Geld und Ware, Ware und Geld
Geld - als Tauschmittel und
Repräsentant für
Energieumsatz,
Waren und Dienstleistungen -
muß
am Ende einer jeden Transaktion
oder Einlösung eigentlich zerrissen werden. Das macht
natürlich keiner - man wäre ja auch schön blöd,
weil einen der Verlust zu 100% selber treffen würde.
Und so bauen
sich nach und nach monetäre
Schein - Vermögen auf,
die keinem realem Wert entsprechen - gedeckt von einer
Schein -
Schuld (die den meisten gar nicht bewußt ist).
Es ist wie bei dem - nun ja, alten -
Gesellschaftsspiel
"
Monopoly":
Wenn den Spielern das Geld ausgeht, schreiben sie einander
Schuldscheine
aus.
Diese sind, offensichtlich, durch exorbitant überhöhte
Phantasie-Kaufpreise
für
Grundstücke,
Häuser und
Hotels auf dem Spielplan
gedeckt. Oder vielmehr: nicht gedeckt.
Denn das Spiel geht, das zeigt die Erfahrung, sowieso aus wie immer:
Einer hat das ganze Geld. Und
zwar erfahrungsgemäß immer der
Selbe.
Der Witz ist nun,
wozu hat man sich dann gegenseitig eigentlich
diese Schuldscheine ausgeschrieben? Nun,
weil man schon am
Verlieren war; man wußte es, wollte es aber nicht
wahrhaben.
Ohne
Pleite kein Schuldschein.
Aber dann wäre das Spiel ja
vorzeitig zu Ende gewesen.
Die Frage sei gestattet:
Vorzeitig?
Es ist doch sowieso irgend
wann einmal zu Ende. Nur dann mit
noch mehr Schulden.
Und eine
zweite Frage sei ebenfalls gestattet:
Wie hätte man verhindern
können, daß die Leute sich gegenseitig ungedeckte
Schuldscheine ausschreiben? Lautet die Antwort etwa:
gar nicht?
Wohlgemerkt,
das tat nicht die Bank.
Selbst wenn sie das Zeug
nicht
angerührt hätte:
Die Spieler hätten es
untereinander
akzeptiert.
Dem Gewinner war es recht, er hatte ja bereits das
echte
Geld der Bank, plus Grundstücke, Häuser und Hotels; und den
anderen Mitspielern gab es, eine Zeitlang, die
Illusion
des Nichtbankrotts.
Nun ist jeder Geldschein per se
ein
Schuldschein; wenn es die
gesetzlich Währung ist, schuldet einem jeder Verkäufer
automatisch den Gegenwert - er darf die Annahme nicht verweigern.
"
Die auf Eigentum basierenden
Gesellschaften können auch zahlenmäßig
größere Völker übertreffen, weil Eigentum für
die Schaffung von Geld belastet und für das Borgen von Geld in
einem Kredit verpfändet werden kann. Der Geldschaffer verliert
durch diese Belastung während des Kreditzeitraumes die Freiheit
seines Eigentums, kann es nicht noch einmal belasten und auch nicht
verkaufen oder verschenken. Dafür gewinnt er die Zinszusage seines
Schuldners. Und eben für den Zins, für dieses immer mehr aus
niemals länger werdenden Jahresfristen, muss erfinderisch
gewirtschaftet werden."
- Gunnar Heinsohn, "Söhne
und Weltmacht", S.89
Eigentum an Grund und Boden dient nicht so sehr dazu, Besitz zu haben,
als vielmehr einem Menschen seinen Platz zuzuordnen - auch im
Gefängnis. Anders als im Lager, darf er dort sein - und nur er,
und nur dort. Es geht also nicht darum, daß
es einem gehört -das auch-
sondern, daß
man wohin
gehört. Und eben das macht den Boden als Eigentum beleihbar.
Sonst wäre er viel wertloser.
Wuff.
Geld ist nicht alles
aber es hält die Kinder in Verbindung
|
Milliardärsspruch in einer Yachthütte
Geld ist eine Schuldverschreibung, ein Schuldverhältnis, sonst
nichts.
Und das ist übrigens ur- ur- alt.
Es begann irgendwo in Afrika, wo in einigen Ecken noch heute jeder, der
einem Anderen einen
Gefallen tut, von diesem ein "
Freundschaftsbändchen"
erhält, das symbolisiert, daß der Gefallen im Notfall wieder
zurückgefordert werden kann - im Grunde wie bei der Mafia; und das
ist wichtig. Wer (sichtbar) die meisten Armbändchen trägt,
ist ebenso sichtbar am reichsten - und am mächtigsten. Und so
weiß auch jeder, wer wem was schuldet.
