
(Der Schattenmann)


"Mein Gott ist stärker als dein Gott"
(Conan der Barbar)




Der neue Trend: **** dich selbst!




Da nach den ehernen und dromologischen Gesetzen der Soziologie "Ehe für Alle" gleichbedeutend ist mit "Scheidungskrieg, Anwaltskosten, brutale Gerichtsverfahren, Kindesentzug mit nachehelichem Kindes- und Ex-Ehepartner-Unterhalt für Alle"

  • sowie im Umkehrschluß natürlich "Ehe mit Allem und Jedem", also auch einem Haustier, einem Pferd, dem Auto und vor Allem

  • mit sich selbst und anschließender Scheidung von sich selbst - über Weiteres wollen wir nicht nachdenken, der Irrsinn ist ja schon da -

  • oder im Gegenteil gleich mit mehr als einem Anderen, wie sofort geschehen, oder -warum nicht?- mit einem ganzen Rudel,

  • dann ist das ganze natürlich noch lang nicht gerecht und umfassend genug -


warum denn nur die Ehe?



Also lautet der neue Wahlwerbeslogan für ALLE Parteien ganz selbstverständlich:



  Alles für Alle!  






Na also! Geht doch! Wuff!



Das Dumme ist nur: da absolute Gerechtigkeit niemals erreicht werden kann, außer im Bett des Prokrustes (das Ganze ist asymptotisch), kann man zwar mit 20 % des Aufwandes 80 % aller Ungerechtigkeit beseitigen, aber um die vollen 100 % zu erreichen, muß der Aufwand unendlich groß werden - ohne diese jemals vollständig erreichen zu können. Es ist ein unendlich hoher Berg, der sanft anfängt, dann immer steiler wird und zu Schluß eine senkrechte Felswand darstellt.

Je weiter die Gerechtigkeit also fortschreitet, desto mühseliger wird das weitere Vorgehen; werden Anfangs mit wenigen Schritten große Fortschritte gemacht, werden diese Fortschritte immer kleiner, obwohl die Wegstrecken immer länger werden. Und manchen bringt die Tatsache, daß das Ziel niemals erreicht werden kann, unendlich viel Geld ein. Und Macht. Und Einfluß. Das ist die gelungene Division durch Null. Wuff,

Als Tocqueville-Paradoxon bezeichnet man in der Soziologie das Phänomen, "dass sich mit dem Abbau sozialer Ungerechtigkeiten gleichzeitig die Sensibilität gegenüber verbleibenden Ungleichheiten erhöht".


Da die Menschen aber von der völlig falschen Vorstellung ausgehen, daß absolute Gerechtigkeit erreichbar ist, glauben sie, daß man nur die ersten Schritte wiederholen muß, weil die ja so erfolgreich waren; wenn man diese Schritte also wiederholt, und der Erfolg nicht einmal sichtbar wird, dann müssen wohl Gerechtigkeitsgegner diese offensichtlich irgendwie sabotieren. Tötet sie!

Das ist nicht anders als mittelalterlicher Hexen - und Teufels- Glaube. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste: Die unausweichliche Erfolglosigkeit, die letzten 20% des Weges zu schaffen, trotz aller Anstrengung, führt zu Unzufriedenheit, Verbitterung, Freudlosigkeit, und vor allem: Hass und Selbsthaß.


Wie jeder Zauberlehrling erfahren muß, verstärkt man ein Problem nur bis zur Unendlichkeit, wenn man es immer weiter kleinhackt.

     Die Geister, die man rief, die wird man selber nicht mehr los.

     2 Geschlechter = 4 Problembereiche (untereinander und miteinander);
4043 Geschlechter = 16345849 Problembereiche!

Deshalb sind Gerechtigkeitsfanatiker, alle miteinander, militante Hasser, und nichts weiter. Sie definieren sich ausschließlich negativ über das, was sie hassen: "Hasst du was, dann bist du was" vielmehr: "...dann bist du jemand". Auch wenn sie versuchen, es umzudrehen, um gut dazustehen. Auch wenn sie ihren eigenen Haß den Anderen unterstellen - den offensichtlichen Schadenszauberern.

SIE machen ja alles richtig und wollen nur das beste für Alle! Nun, wie gesagt - das Gegenteil von gut gemacht ist nicht nur gut gemeint und schlecht gemacht, sondern auch noch Eitelkeit, Egozentrik und Geldgier.

Wuff.



Der Schwarze Schwan


http://regiowiki.hna.de/F%C3%BChrung_durch_die_Documenta_IX_(1992) Es nutzt auch gar nichts, zu sagen, man hab das alles gar nicht gewußt (obwohl man es hätte wissen können).
Wenn man mit absoluter Gewißheit davon ausgeht, daß das, was man da tut absolut richtig ist, ja alternativlos richtig geradezu, dann sollte man wissen, daß ein einziger Schwarzer Schwan, der auf Grund einer Mutation oder seiner Entdeckung in einem anderen Land plötzlich auf der Bildfläche erscheint, alles bisher gesagte ad absurdum führt:

Schwäne sind weiß, alle Schwäne sind weiß, Schwäne sind immer weiß, etwas Anderes gibt es nicht.


Ein weißer Schwan ist wie ein weißer Schimmel. Wenn man den Menschen alles gibt, wonach sie verlangen, geht es ihnen gut, und sie leben glücklich und zufrieden.

Die Zukunft ist gesichert, und sie wird glorios.


Wuff.


Ein Einziger reicht aus - und man weiß nie, ob er existiert; ob also eine Apokalypse aus einer nicht einmal übersehenen, sondern schlicht nicht bekannten Ausnahme oder einem besonderen Umstand hervorgerufen wird, den man nicht kennt.

Schließlich weiß auch die Minderheit der roten oder schwarzen Schwäne vorher nicht, daß es eine Mehrheit der weißen gibt... wenn es denn überhaupt die Mehrheit ist.

So wie die amerikanischen Indianer nicht wußten, daß es neben den feindlichen Stamm nebenan noch ganz andere Menschen auf anderen Kontinenten gab, die in der Überzahl und ihnen nicht wohl gesonnen waren.

Und niemand kann wissen, ob nicht irgendwo oder irgendwann auch rote Schwäne existieren.


Der Cargo Kult


Alles Andere ist "Cargo-Kult-Wissenschaft" - das Nachahmen von wissenschaftlichen, technischen oder ökonomischen Abläufen, in der Hoffnung, daß es etwas abwirft, im wahrsten Sinne des Wortes - nämlich "Cargo" (Fracht): Gewinne, Einkommen, Materiellen Reichtum, Zukunft überhaupt. Daß dann das Manna vom Himmel regnet

Und das, ohne das Geringste davon zu verstehen.

Und warum ist das Nachäffen ein Cargo Cult? Auch das von politischen Systemen, beispielsweise da des großen Bruders jenseits des Teiches? Magisches Denken! Wuff! Wenn ich so aussehe wie die, wenn ich so tue wie sie, bin ich auch so. Lasse ich mir meine Bevölkerung von oben bunt zusammenwürfeln, bin ich wie die USA (und nicht etwa wie einige Länder weiter südlich) und genauso reich und mächtig! Bekomme ich einen weißen Mantel gestellt, bin ich automatisch Wissenschaftler! Gibt man mir ein gutes Zeugnis, bin ich qualifiziert! Habe ich einen Doktortitel, bin ich klug!

usw.

Leider, leider ist es in allen Fällen genau umgekehrt...

Die Verkehrung von Ursache und Wirkung! Immer wieder.


Weswegen ja auch die äußere Form als der Inhalt betrachtet wird und jede Abweichung vom Komment (oder auch nur Kritik daran) als Sabotage gilt. Wenn man die Rituale peinlichst genau einhält, tritt der Erfolg unausweichlich ein.

Ergo
: Wenn es nach dem Regentanz regnet, hatte der Medizinmann recht.

Wenn nicht, dann ist wohl das Ritual nicht genau eingehalten worden. Wurden die falschen Worte gemurmelt? War etwa ein unreiner Mensch anwesend? Mit unreinen Gedanken? Wurden etwa nicht die Verantwortlichen ausgewechselt, die Vorschriften geändert? Symbolische Marter, Menschenopfer und Anpassung der Rituale?

Und so durchzieht auch die moderne menschliche Gesellschaft nicht nur magisches Denken ("Ich muß es nur wollen, dann ist es.") der Aberglaube an unbewiesene Zusammenhänge, sondern auch Totem und Tabu.

Ein Totem ist das, worauf sich Alle einigen, und um das man ständig herumtanzt, da niemals vergessen werden darf, ein Tabu dagegen das, was nicht einmal bemerkt werden darf, ohne den Bemerkenden zu töten, zumindest unsichtbar zu machen.

