Sonntag, 3. September 2017

Bilder aus der Heimat



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5f/Louis_XIV_of_France.jpg/338px-Louis_XIV_of_France.jpg
L'etat, c'est immer noch
NOUS.


Bilder - Viele Bilder. Und Kunst. Viel Kunst.

Kunst Du mir mal fünf Euro borgen?






Eine Treppe, die nichts nützt,
Und ein Vordach, das nicht schützt..



Crazy Kassel



Heimat einer regelmäßigen Kunstschau, die, einst Avantgarde, inzwischen als "Extrem belehrend" und als "Resterampe" beanstandet wird (diejenige davor war dann ja bereits der Kehraus), mit allen verbotenen Büchern aller Zeiten


- außer natürlich den eigenen: die sind ja hier und jetzt verbothen -


und das mit Millionen an öffentlichen Geldern unterfüttert; ob sie nun einen Besuchereinbruch hatte, oder als "Größte Documenta aller Zeiten" (GröDaZ) oder Größte Pleite aller Zeiten (GröPlaZ) verehrt werden wird, daüber streiten sich die Menschen noch, die offensichtlich weder rechnen können, noch ihre eigene Sprache mehr merken.

Dafür anscheinend aber in die Zukunft sehen können (was ist, wenn die nächste noch größer ist?)

Wuff.


Oder sich gegenseitig über's Ohr hauen wollen.


Oder alles zusammen, soweit ich das aus meiner Dackelperspektive fesstellen konnte.
  • Sieben Millionen mehr! Acht Millionen mehr!
  • Aber das sind ja Alles nur Bürgschaften!
  • Das hat Alles nichts zu sagen!
  • Wir werden das nicht zahlen müssen!
  • Wer allerdings dagegen stimmt, bringt Alle in Gefahr!
  • Und so weiter!

Wuff!


Auch wenn sie nur auf Grund eines Lecks, auf Nachfrage und wenige Wochen vor dem Ende herauskam, die Fettlebe äh "Budgetüberschreitung" auf Kosten Anderer.

Und was wohl fordern die Pleitiers als Aller-Allererstes, gleich sofort und lange noch bevor die Schuldigen feststehen - also nur so für den Fall, daß die Suche nach diesen so, öh, zu keinem eindeutigen Ende führen? Das ist nämlich unheimlich schwer aufzuklären, wer welches Geld wofür ausgegeben hat!


Na?


Mehr Geld für's nächste Mal natürlich! Zukünftige Budgeterhöhung! Damit das schon mal klar ist. Zum verbraten und dann noch mehr überziehen! Mehr Zaster! Mehr Kröten! Mehr Steuergelder! Denn die Freiheit der Kunst ist unantastbar, koste es wen auch immer, was es auch wolle.

Was ist in Athen passiert? Haben wir da Eulen hingetragen? Egal! Denn die größte Sauerei ist es, daß das Ganze noch vor Ende der Veranstaltung an die Öffentlichkeit kam! Also die Budgetüberschreitung und die öffentliche Kreditbürgschaft. Und danach in anderen Teilen der Presse nicht erwähnt wurde!

Wir wollten es - na ja, zunächst, intern klären!

Nur nicht die Pferde scheu machen! Die waren noch nicht gesattelt! Da bleiben doch nur die Besucher vorzeitig weg! (warum eigentlich?!), und Andere können dafür nicht rechtzeitig abhauen!



https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b8/Twee-paarden.JPG/220px-Twee-paarden.JPG Das widerspricht unserer Fürsorgepflicht, nämlich gut auszusehen! Der Imageschaden wird juristische Konsequenzen haben!

Und zwar für den, der das der Presse gesteckt hat.

Da gibt es keine Gnade! Denn - egal was es "Uns" kostet -"Wir" wollen unbedingt Documenta- Standort bleiben!

Das wird sich niemals ändern, und wenn wir die ganze Welt zum Standort machen! Wir wollen weltoffen und weltläufig bleiben! Egal was es kostet! Wir wollen nicht als kleingeistig dastehen! Weltoffenheit kostet Geld und bringt Geld ein! Nieder mit der Gemeinnützigkeit!


Reden Wir also über die Kommerzialisierung... viel mehr ist da ja eh nicht mehr zu verlieren.



Was für eine Veranstaltung
. Wie haben die das nur früher hinbekommen?

Mit so viel weniger Geld und so viel mehr Wirkung?


Wuff.










http://www.gender-ideologie.de

"... was wir heute oft als berechtigt verboten empfinden, ... das ist nicht Teil des Kunstwerks."