Und so
drucken auch heute wieder einigen Menschen in
Deutschland
ihr eigenes Geld.
Wenn diese Bändchen
(oder
Zettel)
auch noch weitergereicht, also gehandelt werden können, ist der
nächste Schritt zum Geld schon da - modernes Geld ist nur
anonymer, in dem dort auch noch der Schuldner anonymisiert wird, und
deshalb die Forderungen der Gefallen
fälschungssicher
gemacht werden müssen.
Umgekehrt ist jedes
Schuldverhältnis ein
Geldverhältnis
- und
damit ist klar, daß man die Kriminalität nicht durch
Abschaffung des Bargeldes gleich mit abschaffen kann: Ein Zettel - oder
auch nur eine mündlich Aussage,
wer wem was schuldet,
reicht
vollkommen aus, um ein Geld- und Machtverhältnis auszudrücken.
"
Es ist besser, ohne Abendessen zu
Bett zu gehen, als morgens verschuldet aufzuwachen." Benjamin
Franklin, Anno 1757
In der Tat...
Die Frage ist ernst:
Wie kann man verhindern, daß
Menschen sich gegenseitig unerfüllbare Versprechen machen?
In dem man sie hart dafür bestraft, so wie früher? Und bei
Zuwiderhandlung in den Schuldturm wirft, wo sie ihre Schuld unter Zwang
abarbeiten, ohne den mit falschen Versprechen gekauften Luxus? Das
merkwürdige ist doch:
Der Luxus ist ja da.
Vorher.
(Und hier kommt das
Öl ins Spiel; oder das
Holz,
die
Kohle, die
Linsen)
Schon in alten Filmen und Romanen sind die Nutznießer des Luxus
auf der Flucht vor ihren "
Gläubigern" - denen sie die
versprochene
Bezahlung für diesen schuldig geblieben sind. Und dennoch ist
dieser Luxus geschaffen worden -
Vorher.
- Die Häuser im Monopoly
stehen ja
auch bevor die
Schuldscheine ausgeschrieben werden.
- Die Häuser in der realen
Wirtschaft standen bevor die Immobilien - und
Hypothekenblase
sich aufzubauen begann.
In der Tat baute diese sich erst auf, als
weltweit der Hausbau in den Industrieländern mehr oder weniger zum
erliegen gekommen war und die Stadtverwaltungen begannen, zumindest in
Deutschland, ganze Stadtviertel zu sprengen, weil auch die
Bevölkerung nicht mehr wuchs, sondern schrumpfte.
Die
Kreditblase baute sich
also in dem Moment auf,
als das Spiel
eigentlich zu Ende war und die Haus- und Mietpreise hätten
beginnen müssen zu fallen, also
Verluste
einzufahren.

Das kann und darf aber in einer gewinn-
und wachstumsorientierten Bilanz und
Ökonomie nicht vorkommen;
also begann das geforderte Wachstum und
der damit geforderte Gewinn -
bis zu 20 Prozent! - auf einer "
Schuldschein auf die Zukunft" -
Basis zu geschehen. Und irgendwer
muß diese 20 Prozent jetzt
aufbringen.
Eigentlich vielmehr auf "
mehr
Öl in der Zukunft" Basis - und eigentlich geschah es ja nicht.
Das Aufschlagen in der Realität, das Einsetzen des negativen
Wachstums, des Preisrückgangs, des Verlustes, ist nun um so
brutaler.
Dabei geht es den Deutschen
noch relativ gut:
Wie der Mieterbund 2009
berichtet, weigerten diese sich im großen Stil, ihre von den "
wachstumsorientierten"
Heuschrecken der Hochfinanz aufgekauften Wohnungen denen wiederum zu
deren höheren Preisen abzukaufen - womöglich gewitzt und
gewarnt durch deren Vorboten auf dem heimischen Immobilienmarkt - und
wegen der Nähe zum Osten.
Das Ganze geschah übrigens
vor
dem Hereinbrechen der "
Finanzkrise" und löste sie
vielleicht mit aus.
Neue Spieler sind
schwer zu finden. Es gibt immer
eine
reale Grenze des Wachstums.
Nur:
Wie beendet man eine Monopoly-Spiel ohne Blutverlust - in
der Realität?
Wie kann man es erreichen, daß das Spiel endlos dauert, und nicht
alle 60 Jahre zum
Stillstand kommt?