Also das, was gesehen werden muß, um die Gesellschaft zusammen zu halten, wider dem, was nicht gesehen werden darf, damit die Gesellschaft nicht aus einander fällt. Ob das eine wie das Andere real ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Die Angst regiert, nicht der Verstand, und weder das eine noch das Andere darf ja jemals angerührt werden, von jeher bis in alle Ewigkeit, amen.

"Wieso, wir haben doch auf unsere Experten gehört, alles wortwörtlich nachgeplappert, Preise verliehen und Preise verliehen bekommen, Kritik daran verbeten, alles war doch wissenschaftlich gesichert und somit Evidenz-basiert - wenn das jetzt Alles ganz anders gekommen ist als vorhergesagt, na, dann hat das wohl jemand sabotiert. An uns liegt es jedenfalls nicht. Schließlich haben wir alles richtig gemacht!"

Und wenn es noch so absurd und unverstanden war. Und auch wenn das Ausnahmslos immer so kommt. Man muß es halt nur noch doller versuchen!

Und jetzt her mit dem Geld.


Das dauert hier länger. Heißen Tee und Kekse
für die Demonstrationsdarsteller! Und für uns auch!

The Money.
The Cargo.

Wuff.



Es wird immer faker! Aber auch Nachrichten müssen erst einmal gemacht werden...

Die waren schon da als wir kamen!



Tja, so ein Dreh erfordert schon Aufwand, Organisation, Logistik und Zeit...

Inzwischen sind Werbung und Nachrichten eine Verschmelzung eingegangen. Die reale Welt wird ausgeblendet, und eine irreale Welt wird als Theaterstück vor Ort inszeniert, und wenn es noch so albern ist.

Dumm nur, wenn da einer durch's Bild latscht und die Inszenierung stört, oder das Publikum merkt, daß es diese Bilder schon mal gesehen hat, weil man mal wieder ins Archiv gegangen ist, um Geld zu sparen. Wuff.





Fake Verträge


"Verträge ohne Schwert sind nichts wert"



Ein echter Vertrag ist eine ernsthaft verabschiedete gemeinsame Willenserklärung und Handlungsansage für die Zukunft; sie enthält Sanktionen und Strafen und eine Gerichtsbarkeit. Es wird auf etwas Eigenes verzichtet, um etwas Anderes gemeinsam zu erreichen. Die Mienen sind ernst und entschlossen, denn die Arbeit beginnt danach erst. Wer fällt schon seinem Bäcker um den Hals, wenn er Brötchen kauft?

Ein Fake-Vertrag ist selbst das Ziel; Alle sind froh und glücklich, heulen und jubeln und umarmen sich: Das Ziel ist erreicht; hier und da fließt eine Träne... Die gemeinsame Plünderung hat bereits begonnen und läuft schon eine ganze Weile. Sie wurde soeben legitimiert, und Alle sind erleichtert.

Denn Money und Cargo gibt es natürlich nur da, wo es Gewinne und Überschüsse gibt - also in einer Gesellschaft, die Gas, Öl und Kohle verbrennt; und nicht nur zur Energiegewinnung, sondern auch zur Zement-, Stahl- und Kunststoffherstellung benötigt (natürlich kann man auch Bäume nehmen, so wie früher, aber die sind dann eben weg- Siehe "Abholzung des Mittelmeerraumes"- zu Römischen Zeiten war Spanien dicht bewaldet, von einem Ende zum Anderen. Und die Bäume sind immer noch weg.

Wuff.


Und jedes Gramm Gas, Öl und Kohle erzeugen beim vollständigen Verbrennen etwa ein bis drei Gramm CO2 - mehr oder weniger. Und es ist dabei völlig gleichgültig, wie effizient das Ganze ist- am Ende der Verwertungskette bleibt ja kein Gramm Gas, Öl und Kohle übrig, oder?

Na also.


Was an Kohlenstoff aus der Erde geholt wird oder entweicht, ist am Ende oxidiert, Punkt. Egal, wieviel wieviele Menschen davon hatten. Auch dann, wie es geschieht, wenn freiliegende Kohleflöze seit Jahrzehnten und Jahrhunderten völlig sinnlos abbrennen und dabei soviel CO2 freisetzen wie der gesamte Verkehr weltweit, ohne das irgendwer irgendwas davon hat - im Gegenteil.

Aber Löschen bringt nun mal kein Geld, sondern kostet Geld.


Wuff.


Wie sieht es da aus mit der Klimarettung?



https://www.novo-argumente.com/artikel/bringt_klimapolitik_eigentlich_etwas



Und die Prognose?


Jeder Kubikmeter Gas, jeder Liter Öl und jede Schaufel Kohle wird verbrannt werden

Der weltweite Kohle- und Erdöl- Verbrauch steigt, Gas garantiert auch, da man es als Ersatz nimmt (kurios: woher stammt die Delle in denn 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts?) und die Zahl der Menschen steigt rapide.



https://www.godmode-trader.de/artikel/george-soros-und-die-kohle,4364005


Wollte man künftigen Generationen den Zugang zum Öl oder den Verkauf desselben verwehren, wird es wohl mit Waffengewalt zu geschehen haben. Und diskriminierend wäre es obendrein. Wieso sollten sie zu Fuß gehen, wenn doch andere fuhren? Wieso sollten sie nackt gehen und hungern, wo doch andere Kleidung und Nahrung im Überfluß hatten? Die Hälfte aller Nahrung ist Erdöl!

Also wird der Verbrauch von Kohle und Öl erst enden, wenn der letzte Tropfen Erdöl und der letzte Scheffel Kohle verheizt, verbrannt und verbraucht worden sind. Vorher nicht. Und die Berge von Papier, die das Klimaabkommen darstellen, werden zu anheizen benutzt werden, wenn es soweit ist. Wuff.

Denn Niemand will auf die hundert Sklaven verzichten. Insbesondere die nicht, die bisher noch keine hatten.

Eine Lösung wäre natürlich, nicht soviel zu verbrauchen - wenn es nur nicht so viele und immer mehr Menschen wären... Was nutzt es der Umwelt, wenn diejenigen, die haben, verzichten, und diejenigen, die nicht haben, es bekommen? Nichts. Die Welt verbrennt trotzdem. Und wenn es nun Mal zehn mal mehr Arme als Reiche gibt, nun, dann eben zehn mal schneller.


Abspecken für die Umwelt


Also müssen Alle weniger verbrauchen, insbesondere weniger Essen. Das kostet dann auch weniger Benzin und Strom, um all das Fett herumzubewegen.

Wer reich ist, wohnt und arbeitet ja heute so weit oben wie möglich. Aber ja erst mit der Erfindung des elektrischen Fahrstuhls um 1854 wurden, in einer völligen Umkehrung der bisherigen Verhältnisse, aus den ärmlichen Dachkammern für Mägde, nun Penthäuser und Dachgärten für Milliardäre - und belebte Gebäude mit mehr als sechs Stockwerken überhaupt erst denkbar. Und wer in solchen jemals täglich mehrfach das eigene Gewicht auf Stummelbeinen die Treppe herauf und herunter wuchten mußte, weiß, wovon ich rede.

Wuff.


"Eine schlanke Bevölkerung mit einer Milliarde Menschen stößt eine Gigatonne weniger Kohlenstoff aus als eine dicke Gesellschaft", berichten Londoner Wissenschaftler - pro Jahr!


Aber wieviel weniger?


Es ist erstaunlich, wie zahlenkarg die Debatte wird, wenn man das wissen will. Wieviel CO2 stößt die Menschheit so denn heute aus, so insgesamt? "Viel zu viel" lautet die schmallippige Antwort.

Die Angaben reichen dann von 10 Gigatonnen bis 22 Gigatonnen - einige Prozent des natürliche Kohlenstoff-Kreislaufs, aber da laufen die Zahlen auch wild auseinander. Sei's drum! Wuff. Es geht um's Prinzip. Das wären bei 7 Milliarden Menschen etwa 1-2 Gigatonnen pro Milliarde Menschen pro Jahr.

Der Verzicht auf das Übergewicht würde demnach je nach Zahlenangaben die anthropogenen, d. h. vom Menschen verursachten Emissionen entweder auf 0 oder um die Hälfte reduzieren.

Andere sehen das etwas weniger dramatisch, aber immerhin bei rund 10% - also weit mehr als alle "Klimarettungsverträge" auf der Welt zusammengenommen.


Wuff.


Die Frage ist nur: Wie macht man das in einem System, das philosophisch und ökonomisch auf Wachstum, Überschuß, Profit angewiesen ist?


Haben die Ägypter die 7 mageren Jahre etwa durch die 7 fetten selber verursacht?


"Es gibt überall Nester von Geld, die wie Eiterbeulen aufgestochen werden müssen, bevor sie schaden anrichten können"

(Joseph Beuys, sinngemäß, auf die Frage, warum er seine Kunstwerke so teuer verkaufe)



Verabredungstheorien vor Gericht


- Angeklagte, ich beschuldige Sie, sich mit ihren Mitangeklagten zu einem Großbetrug verabredet zu haben!

