Freitag, 3. April 2015

Nachrichten


http://www.thepassageride.com/Routes/99
R.K.O.


Überall und über Alles



"Es gibt jeden Tag weltweit nur sieben Minuten echte Nachrichten"


- man muß aber 24 Stunden 'Sendezeit füllen und Praktikanten beschäftigen'


Deswegen verlegt sich die Berichterstattung auf Vermutungen und Spekulationen in die Zukunft - "Das und jenes könnte sein oder vielleicht noch passieren- oder aber auch nicht. Wer weiß das schon so genau." - und ist somit tatsächlich keine Berichterstattung mehr. Es gibt dennoch 24 Stunden am Tag unaufhörliche Berichterstattung - und das Resultat ist, alles Wichtige geschieht überraschend. Auch wenn es sich lange ankündigte.

Die wichtigsten Worte der Nachrichten sind: vielleicht, vermutlich, nicht bekannt, und der selbe Sachverhalt wird völlig anders dargestellt, je nachdem, ob er der momentanen Regierung genehm ist - oder nicht. 1984 läßt mal wieder grüßen... Schon da wurde auf den Wert der Dauerberieselung mit Nachrichten für die Kriegspropaganda hingewiesen. Und Krieg ist immer und überall. Das war schon immer so...

Guten Abend,
meine Damen und Herren!
Das Fernsehen, das Glotzophon, übernimmt dabei inzwischen die Rolle der Kirche, die Gemeinde einzunorden und über die neuesten Dekrete der Herrschenden auf dem Laufenden zu halten, und so den verwirrten Schäflein die Welt zu erklären.

Und wie läuft so eine öffentlich finanzierte allabendliche Messe in ermüdender Routine ab?


Das Abendmahl zum Abendmahl:


Es wird die Abendmesse gelesen in vollem Ornat und steifem Anzug - das Merkmal aller Kirchengewänder

  1. Fanfarenstöße, Festbeleuchtung und Ankündigung des Hohenpriesters (M/W/Irgend etwas Anderes)

  2. Bibelwort mit Ermahnung zur Tugend (Gern auch pharisäerhaft an fremde Staatsoberhäupter)

  3. Predigt und Spendenaufruf (Zur Erbauung an fremdem Elend)

  4. Bekanntgabe der Textstellen in Bibel und Gesangsbuch (...Im Internet unter...)

  5. Erinnerung an vergangene Sünden und Buße (Im Gesangsbuch das Lied Nr. 1933- 45)

  6. Erbauung und Gemeindebrief (Sport + Wetter)


Werbefinanziert geht natürlich die Post ganz anders ab, heidnischer sozusagen; mit Schellen und Trommeln, mit Tanzen und Tröten, mit dramatischer Musikuntermalung und heftigen Schnitten. Ein Heidenlärm, sozusagen - optisch wie akustisch.

Es wäre eigentlich die Aufgabe der Medien, für die Öffentlichkeit (wie die Geheimdienste für die Regierung) das richtige und wichtige aus dem Meer der Desinformation herauszufiltern und zu präsentieren. Aber "Alle Nachrichten rund um die Uhr zu präsentieren" ist natürlich viel einfacher. Das kann auch ein Blechhirn mit Avatar.

Und deshalb kriechen die "Moderatoren" nach getaner Vorlesung aus hinter ihren raumfüllenden "Schreibtischen" hervor, um "ihren Unterleib zu zeigen" mit eine paar lockeren Kniebeugen dem Publikum zu beweisen, daß sie Menschen sind aus Fleisch und Blut.

So gut sind die Vorlese-Roboter inzwischen schon geworden, daß dieses notwendig ist - wenn auch in diesem Falle völlig sinnlos; denn ob nun ein Blechhirn mit Soundkarte und Lautsprecher den elektronisch übermittelten, wo auch immer auf diesem Planeten vorgefertigten Text vorliest, oder ein Mensch von Teleprompter, bleibt sich absolut gleich. Vermutlich soll das nur verschleiern, wie vorgefertigt das Ganze schon ist.

Anderswo sind solche mechanischen Verlautbarungen irgendwelcher zentraler Meldungen längst gang und Gäbe. Man spart damit so einiges. Vor Allem Hirn. Wuff.