Vielleicht wieder einmal durch einen Neubeginn? Einem Zerreißen
der selbst ausgeschriebenen wertlosen ungedeckten Schuldscheine, einem
"
New Deal"?
Durch das erneut strenge Verbot solcher Machenschaften?
Oder durch Geldentwertung mit Hilfe der Inflation -
wie schon so oft?
Wer weiß.
Wuff.
Aber
daß das System alle
60 Jahre zum Stillstand kommt, daß beispielsweise die
Rentenkassen alle 60 Jahre leer sind,
das wußten sie.
Schon wieder kursieren Pamphlete mit dem Titel: "
Wie werde ich Millionär?" - So!
Was sie meinen ist:
Wie kassiere ich
höhere Zinsen als die Wirtschaft abwirft; wie werde ich reich auf
kosten Anderer. Die Differenz zahlen nämlich die. Oder
anders gedacht:
Wie verhindere ich,
zu denen zu gehören, die für die Anderen zahlen. Und
schon muß man es genauso wüst treiben wie die, und das
Denken ist blockiert. Entgangene Gewinne werden nicht als null, sondern
als Verlust gerechnet.
Da können die Zinsen ruhig bei
null
sein, so lange das Geld
anders
inflationiert wird. Das beseitigt einen Denkfehler. Immerhin. Wuff.
Im Übrigen ist es schon
merkwürdig, wie
alles
gleichzeitig inflationiert; nicht nur das Geld, sondern auch die
Waren,
Informationen, Bilder, so genannte Nachrichten, usw., usf. Das geht
Hand in Hand. Alles wird gleichzeitig immer mehr und immer
wertloser,
vorübergehender,
tandiger,
tinnefiger. Es
gilt das vorläufige
Wort, die unverbindliche Nachricht, das vorläufige Versprechen.
Schon die Nachricht, daß irgend jemand wohl vermute, es
könne vielleicht etwas geschehen, ist - formal gesehen - durchaus
eine Nachricht. Nur ist sie eben eine
unbrauchbare,
wertlose,
zeitschindende Nachricht, die deshalb großen Schaden
anrichtet: einmal in dem sie den Empfängern unwiederbringliche
Zeit stiehlt, und zum zweiten Mal, in dem sie vom Wesentlichen ablenkt.
Die Wahrheit ist geschützt wie in einer
Russischen Puppe,
jede einzelne davon mit einem Code-Schloß oder
Sphinx-Rätsel versehen; hat man eines davon geknackt, merkt man,
das diese Wahrheit nur für diese spezielle Ebene gilt; darunter
und darüber sind noch eine unbekannte Menge weiterer Ebenen
versteckt, und erst auf der allerletzten Ebene, hinter der allerletzten
Tür befindet sich vielleicht die Wahrheit, die frei machen
würde, wenn, ja wenn die Menschen bei der Suche aus dem Labyrinth
der gegenseitigen Lügen und Fehlinformationen nicht bereits soviel
Zeit verloren hätte, daß sie ihnen nichts mehr nutzt, auch
weil in der Zwischenzeit hinter ihrem Rücken neue gebaut wurden.
Das Gleiche gilt natürlich,
mutatis mutandis, für die
Herstellung unbrauchbarer und minderwertiger Ware.
Wer totes Saatgut auswirft, ruiniert das Feld und bereitet den Hunger.
Wuff.
Und nun das Wetter
Ausgerechnet diejenigen Banken und Finanzinstitute, die -
und das
läßt sich nachlesen -, seit dem sie dieses
übernommen haben, fast immer
falsch lagen in ihren
Vorhersagen an die breite Öffentlichkeit, und die sich als
völlig unfähig oder unwillig erwiesen haben, in Sachen
Gelddingen auch nur einmal die Wahrheit zu sagen oder einmal richtige
Prognosen abzuliefern: Ausgerechnet
diese prognostizieren in
den Medien
nun auch noch das Wetter.
Auch hier heiligt natürlich der unheilige Zweckoptimismus jedes
Mittel, unterlegt mit fröhlichen Melodien, und seien die realen
Erwartungen noch so schlecht.
Wer soll dem trauen? Traue nie
einer
Aussage, die mit
Musik oder
Lärm unterlegt wurde - oder
einer, die besonders
scharf betont
wird. Oder einem so unterlegten
Bild!
"Give me all your
money!"
Wenn man sich erinnern will - schon in der legendären
Narren-Goon-Show
der
BBC
Mitte des letzten
Jahrhunderts hieß das immer: "
Gentlemen!