... Schon wieder dieses "Wir". Wuff. Wer meint sich nur damit... grenzenlose Persönlichkeitsaufblähung.




Die neue Zensur


Ja, so geht das!

Zensiert! Die neue Zensur verbietet es nicht, Bücher zu schreiben, sondern nur, sie so zu schreiben, wie man sie schreiben will.


Zensiert! Die neue Zensur verbietet es nicht, zu reden, sondern nur, das zu sagen, was man sagen will.


Seit wann ist Umformulierung keine Zensur? Und das auch noch im Nachhinein! Fake Bücher! Fake Geschichte! Fake Geschichten!




Heute werden Bücher nicht mehr nach dem Verkauf verbrannt, sondern, wenn es geht, schon vor dem Verkauf aus dem Regalen genommen, eingestampft und / oder nachträglich umgeschrieben: Pippi Langstrumpf, Huckleberry Finn... Das ist weniger romantisch, aber um so wirkungsvoller, weil man es nicht merkt. Als Maßnahme gegen das Wiederauferstehen früherer Zeiten.

Das muß man sich mal klar machen.


Die man ja dadurch nach nur einer Generation nicht mehr erkennen kann. Und das nicht auf Grund einer staatlichen Zensur, sondern staatlicher Gesetze zur Bestrafung eines Jeden, der damit irgendwie zu Tun hatte.


Wuff.




Beim neuen Wahlrechtentzug bleibt ja auch das Wahlrecht formal erhalten;

Das gewählte Gremium hat nur real keine Macht mehr.

Auch das ist Wahlbetrug. Wuff.










Kunst und Geld


Spekulation? Aber der ganze Kunstmarkt ist Spekulation!


"Die Transsubstantiation von Wertlosem in Wertvollstes findet ihre Fortsetzung in der Münze... Gläubiger und Glauben, Kredit und Credo, Erlös und Erlösung, Offenbarungseid und Offenbarung."


"Geldströme pulsieren um den Planeten, die sich aus sich heraus vermehren, die Blasen bilden und richten großen Schaden an" Oder so.



Ein Anderer schrieb:


"Die Frage lautet: Existieren neben der Sphäre des Geldes noch andere Sphären von gleichem Rang und gleicher Macht? Wenn ja, so tun sie es im Untergrund...

Es ist, als betrauerten die christianisierten Germanen den Hingang ihrer alten Götter. Das zog sich damals eine Weile hin. Und die Kirche war klug genug, einige heidnische Riten zu übernehmen. Die neue Kirche, die des Geldes, tut das ebenfalls. Das ändert nichts daran, dass sie in ihrem dogmatischen Kern unbeugsam ist und alle Ketzerei hart bestraft.

Vor allem aber durchdringt sie als Glaube und Konfession alle Lebensbereiche. Und war noch nie so vollkommen wie heute... 'Kommen Sie in die Börse von London, einen Ort, der angesehener ist als die meisten Königshöfe. Sie finden da Abgeordnete aller Nationen zum Nutzen der Menschheit versammelt. Dort verhandeln Jude, Moslem und Christ miteinander, als hätten sie die gleiche Religion, und sie nennen nur den einen Ungläubigen, der Bankrott macht.' Klingt modern, ist aber eine Beobachtung aus dem 18. Jahrhundert.

Voltaire hat sie gemacht. Und der Prophet der neuen Religion, der Engländer Adam Smith, lebte zur gleichen Zeit. Seine berühmte 'unsichtbare Hand', die alles eigensüchtige Gewinnstreben sanft in einen Nutzen für die Gemeinschaft umwandelt, hat alle Eigenschaften eines gütigen Gottes, der im Rücken der egoistisch handelnden Subjekte agiert. Aus einer Sünde wurde so eine Tugend. Wenn heute die Aktienkurse in den Keller rauschen, so reden die modernen Priester und Zeichenausleger von verlorenem Vertrauen der Anleger. Der Begriff ist als Grundlage der Geldwirtschaft, ihrer Triumphe wie ihrer Krisen, so geläufig, dass niemand mehr auf seine religiöse Gestimmtheit achtet.Vertrauen, Gottvertrauen, das war und hieß Glauben.

Daran hat sich nichts geändert. Nur die Inhalte des Glaubens haben gewechselt."



Als hätten sie die gleiche Religion, so vereint die Gläubigen über alle ideologischen und konfessionellen Schranken hinweg eines: das Geld. Das Geld ist der große, Universalität begründende Einheitsstifter der Menschheit, dem alle vertrauen. Geld - der allergewöhnlichste Abgott auf Erden (Martin Luther)








Los geht's: Mein pferdeloser Karren




Auch das ...ist ein Kunstwerk










Mein Heim















Meine persönlich Badeanstalt





Ich schwimme nicht, wenn ich fotografiere!






