Dienstag, 17. März 2009

Absatzkrise



Le Real Wirtschaft



Es wird nun behauptet, die Krise greife jetzt auf die Realwirtschaft über. Das ist nicht ganz richtig; man könnte auch sagen, sie kommt aus der Realwirtschaft: Es gibt in Zukunft weniger Öl.

Wir produzieren zu viel und das Falsche. So wie zu viel Geld produziert und in immer größeren Containern um die Welt geschippert wurde, so geschah es auch mit Ware.

Autos, die nicht mehr gebraucht werden. Und zwar weltweit. Die Menschen haben schneller als ihre Regierungen begriffen, daß es wenig Sinn macht, Autos zu kaufen, die man in Zukunft nicht mehr fahren kann. Mehr noch: Instinktiv haben sie verstanden, daß ein Großteil des Autofahrens nur zum Wohle des Autos geschieht, und um in der Autobau- und Zulieferer- Industrie zu arbeiten; und daß es da einen break-even-point gibt - und zwar nach unten, an dem die Kosten des Autos den Nutzen übersteigen.

 Wie Paoli sagt: ein Teil der Arbeit wird zu nichts anderem verwandt, als um mehr Arbeit zu ermöglichen; oder in diesem Kontext: ein Teil des Öles wird verbrannt, um mehr Öl verbrennen zu können. Das ist nicht neu: schon im steinzeitlichen Alaska wurde, einer Untersuchung zufolge, ein Großteil der geschossenen Rentiere oder Elche an die Schlittenhunde verfüttert, um eben diese jagen zu können; jedenfalls sobald die Leute weit reichende Gewehre in die Finger bekamen (von diesen verantwortlich gemacht für den plötzlichen Rückgang des Bestandes wurde natürlich der böse Wolf, der eigentlich die Prärie-Nager mit ihrem Krankheitspotential kurzhielt, wie diese Studie ebenfalls ergab).

Vielleicht brauchen die Menschen, zumindest hier, keine neuen Autos mehr; sie können sie eh nicht mehr betreiben. Und WO sie herumstehen, ist letztendlich egal. Hat jemand schon die Halden in Afghanistan gesehen? Es ist auch egal, ob das Geld zur Produktion, Lagerung und Zerstörung von Autos den Leuten direkt oder indirekt aus der Tasche gezogen wird. Es kommt auf die Notwendigkeiten der Bilanz an. Das gleiche gilt, mutatis mutandis, für ihre Immobilien.

Erstgeborenenrecht und Linsengericht


Die Dinge haben einen Bremsweg, Vor- und Nachlaufzeiten. Diese sind manchmal recht lang, über eine Generation. Und sie geraten dann in Vergessenheit, wenn sie nicht tradiert, oder wenn sie falsch tradiert werden. Woraufhin natürlich die selben Fehler zwangsläufig noch einmal gemacht werden. Und bei Wesen, die, wie Menschen, lange leben, ist auch eine Generation eine lang Zeit... und die Zeit der wiederholten Fehler ebenso lang. Fehler kann man nicht einfach so beseitigen. Ein abgeholzter Wald, der fehlt, wird auch durch die Erkenntnis des Fehlens nicht am nächsten Tag wieder vorhanden sein; sondern leider erst 30 Jahre nach Erkenntnis und Behebung des Fehlers. Und wurde auch die Erde davongetragen, so dauert es womöglich sogar 30 000 Jahre. Die Menschen glauben, man kann Fehler wie Fahrfehler im Auto mit sofortiger Wirkung korrigieren. Versucht das mal in einem Öltanker, oder wenn der Unfall durch den Fahrfehler bereits geschehen ist. Der Mensch kann Bäume nicht erzeugen.

Früher wurden solche Erkenntnisse in Sagen und Mythen und später in Religionen tradiert, und das Meiste gilt heute noch, auch wenn es für Wanderhirten und -bauern geschrieben wurde. Zum Beispiel war fast überall auf der Welt der Wucher verboten; nicht etwa aus moralischen Gründen, sondern aus praktischen: er bringt jedes Wirtschaftssystem zum erliegen. Und Wucher beginnt fast weltweit überall bei etwa 20%; das ist so die Grenze dessen, was aus einem System, bereits weit jenseits aller echten Rentabilität, gepreßt werden kann, bevor es abgewürgt wird. Und welche Rendite verlangten die Kapitalanleger wenige Wochen vor dem Zusammenbruch der Banken? 25%.

Als der sagenhafte Herkules vor 3000 Jahren die Hydra durch Niederbrennen des Waldes bekämpfte, sagte man damit, daß die Quellen im Tal nur dann im Sommer Wasser liefern, wenn die Wälder über ihnen nicht zu Holzkohle verarbeitet werden - und sperrte diese für die Öffentlichkeit, indem man sie dem Schreckens-Gott Pan widmete. Man wußte Bescheid... heute heißt ein solcher Wald "catchment-area" (Wassereinzugsgebiet) und wird zum Naturpark erklärt.

All das ist seit dem letzten Großen Krieg bekannt, wurde von dieser Versammlung in Rom veröffentlicht und von seltsamen grünen Parteien in Angriff genommen. Es ist fast schon langweilig. Vorsichtsmaßnahmen sind immer langweilig.

Eigentlich braucht heute jeder Mensch - möglichst früh in seinem Leben - nur drei Bücher gelesen zu haben: Schöne neue Welt von Aldous Huxley, Farm der Tiere und 1984 von George Orwell. In diesen drei schmalen Bänden ist die gesamte Welt der Moderne konzentriert, alles vor vielen Jahrzehnten niedergeschrieben. Und niemand liest sie. Ist ja auch unangenehm. In ihnen ist kein Optimismus weit und breit zu finden. Sicher, man kann sich nebenher auch noch mit Lloyd deMause und Lévi-Strauss amüsieren, Lem, Dickens, den Schwestern Brontë, Saint-Exupéry und und vielen Anderen mehr. Aber das sind Randerscheinungen. Früher las man dazu die Bibel oder andere religiöse Schriften, in denen die Regeln das Zusammenlebens beschrieben werden, zum Beispiel die Geschichte von dem Erstgeborenenrecht und Linsengericht; nur decken diese in Zeiten der Industrialisierung und Ölförderung nicht mehr alles Notwendige ab. Wenn die Menschen allerdings sich lieber mit Trivialitäten vollstopfen und blind durch's Leben taumeln wollen... dann dürfen sie sich eben nicht wundern. Tun sie dann aber doch. Oh Wunder.

Es gab einmal, im vorigen Jahrhundert, kurzzeitig eine wissenschaftliche Verbindung von Ökologie und "risk assessment"- Risiko-Abschätzung. Das wurde aber schnell wieder eingestellt bzw. nur noch leise und unter Ausschluß der Öffentlichkeit betrieben. Zuviel Negativität, zuviel Pessimismus. Statt dessen wurde öffentlich brüllend in den blinden Optimismus gerannt - alles, was nur irgendwie eine "Chance" auf irgend etwas zu bieten schien, mußte angenommen werden - und zwar von Gesetzes wegen. Daß "a game of chance" ein (von allen Religionen verbotenes) Glücksspiel bedeutet, wurde den blinden Optimisten erst klar, als sie anfingen vom "Kasino-Kapitalismus" und "Zockerei" zu reden - im Nachhinein, nachdem es schief gegangen war. Wer so eine Fluggesellschaft betreiben würde oder eine Ölplattform, oder auch nur Häuser bauen, hätte bald keine Kunden mehr. Sie wären tot. Das vorsichtige, ja ängstliche ("konservative") Abschätzen von Risiken und das Einbauen von doppelten Sicherungs-Mechanismen ("failsafe", versagenssicher) läßt Vierhundert-Tonnen-Flugzeuge sicher fliegen, die Golden Gate Brücke bis heute stehen, Menschen vom Mond zurückkommen, und was weiß ich was sonst noch alles. Es schadet nichts. Im Gegenteil. Es nützt. Es ermöglicht.

"Menschliches Versagen" ist es nämlich auch dann, wenn der Mensch ein versagendes Maschinenteil konstruiert hat.

Wer Fehler nicht erkennt, ist gezwungen, sie zu wiederholen.

 
Oder so ähnlich.

Immerhin taucht das Wort "Überproduktion" inzwischen schon mal auf und das Lob auf das Zurückfahren derselben, inklusive Verringerung der täglichen Warenproduktion, um die Krise zu meistern. Allerdings so leise, daß diese Ansage im Internet, das doch sonst alles weiß, auch Tage später nirgendwo zu finden ist - Erinnerungen an 1929 werden wach. Ach, jahhh... damals war auch wirklich viel los.

Was einen als niederes Lebewesen doch sehr wundert: Eine erwartete Verringerung der Produktion um nur 5% hat in einem der reichsten Länder dieser Welt anscheinend katastrophale Folgen auf dem Finanzsektor... seltsam...

Die Menschen fürchten sich vor einer Rezession, vor 6% weniger. 6% weniger von was? Waren? Die können sie locker verkraften, vor allem wenn es die umlaufenden 6% an Killefit, Schund und Tinnef sind. Im Gegenteil: das hält die Lager sauber. Ach ja, die haben sie ja nicht mehr... Aber 6% weniger Inlandsflüge wären auch nicht zu verachten...

Nein, 6% weniger Geld in ihren Bilanzen, davor fürchten sie sich. Und zwar zu recht. Das verkraften sie nicht; diese Bilanzen sind darauf nicht eingerichtet. Sie sollten es aber schleunigst werden, da es von nun an mangels Öl jedes Jahr konstant 2% weniger Waren und Geld geben wird. Wenn alles gut geht.