There is no need to worry?" Wenn sie den Deppen mal wieder
abziehen wollten; was in fast jeder Folge vorkam. Übrigens wegen
dessen ewiger Geldgier:
(Bank-Manager) CRUN:
...und
nur ein einziger zweiter Mensch kennt die Kombination (für das
Tresorschloß)!
(Bank-Kunde) SPRIGGS:
Wer
denn?
CRUN:
Das Schwein, das
gestern
Nacht das ganze Geld gestohlen hat! Ohhh!!!
(Bank-Kunden) MENGE: (Panik, Registrierkassen werden
aufgerissen,
Münzen klirren und fallen zu Boden)
CRUN:
Meine Herren,
meine
Herren! Hören Sie bitte auf, so unverschämt Ihr Geld
abzuheben!
Das Hörspiel stammt aus dem Jahre 1956 - so alt ist das also schon.
Noch früher! So um
1920
herum hing in manchen Fluren folgender Spruch an der Wand:
Wehe dem Volk
des Bauern keine Schulden haben
|
Vermutlich, weil sie sonst die Städter nicht ernähren würden. Im Ernst: Ein Bauer, der nicht beim Städter verschuldet ist
- warum sollte er überschüssige Nahrung anbauen und dem Städter liefern? Billige Nahrung auch noch?
Das würde nicht passieren. Nicht im notwendigen Maße. Wann waren Bauern je nicht verschuldet?
In den Hungerjahren nach dem Großen Krieg, dreißig Jahre später.
Wie heißt es immer?
"Das wird
schon gutgehen. Denken Sie positiv!"
und wenn's schief gegangen
ist:
"Oh. Na ja. Ist ja nicht MEIN
Leben."
Letztendlich eben doch.
Wenn also an der Börse "
Vermögen
vernichtet" wird - werden dann damit auch Schulden vernichtet?
Ja, in er Tat, da
Vermögen : Schulden = 1 : 1.
Wessen (real-) Vermögen
dabei auch immer vernichtet wird: Damit verschwinden immer auch
automatisch Verbindlichkeiten in gleicher Höhe. Nur
wessen Verbindlichkeiten, das ist
hier die Frage! Könnte etwas asymmetrisch ausfallen, wie so oft...
Hmmm...
Wenn Schulden der Dritten Welt erlassen werden, vernichtet das
wahrscheinlich Vermögen hierzulande. Wenn Vermögen
hierzulande vernichtet wird, erläßt das Schulden irgendwo -
nur wo?
Und deshalb gibt es an jeder Straßenecke Geldverleiher und
Kreditverkäufer, denn es gilt natürlich ebenso:
Schulden : Vermögen = 1 : 1.
Übrigens:
"
Die Krise wird dadurch verursacht,
daß die Banken einander nicht mehr vertrauen und sich gegenseitig
kein Geld mehr leihen" - Das ist natürlich Quatsch und
Propaganda.
Das ist die übliche Kriegspropaganda: "
Das, was vorher war, war gut, nur das was
jetzt ist, ist schlecht. Wir müssen in den vorigen Zustand
zurück"
Daß die Banken einander (im obigen Sinne als Kriminelle)
vertrauten und sich gegenseitig Geld geliehen haben, ist ja gerade der
Grund für den jetzigen Zustand! Im Grunde betreiben sie seit
mindestens 20 Jahren (etwa der Internetblase usw...)
Konkursverschleppung, und ihr billiger Optimismus hat alles noch
verschlimmert. Wie sagt der Optimist, der aus dem Hochhaus fällt,
als er am Erdgeschoß vorbeikommt? "
Bis jetzt ist ja noch alles gut gegangen!"
Wenn einer aus dem Hochhaus springt und unten auf dem Pflaster
zerschellt, sagen die Leute: "
Selber
schuld. Warum ist er auch gesprungen?" Vergehen zwischen Sprung
und Aufschlag 20 Jahre, sagen die Leute: "
Wie ist das denn passiert?
Unerklärlich. Er kam aus dem Nichts. Einfach so!"
Eigentlich sollen Banken ja nur das Geld ihrer Kunden verleihen - oder?
Zu altmodisch? Und was geschieht denn jetzt Anderes, als daß die
auf den Bankkonten gar nicht vorhandenen, quasi im Vorgriff verliehenen
Kundengelder Über die Regierungsgarantien nachgeschossen werden,
und zwar zwangsweise und ungefragt?
"Oh. Na ja. Ist ja nicht MEIN Geld."