Wir Reichen zahlen übrigens liebend gerne Steuern, so lange wir über deren Verwendung bestimmen können und es so unsere Macht erhöht. Dafür bezahlen wir schließlich unsere Leute, und zwar nicht schlecht... es ist eine Art Schutzgeld, das wir doch gar nicht spüren, wenn wir mal ganz ehrlich sind.

Von Viel ist die Hälfte immer noch sehr viel; so lange Alle gleich viel zahlen, ist die Welt doch in Ordnung. Wuff.

Und wem das zuviel ist, der gehört eben nicht in unsere kleine, exklusive Welt... und tschüß!



Die Armen nicht so:


' No taxation without representation '

 "Keine Besteuerung ohne Vertretung"


... das war die Parole, mit der die Kolonien über dem Teich in den Krieg gegen ihre damaligen Ausbeuter zogen.

Im Übrigen kann man da auch das Gegenteil fordern...




Wer Steuern zahlt, hält sich eine Regierung.

Wer Steuergelder erhält, den hält sich die Regierung



You get what you pay for.





Wuff.





Nicht Geld, sondern ZEIT ist der Maßstab für Glück, denn Zeit ist nicht vermehrbar. Der tägliche Zeitverlust durch das Pendeln zu Arbeit ist einer der größten, wenn auch unbewußten Glückskiller überhaupt. Wie Zeitdruck allgemein. Weswegen auch Werbung einer der größten Glückskiller ist... Werbung sagt: "Ich brauche deine ZEIT! Nur eine Minute! Nur eine Minute!" - und das ist nicht verhandelbar:

I can't get no satisfaction
I can't get no satisfaction
'Cause I try and I try and I try and I try
I can't get no, I can't get no

When I'm drivin' in my car
And that man comes on the radio
He's tellin' me more and more
About some useless information
Supposed to fire my imagination

I can't get no, oh no no no
Hey hey hey, that's what I say

Das Belästigen einer maximalen Anzahl von Menschen für einen minimalen Effekt. Eigentlich -siehe Fernsehquote- geht es nur darum ständig im Gespräch zu bleiben und von anderen Dingen abzulenken. Es geht um Wachstumspropaganda.

Man kann ja unmöglich für jedes der Millionen und Abermillionen Produkte auf der Welt Reklame machen; und das rund um die Uhr. Die Zeit des Universums reicht dafür nicht aus, und sie würde die Aufmerksamkeit des Menschen bis zum Stillstand binden. Wuff.









Schönes wurde durch zuviel Konsum austauschbar. Den Menschen wurde beigebracht, sie könnten sich Glücklichsein kaufen. Die Welt ist nicht hektisch, es sind die Menschen, die hektisch sind - immer auf der Suche nach dem nächsten Kauf, immer auf der Suche nach dem Glück, das sie so nie finden. Man braucht dafür Ruhe. Für das Glück, für die Schönheit und erst recht für die Kunst. Und Ruhe kann man nicht kaufen; dafür gibt es keine Werbung.

Diese Erkenntnis war in der chinesischen Hochkultur schon vor Tausenden von Jahren bekannt. Heute ist sie leider vergessen worden.

Doch Abhilfe naht: The Artvertiser

Kannst du mich schmeichelnd je belügen, daß ich mir selbst gefallen mag, kannst du mich mit Genuß betrügen, das sei für mich der letzte Tag!


Man hat die Menschen befragt:

Am Anfang des menschlichen Lebens ist das Glück hoch, zwischen 30 und 35 Jahren sinkt es auf eine Minimum herab, dann steigt es wieder bis ins hohe Alter an. Warum wohl?









Mein Essen





Faust:

Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
So sei es gleich um mich getan!

Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
Daß ich mir selbst gefallen mag,
Kannst du mich mit Genuß betrügen -
Das sei für mich der letzte Tag!

Die Wette biet ich!








Mephistopheles:

Topp!

Faust:

Und Schlag auf Schlag!

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!

Dann mag die Totenglocke schallen,
Dann bist du deines Dienstes frei,
Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen,
Es sei die Zeit für mich vorbei!









Mephistopheles:

Bedenk es wohl, wir werden's nicht vergessen.

Faust:

Dazu hast du ein volles Recht;
Ich habe mich nicht freventlich vermessen.
Wie ich beharre, bin ich Knecht,
Ob dein, was frag ich, oder wessen.