- Das ist albern und lächerlich, Herr Staatsanwalt. Mit Verschwörungstheoretikern rede ich nicht.


Wenn das Ausmaß der Lüge nur groß genug ist, kann das menschliche Gehirn, das nach Halt sucht, diesen außerhalb des "Narrativs" nicht finden, weil es an das "Außerhalb dessen" nicht herankommt - und muß automatisch das Gesamtpaket als wahr annehmen.




Eine "Hierarchie" bedeutet übrigens auf Altgriechisch:

"Heilige Herrschaft" oder "Herrschaft der Heiligen".



Und Altdeutsch "Narr" kommt von "Narrativ"








Und nun



Zum Dopamin!


Und worum geht das Ganze nun?


Um Dopamin.

Das Entscheidungshormon. Der Neurotransmitter Dopamin veranlasst die Menschen nicht, Freude zu empfinden, sondern etwas zu suchen, nicht gleichgültig zu sein, etwas nicht hinzunehmen (egal ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht):

"Dopamin erzeugt kein unmittelbares Glücksgefühl, sondern veranlaßt Menschen zu wollen, zu wünschen, ausfindig zu machen und zu suchen. Das Opioidsystem führt zwar dazu, daß man Freude empfindet. Doch das Dopaminsystem ist stärker als das Opioidsystem. Ein Amoklauf des Wollens."

Gerät es außer Kontrolle, ist unbefriedigtes, neurotisches Suchtverhalten die Folge:

"Als ich jünger war und dümmer, dachte ich, ich könnte unglückliche Menschen in glückliche Menschen verwandeln, indem ich ihnen alles gegeben habe, was sie wollten, oder in Ordnung zu bringen, was auch immer sie für kaputt hielten. Dieser Ansatz funktionierte in etwa null mal.


Bekommen Dopaminsüchtige das, was sie wollen, wollen sie sofort mehr, weil die Befriedigung ausbleibt:


Sobald ein Dopamin-Süchtiger das angebliche Problem behoben sieht
, braucht der Süchtige schon das nächste Hoch. So vergrößern sie kleine Probleme in große, nur um etwas zu fühlen. Oder sie schaffen ein Problem, wo es keine gab."


Wuff! Ist das nicht eine sagenhafte Beschreibung?


Es ist wie mit Allem. Die Menschen sind, wie die Ratten und Mäuse auf ihre Art, gar nicht mehr in der Lage, etwas sachlich und unideologisch zu sehen. Denn das setzt kein Dopamin frei.

Lieber Angst oder Wut empfinden als gar nichts. Über irgendwas!!!


Ut aliquem Fiat! ... auf daß irgendwas geschehe.



Manche Menschen begreifen weder Erfolg noch Mißerfolg als Folge des eigenen Handelns.


Und wie kommt das? Nun, Dopamin wird auch bei einigen neurologischen Gebrechen eingesetzt, da es auch die motorischen Nerven beruhigt und befähigt.

Allerdings hat es erhebliche Nebenwirkungen:


"Es wird außerdem vermutet, dass Dopamin eine Rolle bei der Entstehung von Suchtverhalten und von Psychosen spielt. ... Psychosen werden häufig von Wahrnehmungsstörungen, Sinnestäuschungen und Halluzinationen begleitet. ... Bei Parkinson werden Dopaminagonisten verordnet.

Sie fördern die Wirkung von Dopamin, das bei Parkinson ja zu wenig vorhanden ist. Das kann aber als Nebenwirkung sozusagen "überschießend" zu Beschwerden führen, die mit leichten psychotischen Erkrankungen vergleichbar sind."


http://ruschneider2.webs.com/ypsilanti.htm Dopamin bewirkt anscheinend Freude, Zufriedenheit, zu wenig Dopamin offenbar Langeweile wie im Gefängnis. Der Witz ist nun, daß Wut und insbesondere Empörung über Ungerechtigkeit, vielleicht sogar Schmerz jeglicher Art, den Dopaminspiegel erhöhen und somit diese entsetzliche Gefühl des NICHTS abmildern.

Leider wird Dopamin schnell abgebaut, und man braucht die nächste Empörung, um "sich endlich wieder ganz und wertvoll zu fühlen".


Dazu gehört:


Auf der richtigen Seite stehen, einfache moralische (!!) Antworten parat haben ("weil der Andere böse ist"), überhaupt Gegner zu haben, etc.

Biochemie! Emotion! Emotion! Emotion! Süchtig nach Ärger, könnte man das auch nennen.


Suchst Du Ärger oder was? Suchst Du Problem?

Es geht gar nicht um die Sache. Die ist völlig beliebig. Es geht um Reaktion, Reaktion, Reaktion!


Was den Dopaminsüchtigen von wirklich Leidenden unterscheidet, ist, daß diese Menschen unter ihrem Ärger, ihrer Benachteiligung, ihrem Schmerz nicht wirklich leiden, sondern sich darin geradezu suhlen.

Man merkt es an der fehlenden Scham.

Und das sie gar nicht nach Lösungen suchen, sondern diese bereits haben.


Es geht ihnen zu gut


Gelöste Probleme verärgern sie wirklich, weil es sie deprimiert, daß so etwas überhaupt geht, und sie jetzt unnötig geworden sind, und es ihnen den Stoff nimmt, und sie suchen sich schnell, schnell das nächste Problem, um zu beweisen, daß es eben nicht geht, und um sich wieder gut und wertvoll zu fühlen.

Und um wieder einen Hit zu haben.

Sie lösen keine Probleme, um sich wohl zu fühlen, sie machen welche, um sich wohl zu fühlen. Ist ihre Umgebung unzufrieden, fühlen sie sich wohl. Ist ihre Umgebung selbstzufrieden, bringen sie sich letztendlich um. Dafür kann ihre Umgebung aber nichts.



Am besten aufeinander hetzen. Denn wo es keine Lösung gibt, gibt es nur Zerstörung.

Wuff.

Katzen!







"Gutmensch" ist falsch. "Gutfühlmensch" wäre richtiger.


Es geht ihnen um die Stimulation ihres eigenen internen Belohnungszentrums, um sich selbst wohl zu fühlen - die Gefühle Anderer sind ihnen eigentlich egal: Sie kennen sie ja nicht, bzw. projizieren nur ihre eigenen Gefühle auf sie. Wuff.

Wie das?


Nun, neben J. B. Calhoun gilt James Olds als einer der Begründer der modernen Neurowissenschaften.

Mit jenem um 1954 herum etwa zeitgleich wies er nach, daß, wenn Ratten in die Lage versetzt werden, über einen Schalter eine in ihr Lustzentrum des Hypothamalus hinein operierte elektrische Sonde selbst zu aktivieren, sie dieses bis zu etlichen Tausend mal pro Stunde tun, stunden- oder tagelang ununterbrochen, ohne irgendein Interesse mehr an natürlichen Dingen wie Nahrungsaufnahme, Sex, oder Schlaf zu zeigen.


Die Laborratten taten nichts anderes mehr, als ständig den stimulierenden Hebel zu drücken – bis zur völligen Erschöpfung.

Denn wie bei jeder Sucht gewöhnt sich das Gehirn an den Reiz und verlangt immer mehr, immer stärker, immer häufiger, bis zur völligen Selbstaufgabe und -zerstörung. Eine völlig irrationale Handlung.


Junge, Junge.


Die Selbstzerstörung ist also eine Folge der Befriedigung aller Bedürfnisse, mithin des Überflusses - und das völlig gleichgültig, ob dieser Zustand nun real ist (nach Calhoun) oder künstlich durch einen elektrischen (oder, im Falle der Sucht, biochemischen) Reiz dem Gehirn nur vorgetäuscht wird (nach Olds).

Und das auch noch so individuell wie kollektiv, egal ob einzeln oder in Massen

Wow. Ich meine: Wuff.








Und was haben die Menschen sich nun geschaffen, nach Ansicht einer ihrer Entwickler der neuen, elektronischen, daddeligen "Sozialen Medien"?

Süchtig machende, "kurzfristig wirkende, dopamin-getriebene Rückkopplungsschleifen" - und das mit Absicht; zumindest mit Wissen und Gleichgültigkeit - Suchtverhalten bei Abnehmern bringt nun mal Geld. Viel Geld.


Und:


"Mit diesen Werkzeugen, die wir geschaffen haben, zerfetzen wir gerade das soziale Gewebe der Funktionsmechanismen jeder Gesellschaft: Es gibt keinen zivilen Diskurs mehr, keine Kooperation, nur noch Desinformation, Unwahrheit, auf globaler Ebene. Wenn wir das Tier füttern, wird es uns verschlingen"


Man braucht immer Neues und schaltet die Vernunft ab. Die Nachrichten gab es früher einmal am Tag, und mußten dann 24 Stunden halten, in denen "das Leben wartete darauf, gelebt zu werden"; heute jede Sekunde. Das blockiert das Denken - und das Handeln.