Letztendlich eben doch.
Wem schulden die Menschen eigentlich das Geld, das ihr Staat
in ihrem Namen als
Staatsschulden aufgenommen haben?
Das sind ja immerhin -zig Tausende pro Kopf, vom Kleinkind bis zur
Greisin.
WUFF!
Hören wir doch mal Kanzler Schröder zur Verkündung
der
Agenda 2010
im Jahre 2003:
"
Wir
werden Leistungen des
Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr
Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen"
(Leistung = Geld; Eigen-Leistung = Eigenes Geld)
AhAAAAAAA!
Der Staat schuldet dem Einzelnen nun weniger (Kürzung
künftiger Leistung, Rente etc.) - was dessen Vermögen
verringert. Wer bei einer pleite gehenden Bank Kredite laufen hatte,
der
wäre jetzt wohl fein raus?
Vermutlich sollen
auch deshalb die Banken gerettet werden:
Damit zur
Zeit uneintreibbare Schulden (faule Kredite) wieder eingetrieben werden
können, damit also nicht allzuviel Vermögen verloren geht -
also möglichst alles so bleibt, wie es ist.
Sie nehmen jetzt "
reales" Geld
und stopfen damit "
fiktive"
Bilanzlöcher. Wo wird die deutsche Regierung die 80-100 MRD
Extraausgaben wohl einsparen? Die Bürger des
Landes garantieren das mit dem 1,5 fachen des gesamten
Staatshaushaltes. Alle fragen, was es kostet. Zur Recht. Aber keiner
fragt, wo das Geld
eigentlich hingeht... ?
Es ist ja
auch woanders so:
"
Das Bilanzvolumen der drei
führenden [bankrotten]
Banken [
Islands]
ist zehnmal
so groß wie das jährliche Bruttoinlandsprodukt. Als
möglicher Ausweg werden in Reykjavik Mittel aus dem nach
internationalen Maßstäben sehr großen Pensionsfonds
des Landes angesehen."
Das beantwortet ja wohl die Frage.
Wie gesagt:
Keiner
fragt, wo das Geld eigentlich letztendlich
landet.
Wo es
herkommt, das ist klar.
Oder
wofor oder vor
vor wem das Banksystem,
oder die Währung ständig "
gerettet" werden muß.
Das Geld geht ja nicht an "
Die Banken"
- sondern zu deren Kunden.
Banken führen nicht eigene Konten, sondern fremde.
Nur:
Wessen?
Wuff.
Aber man kann sich ja damit trösten, daß das Geld ja nie
wirklich existiert hat, auch schon vorher nicht. Jedenfalls nicht diese
Zuwächse, die Fondsmanager damit zu
erwirtschaften vorgaben.
Das sieht man ja jetzt:
Das war ja alles nur
Buchgeld ohne jede Entsprechung. Es hätte also nie "
realisiert" werden können. Na,
das passiert halt jetzt.
In anderen Worten: das verbliebene Geld wird
mehr wert sein. Denn hier wird
fiktives
Geld vernichtet - aber bei weitem nicht genug! Es ist noch viel
zuviel
fiat money
oder
fake money im Umlauf -
womit nicht
etwa das klassische
Falschgeld
gemeint ist; und das, obwohl die Wirkung
exakt die selbe ist - wenn es denn
nicht erkannt werden kann. Es ist sozusagen
legales Falschgeld. Und das wird
immer und immer wieder diese Probleme verursachen.
Übrigens sind das alles offene Geheimnisse. Seit Jahrzehnten. Aber
es hieß eben immer: "
Vertraut
uns!". Oder es wie
jemand anderes
beschrieb: Es hätten diejenigen, die diese
Titanic
in die Katastrophe geführt haben,
angesichts der Eisberge in Sichtweite in den
Maschinenraum hinuntergerufen: "
Jungs
- mehr Dampf!"
Und so war es, denn es ist immer so.
Siehe oben,
Monopoly und
Schuldschein.
Und man könnte
hinzufügen: Um dann, kurz vor dem großen Knall, den
verpennten Ersten Offizier aus seiner Koje zu holen, ihm mit den
Worten: "
Hier- halt das mal!"
das Steuerrad
in die Hand zu drücken, und dann mit der Bordkasse in die
Rettungsboote zu hüpfen.
Den Rest kennt man ja aus dem Film.
Rudert um euer Leben...
Es gab ja auch wenig Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, und
die wären in den meisten Fällen illegal gewesen. Aussteigen
ging nicht. Also hat jeder versucht den Anderen zu überholen - auf
einer Lawine. Nun heißt es
mitgegangen, mitgefangen,
mitgehangen.