Faust; Johann Wolfgang von Goethe, *28.08.1749, ? 22.03.1832


Aus "magst" ist "kannst" geworden.

So ist es richtig. kunst.


Wuff.




Die ewige Suche nach dem richtigen Ding, dem perfekten Moment, das nicht Akzeptieren der Schöpfung, also all' dessen, was ist, ist jedoch bereits der Triumph des Satan, das Einfangen der Seele, bis sie bettelt um die Erfüllung des Vertrages.

Sie ist die ewige Unbefriedigtheit, nichts würdigende Lieblosigkeit, sie ist Hass, Selbsthass, Menschenfeindlichkeit, Bitterkeit, Verknöcherung, das erzwungene Mittelmaß, ein Leben als Ausweichen vor dem Tod, der nicht kommen will. Bewegung im Stillstand aller Funktionen. Ein ewiges Leben ohne Veränderung. Das Leben eines Zombie.

Die Seele hat Satan ja schon, in dem Moment wo man auf ihn einläßt, wo man sie ihm verkauft - im Diesseits. Der Körper folgt. Der Glaube, der Teufel würde damit bis nach dem Tod warten, wo es einem egal sei - das ist eine Illusion, die er hervorruft. Er braucht die Seele jetzt, im Diesseits - um Neue einzufangen, mit weiteren Versprechungen, auch im Diesseits. Für das Jenseits verspricht er ja nichts, und die Menschen denken, damit haben sie einen Vertrag, mit dem sie leben können.

Is Nich. Wuff.


SATAN: Aramäisch: Der Beschuldiger, Lügner, Leugner. Einer der größten Lügen des Teufels ist nicht, die Menschen glauben zu machen, er existiere nicht - sie wollen ihn ja haben - sondern daß er hinter ihre Seele her ist. Die hat er schon, in dem Moment, wo sie von ihm besessen wird. Die Mensch glauben, ihn hereinlegen zu können, in dem sie die Rechnung offen lassen. Doch sie wurde bereits beglichen und wird jeden Tag aufs Neue weiter beglichen. Man stelle sich vor, einen Vertrag zu unterschreiben, in dem die hinterlegte Sicherheit bereits mit der Unterschrift vollständig in den Besitz des Beleihers übergeht. Was läßt einem das? Nichts.

Wer sich dem Teufel verschreibt, verliert seine Seele - und zwar sofort. Das zeigt sich dann im Gesicht dieser Menschen: Es wird zu einer untoten, Emotionen perfekt simulierenden Maske. Denn Manipulation ist das Einzige, was übrig bleibt, wenn man sich der UNordnung verschrieben hat, dem Ent-ordnen, dem "Chaos"; man muß dann zwangsläufig "werden wie Gott", um nicht daran zu Grunde zu gehen - ein Ding der Unmöglichkeit, weil kein System sich seine eigene Voraussetzungen schaffen kann.

Wer sich mit dem Satan einläßt, bekommt auf dieser Welt genau das, was er will. Und zwar GNA_DEN_LOS. Wobei es dem Bösen vollkommen egal ist, ob der so belieferte geschädigt wird, oder seien Umwelt: Hauptsache, es breitet sich aus. Das Böse interessiert sich für die Person nicht einmal genug, als daß sie als Person der Beachtung wert wäre, nicht einmal als Werkzeug. Schuldig oder unschuldig, das ist dem Bösen vollkommen gleichgültig. Höllenqualen entstehen eigenständig und ganz von alleine; und nur auf sie kommt es an. So breitet es sich immer mehr und weiter aus. Wuff.

Nichts verändert sich, und wenn man sich im Suff im teuersten Cabrio überschlägt, es hilft nichts. Der Vertrag betrifft die Zeit nicht nach, sondern VOR dem irdischen Tod. Der Satan arbeitet im Diesseits, in dieser Welt, vor dem Tod - ist eine weltliche Figur; er regiert den Tod im Leben und zieht ihn in die Länge, wie eine Katze, die mit der Maus spielt.

Deshalb ist der Tod einer gefangenen Seele auch keine Erlösung; nur das Ende. Wuff.