Und es kommt noch mehr dazu:


Die Gerechtigkeits- Dromologie:

Je wertvoller Alle werden, desto wertloser wird relativ gesehen der Einzelne. Je mehr sie sich die Menschen mit neuen Freunden, also Fremden umgeben, desto einsamer und vereinzelter werden sie, und sie begreifen es nicht.

Bei einer unbegrenzten Anzahl von Fremden ist man selber immer noch man selber, eben weil die Anderen einen nichts angehen und sie ebenso weg wie da sein könnten; bei einer unbegrenzten Anzahl von Freunden ist man selber aber ein Nichts. Wuff.

Eben weil man sich auf sie beziehen muß.


Und es kommt noch schlimmer:


Die Problem- Dromologie:


Egal wie groß ein Problem ist, im Krieg oder im Frieden, die Probleme sind immer gleich groß.

  • Große Probleme schrumpfen in einer harten Umgebung, kleine wachsen in einer friedlichen.

    Gerechtigkeit ist niemals zu erlangen, weil die Gerechtigkeitslücke als immer gleich groß empfunden wird; sogar unter Zwillingen. Wuff.

  • Egal ob es um astronomische Betrachtungen geht oder um ein Gebet auf einem Reiskorn, das menschliche Gehirn setzt immer 100% seiner Kapazität ein. So lassen sich große wie kleine Probleme mit gleichem Einsatz lösen. Nur der Fokus ändert sich.

  • So wird aber auch aus einer Mücke ein Elefant und aus einem Elefanten eine Mücke - je nach Umgebung. Nur wer sich von diesem Relativismus befreien kann, kann tatsächlich etwas erreichen.

  • Und Realität ist das, was sich außerhalb eines menschlichen Kopfes befindet, auch wenn dieser ein Loch bekommen sollte.


Was in Kriegszeiten also als normal gilt, ist im Frieden entsetzlich; was im Frieden als entsetzlich gilt, gilt im Krieg als gleichgültig. Je gerechter eine Gesellschaft im Frieden wird, desto ungerechter und friedloser erscheint sie allen darin lebenden, weil es viel mehr kleine als große Unterschiede gibt.


Und wie kann man eine arbeitsteilige Gesellschaft haben, wenn Alle absolut gleich sind? Wie Sport als Wettbewerb betreiben?


Wuff.







"Vor diesem Schauspiel steh' ich lang
Gefängnis atmend, Gram und Groll und Gruft,
Dazwischen Weihrauch-Wolken, Kirchen-Huren-Duft
Hier wird mir bang:
Die Narrenkappe werf' ich tanzend in die Luft!
Denn ich entsprang - -"





Zwischen zu früh und zu spät liegt immer nur ein Augenblick.






Donnerstag, 11. Mai 2017

Die große Verwirrung





Irrung & Verwirrung

"Sie suchten den Sinn und fanden den Wahn..."

Das ist so ähnlich wie

"Sie suchten das Leben und fanden den Tod..."




Tl; Dr:



  • Alles noch so komplizierte läßt sich mit etwas Mühe in einem einzigen Satz ausdrücken.
       
  • Und alles noch so komplizierte läßt sich mit etwas Mühe und im Wesentlichen auf der Rückseite einem alten Briefumschlags ausrechnen.



Und wenn du schon nicht überzeugen kannst, versuche wenigstens, Verwirrung zu stiften!


Und Narrativ kommt von Narr.


Die Priester der Akademie sind sowieso nur noch dazu da, die Mächtigen zu segnen.

Und die, um bei passender Gelegenheit im Namen des Verachteten Volkes -also an dessen statt, denn diese sind ja nicht mit solchen Weihen gebenedeit worden- Betroffenheitsabsonderungen aus Datenbankgenerierten und randomisierten Textbaustein-Cocktails von sich zu geben, die ihnen die Gelaarten passend vorformuliert hinlegen (bitte den Namen des jeweiligen Anlasses und des Ortes oben richtig einzutragen nicht vergessen, sonst geht das vielleicht nicht so durch wie die Weihnachtsansprache vom letzten Jahr noch mal; als default sind da "WASAUCHIMMER" und "WOAUCHIMMER" eingetragen).

Das kommt davon, wenn die Presse zur Macht geworden ist - sie soll ja eigentlich die Mächtigen zur Verantwortung ziehen und deren Machenschaften aufdecken - nicht aus Spaß, sondern aus Notwendigkeit. Nun sind sie es selber, und der Posten ist vacant.

Und das wird er auch bleiben. Denn die Menschen bezahlen ihre Märchenerzähler ja nicht dafür, daß sie ihnen die Wahrheit sagen - die kennen sie, und sie ist ihnen unangenehm - sondern daß sie ihnen Märchen erzählen.

Wuff.



Zu den Waffeln, Legastheniker!
Auf in den Kontrollverlust!
Wir fühlen mit den Toten.

Denn irgendwann fällt schon auf, daß das alles immer gleich klingt. Nein - das fällt schon beim ersten Mal auf, wegen dem reflexhaften Gähnen, das in der Meute um sich greift, wenn nicht schnell zu Tränen gegriffen wird. Aber schließlich sind wir ja alle Schauspieler, irgendwo. Wuff.

Das heißt - wir nicht.

Oder eher selten.

Wuff.

Doch was ist Intelligenz? Und wozu ist sie gut?


Es gibt Streit darüber, inwieweit Menschen durch ihre Gene oder durch ihre Umwelt geformt werden. Die Idee, daß man durch eine Umwelt intelligent werden würde, ist albern. Das würde bedeuten, daß man dumm wird, wenn die Umwelt sich ändert. Vor allem ist die Idee, daß Nachkommen durch eine anregende Umwelt intelligenter werden als die Eltern, hochgradig albern. Woher soll das Gen denn wissen, wie die Umwelt war? Es ist wie immer genau umgekehrt. Die komplexe Umwelt selektiert auf hohe Intelligenz. Die muß aber vorher da sein. Eine instabile Umwelt selektiert eher auf hoher Intelligenz als eine stabile. Wer intelligente Nachkommen haben will, muß sie einer instabilen Umwelt aussetzen und Verluste in Kauf nehmen.

Intelligenz ist mit Veränderung verbunden, Dummheit mit Bewahrung. Aber was davon ist gut, was ist schlecht?

Die höher entwickelten Tiere, die am längsten auf dieser Welt leben - Haie, Krokodile, usw. - sind so dumm, daß sie schon gar keine Intelligenz mehr haben. Und das Intelligenteste, was die Welt hervorgebracht hat, lebt zwar erst kurz, aber ständig am Rande der Selbst- und Weltzerstörung dahin. Maximale Veränderungsgeschwindigkeit eben.





Wuff.

Lernfähigkeit und Intelligenz sind nur dann gut, wenn Veränderung gut ist. Sonst ist Sturheit ganz prima.

Außerdem ist Intelligent nicht gleich Schlau. Intelligenz läßt sich genauso austricksen wie Dummheit. Man muß sie nur einkalkulieren. Stell' einen intelligenten Menschen vor ein Dilema, und er ist blockiert. Ein dummer bricht durch. Weil ihn ein Nachteil nicht kümmert, siegt er. Wuff.


Und nun zu etwas ganz intelligentem:


Ihr im Jahr 1994 verstorbener Philosoph Karl Popper sagte in etwa folgendes (er war kein Positivist, im Gegenteil):

Es gibt gar kein Erkennen der Wahrheit. Es gibt nur ein Erkennen der Unwahrheit.

Was nicht geht.

Gar nicht schlecht. . .


Also: Man kann nie wissen, was richtig ist. Man kann immer nur erkennen, was nicht richtig ist, und das eliminieren. Das, was dann übrig bleibt, ist mehr oder weniger, den Umständen entsprechend richtig und somit brauchbar. Oder so.

Das Richtige ändert sich sowieso im Laufe der Zeit und den Umständen nach. Man muß laufend das jeweilig Falsche erkennen und es nicht tun. Tut man das zur Genüge, ergibt sich als Resultat automatisch das Richtige, mehr oder weniger. Hmmm. Wahrheitsfindung durch Negation des Falschen. . . Man vergleiche dazu eine ihrer anderen Philosophen, Peter Sloterdijk:

"Ohne Beseitigung der Störung kein Fortschritt"


Genauso ist ein absolut rein logisches Denken unmöglich, und ein absolut rein logisches Gedankengebäude schon in sich falsch: Beide sind in dem Maße nicht mehr realitätsbezogen, wie sie fehlerfrei sind. Ein absolut fehlerfreies Gedankengebäude ist an sich ein vollständiger Fehler.

Denn

"Nur wer logisch denkt, kann auch verrückt werden"

- so ein unbekanntes Zitat -

und man könnte hinzufügen: wer nur logisch denkt, wird es auch.