Eines Tages werden die Maschinen die Menschen nicht mehr für relevant erachten, und dann hört auch das auf.


Medien zeigen die Welt heutzutage nicht wie sie ist, sondern wie sie sein soll - je nach Politik ihrer BESITZER: Das macht sie zur Lügenpresse - und zur Hofberichterstattung. Wenn nicht gar Ponyhofberichterstattung.

Es wird berichtet, was Majestät sich wünschen, denn dem König / der Königin zu widersprechen ist verboten.


Nachrichten bestehen, wie die sie umgebende Reklame, eigentlich nur noch aus ewig wiederholten Stereotypen - so daß man, wenn man Namen und Zeiten ausblendet, nicht sagen kann, von wann die Nachrichten stammen. Legendär sind versehentlich eingelegte falsche Bänder, die kaum bemerkt werden. Damit sind Nachrichten selber nichts Anderes als Reklame für die eigenen Ansichten- Propaganda.

Wuff.

Die Nachrichten und Berichte sind also nicht nur von Werbung umgeben, sie sind selber bereits Werbung. So hat die allgegenwärtige Reklame auch den redaktionellen Bereich bereits versaut. Trennung von Nachricht und Meinung- wozu? Es gibt da sowieso keinen Unterschied mehr. Die Menschen sollen sich nicht entscheiden, sondern sich für ein Produkt entscheiden. Früher bezahlten die Menschen selbst die Medien dafür, ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen - heute tun das andere für sie.

Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen.” - So ein Verlag vor Gericht in einem Rechtsstreit um Werbeblocker.

"Informieren" bedeutet in Form bringen, bilden. Nun, eine Einbildung ist auch eine Bildung, wie es einmal hieß. Und zwar eine, die nur ein einziger Mensch hat- auf griechisch: eine Idiotie.

Der Rest ist Desinformation- schon vor Jahren wurde festgestellt, daß im allgemeinen derjenige Autofahrer am schnellsten ans Ziel kommt, der die aktuellen Verkehrsmeldungen ignoriert. Es ist auch längst keine Information mehr, sondern Infotainment, nein, PRInfotainment: Zwischen Nachricht, Werbung für diese Nachricht und Amüsement über diese Nachricht soll nicht mehr unterschieden werden. . .


Es wird überall nur noch nur so getan, als ob - die Nachrichtensprecher im Fernsehen tun nur so, als würde sie ihre eingeblendeten Gesprächspartner oder Schautafeln sehen; diese werden aber im Rechner dazugedichtet, ebenso wie der wechselnde Hintergrund.

Hallo, grüne Wand!
Die Menschen im "Nachrichtenstudio" sehen nichts außer einer froschgrünen Wand und starren auf diese oder wedeln ihre Händen eine Richtung, von der sie vermuten, daß da der Zuschauer etwas sieht. Sie begrüßen auf Kommando jemanden, den sie nicht sehen, und starren während dies Gesprächs angestrengt an diesem vorbei oder zeigen in die falsche Richtung, weil sie die grüne Markierung auf der grünen Wand nicht so schnell finden. Aber es geht ja ums Verkaufen der Nachrichten. Wuff!

Ob Bratpfannen oder Nachrichten, das ist egal.

Auf der ganzen Welt haben sie deshalb inzwischen die gleichen Achterbahn-Tischmöbel mit aufgeschraubten Rechner-Attrappen, welche den Raum dynamisch füllen - also ablenken. Das Auge - und die Kamera - braucht eine Anker; und ein Meer von Scheinwerfern.



Nun, das Gegenteil von Gut… ist nicht gut gemeint (allein das ist schon Propaganda)… sondern Eitelkeit, Egozentrik und Geldgier. Geteiltes Leid ist auch nicht halbes Leid, auch das ist Propaganda, sondern doppeltes. Viel Leid auf dieser Welt wird dadurch verursacht, daß man Kinder für das Wohlergehen ihrer Eltern verantwortlich macht- prinzipiell: Einen für das Wohlergehen des Anderen- oder der Anderen. Das ist nicht unter Kontrolle zu halten. Deswegen erzählt man den Menschen von Einzel- und Massenschicksalen von jenseits aller Ozeane, und macht sie dafür verantwortlich, wenn sie das Leid nicht durch Teilen mindern. Daß sie es damit verstärken, merken sie zu spät.