Die Börsen, wie bereits gesagt, nehmen das nur vorweg. Die "Finanzkrise" ist nur der Ausdruck dessen, daß die Menschen es zwanzig Jahre lang versäumt haben, ihre Bilanzen auf die unausweichliche Rezession der wirtschaftlichen Leistung nach Peak Oil vorzubereiten und statt dessen, finanztechnisch gesehen, an der Spitze der Förderkurve vom eigenen Schwung getragen am Steuer verkrampft weiter gerade aus nach oben fahren zu wollen. Im Grunde genommen trat die eigentliche "Finanzkrise" bereits vor mindestens zwanzig Jahren ein (wie gesagt, die Börsen rechnet auf 30 Jahre voraus...), und der untaugliche Versuch zu ihrer Beherrschung war eine maßlose Aufblähung des Geldvolumens, um wenigstens die Illusion künftigen Wachstums aufrechtzuerhalten. Das Zurückstürzen auf den Boden der Tatsachen wird ihnen nun sehr weh tun.

Wuff.

Andererseits gibt es die in Zeiten immer knapper werdenden Öls ebenfalls geradezu alberne Ansicht, es gäbe weltweit eine Überproduktion von Solarmodulen. Die kann es unter diesen Umständen gar nicht geben... Die Begriffe der Finanzwelt beziehen sich eben wie immer auf eine Scheinwelt. Hier wäre eigentlich ein Investitionsbedarf ohne Ende. Ein Autobahnbau mit Sinn, mit realem ROI statt ein weiteres Instrument für den Energieverbrauch.

Nur: Wird die Wichtigkeit von Landfläche für Solarenergie die Welt re- feudalisieren, oder verhindert die notwendige Technisierung gerade dieses?

Fragen über Fragen.


Wuff.


Sonntag, 22. Februar 2009

Fool's Gold, Falschgeld, Narrengold



Geld arbeitet nicht.



In gewisser Weise ist die "Finanzkrise" die Strafe Gottes für all' jene Abweichler, die vom christlichen Glauben abgefallen sind und entgegen allen Beteuerungen lieber in Geld investierten als in Menschen. Weil ihr Geld doch arbeiten muß. Obwohl das noch nie jemand beobachtet hat... Das Resultat sind faule Kredite. Die liegen einfach nur so herum. Und müssen jetzt in eine extra Bank ausgelagert werden, wo sie auf Kosten der Allgemeinheit ausgelöst werden sollen. Faule Kredite sind faules Geld. Verbrennen will man sie ja nicht, in einem Fegefeuer der Eitelkeiten... obwohl das richtig wäre; denn eitel bedeutet hohl, leer, wertlos. Eine Fege-Feuer nach einem Kehraus: Müllverbrennung. Tja, das kommt davon, wenn man sich selbst und anderen nicht mehr traut. Baal, Mammon und die anderen alten Gottheiten sind nun einmal rachsüchtig und bösartig. Ihr habt für euer Geld gearbeitet? Eben.

Daß "die Banken einander kein Geld mehr leihen wollen" wie es zuerst hieß, liegt daran, daß sie genau wissen, daß da keins ist - nur daß das jetzt eben Alle wissen. Das hat ja gerade die Krise verursacht, daß sie einander nicht vorhandenes Geld geliehen haben. Wechselreiterei nannte man das zu meiner Zeit und es war auch zu meiner Zeit noch verboten... Wer allerdings eine Deutsche Pfandbriefanstalt in mehreren Schritten auf krummen Wegen in eine windige und nichtssagende "Hypo Real Estate" umwandeln läßt mit Sitz in Irland, Island, Ausland, wer weiß schon wo genau, der braucht sich nicht anschließend zu wundern, daß auch das Geld weg ist. Die Einzelheiten dieses Betruges sind dabei höchstens vom technischen Interesse und unwichtig. Natürlich werden genau diese verbreitet und diskutiert, um von dem fröhlich weitergehenden Betrug abzulenken. Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Soll das jetzt wieder an uns gelegen haben?


Wuff!


Na schön, also gut: Wechselreiterei. Leihst du mir Geld, dann leih ich es dir zurück, und wir verdienen beide prächtig an den Zinsen! Daß sich dabei das Kapital in Wohlgefallen und Zinsen auflöst, wissen alle, die sich an die Anfänge vor 20, 30 Jahren erinnern: das Schrubben der Anlegerkonten durch Börsenmakler durch ständiges Kaufen und Verkaufen von Aktien, bis sich das Geld auf dem Konto vollständig in Gebühren und Courtage umgewandelt hatte. Das Schöne war doch: Diese Arbeit erledigte ein Computer automatisch und innerhalb weniger Tage. Man brauchte nur einen zu schröpfenden, möglichst dummen und gierigen "Geldgeber". Die eigene Arbeit bestand darin, diesen zu ködern und zur Überweisung der Penunze zu veranlassen.

Das Geld wurde auch nicht in einem "Kasino" "verspielt", wie immer behauptet wird - dann hätte es ja jemand, dem man es wegnehmen könnte. Es wurde vielmehr "vermehrt" - genau so wie man es den Leuten versprochen hatte.

Und auf welchen Wegen das künstlich vermehrte Geld in das System , also auch zum ursprünglichen Anleger, zurückgeschleust wurde, spielt keine Rolle. Aber das es x-fach zurückgegeben wurde, zeigt sich ja gerade daran, daß es zum allergrößten Teil immer noch in den Kellern der Banken herumliegt und nur nicht ausgegeben werden darf.

Irgendwann, gegen Ende des letzten Jahrhunderts, gab's die Doofen nicht mehr, weil alle arm und schlau geworden waren und die Masche sich bei den potentiellen neuen Opfern herumgesprochen hatte... man erfand halt etwas neues. Und das Wunderschöne an dem neuen System war nun, daß man nun noch nicht einmal diese ursprünglichen "Geldgeber" brauchte, da das Geld durch den gegenseitigen Kredit (10.000 für diesen kunstvoll gedrechselten Aschenbecher...) im Vorgriff von selber entstand, und nun erst jetzt, in der Krise, im Nachhinein und gezwungenermaßen durch völlig unbeteiligte und ungefragte Steuerzahler eingeschossen wird.

Und jetzt wollen die Kleinanleger ihr Geld zurück. Vom Staat, von den Steuerzahlern, also von sich selbst. Eben wollten sie es noch geben - im Grunde ihre Arbeit. Welche Arbeit? Welches Geld? Das, was sie umsonst haben wollten? Das war die erste Idee, damals bei der telekom. Ich habe einen Anrecht auf einen Gewinn! Ja, so funktionieren die Kaffee-Fahrten, immer noch, und deren Gewinne sind auch sehr, sehr teuer.

Dabei haben die Banken mit ihren ungesicherten Krediten auf eine als glorreich definierte Zukunft den Ausbruch der Wirtschafts-Krise um etwa 20 Jahre hinausgezögert. Und darum, nur darum, haben sie alle, alle mitgemacht...

Oder wollen sie etwa das Geld, was sie dafür hergegeben haben? Das ist jetzt das Neue: 'Ich will mein Geld zurück!' Gut, bei Maggie Thatcher hat das funktioniert; sie war Staatschefin und hatte das Öl der Nordsee zur Verfügung. Sie konnte erpressen. Und man wollte damals wohl das große Geheimnis des großen Spiels noch nicht verraten: Da ist nämlich gar kein Geld. Da war niemals und nirgendwo Geld. Deshalb kann es auch nicht zurückgezahlt werden. Es gibt gar keinen Dagobert-Duck-Geldspeicher in Regierungshänden, so wie Einige es immer noch vermuten. Und wenn da einer stünde, dann wäre er leer. Mehr als das: die Regierungen sind bereits bis zum Anschlag verschuldet. Euer Geld, das haben wir wieder eingesammelt, damit dieser Wahrheit genüge getan wird. Recycling nennt man das, ganz ernsthaft - beispielsweise das "Recyclen der Petro-Dollars" - wer das mal nachlesen will. Euer Geld ist unser Geld. Und dafür gibt es nur so lange etwas, wie es etwas dafür gibt. Und ihr, ihr wart euer Geld einfach nicht wert; versucht doch mal, es auszugeben. Ihr werdet es sehen: Die Preise steigen. Das nennt man Marktgeschehen.

Das alles gilt natürlich nur statistisch und nicht individuell. Niemand braucht sich angesprochen zu fühlen! Ach, übrigens, die Wahre Erkenntnis, die Apokalypse, steht uns allen noch bevor. Denn, so heißt es doch bis heute jedes Mal, 'Alles ist noch viel schlimmer als bisher angenommen!' - nein, eigentlich nur viel übler als bisher zugegeben.

Zuerst ging es um Bankenrettung: Rettet die Banken. Da ist mein Geld drauf! Nun erschallt der Ruf: "Rettet Menschen statt Banken!" Gemeint ist: Das finanzielle Einkommen der Menschen. Das Falschgeld auf den Banken, das zur Zeit vom Staat durch Steuergelder ersetzt wird, gehört aber auch jemandem - möglicherweise als Pensionsfonds denen, die da schreien, es möge nicht gerettet werden. Oder meinen sie etwa: Beides soll aus von ihnen selbst erhobenen Steuern ersetzt werden? Wollen sie sich ihr Erspartes noch einmal bezahlen, und künftig auch ihr Einkommen?


Es ist schon merkwürdig, wenn Unternehmen, die etwas produzieren, das Geld für ihre Produkte nicht mehr von ihren Kunden erhalten, weil keiner diese Produkte kaufen will oder kann - zumindest nicht zu dem Preis, den sie nun einmal in ihrer Herstellung kosten. Die Unternehmen erwirtschaften kein Geld mehr, sondern betteln darum. Sie möchten das Geld nicht als Einnahmen aus Verkäufen, sondern als "Kredit" erhalten.