Ganz bestimmt. Nur wer logisch denkt ... oder absolut denkt. Wer sich nicht in einer Ecke einfangen lassen will, denkt in Alternativen.


"Wir Schaffen das!"


...ist sowieso ein Satz, den man ausschließlich nach Kenntnisnahme einer Katastrophe hört. Und zwar eine, welche die Angesprochenen betrifft. Wuff.

Die Menschen denken immer, sie würden rational handeln, also etwas denken, dann begründete Entscheidungen treffen, dann daraus Handlungen ableiten. Ihr gesamtes Justizsystem ist auf diesem Gedanken aufgebaut.

Inzwischen wissen wir, daß es genau anders herum ist: Der Mensch handelt wie jedes Tier instinktiv und entscheidet emotional, dann erst bildet sich das Gehirn ein, das sei aus einer Willensentscheidung geschehen, und als drittes werden sich passende Begründungen ausgedacht und als Kulisse vorgeschoben. Da muß der Gegner erstmal durchkommen, Hah!

Und diese Vorgehensweise hat sich inzwischen leider auch in ihrer Juristerei ausgebreitet. Wuff.



Bezieht sich ein mathematischer Beweis auf die Wirklichkeit, ist er meistens falsch; ist er richtig, bezieht er sich meistens nicht auf die Wirklichkeit

(anwendbar ist er natürlich trotzdem).

Ganz abgesehen davon, daß sich die Grundlagen der Mathematik an sich mathematisch nicht beweisen lassen. Selbst und gerade in der reinen Logik jenseits aller Realität sind solche Zirkelschlüsse nicht möglich. Und so beruht das Denken immer auf irgendwelchen stillschweigend angenommenen, aber an sich unbeweisbaren Annahmen. Mathematik ist im Kern unvollkommen. Oder so schlau, ihre unbeweisbaren Annahmen gleich an den Anfang zu packen.

Nun ja.

Es ist zwar unter sehr eingeschränkten Umständen möglich, die Folge von bestimmten Ereignissen mit einer bestimmten Genauigkeit vorherzusagen; Gebäude, nach bestimmten Richtlinien gebaut, bleiben stehen, Flugzeuge fliegen, Schiffe schwimmen, Satelliten, zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine bestimmten Richtung geschossen, treffen nach Jahren auf die Sekunde oder zumindest Minute genau ihr Ziel auf einem fernen Planeten, ein festgeschraubtes Gewehr mit genormter Munition trifft immer wieder das gleiche Ziel, ein Experiment, unter den gleichen Bedingungen (!) unendlich oft wiederholt, ergibt immer das gleiche Ergebnis.






Aber es ist bei genügend komplexen Ereignissen fast unmöglich festzustellen, was sie hervorgebracht hat: Welcher Schmetterling in Indien Jahre später den Hurrikan in der Karibik auslöste. Dessen Energie sich nämlich sonst anders und anderswo Bahn gebrochen hätte: Ein Schmetterling kann selbstverständlich gar keinen Hurrikan auslösen, oder gar erzeugen, der nicht so oder so ausgelöst worden wäre. Das hätten die ohnmächtigen Schmetterlinge wohl gern! Ha, Ha! Wuff, wuff. 'tschuldigung.

Er kann mit seinem Flügelschlag höchstens Ort, Zeit und Bahn des Sturmes verschieben - das aber unter Umständen dramatisch. So wie eben ein Kind einen Turm aus Bauklötzen umwirft (fallen tut er durch die Schwerkraft). Der Schmetterling kann Zeitpunkt und Bahn des Sturmes beeinflussen, wenn davon jeweils mehr als eine zur Auswahl steht, so wie er -vielleicht- die Fallrichtung eines still auf der Spitze stehenden Bleistifts beeinflussen kann. Der Bleistift fällt aber so oder so.

Er ist ja auch nicht der einzige Schmetterling auf dieser Welt, der mit den Flügeln schlägt, und hinzu kommen noch Abermillionen weiterer Flattermänner und furzende Bakterien. Er ist nicht allein, die Welt steht nicht still und wartet auf ihn. Richtig ist, daß man vorher nicht genau weiß, wer oder was einen Sturm oder eine Lawine auslösen kann und wann, und damit auch nicht, welchen Schaden sie anrichten werden.

Aber im Großen und Ganzen liegt die Richtung schon mal fest.

Im Grunde läßt sich im Leben alles berechnen - es gibt nur häufig, wie in der Mathematik auch, je nach den Umständen mehr als eine korrekte Lösung; und, je nach den (wechselnden) Umständen, sogar mehrere mögliche diskrete Ergebnisse - aber dazwischen eben auch, wie bei Planetenbahnen, Elektronenschalen oder den Ringen des Saturn, leere Bereiche, in denen in dieser speziellen Konstellation keine Lösung möglich ist. In diesen Bereichen kann man sich nicht aufhalten.

Soweit die Chaostheorie. Die beschreibt nämlich nicht das Chaos, sondern die bedingte Ordnung im Chaos. Kennt man die eigenen Umstände und die der Anderen zur Genüge, weiß man, wo man sich und seinesgleichen finden wird - und wo nicht. Und, mehr noch, wo der Gegner, so er unter anderen Umständen agieren muß, nicht wirken kann - und wo doch.


Wuff.








Also gut:


Was geschieht in einer Meritokratie?


Es ist recht einfach: Meritokratie ist von Natur aus exklusiv, nicht integrativ oder gar inklusiv, und deshalb kann es keine inklusive Meritokratie geben.

Eine inklusive Mediokratie schon, die Herrschaft der Mittelmäßigen. Mit Hilfe der Medien.

Witzig ist übrigens, daß die selben Menschen, die angeblich nicht an den Wert des Geldes und des Verdienstes glauben, diesen Maßstab dann doch an Andere anlegen; und daß sie gleichzeitig zu dem oberen Zehntausend und den Unterdrückten gehören wollen.


Wuff.

Die meritokratischen Eliten der Menschen, und ganz besonders die gefakten und mediokratischen, haben die Achtung vor ihren geringeren Brüdern verloren, was diese übrigens nicht zu besseren Menschen macht - und zwar durch die geheuchelte Ansage, es gäbe keinen Unterschied - bis ihnen dann doch Tiere lieber sind als Menschen, da diese gottseidank unzweifelhaft dümmer sind als sie.

Oder sie suhlen sich in einer sabbernden und überheblichen Einbeziehung der Minderbemittelten in einer Art von fake Integration, die nur eine andere Form des "Ich bin besser als Du" darstellt, weit über die Erzeugung eines guten Gewissens hinaus.

Wuff.

Und dann sind sie völlig verblüfft, wenn die Dummen sie am Ende besiegen, und sie mit leeren Händen dastehen. Wie ist denn das passiert? Ich bin doch der Kluge hier! Ja. ganz genau deshalb.

Zu einer echten Meritokratie reicht es nämlich nicht - in der es tatsächlich Bessere und Schlechtere gibt, und deshalb jeder zu den Besseren zu gehören trachtet; die Schlechteren deshalb aber ganz selbstverständlich nicht vergessen werden.


Ihnen fehlt es dazu an Empathie. Abhanden gekommen ist ihnen die Demut des

'Jener, ohne die Barmherzigkeit Gottes, wär' ich'

oder

'Dort, wenn nicht die Gnade Gottes, gehe ich'

(obwohl ein fast tödlicher Unfall mit dauerhafter Kopfverletzung das schnell wieder zurückbringen kann).

Der Kerl, der für einen die Gräben zieht, und das Mädchen, das einem die Wäsche macht, ob nun mit oder ohne Maschinerie - das sind diejenigen, auf die man angewiesen ist, und die Menschen vergessen das. Die Klugen denken wirklich, daß sie Alles ganz alleine geschafft haben, und erzählen einander dieses Märchen immer wieder (und werden dahingehend eine ziemlich böse Überraschung erleben, und zwar - so ungefähr - jetzt).

Daraus entsteht übrigens ihre Verachtung für die Dummen, daß diese nämlich nur zu faul seien (das sind sie nicht unbedingt).

Sie selber glauben unbeirrt weiter an die Magie der großen Zahl, wie IQ, Noten, Vielfalt, Geschlecht usw. - was sie dazu bringt, diese künstlich aufzublähen; teils durch Betrug, teils durch deren Aufteilung: Juchuu, größere Zahlen!

Die Dummen durchschauen das mit Leichtigkeit; es dauert nur länger, bis sie sie darauf eine Antwort finden. Sie lernen durch Erfahrung; die Klugen versuchen, diese zu überwinden - in beiden Fällen mit gemischtem Erfolg.

Und Beide mögen einfache Wahrheiten. Das Klugen noch mehr als die Dummen! Es beruhigt ihr fieberndes Hirn. Schaut euch doch mal um: Wer ergeht sich denn hier in Politik und Esoterik?