Die Menschen nur nicht zur Besinnung kommen lassen! Das führt inzwischen zu einer Mentalität wie im Heerlager.

Sie fangen wieder mit Palast-Eunuchen an. Die Monarchie lebt… ach was, viel schlimmer: Der Feudalismus ist wieder da. Wuff. Wenn das mein Herrchen wüßte… Wissen verbreitet sich langsam. Erst wenn man etwas verloren hat, weiß man, wie wertvoll es war. Oder was für eine Last. Wuff.


Babelfisch
Wie schrieb schon Douglas Adams?

Kommunikation verhindert keine Kriege - es ermöglicht sie -

...und so hören die Menschen jetzt ständig von irgendwelchen Terrormilizen, die jetzt zu Deutschland gehören; oder so ähnlich. Wuff.

Generell dienen Worte nicht mehr der Kommunikation, sondern der Exkommunikation: Wehe, Du sagst etwas falsches. Es gilt nicht mehr das Wort, sondern die Bedeutung. Es heißt nicht mehr, das ist ein scharfes und stichhaltiges Argument, sondern: Dieser Mensch hat ein scharfes und stichhaltiges Argument hervorgeholt: Werft ihn in den Kerker / auf den Scheiterhaufen / Morgen früh bei Morgengrauen.

Es gibt zwar das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber nicht auf straffreie Meinungsäußerung. Von Straffreiheit war nie die Rede - Wuff.

Es ist ein wenig wie zu Zeiten der Herrschaft der Katholischen Kirche, wo Häresie einer der schwersten Straftaten war - und streng überwacht wurde. Na ja, der Hofnarr sollte ja auch nicht dem König die Wahrheit sagen, sondern fremde Gäste ungestraft beleidigen dürfen. Und Komiker, die Regierungspositionen vertreten, sind und bleiben nun einmal Hofnarren, auch wenn sie sich als Kabarettisten verstehen. Wer schreibt und redet und demonstriert und dabei von Vertretern der jeweiligen Regierung gelobt wird, kann sich selten auf Mut und Aufmüpfigkeit berufen - es sei denn, diese Regierung selbst ist gefährdet. Im Gegenteil, man könnte darin durchaus eine faschistische Anwandlung sehen - auf beiden Seiten - und ja, ich rede von den hiesigen und heutigen Verhältnissen. Die Methoden des Nachfolgers meines Herrchens. Wuff.

Deshalb werden den Menschen Worte ins Ohr gebrüllt - nicht etwa von oben, sondern von allen Seiten, von Menschen, denen man dazu die Lizenz zum Blöken gegeben hat, verbunden mit der Erlaubnis - und der Auflage - sich damit künftig den Lebensunterhalt zu verdienen. Ist ja auch nicht schwer, singen, tanzen und reden kann schließlich jeder Mensch. Muß ja nicht gut sein, im Gegenteil. Je schlechter desto besser… alles Teil der Beschäftigungskultur. Man muß die Leute halt beschäftigt halten … unnütz, wie sie sind.

Und personalisieren! Um vom Allgemeinen abzulenken - das, was alle Anderen betrifft.

Da der Mensch (wie ich und alle anderen Lebewesen auch) gezwungen ist, in Allem, was er wahrnimmt, Muster zu erkennen, und diese dann zu unterscheiden (eine Fähigkeit, die im Alter gewaltig nachläßt - Wuff!), in dem er diese Muster selber bildet (sehen tun wir alle eigentlich nur Schemen), kann er mit Unsinn wunderbar beherrscht werden.

Jeder Unsinn zwingt den Menschen, darin ein eigenes Muster zu erkennen, und das umgehend für wahr zu halten, weil er es selbst gebildet hat. Sätze werden ergänzt, Buchstaben aufgefüllt: Auch ein verdrehter Kauderwelsch - Satz ohne Vokale ergibt einen Sinn, über die Kombination der angeborenen, instinktiven Mustererkennung, Vervollständigungen und Sinngebung.