Oder vom "Staat". Wie übrigens auch die Arbeitnehmer laut den Gewerkschaftsreden vom 1. Mai 2009 (und seit der Agenda 2010 sowieso). Der Staat- das sind sie alle. Hat der real existierende Sozialismus also doch gewonnen?

Und jetzt rennen sie genau jenen anonymen ausländischen "Investoren" hinterher, denen sie -ob zu Recht oder nicht- die Schuld an der soeben stattgefundenen Pleite in die Schuhe schieben. Das Szenario erinnert unschwer an alte Goon-Show- und Donald-Duck-Satiren. Gestern noch wüteten sie gegen den Ausbeuter, heute flehen sie darum, in der Ausbeutung nicht vernachlässigt zu werden.


Wuff.


Kredit bedeutet doch: Ich glaube daran, daß Du mir eines Tages das Geld plus Zinsen zurückgibst... Und wenn ich es dann nicht tue...? Tja... fang mich doch. Was sich Als "Finanzkrise" darstellt, ist auch ein Finanzkrieg: Es kommt immer darauf an, wer wem was wegnehmen kann.

Investoren wollen Geld nicht geben, sondern holen - was gerne vergessen wird. Kredit also, und auf welchen zukünftigen Gewinn, bitte? Keinen; denn was die Leute heute nicht kaufen, kaufen sie morgen auch nicht, weil sie morgen noch weniger Geld - weniger Öl - haben werden als heute. Genau deshalb erhalten die Produktionsfirmen von den Banken keinen Kredit. Also möchten sie die Gelder aus der Erhebung von Steuern bekommen, also von denjenigen, die sich ihre Produkte eben nicht kaufen, und zwar ohne daß diese ihre Produkte erhalten - oder zumindest nur einige von ihnen. Ein merkwürdiges System des Zwangskaufs und ein Ausdruck dessen, daß viel zuviel von allem da ist - jedenfalls hier.
Außer Öl. Das hat man ja bei der Herstellung dieses Überflusses verbrannt. Gäbe es ein Bedürfnis nach diesen Produkten, wo man sie sich leisten kann, dann gäbe es auch einen zu ihrer Herstellung notwendigen Kredit.

Das gilt, wohlgemerkt, schon in der Steinzeit. Dort, in der Kalahari, sind es Freundschaftsbänder und Amulette: Du schuldest mir noch einen Gefallen. Das neue Wort heißt Absatzkrise: Die Menschen werden ihre Produkte, ihre Gefallen nicht mehr los...

Eines der schönsten Sätze ist: Wenn das nun alle machen würden!


Tja.


Dann wären wir wohl alle wieder in der Steinzeit, wie immer, wenn ALLE das selbe tun wollen. Es reicht ja offensichtlich schon, wenn zu viele das selbe tun wollen.

Kredit! Kredit! Kredit! Kredit!


Sie schreien an der Kasse nach Kredit wie Kinder nach Süßigkeiten. Das Neueste auf dem Banken Kredit zu geben, die diese an die Käufer von Autos weitergeben sollen, damit diese Bürger mit diesem Steuerzahler- oder Bürgerkredit Autos kaufen können, deren Produktion ebenfalls erst über Steuerzahlerkredit finanziert werden soll. Und warum? "Weil so viele Arbeitsplätze daran hängen".
Gebiet ist, daß die Steuerzahler - also alle Bürger, auch die zukünftigen - Kredite aufnehmen sollen, um den

Der Kredit zur Produktion von Waren dient also unter Anderem dazu, den Produzenten der Ware ihre Löhne zu finanzieren, damit diese aus ihrem kreditfinanzierten Lohn eben jene kreditfinanzierte Waren kaufen, die sie produzieren; und wenn der kreditfinanzierte Lohn dazu nicht ausreicht - und das tut er nicht, weil das Geld aus fremden Ländern fehlt - dann gibt es einen vom Steuerzahler kreditfinanzierten Kredit von der kreditfinanzierten Bank dazu.

Die Sparkassen nehmen wir da mal aus; die scheinen tatsächlich noch mit dem Ersparten der Leute zu arbeiten. Noch. Eine Bank oder Kasse, übrigens auch eine Kranken- oder Pensionskasse, ist, das haben die meisten Menschen inzwischen wohl vergessen, etwas, wo man etwas einzahlt - und nicht, wo man herausnimmt, was nicht drin ist, und einen Schuldschein hinterlegt. Oder diesen angeblich woanders hinterlegen ließ.

Ist das nun freie Marktwirtschaft, oder schon der Endsieg des Kommunismus? Die Deutsche Demokratische Republik hat doch gewonnen? Es spricht so einiges dafür. Aber das kommt halt davon, wenn in den Bilanzen der Unternehmen Kredite auf der Haben-Seite verbucht werden dürfen. Nicht jedoch, das sei hier einmal vermerkt, bei den Verbrauchern dieser Ware. Das vergessen diese inzwischen auch ganz gerne, was wahrscheinlich von der blöden Idee der "Ich-AG" herrührt - oder dahinführt.

Doch insgesamt macht das System irgendwie Sinn: Der Kredit für die Produktion wird mit Krediten für die Verbraucher bezahlt.

So werden, wie überall, die Schulden, die bei der Produktion aufgenommen werden, mit diesen Produkten an die Endverbraucher der Produkte weitergereicht; und so wird, so ganz nebenbei, auch die Luft aus der Finanzblase in die Realwirtschaft, und damit in die Kassen der Bürger gedrückt.

Und das bei vollem Bewußtsein: Jeder weiß, daß die Bürger der USA ihre Privatschulden nicht mehr bezahlen können und sie die Hypotheken für ihre Häuser auf Privatkredit finanziert haben. Nun solle das auch für Europäer geltend gemacht werden.


Es standen hierzulande, vor nicht allzu langer Zeit, einige Bankangestellte vor Gericht, weil sie Kredite an Zahlungsunfähige vergeben hatten. Sie taten es nur bevor das Vergeben von Krediten an Zahlungsunfähige gesetzlich erlaubt und geboten wurde.

Am Ende bleiben die Endverbraucher auf den eigenfinanzierten Krediten sitzen, denn sie können sie ja nicht weitergeben. Oder doch? An ihre Nachkommen zum Beispiel? Ewige, steigende Schuldknechtschaft ist die unausweichliche Folge...


Denn Abhängige sind nicht frei. Und damit ihre Abhängigkeit auch spürbar und wirksam wird, werden so ganz nebenbei, und nicht nur hierzulande, über die gerade noch rechtzeitig fertig gewordene Hartz-Gesetzgebung ("Agenda 2010"!) so an die 25% der Wahlbevölkerung direkt oder indirekt vom staatlichen Wohlwollen abhängig gemacht, indem sie wiederum etwa 25% ihres Lohnes direkt oder indirekt von der eigenen Regierung als Almosen erhalten- bei eigenem Wohlverhalten, versteht sich. Andere Länder fanden ähnliche Lösungen.

Schön ist dabei, daß sie diese Almosen über die staatliche Verschuldung und Kreditaufnahme ja selber finanzieren, und so sie sie auch noch zurückzahlen müssen... was sie nicht können werden. So sitzen die Widerhaken fest im Fleisch... 25% sind eine feine, billige Sperrminorität; gerade nicht so viel, daß eine Mehrheit in Widerstand geraten könnte; aber dennoch genug, um unliebsame Abweichungen vom vorgesehene Pfade der Tugend zu unterbinden.

Pferden zum Beispiel legt man zu diesem Behufe einen Eisenklotz in den Unterkiefer und sticht ihnen in die Seite. Uns Hunden legt man Stacheln um den Kehlkopf. Man schlägt uns und sie mit Peitschen. Wenn ich es richtig sehe, machen die Menschen das inzwischen untereinander auch, und führen sich das gegenseitig als neue Freiheit vor. Was ist denn schon dabei?

So werden nach und nach die Errungenschaften der Bürgerlichen Revolution, die ja auch das Recht auf privates Eigentum und die Verfügungsgewalt über eigenes Geld gegenüber meinem Herren durchsetzte, mit diesem Blödsinn vertändelt. Das Gefährliche daran ist, daß solche Probleme am Ende mit Gewalt und Ungerechtigkeit gelöst werden. Wir hatten das doch schon... Schade, daß die Menschen das bereits nach einer Generation immer vergessen.


Wuff.


Steuern und Subventionen, das sollten sie inzwischen wissen, sind allgemein gesehen weder Gewinn noch Verlust, sondern Umverteilung; sie sollten notwendige Gemeinschaftsaufgaben finanzieren. Ebensowenig kann es ein Versagen der Banken in einer Wirtschaftskrise geben, in der es offensichtlich keine Gewinner gibt. Das Versagen lag in dem Versuch der Menschen, Gewinn ohne Verlust zu schaffen. Eine win-win Situation gibt es nun einmal nicht, und das nicht nur wegen des Anglizismus.Wenn alle, die auf so etwas spekuliert haben, verlieren, ist das nicht ungerecht, sondern unbarmherzige Realität.

Denn real verlieren sie nichts; sie erhalten nur nicht die vom Himmel herab versprochenen Gewinne. Was es nicht gibt, kann auch nicht verteilt werden.

Wäre es anders, könnten gleichzeitig alle Menschen, und der Staat, also noch einmal alle Menschen, durch gemeinsames Lottospielen reich werden.


Na also.


Das Schöne am Lotto ist doch, daß der unausweichliche Verlust von 50-100% beim Einzahlen sofort abgebucht wird!


Wuff.

 

Geldmacherei - Falschmünzerei


"Mein Geld ist nicht weg, es hat nur ein Anderer!"

'Geld verschwindet nicht, Geld wechselt immer nur den Besitzer' - diese alte Kaufmannsweisheit gilt natürlich nur bei konstanter Geldmenge.