Die Wirtschaft wächst stetig mit etwa 4% real. Zuletzt wurden 20%
Wertzuwachs gefordert - finanziell. Die 16% Differenz werden jetzt
eingefordert - So in etwa.
Die Börsen müßten sinken, um nicht abzustürzen.
Sie dürften ja nie mehr als das reale Wirtschaftswachstum
abbilden; alles andere ist Inflation, also reale Geldentwertung.
Aber was soll's. Man muß es irgendwie überstehen. Wenn kein
dritter Weltkrieg kommt in sieben Jahren, ist es gut gegangen. Wuff.
Anweisung zur Krisenbewältigung:
Die Regierung, die mit Geld, das sie nicht
hat, Geld garantiert, das es nie hätte geben dürfen, hat
soeben beschlossen, den erhöhten Krankenkassenbeitrag stabil zu
halten
[°°nächstes Jahr°°]
und dafür die Arbeitslosenversicherung zu senken
[°°vorübergehend°°].
[°° °°] = Sehr, sehr kleingedruckt
"
Anonymer Systemfehler"
Prof. Dr. Wernher von Sinnen,
bezogen auf die Finanzkrise.
Vielleicht sollten diese Leute auch die
individuelle Lebensberatung
und
ärztliche Diagnose im Gesundheitsbereich übernehmen.
Bei der
Gleichgültigkeit, ja Verachtung der Realität gegenüber
können sie das bestimmt - oder auch nicht.
Aber vielleicht genügt es ja, daß die Menschen beim Betreten
der -seit dem tatsächlichen Beginn der Finanzkrise in den 80er
und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts-
ausgerechnet nach
Finanzinstituten umbenannten
Sportarenen
nun nicht mehr an ihre
Heimat,
sondern an die Clowns erinnert werden, die ihnen das Geld aus der
Tasche gezogen haben, um sich diese Arenen kaufen zu können. Auch
die
waren ja schon vorher da...
Denn
die selben Regierungen und Verwaltungen, die behaupten,
ihre
bedürftigen Bürger nicht mehr ernähren zu können,
obwohl es gerade in Industriegesellschaften immer noch Nahrung im
Überfluß gibt*, verhökern deren
öffentliches
Eigentum an dubiose Ausländer und kaufen es dann teuer wieder
zurück,
um Geld zu sparen. Nein, mehr noch: um Geld zu
bekommen.
Wahrlich, ein echtes
Linsengericht.
Doch wer weiß? Nach dem Zusammenbruch des Unrechts wurden schon
immer Städte wieder mit dem ursprünglichen Namen bedacht...
PS:
Wer dagegen den WIRKLICHEN Wetterbericht hören möchte,
der schalte Morgens um fünf
BBC ein und höre den
Seewetterbericht.
Ein Dienst, so heißt es, aus den Anfangszeiten des Rundfunks,
knochentrocken und deshalb, so heißt es weiter, "
Ein Fest
für Landratten auf der verzweifelten Suche nach wahrer Poesie".
Denn, so heißt es fürderhin,
es gibt nur noch wenige Seeleute.
*Und wenig Bauern. Man kann sich durchaus fragen, warum der
große, starke
Esau sich
auf so ein lausiges Geschäft für die Linsen eingelassen hat.
Schließlich hatte
er
wahrscheinlich die Linsen am Vortage vom Feld geholt. Und
überhaupt erst angebaut.
Eine kräftige Ohrfeige für den kleinen Jakob hätte es auch
getan... Er wird wohl
sehr
erschöpft gewesen sein, der gute, starke Esau. Immer diese schwere
Feldarbeit... nu, so hat
er
sich über's Ohr hauen lassen.
Und so ganz nebenbei steckte hier die intrigante Mutter hinter ihrem
Muttersöhnchen und Mama's Liebling, Jakob dem Oberschlauen in der
Küche, die sich beide von den Früchten von Esaus harter
Arbeit ernährten. Das war ihnen aber nicht genug; sie wollten sich
auch noch das Haus und das Grundstück erschleichen, auf dem Esau,
der erstgeborene Sohn, dann als ihr Sklave gearbeitet hätte.
Doch das nur so ganz nebenbei.
Wuff.
Zu guter Letzt - ein alter, ewig gültiger
TAZ -
Spruch zu Fußball und Finanzen:
Börsenpanik - Kursverfall
Hochinteressant!
Was macht der Ball?