Denn der Teufel verkauft den Menschen Macht über etwas, das ihm gar nicht gehört. Und so bleibt den so bereits verlorenen Seelen nur der Weg, das, was auch ihnen nicht gehört, an andere Menschen immer weiter zu verkaufen, um sich so versuchen frei zu kaufen; doch das geht wiedum nicht, weil es, menschlich ausgedrückt, kriminell ist und mit jedem Weiterverkauf immer mehr Menschen in den Abgrund der jeweils eigenen Begierden und Fehler zieht; denn wer sich dem Teufel verschreibt, der vollkommenen Amoralität, tut das aus diesseitigen, materiellen Gründen, und das hat seinen Preis; und dieser Preis kann daraus nicht erwirtschaftet werden. Ein negatives, verneinendes System vergrößert sich, ohne jemals positiv werden zu können.

Reichtum und Macht über Andere kann man damit so gewinnen, aber sie bleiben Besitz; sie werden nie Eigentum. Sie funktionieren auch nicht, ohne den Preis immer wieder erneut einzufordern. Darauf läßt sich nichts aufbauen, und dieses Nichts an leeren, aber teuren Versprechungen erzeugt in den Betrogenen eine ebenso leere, rasende Wut, daß sie betrogen worden sind; daß alles ihres ist und doch nicht festgehalten werden kann. Daß sie genau das, was sie damit erreichen wollten, so niemals erreichen können, weil sie dessen Erreichen dadurch verhindern. Leid & Schrecken breiten sich so immer weiter aus, bei den Opfern, wie bei den Tätern und deren Helfern selbst.

Und je mehr sie damit zerstören, töten und verletzen, je mehr sie wüten, um so leerer und rasender wird diese jähzornige, unkontrollierbare Wut gegen alle Schwächeren, weil sich selbst in ihrer Schwäche verkauft haben und der Teufel sie betrügt. Das tut er immer. Wuff. Er hat nicht die Macht über die Dinge, die er verleiht, nur über die Seelen, die er damit kauft. Er tut nur so.

Der rasende Hass, diese rasende Wut darüber, daß etwas nicht so ist, wie man es will, ist deshalb satanisch; und das Wesentliche daran ist dessen Gegenwart- und Seinsbezogenheit. Alles muß jetzt! sofort! geschehen, weil morgen schon alles vorbei sein kann, und dann war alles umsonst. Wer die Ewigkeit negiert, hat nur noch die Gegenwart. Und die wird nicht einmal so lange halten wie man selbst.

Wer mit dem Teufel ißt, so heißt es, braucht einen langen Löffel. Wer sich einmal mit dem Teufel einläßt, den läßt er nicht mehr los.

Er ist dabei auf den Leib aus, auf die Seele vor dem Tod, nicht nach dem Tod. Da nützt sie ihm nichts mehr. Das holt er sich nach und nach; in der Unzufriedenheit liegt seine Waffe.


In der Freude über das, was ist, liegt dagegen die sog. "Christliche Botschaft".








Mein Kunstverein















Meine Kunstfotographie







Die Lochbildkamera


Bei der Lochbildkamera oder "Camera obscura" ("dunkler Kasten") handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um einen geschlossenen Kasten mit einer kleinen Öffnung ohne Linse, durch die das Licht auf die fotografische Platte fällt. Der besondere Reiz in den Aufnahmen liegt in der unbegrenzten Tiefenschärfe und der völligen Verzeichnungsfreiheit.

Bewegte Dinge, wie Autos, oder Fußgänger "verschwinden" durch die langen Belichtungszeiten. Die leichte Unschärfe, die Camera obscura- Bildern eigen ist, wird vom menschlichen Auge oft als angenehmer empfunden als die perfekte Detailwiedergabe großformatiger Fotoapparate. Die Lochkamerabilder wirken stimmungsvoller, sinnlicher.




Jetzt wißt ihr auch, liebe Kinder, wieso die frühen Postkarten mit Straßenaufnahmen von Städten und Dörfern immer menschenleer waren und deshalb so einladend. Der Fotograf stellte morgens seine Kamera hin und holte sie abends wieder ab. Wuff.

Tja, und die vielen hellen Flecken, die sich an einem sonnigen Tag im Schatten von Bäumen auf dem Boden abzeichnen, sind lauter kleine Abbildungen der Sonne, die sich durch kleine Lücken im Blattwerk dorthin projizieren.










Mein Müll





Vorher







Nachher













Mein Auto












Und meine Yacht












Dienstag, 1. August 2017

Kasseler Grillparty







Es gibt sie noch, die deutsche Willkommenskultur.

Zumindest gab es sie - in Kassel, wo ich begraben bin.



Laßt uns ein paar Beispiele durchgehen: Ja, ich habe Namen verändert.

Geheimtips sollten auch geheim bleiben. Wuff.

Auch vergangene! Wuff.










Kavriczs Fleischerei



Ein Metzgerei-Outlet an der Ausfallstraße. Touristenfalle; deutsch.