Was aber die letzten Jahrzehnte geschehen ist, als sich das Problem begann abzuzeichnen - das Problem, daß man auf Grund des zurückgehenden Öls die Produktion nicht noch weiter erhöhen oder verbilligen konnte - es begann die Falschmünzerei.

In alten Zeiten mischte man minderwertiges Metall unter Silber und Gold und erhöhte so die Geldmenge bei fallendem Wert. Mit der Einführung der Banknoten begann man eben diese nachzudrucken, innerhalb und außerhalb der staatlich beauftragten Geldmanufakturen, und mischte sie unter die bereits vorhandenen, mit dem gleichen Effekt. Heute, nach der Einführung der Kredit-Wirtschaft, vergibt man Kredite über den Rahmen des Eigenkapitals heraus.

Der Effekt ist wieder der gleiche: Es wird Geld gemacht, wo vorher keines war. Die Geldmenge wird erhöht, bei notwendig gleichzeitiger Entwertung. Auch hierbei wird , wie bei den alten Noten- und Münzfälschern, gefälschtes Geld mit realem vermischt und weitergegeben, und für gefälschtes Geld wird reales entgegengenommen, gegebenenfalls mit einem Abschlag. Gutes Geld gab ich für schlechtes, Gold gab ich für Eisen, das ist die Geschichte vom vermeintlichen Hans im Glück.

Der englische Begriff für Aufpumpen, insbesondere mit Luft, ist Inflation.

Also frage ich, so Pater Braun, wo versteckt ein weiser Mann ein Blatt? In einem Wald. Und wo versteckt ein weiser Mann eine Leiche? Auf einem Schlachtfeld. Wohl gemerkt solche, die nie gefunden werden sollen.

Die Fälscher selber wissen natürlich sehr genau, welches Geld wertvoller ist als das ihre: immer das, das sie bekommen. Da aber auch dieses Geld durch die Vermischung mit ihrem gefälschtem immer wertloser wird, muß immer mehr Geld "gemacht werden"- und das immer schneller; nur um der eigenen Fälscherei davonzulaufen. Früher nannte man das "die Notenpresse anwerfen"; heute vergibt man überbewertete Kredite und nennt es "Rendite". Warum nicht mal einen Aschenbecher mit 10000 bewerten? Wer weiß, vielleicht bringt er einmal soviel? Wer alte italienische Filme kennt, weiß das. Man kann in ihnen diesen Prozess bei der Lira beobachten.


Wuff.


Es ist, wie es scheint, bereits zu viel Geld im Umlauf - vielleicht 10 bis 100 mal, gar bis 1000 mal soviel wie notwendig. Es besäße dann nur noch ein Zehntel oder Hundertstel bis ein Tausendstel seines nominalen Wertes. Vertrauen in die Finanzmärkte erzeugt nur, wer dieses Geld zerstört; nicht wer noch mehr Geld durch Kredite schafft - es sei denn, diese neuen Kredite ersetzen die alten (und enteignet so die alten Gläubiger/ Vermögenden). Eigentlich die Unvermögenden.

So oder so, bis auf ein Zehntel bis ein Hundertstel wären damit alle monetären Vermögen - und das bedeutet auch monetären Ansprüche - verloren. Unser alter verbündeter, die Türkei, hat es gerade vorgemacht. Warum sieht da nur keiner hin?


Wuff.


"Wirf nie gutes Geld schlechtem hinterher" - noch so eine alte Kaufmannsweisheit.

Nun ja, es gibt ehrenwerte Berufe, und solche, die sie ausüben; und es gibt ehrlose Schlitzohren, denen man früher den Zunftring aus dem Ohr gerissen hatte. Schön, daß sich heute Verbrechererbanden als "Ehrenwert" bezeichnen lassen...

Wer hat die Geldfälscherei erlaubt? Und wer hat sie veranlaßt?

Das wäre noch zu fragen...



Wuff.

Dienstag, 13. Januar 2009

Der Tanz






5 Kochveranstaltungen die Woche im Fernsehen, das ist der Tanz auf dem Vulkan.



Manche Menschen werden lange glauben, das zeitliche Zusammenfallen von "Piek Öl"* und "Finanzkrise" 2008 sei ein reiner und bösartiger Zufall. Es gibt aber keine Zufälle, nur Zusammenhänge, die wir noch nicht kennen.


(*"Peak Oil", wie die Amerikaner sagen, ist die historisch höchstmögliche jährliche Fördermenge an Erdöl)



Sie werden darauf hinweisen, daß es ja noch genügend Erdöl gibt, und daß der Preis ja sogar gefallen ist. Das ist alles richtig. Es ist ja auch noch Geld da, in rauhen Mengen. Es kann nur nicht mehr angelegt werden, weil es keine profitable Zukunft mehr gibt; nicht einmal im Ölgeschäft. Die Börse wettet auf die Zukunft, nicht auf die Gegenwart, und zwar auf die nächsten 30 Jahre. Das ist für dreißigjährigen Menschen ein überschaubarer Zeitraum: Es ist die Investition in ihre eigene Altersversorgung.

Und da ist ohne Erdöl kein Wachstum mehr möglich. Vorerst jedenfalls. Da hilft es auch nichts, wie man sieht, sämtliche Regeln außer Kraft zu setzen und den Zins auf Null zu senken. Der Zins ist Null und war es schon längst. Es wurde damit nur die Realität in Zahlen gefaßt. Er wird es bleiben. [Verdienstvollerweise weniger grausam hier dargestellt]

Auf dem Scheitelpunkt einer Kurve ist die Tangente waagerecht; sie hat die Steigung Null. Danach wird die Steigung - oder die Steigerung, wenn man will - negativ. Der Zins fällt real unter Null - egal was man in die Bücher zu schreiben versucht. Und schon ab jetzt gelten ganz neue Regeln. Sie müssen allerdings noch schnell geschrieben werden; und zwar so bald wie möglich, um die Zeit der Anarchie möglichst kurz und schmerzlos zu halten. Fliegen heißt Landen, wie es so schön heißt; wer fliegen will, muß landen können. Dazu gehört auch eine negatives Wachstum, Schrumpfen, Verlust - alles Dinge, die im herrschenden Wirtschaftssystem nicht positiv bilanziert werden können. Es folgt das berühmte Heulen und Zähneklappern nach der Offenbarung am Ende einer Ära, wenn der Schleier der Selbsttäuschung gehoben wird und die vier Apokalyptischen Reiter sichtbar werden: Gerechtigkeit, Krieg, Mangel, und Tod und Verderben. Manchmal heißen sie auch Armut, Krieg, Tod und Seuche. Aber es ist kein Zufall, daß sie immer gemeinsam über die Lande reiten.


Wuff.

Flüssiges Gold: flüssiges Geld


In einer schönen Zusammenfassung in dem obigen, inzwischen verschollenen Papier beschreiben Experten den Zusammenhang wie folgt:


http://www.klima-allianz.ch/blog/mythen-auf-den-grund-gehen Ist das moderne Bankwesensystem von billigem Öl völlig abhängig?


Die Antwort ist Ja!

Das globale finanzielle System ist völlig abhängig von einer konstanten Zunahme des Öl- und Erdgasverbrauchs. Wie wir bereits erklärten, hängen alle modernen ökonomische Aktivitäten, angefangen mit Nahrungsmitteltransport bis zur industrieller Produktion ab vom Ölverbrauch. Geld ist tatsächlich ein Symbol für Öl und Gas. Der Kolumnist Robert Wise bemerkte einmal:


Obwohl es nicht mathematisch ist, ist es dennoch wahr: Geld = Energie. Der wahre Reichtum ist die brauchbare Energie. Es kann mit Treibstoff, Arbeit oder jedem anderen Produkt geändert werden, hergestellt durch menschliche Bemühung oder von Maschinen, die Benzin verwenden. Die wahren Kosten reflektieren die Energiekosten, die benötigt werden, etwas zu machen: Der wirkliche Wert reflektiert die Energie, die verbraucht wurde, um etwas zu herzustellen. Fast alle Arbeit der Weltwirtschaft -alle industriellen Produktion, Gebäudebauten und der Transport- wird mit Hilfe der Energie aus fossilen Treibstoffen geleistet. Die Arbeit aus physischer Bemühung der Menschen ist winzig im Vergleich. So gehört der Löwenanteil vom Weltreichtum den Öl- und Erdgas- Ressourcen.


Wie Dr. Colin Campbell in "Die finanziellen Folgen des Ölgipfels (Peak Oil)" beschrieb, ist das andauernde Wachstum der Weltwirtschaft nur möglich, wenn der Ölverbrauch wachsen kann:


Es wird offensichtlich, daß die Finanzwelt inzwischen begann, die Realität vom "Erreichen des Höchststandes beim Öl" zu akzeptieren, was gleichzeitig die Hälfte des "Ölzeitalters" beendet. Sie akzeptierte die Tatsache, daß die Banken ihre Kapital bis dahin dadurch schufen, daß sie sich mehr borgten, als sie auf ihren eigenen Konten hatten, in Zuversicht auf das von der Energie aufrechterhaltenen folgenden Wirtschaftswachstums, basierend auf billigem Öl. Der Rückgang des Öls, des Hauptantriebs des Wirtschaftswachstums, unterhöhlt jedoch die Gültigkeit dieser Politik, und bestimmt so den Zusammenbruch der Börsenwerte.