Na also. Wuff.



Denn, seltsam genug, schlau macht nicht besser, oder gar ein besseres Urteil - im Durchschnitt. Die Dummen stellen einfache Fragen, welche die Klugen nicht verstehen, weil sie etwas Kompliziertes dahinter vermuten, das sie mit "einfachen" Erklärungen wegzudiskutieren versuchen; es ist aber nur ein einfacher Prüfstein, der die Handlung des Anderen beurteilt, nicht dessen Worte. Und mit Handlungen zu lügen ist fast unmöglich. So einfach ist das.

Die wirklich schlauen haben darüber hinaus weit mehr Blut an ihren Händen als die wirklich dummen, und sie haben ganze Reihe von wirklich dummen Entscheidungen gefällt, von denen Dumme unfähig wären auch nur zu träumen; zur Bestätigung schaue man sich nur mal die örtlichen Staatsfinanzen an. Die Armen und Dummen glauben nämlich, daß man Schulden zurückzahlen sollte, zum Beispiel, und verbreiten diese Idee untereinander mit Baseballschlägern. Wuff.

Doch solch' Geplänkel mal beiseite. Es gab da mal einen Wissenschaftler, der den Erfolg der Dummheit untersuchte: Warum liegen die Dummen so oft richtig? Warum gewinnen sie so oft, letztendlich? Worin liegt eigentlich der Vorteil, intelligent zu sein - wenn es denn überhaupt einen gibt?

Er kam zu dem Schluß, daß die meisten Probleme im Leben recht einfach sind, und einfache Lösungen haben, und einfache Leute sie ganz einfach lösen und einfach weitermachen. Die Intelligenten setzen die Probleme zueinander in Beziehung, verheddern und verwirren sie, und bleiben schließlich knirschend stehen.

Nur dann, wenn ein Problem tatsächlich kompliziert ist, sind die Intelligenten im Vorteil gegenüber den Dummen; und sehr oft sind diese komplizierten Probleme tatsächlich existentiell, katastrophal und drängend. Aber sie sind eher vereinzelt und dünn gesät - weshalb man sie auch in Krankenhäusern, Weltraumagenturen und Ähnlichem konzentriert, und weshalb ja auch die Eliten dazu neigen, sich zusammenzuballen und Probleme (unnötig) kompliziert zu machen:

Das ist es, was sie können, und was sie deshalb tun werden, und sei es auch nur zu dem Zweck, sich von den Anderen abzusetzen und sich besser als jene zu fühlen (und die Belohnungen dafür einzustreichen, dies zu Lasten Anderer getan zu haben). Das bleibt jedoch nicht unbemerkt, und die Dummen finden eine einfache Lösung, beispielsweise mehr Nachkommen zu haben.

Wuff.

Bevorzugt die Evolution Intelligenz?


Nein; denn wie gesagt, so absolute Vollpfosten wie Haie und Krokodile existieren seit etwa 200 Millionen Jahren; die belächelten Dinosaurier legten noch so etwa 100 Millionen Jahre vor. Kann man sich vorstellen, daß die intelligenten Menschen auch nur weitere 20.000 Jahre schaffen, ohne sich vorher irgendwie selbst auszurotten? Wohl kaum. Sie werden bis dahin einen Weg gefunden haben, einfach weil sie viel zu viel von sich erwarten.

Nicht einmal, wenn sie vorher noch schnell alle Krokodile und Haie vernichten, aus purer Bosheit und dem nagenden Gefühl, das diese bereits gewonnen haben, und wieder gewinnen werden, wenn man sie am Leben läßt. Ganz zu schweigen von den Würmern und den Algen: Da sind es 2 Milliarden Jahre! Und es gibt weit mehr von ihnen!

Also: Je schlauer etwas im Laufe der Entwicklung wurde, um so schneller ist es wieder ausgestorben; und um so kürzer war dessen Dasein auf Erden.

Wuff.


Und noch etwas ganz Wesentliches: Intelligenz ist relativ. Verdienst ebenfalls. Denkt mal darüber nach. Tief und lange.

Der vorgenannte Professor kam übrigens zu dem Schluß, daß die Zukunft den Klugen gehört, die wissen, wann es Zeit ist, dumm zu sein. Nicht umgekehrt.

Es ist Eure Entscheidung. . .

Wuff.




Die Perversion der Wissenschaft



ODER: Dieses Ergebnis wurde gewürfelt!

  15 mal Würfeln kann 10 x die 6 ergeben, 4 x die 1 und 1 x die 4. Kann.

Das ist nicht unmöglich, und verboten schon gar nicht; sonst könnte man jedes Casino aushebeln.


Das wissenschaftliche Ergebnis dieser Reihe:

Ein Würfel fällt immer auf die höchste Zahl; in seltenen Fällen auf die niedrigste (die 4 ist eine Abberation, ein ungültiger Versuchsfehler; ein Ausreißer).

Und es ist deshalb richtig, weil in der wissenschaftlichen Methode zwar der selbe Aufbau immer das selbe Ergebnis zeitigen muß, in der Praxis aber

  1. Es das nicht tut (das hängt von den Bedingungen und der Genauigkeit der Versuchsanordnung ab - wer berücksichtig beispielsweise Luftdruck und Sonneneinstrahlung?) und
  2. Die Zahl der Versuche stets begrenzt ist (manchmal sogar sehr) - deshalb schon rein theoretisch niemals eine abschließende Aussage gemacht werden kann.

Vielleicht wäre das Ergebnis ja beim nächsten Mal inkonsistent? Niemand kann in die Zukunft blicken. Das Einzige, was man in der Wissenschaft also ausdrücken kann, ist eine (hoffentlich wohlbegründete) Erwartung; und damit ist es wieder ein Glaubenssystem geworden.


Wuff.




Ursache für eine Wirkung zu finden, gelingt nur bei hinreichend komplexen oder geordneten Systemen.

Wirft man mit einem Würfel zehn mal hintereinander eine 6, sagt das absolut nichts aus über die Wahrscheinlichkeit, beim elften mal wieder eine 6 zu werfen. Die bleibt gleich. Das Einzige, was man sagen kann, ist daß mit der Zahl der Würfe die Wahrscheinlichkeit einer durchgehenden Reihe sinkt - aber nicht, wo der Bruch der Reihe stattfinden wird - oder welchen Ausschnitt aus einer sehr langen Reihe man da gerade absichtlich nimmt oder zufällig vor sich hat.



Würfeln ist eine primitive Angelegenheit.



Dummerweise kann auch streng determiniertes Verhalten in seinem Ergebnis beispielsweise zwischen chaotisch oder regelmäßig umschlagen - wenn man es nur oft genug wiederholt. Und niemand kann vorher sagen, an welchem Punkt genau ein System - bei völlig gleichmäßigem, vorherbestimmten Verhalten, umschlägt - und wohin.

Je nachdem, welchen Teil man aus den folgenden Mustern der Langton- Ameise beobachtet und herausstanzt oder auch nur wie lange, also wie oft das ewig gleiche Verfahren durchlaufen wird, zeigen sich völlig widersprechende Ergebnisse - die immer richtig sind.


Und niemand kann im Allgemeinen vorhersagen, wie lang eine Versuchsreihe sein muß, um sicher zu seien, oder wieviele Versuche zu einer völlig neuen Beobachtung führen - 10? 100? 1000? 10000?



ameise_worldameise03




Selbst das einfache Schachbrettproblem hat solche Konsequenzen:

Wenn sich in einem riesigen See die Zahl der Wasserhyazinthen sich jeden Tag verdoppelt, und eines fernen Tages der See halb voll ist - egal wie lange es bis dahin gedauert hat, am nächsten Tag ist der See ganz voll. Trivial?

Nein - der halb volle See war gestern noch zu nutzen, der ganz volle heute nicht mehr. Und ab da vermehren sich auch die Wasserhyazinthen scheinbar nicht mehr... Wuff.




Die Konsequenz?


Nichts läßt sich wirklich bis in alle Ewigkeit und Unendlichkeit vorhersagen - es sei denn, man bezieht den Kontext mit ein.

Wenn ich zehn mal hinter einer Katze herjage, um sie zu töten, kann sie daraus durchaus auf mein Verhalten beim elften Mal schließen; auch wenn sie damit vielleicht Unrecht hat.

Und wenn zehnmal hintereinander morgens die Sonne aufgeht, so wird sie es wahrscheinlich auch beim elften mal tun.

Wäre es anders, wäre lernen völlig unmöglich.

Wenn ein bestimmtes Verhalten oder eine Technik zum Erreichen oder zum nicht Erreichen eines Ziels führt, kann man beide Ergebnisse nicht als gleichwertig betrachten - nach dem Motto: Ob ich das Ziel treffe, ist bei jedem einzelnen Wurf gleich wahrscheinlich.