Versucht, ordentlich & prollfrei zu sein. Geht das? Ja! Darf das sein? Nein!

Deshalb kaufen, und schnell weg.








Hummel- Grill




Eine frühere Tankstelle, an der Durchgangsstraße; ein mythischer, transzendentaler Ort.

Eine Oase in der regennassen und sonnendurchglühten Wüste.

Hier findest Du immer etwas zu essen und zu trinken. Jeder ist willkommen. Immer.

Das Personal, aus fernen, fremden Ländern, driftet da genau so hindurch, wie es auch die einheimischen Gäste tun.

Und Einbrecher, die den Laden zwei Mal im Jahr verläßlich heimsuchen; denn die uralten Überwachungs-Kameras sind genau so kaputt wie die Gipsfigur an der Straße. Jeder weiß das; sie sind nur Tempelwächter. Auch die geringsten Brüder gehören dazu.



Setze dich, Fremder, zu den anderen Reisenden des Lebens und zu den Einheimischen; iß etwas, und betrachte das Deine, wie es langsam an Dir vorübertreibt. Die Zeit steht still.

Triff dabei auch hin und wieder geisterhaft auf Menschen, die Dir vor Jahren einmal begegneten, und denen du niemals wieder begegnen wolltest; ein letztes Mal, und winke ihnen zu. Sprich mit ihnen. Erst dann ist es vorbei. Endgültig.

Mögen noch die Archäologen was finden! Panta Rhei. Alles fließt. Auch der Durchgangsverkehr. Wanderer, fährst Du vorbei, vergiß nicht deinen Rückwärtsgang. Mögen Andere hupen. Es ist wichtig, daß Du da bist.

Jeder war schon einmal da, in diesem Fegefeuer, diesem Warteraum des Lebens, und niemand spricht davon, wenn er nicht darauf angesprochen wird. Ein Fegefeuer ist kein Osterfeuer.

Nun heißt er A Pollo und ist tot.

Das Leben zieht weiter.








Hammam- Grill



Genau.

Warm ist der Schoß der Familie.
Mutti (Große Schwester, Tochter) serviert.
Vati paßt auf und räumt ab.
Stammgäste. Zeitschriften lesen. Mittag Essen.
Relax, Fremder. Bring Zeit mit, denn auch hier steht sie still.


Laß' es dir schmecken.










Der "Bullen-Grill"


Fetttriefend.
Gefährlich.
Parkplatz.
Legende.





Krähen balgen sich auf der Straße um die Reste ihrer frittierten Kollegen. Oder sind es Hühner? Frittierte Hühner?!

Grillen? Wozu denn grillen? Ist doch viel schneller so.


Im Angebot: Tödliche Spießbratenbrötchen mit 100% Cholesteringehalt.

Die Regel: Angehörige der Sicherheitsorgane kriegen 30% Schwerstrabatt.


Das Pendant zur amerikanischen Doughnut-Station.

Geschlossen, wie so Vieles.













Andrea's Schlemmer-Stube /

Karin's und Günter's Imbiß-Treff



Willkommen im Prekariat

Meistens zu.


Weit draußen an einer Ausfallstraße, vergessen auf einem aufgelassenem Parkplatz, zwischen Bauschutt, Automaten-Verleih und Gebrauchtwagenhandel gelegen, umgeben von Fensterverkäufern, und uralten Reklametafeln für nicht mehr existierende Produkte, hat sie (oder er) zwischen langen, langen Leerständen zu oft den Besitzer gewechselt. Eröffnet hin und wieder mit einem solchen, neu.


Erwischt du mal einen dieser seltenen Monate, kehre ein und staune... denn Du bist der einzige Gast. Das Essen ist gut, und an den Wänden hängen Bilder von Reptilien fremder Länder; denn der Besitzer ist weit gereist und weht dich in die Geheimnisse der Terraristik und die Problematiken der Krokodilzucht am Nordpol ein. Höre ihm gut zu; denn auch er wird bald wieder weiter reisen. Weit fort.


Nun sind es Mann und Frau oder Bruder und Schwester oder wer weiß das schon so genau. Mit verbissener Fröhlichkeit und brutzelnden Platten kämpfen sie gegen die einsame, bittere Kälte da draußen. Die Portionen sind so umfangreich wie sie. Eine Spülmaschine gibt es nicht. Die Fenster sind beschlagen. Ein paar Tische und Stühle sind verteilt; dort sitzt ein alter, zerfließender Mann, hier ein zweiter, ausgemergelter, der von seiner adretten, wohlfrisierten älteren Tochter gefüttert wird. Wenn sie das denn ist. Doch wer weiß das schon.