Solange noch das Öl der Schlüssel des "Wirtschaftswachstums" ist, spricht Dr. Campbell von der Notwendigkeit, daß Menschen, Geschäftsleute und Regierungen ihren Schulden bezahlen, um nicht in den Bankrott zu geraten, sobald die Ressourcen abzunehmen beginnen. In demselben Ton schreibt der ökonomische Analyst John La Grou in seinen Bericht, den "Ölgipfel" betreffend:

Das Soll erfordert ein Wirtschaftswachstum proportional der Größe der Schulden. Heute haben die industrialisierten Schulden den höchsten Wert in "echten Dollars" in der menschliche Geschichte. Die privaten Schulden, die Schulden der Industrie und die staatlich Schulden - alle sind auf dem höchsten jemals festgestellten Stand und nehmen zu an Hand einiger hoher Zinssätze. Daher müßte das Niveau des Wirtschaftswachstums, um solche Schulden aufrecht erhalten zu können, auch äußerst hoch sein.

Die Verbindungen zwischen der Versorgung mit Öl und dem finanziellen System werden von den mit dem "Ölgipfel" befaßten Leuten übersehen oder ignoriert. Tatsächlich aber sind diese Dinge außerordentlich einfach: Wenn Sie ein Darlehen aufnehmen, erwarten Sie, daß Sie zukünftig mehr Geld haben werden, als Sie jetzt haben, und wenn auch nur dafür, das Darlehen zurückzuzahlen, und die entsprechenden Zinssätze! Aber, wie wir früher erklärten, ist das Geld nicht mehr als ein Symbol für Öl. Also, wenn Sie heute ein Darlehen aufnehmen, erwarten Sie -ob das nun passiert oder nicht- daß es in Zukunft mehr Öl gibt als Heute. Aber wenn dies nicht geschieht, wenn die Geld-/Ölressourcen weniger sein werden als jetzt, wenn Sie Ihre Schulden bezahlen müssen - dann werden Sie nicht in der Lage sein, Ihre Schulden zu bezahlen.


Soweit dazu.


Na denn!


Man kann es natürlich noch schneller verbrauchen, um noch für kurze Zeit Wirtschaftswachstum zu erzeugen und damit das Bankensystem vor dem Kollaps zu retten - auf Kosten der Dauer und der Zukunft, natürlich. Denn endlos sind die Ölreserven ja auf keinen Fall.

Wohlgemerkt: es geht hier nicht um den Zank um Einzelheiten, obwohl bereits das Maximum und damit auch unausweichlich der anschließende Rückgang der Erdölförderung auf dem nationalen Territorium der USA mit bemerkenswerter Präzision im Jahre 1956 auf das Jahr 1971 vorausgesagt wurde.

Auch global peak oil, das globale Ölfördermaximum - das bei gleichbleibendem oder gar steigendem Ölverbrauch unabänderlich eintreten muß, da das Erdöl Jahrmillionen zu seiner Bildung braucht, aber nur wenigen Jahrzehnte oder Jahrhunderte zu seiner Vernichtung,  - wurde recht präzise auf etwa das Jahr 2008 vorherberechnet. Würden die fossilen Energieträger nicht wesentlich konzentrierter sein als alles, was der Planet zeitgleich, "in Echtzeit", wie es ja heute heißt, so hergibt, nun, so bräuchte man sie ja nicht.

Es geht auch nicht um die möglichen Lösungen, oder um die Frage, ob das Ende der Welt gekommen sei. Gekommen ist der Anfang vom Ende der heutigen Welt. Es geht um die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Finanzwelt. Und die sind -bis heute- nun einmal auf eine ständige steigende Zufuhr an Energie angewiesen. Vielmehr: sie sind darauf ausgerichtet.

Denn Energie ist Geld, und Geld ist Energie. Und wir haben die Auswirkung von Peak Oil lokal schon einmal beobachten dürfen, bei der ebenfalls vorherberechneten Bankrottierung des Sowjetischen Imperiums, das ebenso lautlos in sich zusammenbrach wie andere zuvor, nachdem deren Ölförderung 1987 ihren Höchststand erreichte. Der Zusammenhang gilt nämlich für alle Wirtschaftssysteme.


Der Rest ist Geschichte


Versucht man nun, das System künstlich im Scheitelpunkt der Kurve zu halten, kann man aus der Vergangenheit nicht mehr extrapolieren. Das System wird in seinen Reaktionen erratisch und unberechenbar. Mathematisch gesehen tritt chaotisches Verhalten ein. Vor allem aber wird die reale Bilanz sofort negativ, weil es mehr kostet, das Finanz- und Wirtschaftssystem dort zu halten, als dieses abwirft. Es sackt durch- im günstigsten Fall.

Beim Fliegen nennt man das Überziehen, beim Auto Übersteuern. Lenkt man nicht ein, wie es die alte deutsche Sprache so schön formuliert, gerät die Steuerung außer Kontrolle. Die Kurve, die mit Gewalt unterdrückt wurde, wird ruckartig wieder erreicht. Man wird das schon in der nächsten Zeit beobachten können.

So ganz nebenbei: Erdöl wird nicht nur zur Energiegewinnung und damit zur Profiterzeugung genutzt, sondern ist, wie zuvor und immer noch die Kohle, auch Rohstoff. Und das Ausweichen auf Kohle nutzt auch nichts, denn peak coal ist ebenfalls bereits erreicht.

Auch andere Rohstoffe gehen zur Neige oder sind vielleicht bereits zur Neige gegangen.1972 berechnete der Club of Rome das voraussichtliche Ende der bekannten Rohstoffquellen und die Unmöglichkeit, den heutigen Verbrauch aufrechtzuerhalten. Zum einen sei auf dem ganzen Planeten von bestimmten Ressourcen nicht genügend vorhanden, zweitens würden sich Rohstoffquellen und -lager irgendwann erschöpfen. Daran ist nicht zu rütteln; auch wenn diese sich in geologischen Zeiträumen, das heißt Jahrmillionen, wieder erneuern, so beutet der Mensch sie schneller aus als sie sich wieder füllen - in wenigen Jahrzehnten.

Und wiederverwerten lassen sich streng genommen nur anorganische Materialien, das heißt Metalle; alle organischen, ja schon die amorphen Stoffe wie Glas werden nicht "recycled" sondern bestenfalls degradiert: sie durchlaufen eine Kette immer schlechterer Produkte und landen wie alles schließlich doch in der Umwelt, aus der sie einst kamen. Im Übrigen ist auch "recyclen" nicht umsonst: Es kostet Energie, die danach unwiederbringlich verschwunden ist. Energie läßt sich nicht recyclen.

Es geht darüber hinaus aber auch um die negative Auswirkungen des Tuns der Menschen. Und das nicht zum ersten Mal. Das Buch "Der Stumme Frühling" (Silent Spring, 1962) von Rachel Carson bewirkte zwar ein (mehr oder weniger weltweites) Verbot des DDT, aber dessen Auswirkungen auf das Tierreich sind bis heute zu spüren. Und Molina und Rowland beschreiben 1974 sehr präzise die "Ozonloch" genannte Wirkung der gängigen Kühlmittel auf die Atmosphäre - lange bevor diese Eintrafen. Sie traten anschließend genau so und genau dann ein, und es hat sich trotz (reichlich spät) erfolgendem FCKW-Verbot noch nicht wieder geschlossen.


Der Rest ist wissenschaftliche Routine.


Was soll also der Zank der bezahlten Berufsoptimisten um ein oder zwei Jahre oder die zweite Stelle hinter dem Komma? Natürlich, ohne Optimismus würde niemand ein Schiff besteigen oder auch nur morgens aufstehen. Und diejenigen Optimisten, die ihren eigenen Vision folgen, sind mutige und ehrenwerte Menschen. Gäbe es mehr davon, gäbe es allerdings auch weniger Optimisten. Wie jemand sagte, ist die Menschheit gerade dabei, ihr Auto über die Klippe zu fahren, und sich zu fragen, was sie da gerade machen. Immerin dauert eine Menschengeneration 30-60 Jahre.

Es ist also wohl nicht so sehr die Frage, ob ein Ereignis dieses oder nächstes Jahr eintritt, sondern ob in dieser oder in der nächsten Generation, wenn die Verursacher bereits tot sind - also, ob man selber noch davonkommt. Umstritten ist ja schließlich alles, was man bestreitet oder leugnet.

In der Zwischenzeit führt nach Meinung einiger Experten der Zwang, "negative Erfahrungen zu mißachten, die Schwierigkeiten bei der Lösung größerer Probleme herunterzuspielen und viel Wert auf positives Denken legen" bei den davon betroffenen zu einer schweren Persönlichkeitsstörung - was ja auch keine Wunder wäre... positives Denken ist kindliches Denken. Auch Kinder beschweren sich nicht, sondern gewöhnen sich an Alles... es ist ein weiteres Zeichen der gerade stattfindenden Selbst- Infantilisierung der Menschen. Optimismus ist Feigheit!


Wie sehr dieses System auf ständiges "Wachstum", d. h. auf ständige Steigerung der Energiezufuhr, angewiesen ist, um seine Bilanzen fahren zu können (man muß schon fast sagen: angewiesen war), zeigt sich darin, daß es jedesmal sofort stehen bleibt, wenn das Wachstum ausbleibt - und zwar endgültig. Und dafür ist es, anders als zyklische oder beständige vorindustrielle Systeme, nicht eingerichtet.

Zum Vergleich: 1937 hatte die Kohle-Förderung in England den Höhepunkt erreicht: Peak Coal GB. Die Kriegsflotten aller Länder wurden auf Öl umgestellt, ebenso der die Logistik der Heere (von Eisenbahn zu Lastwagen). Der Erste Weltkrieg 1914-1918 war bereits ein Streit um die Kohlegruben Europas - und teilweise um jene dieser Welt in Küstennähe, welche die zivilen und militärischen Dampfschiffe betrieben. Der Zweite bereits eins um die Ölfelder.