Auf diesem Mechanismus beruht auch schon der Poesie-Generator, dessen ohne Verstand maschinengeneriertes Gestammel eben - manchmal - einen Sinn ergibt (und schon, anonym eingereicht, Preise für moderne Lyrik gewonnen hat) und der Postmodernismus-Generator, der auf Befehl ebenso sinnloses postmodernistisches Geschwafel absondert, das man von echten kaum unterscheiden kann. Was eigentlich kein Wunder ist. Wuff.



Stromverbrauch in Deutschland
Staatsverschuldung in Deutschland



Stromkosten: 100 Euro für 500 kWh. Seit vielen Jahren.

Das entspricht etwa 1000 Menschenstunden Arbeit



Andere Nachrichten sind erstaunlich konstant- wie zum Beispiel die Mär, daß der elektrische Strom wegen der Energiewende immer teurer wird und die Menschen Unsummen sparen können, wenn sie den Anbieter wechseln- wobei die "Anbieter" häufig nur neue Zwischenhändler sind (Wuff- von Betrug dabei wollen wir hier nicht reden- nur vom Sinn).


Die Menschen in Deutschland zahlen etwa 100 Euro für 500 kWh, und das seit Jahren. Insgesamt geben sie 2-3 Prozent ihres Einkommens dafür aus, am wenigsten in ganz Europa - sie machen aber eine Gewese darum, als ginge es um die restlichen 97 Prozent. Selbst eine echte 10% ige Strompreis Erhöhung würde den Anteil nur von 2,2 auf 2,5 Prozent heben. Auch die Ärmsten unter ihnen geben nicht mehr als 5 Prozent ihres Einkommens für Strom aus - weniger als für alles Andere.

Tatsächlich ist Strom im Vergleich immer billiger geworden. Um den Preis für eine Stunde Leselicht bezahlen zu können, muss ein durchschnittlich verdienender Brite heutzutage etwa eine halbe Sekunde arbeiten; um 1800 hätte ein Arbeiter sechs Stunden seiner Zeit investieren müssen, um sich eine Kerze zu leisten, die eine Stunde gebrannt hätte. So. Wuff.

Erzählt wird den Menschen das Gegenteil. Wahrscheinlich, damit sie sich nicht schuldig fühlen. Denn gleichzeitig soll per Gesetz die Leistung von Haushaltsgeräten, beispielsweise ihrer Staubsauger, begrenzt werden, damit sie nicht soviel verbrauchen. Dabei wird ein Staubsauger nur selten gebraucht, sein Anteil am Stromverbrauch ist relativ gering. Er darf nur nicht mehr als 5 PS entwickeln, sonst fliegt die Sicherung raus.

Das gilt für den Staubsauger; nicht jedoch für den Fernseher- und die laufen den ganzen Tag, um Nachrichten zu verbreiten und die Menschen abzulenken. "Infotainment" nennt man das, wie gesagt, auf gut Neudeutsch - glaube ich. Also bei Laune und bei der Stange zu halten. Musikalische Untermalung der Nachrichten gibt es ja bereits. Dramatische Unterhaltung eben. Inzwischen überwachen die Fernsehgeräte, wie auch die Rechner, die Gespräche im Raum- nur für den Fall. Demnächst gibt es auch da noch eine Kamera dazu, und dann können die Menschen endlich ihrem Lieblings-Nachrichtensprecher zuwinken. Was sie ja schon immer für möglich hielten, denn der guckt sie ja auch an. Wuff. Und lächelt.


Solche Gesetze folgen nun der etwas blöden Beleuchtungsverordnung, dem Glühbirnenverboth; kurz bevor mit den LEDs eine echte technische Alternative auf den Markt kam, wurde schnell noch Quecksilber-Sondermüll über die Verbraucher entsorgt, da ihnen der vorherige Weg über ihre Taschenlampen-Batterien verboten wurde, wie auch das Cadmium, das zuvor auch im Kinderspielzeug war. Chlor muß ebenfalls irgendwie über die Menschen entsorgt werden, ein Nebenprodukt der von ihnen so gewünschten Waschmittelproduktion. Wuff. Mal sehen, wo das Quecksilber jetzt landet.