Die Gefährlichkeit -oder generell die Wichtigkeit- einer Wahrscheinlichkeit muß zu einer anderen Gewichtung führen als die reine Wahrscheinlichkeit selbst - wenn man überleben will. Wäre es beispielsweise egal, ob es an einer bestimmte Stelle im Meer Fische gibt, kann man darüber ganz anderes reden, als wenn man auf diese Nahrung angewiesen ist! Oder selbst die Beute. Und das wissen selbst wir Tiere.

Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Ausgangs mathematisch gering ist, sagen wir 10-20 Prozent, sollte man sich darauf nicht verlassen. Russisch Roulette ist kein kluges Spiel, sondern eins für Selbstmörder und Kriegsgefangene. In einem von sechs Fällen kann man es nicht wiederholen.

Das ganze Leben ist deshalb ein einziges Vorurteil; Nachurteile gibt es zwar auch, aber nur, wenn man das vorher fehlende Vorurteil überlebt hat.

Und dann wird aus dem Nachurteil automatisch ein Vorurteil. Für's nächste Mal.

  • Das war nicht gut, das laß' ich künftig bleiben.
  • Das war gut, das mach ich künftig weiter.

Wuff.


Eine Wahrnehmung ist das Abbild der Realität, wie verschoben auch immer; soziale Kontrolle hilft da wenig; nur die Prüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen (testing, testing...)

Andersherum: Wer auf Grund besserer Rhetorik ein Argument gewinnt, hat die Sache noch lange nicht gewonnen; insbesondere, wenn die Rhetorik den Tatsachen widerspricht. Tatsachen diskutieren nicht.

Man kann das Argument gewinnen, man kann den Streit gewinnen, man kann den Kampf gewinnen, man kann den ganzen Krieg gewinnen; wenn das Argument Mist war, hat man Mist gewonnen, und die Realität ändert sich nicht.


Und wer wissen will, ob ein Satz objektiv ist oder nicht, braucht nur nachzusehen, ob er Adjektive enthält. Enthält er sie, ist er nicht objektiv.

Aber auch der subjektivste Satz läßt sich auf seinen objektiven Kern reduzieren und damit prüfen: Einfach mit dem dicken, schwarzen Filzstift alle Adjektive durchstreichen und dann den Satz noch einmal lesen. Notfalls auch alle Adverbien; eben alles beschreibende.

Wuff.


Warum ist das wichtig?

  • Um dauerhafte Änderungen in einem menschlichen Gehirn zu verursachen, reicht ein audiovisuelles Signal aus - wenn der Mensch diesem glaubt, vertrauen zu müssen. Genauso ist dieses Signal andersherum wirkungslos, wenn der Mensch mißtraut oder feindselig ist.

  • Aber irgend jemandem muß er trauen - immer im gleichen Maße wie er mißtraut. Deswegen kann man fake Erinnerungen in den Menschen implantieren. Kann man sie auch wieder entfernen, in dem man sie vertrauenswürdig für falsch erklärt?

    Vielleicht.
    ..

  • Vor Allem aber müssen die Menschen ihr eigenes Gehirn als Raum begreifen, in dem sie nach belieben herumspazieren könne - und jede Tür öffnen, egal was dahinter verborgen sein mag; und sei sie auch noch so rostig, verstaubt und mit Spinnweben überzogen.

  • Nur dann können sie in diesem ihrem eigene Hirn ganz aktiv und selber bewußt Veränderungen durchführen, Schaltkreise neu ziehen und andere auflösen. Aber dann geht es. Dazu müssen sie aber einem Menschen bedingungslos vertrauen: sich selbst.




Cum Grano Salis.
https://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)




Man kann durch vier Ereignisse jeden Mist beweisen.


Durch zwei Meßpunkte kann man immer eine Gerade legen; durch drei mit ein wenig drehen jede beliebige Kurve, der vierte Meßpunkt ist eine Ungenauigkeit, der fünfte eine Meßfehler.

Und rückwirkend läßt sich Alles begründen.

Wissenschaft ist, sich mit dem Meßfehler zu beschäftigen - dem Abseitigen, dem, was nicht sein kann oder darf. Dem Neuen.

Und das ist nicht ohne reale Folgen:

Etwa die Hälfte dessen, was einmal als "wissenschaftlich gesichert" galt, hat sich im Laufe der Zeit als falsch herausgestellt.

Man hatte es einfach irgendwann als nachgewiesen angenommen.


Wer an die Wissenschaft "glaubt", hat schon verloren.


https://de.wikipedia.org/wiki/Juvenal#Werk
Wer aber soll die Wächter selbst bewachen?
Was wurde nicht alles schon im Laufe ihrer Geschichte von den Menschen als unumstößlicher, wissenschaftlich bewiesener Fakt herausgestellt!

Und das, obwohl ihre so genannte Wissenschaft ja gerade davon lebt, unumstößliche, wissenschaftlich bewiesene Fakten wieder umzustoßen!

Man lese dazu die Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder ähnlicher Vereine - aber die von vor 20, 30 Jahren. In dem Rhythmus wechselt das nämlich von rot zu grün und wieder zurück:

  • Low fat - high carb - high fat - low carb.
  • Spinat ist gesund gefährlich gesund;
  • Eier sind gesund tödlich lebensrettend.

So ändert die Wissenschaft alle 20, 30 Jahre ihre Meinung, ganz besonders radikal zu Themen der Gesundheit und der Ernährung. Ist häusliche Hygiene immer gut? Nein. Sind Kohlenhydrate gut? Nein. Das waren sie aber einmal...

Die vorgeschlage Ernährung richtet sich immer genau nach dem, was gerade da ist; das, was es gerade gibt, ist immer auch gesund; "Gegessen wird, was auf den Tisch kommt" - so hieß das früher. Was denn auch sonst? Und irgend einen ihrer Professoren finden sie immer, der für ein paar Scheine seinen Friedrich Wilhelm dazu hergibt. Fertig.

Die Ernährungspyramide wurde so in den letzten Jahren auf den Kopf gestellt - als es mehr Getreide gab als Schweine, war es für die Menschen gesund, mehr Getreide zu essen als Schweine; jetzt ist es umgekehrt: Eiweiß ist ganz oben.... Als es noch keinen Überfluß an Eiern gab, sollte man nicht so viele davon essen. Jetzt ist es egal und deshalb nicht mehr schädlich. Das Selbe gilt für ihren Kaffee, usw.

Also: Wovon gerade am meisten da ist, das ist laut Tabelle auch immer gerade am gesündesten - und es ist ja auch das, was auch gerade auf den Tisch kommt, weil es gerade am billigsten ist. Wie praktisch!

Wuff.

Und Alles wissenschaftlich begründet!


Und das ist nur ein willkürliches Beispiel; das gilt so gut wie überall. Wenn man ein wenig in alten Archiven schmökert, kommt man dahinter, daß zu jedem Zeitpunkt im Leben eines jeden Menschen etwa die Hälfte dessen, was dieser als Wahr, bewiesen oder Fakt zu wissen glaubt, falsch ist.


Und das wiederum heißt im Umkehrschluß:



Etwa 50 % all dessen, was man zu wissen glaubt, ist zu jedem historischen Zeitpunkt falsch - also auch heute. Und zwar sowohl die Hälfte dessen, was man positiv zu wissen glaubt -also daß es so sei- als auch die Hälfte dessen, was man negativ zu wissen glaubt -also daß es so nicht sei oder so gar nicht sein könne. Und zwar auf allen Gebieten.

Wer das nicht glaubt, braucht nur in eine beliebige wissenschaftliche Bibliothek zu gehen, dort aus einem beliebigen Gebiet einen Band historischer wissenschaftlicher, damals wohl bewiesener Abhandlungen aus dem Regal zu nehmen und mit einer Nadel einige Male hineinzustechen und sich die so per Zufall gefundenen Passagen durchzulesen.

In etwa der Hälfte der Fälle handelt es sich, aus der jeweils späteren Sicht, um, aus der jeweils damaligen Sicht gesehen, wissenschaftlich hieb- und stichfest bewiesenen Unsinn.

Auch die Hälfte dessen, was heute als "wissenschaftlich gesichert" gilt, wird sich im Laufe der Zeit als falsch heraus stellen - und niemand weiß welche. Jeder zweite "wissenschaftlich gesicherte" Aussage ist zu jedem beliebigen Zeitpunkt falsch, unendliche Zukunft vorausgesetzt.


Wuff.


Vollkommen falsch


Im Gegenteil: das Gegenteil davon ist wahr.


Welche
Hälfte das jeweils ist, das wissen sie aber nicht. Das muß man von Fall zu Fall entscheiden. Und damit leben.

Es ist wie in ihrer Werbung: Die Hälfte des Geldes dafür ist rausgeschmissen. Man weiß nur nicht, welche... Wuff.