Wer zur See weiter mit Kohle fuhr (erkennbar an der schwarzen Rauchfahne) wurde versenkt (oder versenkte sich, wie ein Großteil der Deutschen Flotte in beiden Weltkriegen, selbst; ein etwas kindischer Schachzug, während es die Angelsachsen gewohnt waren, versenkte Schiffe zu heben und wieder in den Dienst zu stellen). Und das hiesige Heer fuhr (vergeblich) mit seinen Panzern die Ölspur ab von den versiegenden Quellen in Deutschland über den Balkan und Nordafrika in Richtung Baku und Bagdad.

Anschließend versank auch das Britische Weltreich in der eigenen Verschuldung. Es hatte, unter Anderem, im mittleren Osten und in Ostindien den Zugang zum Öl verloren. Wenn man so will, ein später Erfolg der Achsenmächte.

Ach ja, die Goldenen Zwanziger des vorigen Jahrhunderts: der erste Tanz auf dem Vulkan. Eigentlich schon der zweite. Couplets, gewagte Schlager, Striptease, Kabarett, gewagte Bilder, überall Gesang und Tanz, eine Unmenge von Schriftstellern und Reklame überall. Er endete schlagartig durch eine Finanz- mit anschließender Wirtschaftskrise mit folgendem Weltkrieg, der das System wieder auf Null stellte; moderne Kriege, so sagte jemand, seien der "Reset"-Knopf der Wirtschaft - und das ist ganz konkret so.

Heute sind es endlose Comedy-Shows, Dauerparty mit zwanghafter Fröhlichkeit und Dauergejohle, "public Viewing"- was soll eigentlich diese Fremdsprache den Menschen sagen? Das ist sowieso nichts für euch? Und fünf Kochsendungen die Woche im Fernsehen (wobei die Hälfte der dort zubereiteten Nahrung bereits selber aus Erdöl besteht - ungefähr so viel, wie gleichzeitig in ihre Autos gekippt wird), "Erotik" überall, Casting-Shows, jeder will singen und tanzen und reden oder schreiben, weil es nichts Anderes mehr zu tun gibt - und weil fast jeder Mensch mit dieesen Fähigkeiten -nicht unbedingt Talenten- geboren wurde.

Und die, die sonst nichts können, essen einfach bis zum Erbrechen und übergeben sich öffentlich, wie in der Spätrömischen Dekadenz.


Römische Dekadenz - Wikipedia
Mehr nackte Menschenfrauen auf die Bühne!

Klein-Kunst eben und Dauer-Amüsement. Wenn so etwas die Menschen amüsiert - oder wenigstens ihnen die Zeit vergehen läßt. Nicht endend wollende Reklame für Sachen, die niemand will und niemand braucht. Auch das gab es damals schon. Dazu die ständige rüpelhafte Aufforderung durch grinsköpfige Menschen, doch einmal wieder zu lachen; das sei doch so gesund.

Was sie da vorführen ist, womöglich, eher das Gelächter von Irren, der Verzweiflung und der Langeweile. Es ist alles nur eine wenig kindischer als damals - oder 'kindischa_' in der heutigen Konnotation; damals hätte es 'kindischerr' geheißen. Bzw. gemessen daran... vor 100 Jahren... sammer scho wieder so weit.

Der mir daher nicht ganz unbekannte Eindruck, von Irren, bestenfalls von Irrenden in der Regierung zeigt sich, unter Anderem, in dem Versuch, den Absturz zu verhindern, ach was, hinauszuzögern, indem man eine zu Neige gehende Ressource - billiges Öl - schneller verbraucht. Dieser Eindruck wird verstärkt durch folgende Aussagen, die häufig zeitnah fallen:

  • Das Klima wird wärmer! Dreht die Ölhähne auf!
  • Die Umwelt muß geschont werden! Wir brauchen mehr Wachstum!
  • Trinkwasser ist ein kostbares Gut! Wascht eure Joghurtbecher, bevor ihr sie wegwerft!

Und so weiter.


Gut, wenn sie sich die Augen verschließen und noch einmal kräftig auf die Pauke hauen wollen... auch die Römer feierten Orgien und gingen ins den Zirkus, heute gibt es die entsprechenden Krawallsendungen im Fernsehen. Vermutlich wollen die Menschen einfach nur wegsehen, bevor es sie selber erwischt. Ablenkung. Es geht ihnen tatsächlich zu gut, und das wissen sie.

Sie können diesen Zustand nicht halten. Nach den biblischen sieben fetten Jahren kommen nun die sieben mageren Jahre. Und "sieben Jahre" beschreiben in der Bibel nur höchst vage einen längeren Zeitraum. Und Fett bedeutet Erdöl.

Denn was sollen eigentlich die ständigen Wirtschaftsmitteilungen in den Medien bewirken? Die, die es wissen sollten, brauchen sie nicht, und die, die es betrifft, nutzen sie nichts. Es beeinflußt sie nur als eine Art Gehirnwäsche, wie es scheint. Nur läßt sich die Realität nicht von Worten beeindrucken.

Es ist vielmehr umgekehrt:


http://www.passionsspiele.at/der-totentanz-von-alois-lippl-theaterauffuehrung-maerz-2010/Die Bilder von Heute sind die Ereignisse von Morgen; das gilt, wie man festgestellt hat, auch für die Worte von heute.

Diejenigen, die das wissen, versuchen, durch öffentliches plazieren von Worten wie "Kauflaune" und "Optimistisch" das Bild zu verfälschen, und verfolgen diejenigen, die darauf nicht hereinfallen wollen, als Ketzer und Häretiker. Sie versuchen es mit Psychologie und behaupten, diese sei das Blut der Wirtschaft.

Was sie damit eigentlich meinen, ist die Manipulation von Börsenkursen zu ihrem Vorteil über die öffentlichen Medien. Diese Falschmünzerei geht jedoch schief, da sich die Realität nun mal nicht von Blendern beeindrucken läßt. Höchstens die so vom medialen Licht und Lärm Geblendeten und Betäubten.

Aber auch das ändert an den Tatsachen nichts; es ermöglicht den Räubern nur die ungehinderte Flucht mitsamt der Beute. Denn diese bleibt verschwunden, auch wenn die Piraten ihre Schiffe versenken und die Mannschaft sich in alle vier Winde zerstreut. Die Investmentbanken haben sich aufgelöst, die Mitarbeiter ihre Habseligkeiten in Pappkartons nach Hause getragen. Und das Geld ist "weg".


Früher hat man den Schatz auf Inseln vergraben, deren Ort durch verwirrende Angaben verschleiert und Mitwisser mundtot gemacht. Und was macht man heute? Man schreibt Bücher. Das sind die neuen Schatzkarten.


Wuff.


"Wenn es einen Weg zum Besseren gibt, beginnt er mit einem vollen Blick auf das Schlimmste." - Thomas Hardy


www.totentanz-online.de/tagungen/Presse/Pressemappe-Duesseldorf.pdf


Dienstag, 23. Dezember 2008

Alle tragen Schwarz



Vorab-Veröffentlichungen sind ja heute Mode... niemand will mehr warten können.

Und seit der Krise tragen alle Schwarz...


Also dann, ich fand letztens Teile der geplanten Neujahrsrede der Kanzlerin 2008/2009.

Es war wohl ein erster Versuch.


Hier ist sie:



Meine lieben Genossen und Mitbürger! Wir haben den Wendepunkt erreicht. Es wird nicht wie es war. Von nun an wird es weniger und weniger geben, Jahr für Jahr, für Alle. Das ist die neue Gerechtigkeit.

Wir stehen heute am Grabe unserer Zukunft, die wir nach zwanzig Jahren Tiefschlaf verloren. Und so kleiden sich, wie Ihnen wohl aufgefallen sein wird, seit der Krise im Oktober 2008 sämtliche Vertreter des Volkes, meine ausländischen Kollegen und ich, wie auch die Verkünder der Nachrichten, nur noch in tiefes, feierliches, monotones Schwarz, aus Scham, Reue und tiefem Entsetzen; und wir werden darin nicht nachlassen. Denn vor uns liegt ein neues, dunkles Jahrtausend. Wir stehen auf dem Gipfel; wohin wir uns wenden, vor uns liegt das Tal. Von nun an geht's bergab.

Wir müssen den Glühbirnen entsagen und wieder Fackeln anzünden. Das Eis geht zurück, die Meeresspiegel steigen, die Ufer kommen uns entgegen. Bringen wir die Arbeitsplätze wieder zu den Menschen und bekämpfen wir den internationalen Tourismus mit allen Mitteln. Machen wir Autos zu Gewächshäusern und Flugzeuge zu Grundschulen!

(Papier raschelt, Aufzeichnung bricht ab)

Eingewickelt war das Band in zwei Jahre alte Zeitungsartikel der WELT, 2006 :

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Wissenschaft--Ahnungslose_TV_Experten.html

Im_Gegenteil--Mord_durch_Wachstum.html

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Ob sie sich das wohl traut? Nein. Ich glaube nicht. Erst "Nach der Wahl"
Es erinnert sie wohl auch irgendwie an ihre Jugend...


Aber es stimmt: Sie tragen seit der "Finanzkrise" Alle tiefes, tiefes Schwarz, wohl weil sie wissen oder ahnen, daß es keine "Konjunkturkrise" ist und deshalb auch nicht mit geplanten Programmen behoben werden kann. Man kann diese nicht mehr durch spätere Steigerung der Energiezufuhr bezahlen; er wird keine geben, denn es wird keine geben können. Das war ja der Motor dessen, was sie "Wachstum" nannten: Die ständige Steigerung der Energiezufuhr.

Wer am meisten Energie verbrauchte, war Sieger.

Jetzt kann die Energiezufuhr nicht mehr gesteigert werden, und das System bleibt stehen. Wie ein gestrandeter, verkeilter Wal kann es sich aus dieser Situation nicht befreien, weil es nur vorwärts, nicht aber rückwärts schwimmen kann.