Was den Menschen jedoch verschwiegen wird - nicht der Strompreis ist im Vergleich gestiegen, sondern ihr Stromverbrauch:


Deutscher Stromverbrauch allgemein




Stromverbrauch in deutschen Haushalten



Stromrechnung deutscher
Haushalte
Der Stromverbrauch der deutschen Haushalte stieg in dem Zeitraum von 1990 bis 2010 um knapp 20 Prozent - in etwa so viel wie ihre Stromrechnung.




Sie rechnen also falsch, die Menschen, und sie rechnen - wie bei der telekom-Aktie - vom falschen Zeitpunkt an: vom gefühlten Anfangspunkt. Also wechseln sie den Anbieter, und wundern sich. Aber wenn man es ihnen nun mal einmal wöchentlich in den Nachrichten empfiehlt... Aber natürlich wissen sie es. Sie kaufen ja schließlich alle diese neuen Geräte, die ständig am Netz hängen müssen.


Wie gesagt - jahrelang wurde den Menschen gepredigt, daß Glühbirnen schädlich seien für die Umwelt; sie verbrauchten zu viel Strom und gingen viel zu schnell kaputt, so daß sich der Umstieg auf energiesparende Quecksilberlampen lohnen würde, auch wenn die fünfmal soviel kosteten und in den Sondermüll gehörten. Und tatsächlich, in diesen Jahren brannten die Glühbirnen erschreckend schnell durch- schneller als je zuvor. Man kam gar nicht mehr nach mit dem Kaufen.


Böse Zungen behaupteten, das sei geschehen, weil nach dem Glühbirnenverbot die Netzspannung stiekum von 220 auf 230 Volt erhöht wurde. Deshalb kauften viele Menschen sich im Ausverkauf eine Kiste voll Glühbirnen zusammen; allein schon, weil die energiesparenden Leuchtstofflampen nicht in jede Lampe paßten und überdies eine üble Leichenschauhaus- Beleuchtung erzeugten; und weil sie außerdem ebenso schnell durchbrannten wie ihre Vorgänger.


Nun- seit dem die LEDs auf dem Markt sind, hat das aufgehört. Die überlebenden Glüh- und Leuchtstofflampen halten seit dem (beide!) geradezu ewig; und die Kiste mit den Ersatz-Glühbirnen war umsonst gekauft. Wuff, wuff, wuff. Nun, sie waren zum Schluß ja nicht sehr teuer. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Wuff, wuff, wuff, wuff.


Afghanische Mohnblüte


Gute Ernte dieses Jahr...



Nach dem nun das Deutsche Heer - nein; die Reichswehr, nein!, die Wehrmacht, nein!! Bundeswehr ('thuldigung! Wuff!) Werte und Freiheit der Deutschen am Hindukusch gegen die Chinesen verteidigen, wächst unter ihrem Schutz eine Mohnblüte heran, die ihresgleichen sucht.

...doch das war nicht immer so
90 Prozent des Weltbedarfs an "illegalem" Morphinderivat (wo kommt das legale eigentlich her? - Die Zahl der Schmerzpatienten steigt und steigt mit Krebs und Alter! Wuff! Hust! Aua!) wird inzwischen unter den Augen der ausländischen Besatzer in Afghanistan angebaut, etwas, was die inländischen Besatzer verboten und 2001 fast vollständig unterbunden hatten.



2001 marschierte die Koalition der Willigen ein, oder wie immer sie sich gerade nannten - der Süchtigen vielleicht? Vorher hatten sie noch schnell das Kosovo befreit, um die Transportroute nach Europa zu sichern. Heroin ist nun in rauhen Mengen und so billig wie nie zuvor zu haben.



♪  Opium und Heroin
rafft jetzt alle Menschen hiiiin
  ♫



Sieh mal einer an...


Heroin aus Mexiko und Kolumbien
- das ist neu... Koks und Cannabis war wohl nicht genug.

Wuff.


Und weil sie herausbekommen haben, wie sie das Zeugs vollsynthetisch herstellen können, so ganz ohne pflanzliche Basis, ist der Nachschub endlos, spottbillig & tödlich geworden und dem Mohnsaft braucht kein Mensch mehr.

Bis dahin war der Zugang zu pflanzlichen Betäubungsmitteln kriegswichtig. Kein Krieg läßt sich gut wegen der damit verbundenen Schmerzen und Entsetzlichkeiten ohne Drogen führen, ganz besonders kein Lazarett.