Hier krallt sich der letzte Rest einer untergegangen Armee in den Boden.



Und an das Leben.



Eine Zukunft gibt es nicht mehr.

















"Die eng in die umgebende Natur eingebundene, dennoch gut sichtbare Lokalität lädt den hungrigen Reisenden schon von weitem ein. Vom Parkplatz ist man mit ein paar Schritten am Ort des Geschehens, der Besitzer nimmt die Gäste persönlich in Empfang. Der Speisesaal ist angenehm hell erleuchtet, das Menü erfreulich kurz, die Preise mäßig, die Auswahl an Getränken reichhaltig. Die Bedienung ist schnell und problemlos, die Toiletten sind in erreichbarer nähe; kurz, ein Erlebnis, das noch lange nachwirken wird"


---


Eine vergammelte, neonbeleuchtete Bier- und Frittenbude zwischen vollgesifften Büschen am Rande eines verdreckten Autobahnparkplatzes - und Diether Krebs als Restaurantkritiker (sinngemäß zitiert).













Wuff.



Inzwischen kann man in zwei Kilometern Umkreis kein halbes Grillhähnchen mehr bekommen; nur noch unter Lebensgefahr.

Alle anderen Buden sind geschlossen; nicht einmal die mobilen Bratereien von früher machen noch die Runde.


Niemand kauft das Zeug mehr.





Was machen sie nur mit all' den armen Hähnchen?




Sie werden nun ein noch kürzeres Leben haben...















Und nun, zu guter Letzt...










Ursprünglich sollten die drei Affen auf Mini - Fahrrädern durch ein Kaufhaus in Ost - China umherfahren. Doch stattdessen verprügelten sie ihren menschlichen Trainer, nachdem er einen von ihnen mit einem Stock geschlagen hatte. Einer der Affen zerrte den Dompteur an seinem Ohr, ein anderer riss ihm einige Haare aus und biss ihn in den Nacken, während der dritte den fallengelassenen Stock aufnahm und solange auf den Kopf des Mannes einschlug, bis der Stock zerbrach.



"Dann laßt sie Kuchen essen!" rief die Maitresse des Königs, als die Armen kein Brot mehr hatten. Das taten sie, und zwei Jahrhunderte später sind die Armen fett und die Reichen dünn.


Wuff.

Gesichtsmaske














Samstag, 1. Juli 2017

Weibsbilder




Verschiedene Frauen-Bilder

Menschenweibchen-Ikonographie



Was fehlt?

Die heutige




Mehr bleibt nicht übrig … als die Kopie der Kopie der Kopie über mehrere Systeme.



Andy Warhol & Roy Lichtenstein hatten recht.

  • Es ist doch immer noch so, daß die Leute das Abbild für die Wirklichkeit halten. Dabei handelt es sich jedoch nur um Lichtspiele, die darüber hinaus noch im eigenen Gehirn interpretiert werden müssen. Niemand weiß also, ob das, was es sieht, tatsächlich ist.




  • Es hat damit seine eigne Bewandtnis, da nur das Abbild einer Kopie dauerhaft bleibt. Ein Kranich begreift die Pyramiden nicht.




  • Was bleibt, ist das Abbild einer Kopie eines Abbildes.




https://gif1.mycdn.me/image?id=812549114353&t=45&plc=WEB&tkn=*owZTLc0avM5MTNQLoqPZcjSMa_4
Die vollkommene Sünde


Ein wenig früher geträumte Frauenemanzipation gefällig?




von Luise „Lulu“ Elisabeth
von Strauß und Torney


- und -

ein wenig Gothik
von derselben:




"Alle schönen Dinge gehören der gleichen Zeit an.
Nur der Schein trügt nie." Oscar Wilde


Wann immer man professionelle Fotografen fragt: Wirklich schöne Menschen, und das weltweit, gab es von etwa Ende der 50er bis Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Warum? Weil sie einerseits wieder auf sich achteten, andererseits noch keinem allgemeinen Schönheitsideal nachjagten; das gab es damals noch nicht.