So brach schon einmal ein System (fast) lautlos in sich zusammen:

Das Imperium Romanum.



Es hatte die Küsten des Mittelmeeres entwaldet. Sieben hundert Jahre lang weideten danach die Ziegen auf dem Capitol.


Die Experten wissen immer so lange gut Bescheid, wie es gut geht.

Das tue ich auch.


Wuff.


Aber nun, meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich einen Besseren zitieren:

Denn neben der WELT schrieb auch ein gewisser Thomas Hoof bereits in seinen "Hausnachrichten" im Herbst 2006 :

- Die Natur ist anscheinend "gelagert" und hat einen Schwerpunkt, aus dem sie nicht zu kippen ist. Und die Kraft, die da nach eigener Logik ordnet, zuläßt, zurückweist und weitertreibt, läßt, wie es scheint, zwar eine Zeitlang mit sich spielen, aber nicht wirklich mit sich spaßen.



Und im Sommer 2007 in dem

manufactum Hausnachrichten_Sommer_2007_Nachtrag

- und es lohnt sich, diese Datei zu holen! -


Folgendes:



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Aus den abgrundtiefen "Schuldenlöchern" der Staaten quellen seit Jahrzehnten wahre Springfluten an Liquidität und unterspülen die realwirtschaftlichen Fundamente; ein "crash" dieses Kartenhauses ist nicht mehr nur möglich, sondern eher wahrscheinlich, und die Folgen für die derzeitigen weltwirtschaftlichen Strukturen werden heftig sein.

Und die These, daß wir energetisch vor einer weiteren Epochenwende stehen, ist (im Gegensatz zu derjenigen von der Klimakatastrophe) kein Kassandra- Ruf, sondern ein Adam- Riese- Urteil. Das Zeitalter "Jenseits des Öls" kommt nicht erst nach der Förderung des letzten Tropfens, sondern es setzt sehr heftig ein, wenn das Ölfördermaximum erreicht ist und die Nachfrage das physisch mögliche Angebot dauerhaft übersteigt. Und dabei ist allenfalls noch diskussionswürdig, ob dies in 2,10 oder 25 Jahren der Fall sein wird.

Die letzten 30 Jahre boten u. a. ja auch eine eher deprimierende Casting- Show zahlreicher energetischer Hoffnungsträger. Zur Zeit ist gerade die "Biomasse" auf der Bühne, bei deren gefälliger Darbietung einer ganz und gar grünen Zukunft man sich aber des Umstands erinnern sollte, daß die Produktion von Biomasse, wo sie planvoll und feldmäßig erfolgt, schon derzeit, da sie lediglich unsere Mägen (und nicht unsere Kraftstofftanks) füllt, eine völlig ölabhängige Veranstaltung ist. Und nach der Biomasse kommen nur noch die Öl- Schiefer- Träume, in denen unter Einsatz gigantischer Mengen an Frischwasser und chemischer Lösungsmittel ganzen Gebirgen ihr Anteil an 10 bis 15 Prozent Öl abgepreßt wird.10) Aber das ist ja nur der letzte Pinselstrich zu einem Schreckensgemälde, auf dem ein Schwerstabhängiger mit irrem Blick seine verwüstete Welt darauf durchmustert, aus welchem ihrer Bestandteile sich noch ein Schlückchen Alkohol vergären ließe.

Das Ende des in den 60er Jahren losbrechenden Ölzeitalters ist seit 1975 relativ exakt prognostiziert worden, und es wäre immer an fünf Fingern abzuzählen gewesen, wenn nicht alle zehn gebraucht worden wären, um Ohr und Auge zuzuhalten.

Die politische Verdrängung dieser anstehenden Epochenwende ist eines der erstaunlichsten Phänomene der Weltgeschichte. Es gibt keinerlei politisches Konzept, es gibt nicht einmal die mindeste materielle Vorsorge für diese grundstürzende Situation. Die rat- , ziel- und orientierungslose Politik ist weiterhin dabei, mit einer neoliberalen Strukturpolitik und einer irgendwie "zeitgemäßen" Gesellschaftspolitik die wenigen tragenden und allenfalls krisenfesten Strukturen aufzulösen - von der Familie über die Landwirtschaft bis zum industriellen Mittelstand. Und sie setzt ansonsten offenbar darauf, daß eine immer neuen Katastrophenszenarien ausgesetzte und darüber in Schreckstarre und Apathie verfallene Bevölkerung im Krisenfall nicht auf die Barrikaden geht.

Was eigentlich nötig wäre, ist jede Ermunterung von Tatkraft, Eigenverantwortung, lokaler und regionaler Selbsthilfe sowie Krisenvorsorge und die Stabilisierung und der Ausbau aller subsistenzwirtschaftlichen Strukturen auf den unteren Ebenen. Stattdessen erzählt man den Menschen, daß sich von der einen Seite die Nordsee und von der anderen die Sahara ihren Wohnstätten näherten und sie deshalb gefälligst Ihre Standby- Schaltungen außer Betrieb nehmen, ihre Glühbirnen wechseln, sich auf höhere Steuern einstellen und ansonsten die Ratschlüsse der in der Welt herumjettenden Klimatechnokraten abwarten sollen.*


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Nochmal: Aus den abgrundtiefen "Schuldenlöchern" der Staaten quellen seit Jahrzehnten wahre Springfluten an Liquidität und unterspülen die realwirtschaftlichen Fundamente; ein "crash" dieses Kartenhauses ist nicht mehr nur möglich, sondern eher wahrscheinlich, und die Folgen für die derzeitigen weltwirtschaftlichen Strukturen werden heftig sein.

Ganz recht: Schulden bedeuten Liquidität, Schulden sind Geld. Und einer der Wenigen, die begriffen hatten, daß ein Staat ohne Schulden nicht auskommen kann, wenn er Geld und eine Währung haben will - sie müssen immer nur so genau wie möglich der momentanen Wirtschaftskraft des Landes entsprechen; alles andere wäre Inflation oder Deflation - war dieser Ronald Reagan, wie einer seiner Berater später in einem Interview voll eigener Verständnislosigkeit ("Wollten wir die Schulden nicht auf null bringen, Sir?" "Nein, ich denke, sie haben jetzt das richtige Ausmaß für ein Land unserer Größe und Wirtschaftskraft") offenbarte.

Wuff.

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Austrocknung und Niederschlag
Idealisierte zirkulare Strömung
* Was übrigens stimmt. Erwärmt sich die Erde, dann ist es nicht unbedingt gesagt, daß die breiter werden, d. h. daß sie sich nach Süden wie nach Norden ausdehnen; es kann durchaus sein, daß der Tropengürtel breiter wird, und sich vom Äquator nach Süden wie nach Norden ausdehnt, und die Wendekreiswüsten sich bei gleicher Breite und nach Süden wie nach Norden verschieben.


Das würde beispielsweise bedeuten, daß die Sahelzone sich nach Norden verschiebt, die Sahara im Süden also ergrünt, während Europa zum Nordrand der Sahara wird. Es würde zur Folge haben, daß heiße, trockene Luftmassen aus der Wüste auf ihrem Weg nach Norden sich nicht mehr über dem Mittelmeer mit Feuchtigkeit aufladen und föhnig über die Alpen fallen, während sie sich am Südhang der Alpen abregnen, wie noch vor einigen Jahrzehnten, sondern als Hochdruckgebiete erst nördlich der Alpen still, glühend heiß und knochentrocken von oben herunterfallen und keinen Tropfen Regen mitbringen, und das erbarmungslos auch während der Nacht, so daß die Vegetation vertrocknet und Bäume verdursten. Was ein interessantes Licht auf die arktischen Zonen zur Zeit der Dinosaurier werfen würde.

Die Erdrotation: Ursache für die
Corioliskraft, die Passatwinde
und den Jetstream


Luft trocknet aus, wenn sie sich erwärmt, und regnet oder schneit aus, wenn sie sich abkühlt. In Wendekreiswüsten wie der Sahara fällt am Äquator aufgestiegene, abgekühlte und ausgeregnete Luft von oben herab und drückt nach unten. Deshalb ist es relativ windstill und trocken - bis Sandstürme ausbrechen. Andererseits weht Luft auch auf Grund der Temperaturunterschiede und der Erddrehung auf der Nordhalbkugel über den Atlantik nach Norden, wo sie sich in der Arktis ausschneit und über Zentralasien wieder zurückkehrt, sich dabei erwärmt und diese Länder nach Südwesten hin immer stärker austrocknet.







http://www.traumfalter-filmwerkstatt.de/blog/charlie-brewster-und-der-kassandra-komplex/
Sie sieht es kommen, und keiner glaubt ihr


Wann kapieren die Menschen eigentlich, daß ihre legendäre Kassandra RECHT hatte mit ihrer Warnung, und daß deren Mißachtung ein ganzes Volk in den physischen Untergang trieb, das vor lauter Überheblichkeit und Ruhmesgier das Klirren des Erzes im hölzernen Pferd, diesem Geschenk ihrer Feinde, nicht wahrnehmen wollte? Doch wen die Götter strafen wollen, den schlagen sie mit Blindheit.


Und Taubheit. Wuff.


Der Sieg ist unser! Auf zur letzten Party unseres Lebens!


Und deswegen nennt man eine mißachtete Warnung einen 'Kassandra-Ruf'; verflucht war sie mit der Gabe der Hellsichtigkeit, und verdammt dazu, daß niemand ihr Glauben schenken würde. Und so erging es auch ihr schlecht.

Aber daß die Menschen auch heute noch instinktiv Kassandra-Rufe als überflüssige Schwarzseherei begreifen, zeigt nur, wie sehr der Fluch auch heute noch wirksam ist.