OB das nun der Mohn im Laudanum der alten Römer war, das Opium der Türkenkrieger, der Stechapfel des Mittelalters, das Kokain im amerikanischen Bürgerkrieg oder später dann die Amphetamine in der Flieger- und Panzerschokolade.


Wuff.




Griechische Schulden


Wohin mit den Schulden,
wohin mit dem Geld?
Es gibt etwa 10 Millionen Menschen in Griechenland - in Berlin sind es etwa 3,5 - das bei der Übernahme in die EU einen Kredit über 300 MRD Euro aufgehalst bekam. Das macht etwa 30.000 pro Griechen, so hoch wie in Bremen zur Zeit. Oder in Deutschland. Das ist ja lustig...



Hmmm. Gut, es gibt nur eine halbe Million Bremer. Und die Griechen hatten schon vorher Schulden - zuletzt, ebenfalls 2001, so an die 150 Milliarden Euro. Umgerechnet. Der Euro hat sie also 150 MRD extra gekostet, oder 15.000 Euro pro Kopf. Geld gibt es nun mal nicht umsonst... Der Euro wurde den Menschen verkauft, nicht geschenkt. So ist das übrigens immer und überall - nur wissen das die Menschen meistens nicht.

Danach haben sie allerdings irgendwie nicht mehr, sondern weniger Geld als vorher. Das ham se nich jekricht. Scheinbar. Schulden & Vermögen entsprechen einander 1:1; Schulden weg, Geld weg. Hmm. Aha. Und womit sollen die Griechen das Danaer-Geschenk nun abbezahlen? Mit Tintenfischen in Olivenöl? Wuff? Nun. Sie hätten's wissen müssen...

Es handelt sich also mehr oder weniger um eine Landübernahme - damit's kein Anderer kriegt. Na denn. Griechischer Wein... 'tschuldigung.



Neues zu Pieks Öl

Öhh - Öl? Oder Atom?


Weg vom Öl, weg vo Atom? Ihre neue Energiewende ist auch eine Reaktion auf Piek Öl - und darauf, daß anscheinend auch nach einem halben Jahrhundert Vollastbetrieb niemand von dessen Verkäufern ernsthaft willens oder in der Lage ist, zu sagen, was der so billige Atomstrom in seiner Herstellung denn nun eigentlich wirklich kostet.

Bis 2025 sollen die Erzeugerkosten für Solarstrom in Mittel- und Südeuropa bei 5 ct/kWh liegen, und damit nicht teurer sein als andere; Strom aus neuen Kernkraftwerken soll dagegen bei bis zu 11 ct/kWh liegen. Na, nun kommt man um das Speichern ja nicht mehr herum.


Reagiert nun Piek Öl?

Es ist wohl so, daß wetterbedingte Schwankungen noch nicht durch Speicher ausgeglichen werden - aber der "bislang teure Mittagsstrom" wird nun auch hier zu Lande von der Sonne geliefert; wenn. Das Mittelmeer hingegen ist vom Hunger des Römischen Reiches nach Holzkohle noch immer entwaldet; die Berghänge sind in die Täler gerutscht, und 1000 Jahre Finsternis senkten sich über Europa, weil 1500 Jahre lang niemand Steinkohle fand. Nun frieren die Alpen nicht mehr zu.


Es ist wahr, daß auch bei sorgsamster Bewirtschaftung begrenzte Rohstoffe irgendwann erschöpft sind - aber bis dahin kann man sie länger nutzen. Tiere sparen nicht; und kein Mensch kann wissen, ob eine Investition in eine ferne Zukunft sich lohnt, überlebenswichtig oder sinnlos sein wird, oder nur der Gegenwart schadet. Wie sagen doch die russischen Verwandten? Manche Menschen zünden eine Stadt an, um sich eine Spiegelei zu braten. Wenn's denn nicht die eigene ist... Wuff.



Na gut.


Und nun, das Wort der letzten Jahrzehnte:

"Sehr viel mehr als bisher angenommen"


Wer diesen Satz mehr als zweimal sagen muß, hat sich als unfähig und verlogen, dumm und kriminell disqualifiziert. Und dennoch wird er wiederholt...