So konnten selbst die einfachsten Menschen, Männchen wie Weibchen, von innen her leuchten wie nie zuvor und nie danach in hundert Jahren. Und jeder der Menschen war einzigartig. Danach zerflossen die Grenzen und sie begannen Idealen und anderen Chimären nachzujagen; die Körper zerflossen, und kamen unter die Messer, und auch die Geister verwirrten sich. Man kann nur schön sein, wenn man nicht weiß, was das ist, und es deshalb gar nicht erst versucht zu erreichen. Vor 1-3000 Jahren war das anders


Und noch etwas: Alle Versuche, auf Natürliche menschliche Schönheit zurückzugreifen, fallen immer wieder auf diesen Zeitraum zurück: langer Mantel, enge Hosen, hohe Stiefel, kurzer Rock, Pferdeschwanz. Man hatte ja nun die Nähmaschine. Und das wurde schon Jahrzehnte zuvor als Kleidungsideal in einer intergalaktischen Phantasiewelt der Menschen vorhergezeichnet.


Und noch etwas Anderes: Geh' nicht vorbei von Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo ist ein verdammter Soul-Titel. Der Junge wußte Bescheid und ist immer noch ein Meister der Artistischen Beleidigung. Wie ja auch Du liebst nur Einmal. Man achte einmal auf die Bläser! Und hier der Beweis


Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt... daß der Höhepunkt der Komplexität, Harmonie und Dynamik in der Populärmusik -tadaaaah!- ebenfalls in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts lag. So.


Das mußte einmal gesagt werden. Wuff.



https://www.eventsoja.com/de/kassel/e6260296


quid priuata domus, quid fecerit Eppia, curas?
respice riuales diuorum, Claudius audi
quae tulerit. dormire uirum cum senserat uxor,
sumere nocturnos meretrix Augusta cucullos
ausa Palatino et tegetem praeferre cubili
linquebat comite ancilla non amplius una.
sed nigrum flauo crinem abscondente galero
intrauit calidum ueteri centone lupanar
et cellam uacuam atque suam; tunc nuda papillis
prostitit auratis titulum mentita Lyciscae
ostenditque tuum, generose Britannice, uentrem.
excepit blanda intrantis atque aera poposcit.
[continueque iacens cunctorum absorbuit ictus.]
mox lenone suas iam dimittente puellas
tristis abit, et quod potuit tamen ultima cellam
clausit, adhuc ardens rigidae tentigine uoluae,
et lassata uiris necdum satiata recessit,
obscurisque genis turpis fumoque lucernae
foeda lupanaris tulit ad puluinar odorem.
hippomanes carmenque loquar coctumque uenenum
priuignoque datum? faciunt grauiora coactae
imperio sexus minimumque libidine peccant.


Juvenal - Messalina - Satire VI




Caeli, Lesbia nostra, Lesbia illa,

illa Lesbia, quam Catullus unam
plus quam se atque suos amavit omnes,
nunc in quadriviis et angiportis
glubit magnanimi Remi nepotes.




Der Gang der Dinge


"Kurz nachdem die British Red Cross Service Teams Bergen-Belsen erreicht hatten, kam auch eine große Ladung Lippenstifte an. Das war überhaupt nicht, was wir benötigten; uns fehlten tausend andere Dinge sehr dringend, und ich weiß nicht, wer Lippenstifte angefordert hatte. Ich gäbe etwas darum, herauszufinden, wer sie bestellte: Es war eine geniale Tat, schlichtweg brillant.

Ich glaube, nichts half den Internierten mehr als diese Lippenstifte. Frauen lagen ohne Nachthemd in Betten ohne Laken, aber mit roten Lippen. Sie liefen umher mit nichts als einer Decke über ihren Schultern, aber mit roten Lippen. Ich sah eine tote Frau, aufgebahrt auf dem Sterbebett, die in ihren Händen einen Lippenstift umklammert hielt. Verstehen Sie, was ich meine? Endlich hatte jemand etwas getan, um sie wieder zu Individuen zu machen. Sie waren jemand - nicht länger bloß eine eintätowierte Nummer.

Endlich konnten sie sich wieder für ihre Erscheinung interessieren - diese Lippenstifte gaben ihnen ihre Menschlichkeit wieder.
"

Lieutenant-Colonel M. W. Gonin, Kommandeur der britischen Sanitätseinheit, die ab April 45 für die Versorgung und Evakuierung der Kranken verantwortlich war.





https://www.pinterest.de/pin/245305510927050333/



Und Wuff!



Die große Welle vor Kanagawa


Eine der bekanntesten Ikonographien überhaupt; sie veränderte nach einer Ausstellung in Paris die Malerei in ganz Europa (und später den USA), war aber selbst erst möglich, nachdem die Farbe Preußisch Blau in Japan eingeführt wurde. So vertrackt ist die Welt...




Und wie gesagt, der Bodensatz
mag für ewig unten sein,
doch der Abschaum
immer oben.