Wuff.


Als Fußnote zu dieser Warnung steht:


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10) Die Ökonomen verkünden in gewohnter Blindheit, daß die Erschließung dieser "unkonventionellen" Ölvorräte allein und wie immer eine Frage des Preises sei.

Ist es natürlich nicht: Wenn die aufzuwendende Energie gleich der gewonnen ist (oder größer), dann bleibt das Unterfangen unter allen Preis- und Marktumständen un- wirtschaftlich.

Das wäre dann übrigens auch eine Stunde der ökonomischen Wahrheit, weil sich herausstellen würde, daß "Wert" eben doch eine objektive Kategorie ist, nämlich ein Maß für jede zeitlich angehaltene Energie- Degradierung.


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Wuff!

BRAVO! Ich gratuliere: Das ist es nämlich.


Die Idee der Ökonomen, letztendlich sei jeder Preis nur ein Marktpreis und eine Sache von Angebot und Nachfrage, ist falsch. Es gibt eine Preis, unter dem etwas nicht zu haben ist, und dieser Preis wird nicht auf Erden bestimmt.

Und siehe da, sie wissen es. Nur verweigern sie uns die Konsequenz daraus.

Und das ist ihr Verbrechen.


Nachtrag:

https://de.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius#Meteorologie_und_Geophysik
R. I. P.

Daß es in der Frage der Erderwärmung beispielsweise überhaupt Streit gibt, ist dem Umstand geschuldet, daß es nämlich zwei so genannte "Hockeyschlägerkurven" gibt - und die "Klimaleugner" - welch blödes Wort - versteifen sich darauf, daß in einer von diesen beiden die Erwärmung der Atmosphäre wenn, dann: Noch im historischen Rahmen, uneindeutig, berechnet und nicht gemessen ist. Stimmt!

Jede Verdoppelung des Kohlendioxid-Gehaltes der Atmosphäre erhöht die Temperatur auf der Oberfläche der Erde, im weltweiten Mittel, um etwa ein Grad. So weit so gut. Was sie dabei jedoch vergessen, ist, daß die Atmosphäre und damit das Klima der Erde gepuffert sind, und zwar durch die dort noch bestehenden Eisschichten.

Es geht nicht darum, ob die Erde sich erwärmt, sondern um die Menge an Eis auf der Erde; um die Wärmemenge, nicht die Temperatur. Durch die Pufferwirkung des Eises bleibt die Temperatur erst einmal eine ganze Weile relativ konstant, während es schmilzt (oder sich bildet). Und so kann jeder Mensch sich ein Bild von der Erwärmung des Erde an Hand der Eismenge in seiner Umgebung oder auf fernen Berggipfeln machen. Wuff.

Warum ist das wichtig? Weil die Menge an Eis und Schnee die Menge an Fluß - Grund - und Trinkwasser im Sommer bestimmt. Und richtige in die Höhe schießen werden die Temperaturen erst dann, wenn das Eis komplett verschwunden ist. Dann aber ungebremst und endgültig.


Wird eine dramatische Erwärmung eindeutig gemessen, bedeutet dies, daß die entsprechenden Puffer leergelaufen sind - und dann gibt es kein Halten mehr.


Denn bis sich die möglichen Auswirkungen einer CO² - Anreicherung der Erde zeigen, vergeht dann auf Grund der Trägheit des Systems noch eine ganze Weile - in der ersten Stufe so an die dreißig bis hundert Jahre; das heißt, das was sie heute merken, geschah vor dreißig bis hundert Jahren, und das, was die Menschen heute tun, zeigt erst in dreißig bis hundert Jahren - dann aber akkumuliert - und zusätzlich noch ungebremst - seine volle Auswirkungen. Und das soll eben möglichst verhindert werden.

Denn daß sich das Klima mit Kohlendioxid anreichert, ist erstens unbestritten, und zweitens durchaus dramatisch im Vergleich: Es mag zwar an sich wenig sein, aber das ist es bei einer Phosphor- oder Arsenvergiftung auch - erst kommt die Leistungssteigerung, dann das Verderben.

Und diese erste, unbestrittene, eindeutige, zur Zeit noch wesentlich dramatischere "Hockeyschlägerkurve" wird von den "Klimaleugnern" ebenso geflissentlich unterschlagen, wie die erste thematisiert wird. Sie wird ganz einfach nicht erwähnt. Und warum? Wegen der Wirtschaft - Aus Gier also. Wuff.


Daß die Erde sich erwärmt, ist zwar wahr, kann aber mit
den heutigen Maßnahmen nicht aufgefangen werden -
Hans Werner Sinn - ifo-Institut - Energiewende ins Nichts


Bemerkenswerte Zitate aus diesem Vortrag:

 "Was die Politiker für eine Wirklichkeit halten, bloß weil sie die selber in den Köpfen der Menschen erzeugt haben, das ist sehr flüchtig und wird nach ein paar Jahren durch die Realität, durch die ökonomischen und vor Allem durch die naturwissenschaftlichen Gesetze beiseite gewischt werden. 

...Sie erzeugen sich selber eine Wahrheit, in dem sie sich bestimmte Dinge sich gegenseitig erzählen, immer wieder, und die Presse wirkt dann mit, und dann wird das hinreichen viel als Pingpong gespielt zwischen der Köpfen und den Medien, so daß die Bevölkerung das Gefühl hat, das ist eine Wahrheit - und dann kommt man dazu, daß 85% der Menschen plötzlich irgendwas glauben. Dagegen stehen harte ökonomische Gesetze und auch naturwissenschaftliche Gesetze; und die Frage ist jetzt, was obsiegt zum Schluß."


"Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht!"




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Wer Wasser spart, verbrennt mehr Öl!

Nach uns die Sintflut...



Inzwischen tragen in den Nachrichten im ZDF und ARD fast alle -auch die Frauen- schwarz, von den Schuhen bis zur Krawatte, auch die "Experten", sogar die "Berater", "Kunden" und "Opfer" in nachgestellten Szenen.

Selbst Reporter aus fremden Ländern fangen damit an. Alles sieht plötzlich aus wie ein Kongreß der Chinesischen Volksdeputierten, und ich kann die "freien Westler" in der Menge gar nicht mehr ausmachen. Und es weitet sich aus. Auch Sportmoderatoren und Wetteransager, deren Dienste anscheinend nicht mehr ohne private Geldgeber möglich sind, tragen seit neuestem feierlichstes schwarz.

Obwohl, sie wären es. Das Geld steckt man so ein, und man betrügt die Menschen, in dem man ihnen eine Abhängigkeit vorgaukelt, die gar nicht besteht. Oder glaubt irgend jemand wirklich der Drohung, ohne diese Spenden gäbe es keinen Wetterbericht mehr? Was wollten sie denn statt dessen senden - nichts? Das Testbild? Das gab's mal. Heute muß man Sendezeit füllen. Auf Teufel komm raus.

Wetten, das es auch ohne diese Pleitegeier-Präsentatoren den Wetterbericht gäbe? Und zwar auf allen Kanälen?

Doch halt! Liegt das vielleicht einfach nur an der Weihnachtszeit? Hat jemand noch die Bilder vom letzten Jahr im Kopf? Oder beerdigen wir gerade die Nachkriegszeit, erster Klasse?

Wir werden es sehen.


"Die Wahrheit ist irgendwo da draußen"     - Akte X
 (Und da wird sie auch bleiben)                 - Unbekannt

Sie hat sich nämlich verlaufen

Wuff.
http://www.armaberokay.de/blog/lolitabar

Ins Fegefeuer


Was wir das "Fegefeuer" nennen, heißt im Englischen "Purgatory" (lat. Purgatorium).

Das wiederum war bei den alten Römern ein Beruhigungs-, Reinigungs- und Absetzbecken für das Frischwasser im Zulauf zum Haus, wo das Wasser aus dem Bach oder Brunnen sich von Trübstoffen und Dreck reinigte, bevor es in das Haus eintreten durfte; Wörtlich übersetzt etwa: die Reinigungsstelle.

Das Purgatorium ist also eher ein Beruhigungs- und Reinigungsbad für die Seele.


Unser "Fegefeuer", in dem überflüssiger, zusammengefegter Abfall vernichtet wird, ist im Englischen eher ein "Bonfire", ein "Gutes Feuer" und dient nicht zum schmoren der Seele, sondern zur Reinigung derselben von Überflüssigem, bis auch sie eine "Reine Seele" geworden ist.

Im Großen das Osterfeuer.

Das Ziel ist das Selbe, nur das Bild ist eben, nun ja, anders.


Die Präsidentin einer selbstverwalteten Einrichtung zur Resozialisierung von Strafgefangenen in den USA meinte dazu in etwa:

"Moses führte die Juden aus der ägyptischen Sklaverei. Aber die Juden wollten gar nicht so recht. Das Problem an der Beendigung der Sklaverei ist, daß man alles zurücklassen muß, sein gesamtes Leben, und völlig neu anfangen. Man blättert nicht nur eine Seite um, man wirft das Buch weg."


Das Motiv gibt es in vielen Religionen. Es ist eine Konvertierung: Es muß eine Perspektive sein für den Rest des Lebens. Man darf nicht mehr zurückfallen können in das alte.

Dafür gibt es eine eisenharte Eichenbank im Eingangsbereich dieser Einrichtung, auf der die Leute ausharren müssen, bis sie hineingelassen werden. Acht Stunden und länger, bis sie mit ihrem bisherigen Leben abgeschlossen haben.

Das ist das Purgatorium.


Wuff.


A propos Bilder


Lloyd de Mause sagt ja, Bilder (und auch Worte) in den Medien nehmen oft kommende Ereignisse vorweg. Na denn.


Wuff.