Es geht noch viel weiter:

Medizin ist keine Wissenschaft, Politik ist keine Wissenschaft, Ökonomie ist keine Wissenschaft; sie waren alle immerhin mal ein Handwerk.

Das gilt auch und insbesondere für politische Entscheidungen, die grundsätzlich kein Feld für "Expertenwissen" sind, sondern Interessenvertretung und Willensbekundung, die noch nicht einmal ihre eigenen Voraussetzungen kennen. Man kann politische Willensbildung und Interessenvertretung nicht durch Experten regeln lassen.

Wuff.

Selbst ihr eigener 'Vater der Verhaltensökonomie' gibt zu, daß:

"Experten bei langfristigen politischen Vorhersagen keine höhere Trefferquote haben als ein würfelnder Affe".

Da!    Ja! Tolles Ergebnis!


Und was sei eigentlich "mit den vielen Fällen, in denen Experten ihre Meinung ändern, und somit das, was gestern als Unsinn galt, zur allgemein anerkannten Wahrheit wird (oder andersherum)?

Ein derartiges Hin und Her zeigt sich etwa im Gesundheitswesen. Es erinnert an die Worte des amerikanischen Autors Mark Twain, der mahnte beim Lesen von Gesundheitsratgebern vorsichtig zu sein, da man 'an einem Druckfehler sterben könnte'."





Da kann man auch Tiere aufschneiden und Knochen werfen wie früher.






Evidenz - Ärzte - Dromologie




Dromologie ist überall, und ebenso Pareto - Pareto Dromologie:

Nicht nur werden fast überall 80 % aller Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht, und benötigen die verbleibenden 20 % (und das können die wichtigsten oder unwichtigsten 20 % sein) mit 80 % des Gesamtaufwandes den weitaus größeren Teil desselben; in manchen Organisationen wird bereits 80 Prozent der gesamten Arbeitszeit mit der Verwaltung der inneren Abläufe verbraucht - ein wenig mehr, und sie laufen völlig ohne Außenkontakt, und das auf Hochtouren (doch, auch solche gibt es - und das mit Absicht! Wuff!).

Darüber hinaus produziert die jeweilige Quadratwurzel aus 100 % aller Produzenten nach Derek de Solla Price 50 % aller Werte. Oder erzielen die Hälfte aller Tore, oder ziehen die Hälfte des Publikums in ihren Bann, etc. Immer und Überall. Von 100 sind das 10 - also 10 %; von 10000 sind es aber 100, also 1 %. Auf allen Gebieten, egal wo.

Das sagt viel aus… vor Allem über die Effizienz großer Gruppen oder Organisationen. 99 % sind darin überflüssig... Wuff.

Und: Wer bei irgendeinem Ziel versucht 98 oder gar 100% zu erreichen, scheitert. Der Aufwand beträgt dann nämlich mindestens 100%.

Oder auch: für die letzten paar Prozente riskiert man 98% des Gesamterfolgs.

Auch das ist häufig Absicht...


Wuff.



Und noch etwas:


In keinem System, in keinem Zusammenhang, egal wie groß, haben je mehr als fünf Leute das Sagen. Seltsam... aber verständlich. Mehr geht eben nicht.

Nächste Frage: Was ist mit kleinen Gruppen? Unter fünf Mitgliedern? Knapp über fünf?



"Alle wirklich wichtigen Entscheidungen werden ausschließlich von Gremien getroffen, die es nicht gibt."

Walter Scheel


"Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden. ..."

Horst Seehofer




Anders gesagt:

Fast überall ist 80 % Blödsinn drin.






              Oder eben:     Nur 20 % der ärztlichen Behandlung sind wirksam.




Es ist deshalb eine ärztliche Kunst, und keine Wissenschaft. Ein ärztlicher Fehler heißt deshalb Kunstfehler. Schlimmstenfalls IatroGenese oder Tod durch den Arzt. So sank in jenen ganz seltenen Fällen im letzten Jahrhundert, wo es einen Streik der Ärzte gab (Israel 1973; Bogota, Kolumbien 1976; Los Angeles, USA 1976), die Sterblichkeitsrate in diesem Zeitraum. Unter diesen Umständen würde ich mir auch das Streiken verkneifen. Wuff.

Nun, das kann viele Gründe haben: aufgeschobene Operationen zum Beispiel. Aber dennoch gibt es bei ehrlicher Betrachtung etwa folgende Verteilung: Ein Drittel aller Patienten gesundet so oder so, ein Drittel wird durch den Arzt geheilt, und einem Drittel ist trotz aller Bemühungen nicht zu helfen. Eine Praxis mit einer Erfolgsquote von 60 % ist also der Durchschnitt; viel weniger darf es nicht sein. Schon deshalb, weil bei einer Erfolgsquote von unter 50 % keiner mehr hingeht; und das zu Recht.

Nun, dieses Verhältnis gilt auch für Homöopathen.

Und: Von den 30 % Wirksamkeit sind vielleicht noch ein Drittel dem Placebo-Effekt geschuldet - weißer Mantel, Zuhören und so. So hat man in einem Versuch Leuten mit großem Erfolg nur zum Schein das Knie operiert. Das geht. Denn Placebos wirken auch dann, wenn die Menschen wissen, daß es welche sind. Wuff.

Bleiben also 20 % echte Wirkung übrig.

Und das ist häufig nicht die erste, sondern eine zweite, möglicherweise sogar die dritte Behandlung. Und von zwei Medikamenten oder Behandlungen, die zusammen angewendet werden, ist die Gewichtung unklar. Da ist es ein verdammt schmales Brett, eine solch notwendige Kunst "Wissenschaftsbasiert" zu nennen - obwohl sie es ist. Also sagt man "Evidenz-basiert".

Evident bedeutet offensichtlich.

Da funktioniert auch Handauflegen - ganz ohne Spott.
Der Placebo-Effekt ist real.
Und Meßbar.


Wuff.


Weil man ja in der Evidenz ja von den ursprünglichen 60 % ausgehen muß, wo eine Heilung stattfindet - und davon ist die Hälfte spontan.

"Evidenzbasiert" wird deshalb streng ausgelegt als "über jeden Zweifel erhaben". Das wiederum drückt die Auswahl der Behandlungsmethoden drastisch, so daß eben Homöopathie und Händchenhalten verboten werden, um den Ausgang nicht zu verfälschen; und die Menschen, die wegen solchem Unsinn nicht sterben wollen, fliehen.

Gegen Ende des Lebens wird es dann asymptotisch:

Unendlich hoher Einsatz bewirkt null.



Das Brett wird immer schmaler.

Mit 20 % sind wir dann Pareto.


In jedem Informationshaufen, den sich die Menschen gegenseitig ins Hirn stopfen, in jedem menschlichen Denksystem sind deshalb - mindestens! - 80 % Bullshit, Blödsinn, Quatsch enthalten, weil die Menschen ideologisch Denken, und Widersprüche nicht akzeptieren als das, was sie sind:


Ein Hinweis



Wuff.




Zeiten haben die Eigenschaft, sich zu ändern.

Tigellinus









Aber:

Manche Menschen glauben, alle Menschen seien gleich. Andere glauben, alle Menschen seien unterschiedlich. Beides ist richtig; keines ist falsch. Und ein Drittes gibt es nicht.

Somit bleibt es eine Glaubensfrage.



Hier lag so eine alte Zeitung rum


...mit einem Gedicht von Thomas Brasch über ein legendäres Konzert

und ich les' das mal vor - Wuff:


"In dem schönen Gedichtband 'Der schöne 27. September' gibt es ein schönes Gedicht,
und das geht so:"




Und der Sänger Dylan in der Deutschlandhalle

ausgepfiffen angeschrien mit Wasserbeuteln beworfen /
von seinen Bewunderern, als er die Hymnen /
ihrer Studentenzeit sang im Walzertakt und tanzen ließ /
die schwarzen Puppen, sah staunend in die Gesichter /
der Architekten mit Haarausfall und 5000 Mark im Monat, /
die ihm jetzt zuschrien die Höhe der Gage und /
sein ausbleibendes Engagement gegen das Elend der Welt. So sah /

ich die brüllende Meute: Die Arme ausgestreckt im Dunkel neben /
ihren dürren Studentinnen mit dem Elend aller Trödelmärkte /
der Welt in den Augen, betrogen um ihren Krieg, /
zurückgestoßen in den Zuschauerraum /
der Halle, die den Namen ihres Landes trägt, endlich /
verwandt ihren blökenden Vätern, aber anders als die /
betrogen um den, den sie brauchen: den führenden Hammel. /

Die Wetter schlagen um:
Sie werden kälter.
Wer vorgestern noch Aufstand rief,
ist heute zwei Tage älter.





Oder, noch einmal Hans Sahl:




... daß beim Schreiben der Wahrheit, Herr Brecht,


die Schwierigkeit eben darin besteht,

daß man sie nicht unterschlägt.






Se ebel Portolkyz!