Es ist eben alles nicht so wie es aussieht - oder wie es dargestellt wird. Auch Ihre Spielfilme haben fast alle die gleiche, plärrige, kindische Geräuschkulisse, wie ihre Lieder - man kann sie nicht auseinanderhalten, wenn man die Augen schließt und auf dem Sofa zu schlafen versucht... wuff.

Es geht ihnen darum, sich gegenseitig andauernd die gleichen Märchen zu erzählen, bis alle sie glauben - bis Alle das gleiche Märchen glauben.

Deshalb sind sie dazu übergegangen, Spielfilme vorher, und Nachrichten hinterher noch mal zu erklären. Für die Dementen einer alternden Gesellschaft ist das sinnlos - die vergessen auch die Erklärung wieder. Es geht also nicht um Alzheimer-TV, sondern, wie bereits gesagt, um die Menschen bei der Stange zu halten. Früher bellten Befehle über den Kasernenhof, heute gehen Interpretationsanweisungen über den Äther, wie es so schön heißt. Und, ja, Kaufbefehle, wie jemand mal die Werbung nannte. Wuff.


Hallooo!



Man kann die Afghanen nicht beherrschen, so lange sie kein Fernsehen haben, so sagte ein General. Seine Gegner nennen es Teufelwerk.


Da, wie nun gesehen, Nachrichten zu 99% falsch, schädlich und überflüssig sind, insbesondere brechende, ergeht nun die mönchische Aufforderung,


https://de.wikipedia.org/wiki/Volksempf%C3%A4nger

diese strikt zu meiden

Wuff.





Donnerstag, 5. März 2015

Werbung schadet





Werbung und Wetter


Beworben wird nur, was schlecht ist, schädlich oder nicht geht


- so sagte mal jemand.



Der Wetterbericht heute: Sonnig bis wolkig und warm, sonst kühl und windig; hier und da etwas Regen. Stellenweise Hagel oder Schnee; kalt. Wuff.

Es gibt in ihren Medien ständig und immer wieder diesen Wetterbericht - aber man kann sich nicht mehr auf ihn verlassen; nicht einmal auf das Gegenteil. Schon aus Haftungsgründen müssen sie ja neuerdings alles ansagen, was da kommen könnte, also Sonne, Regen, und Wind. Damit sind sie dann im Zweifel abgesichert. Also wird jeden Tag darauf hingewiesen, daß es Niederschläge geben könnte, oder auch nicht, und daß Luftbewegungen stattfinden könnten - oder auch nicht.

Sonnenschein geht immer! Damit muß der Kunde fertig werden.

Und so wird bei der Wettervorhersage die mögliche Zukunft genauso zuverlässig täglich wiederholt wie in den Nachrichten die Vergangenheit. Und so kommt es dann, daß trotz aller Nachrichten und Wettervorhersage das überraschende immer unvorhergesehen kommt. Man könnte es auch lassen, aber dann wären die Gehirne der Menschen ja frei zum Denken.

So gibt es jeden Tag eine Kombination aus Standardwarnungen und apokalyptischen Vorhersagen- und wenn davon nichts eintritt oder wenigstens nicht dort, wo man gerade ist, dann können wir alle froh sein, nicht wahr? Aber die Regierung und die sponsernde Firma sorgen sich für euch. Wählt uns!

Die stündliche Wettervorhersage wird so gesehen vom Rechner über die letzten 10 Jahre gemittelt, randomisiert, mit einem Blick aus dem Fenster probalisiert, von Heisenbergscher Unschärfe (je näher, desto ungenauer) und mit astrologischer Trefferquote.

Das Ergebnis wird dann noch absichtlich maßlos ins Extreme verzerrt und dramatisiert, um beim abgestumpften Publikum wenigstens so lange ein wenig Kurz-Aufmerksamkeit zu erzeugen, bis der hastig nachgeschobene Name des "präsentiert durch" Sponsors durchgeschossen wurde. Und natürlich damit keine Regressansprüche gestellt werden können, falls mal jemand dem kostenlosen Wetterbericht glauben geschenkt haben sollte.

In anderen Worten: Er ist wertlos wie der Staubericht, der unter anderem, technisch bedingt, jeden Stillstand als freie Fahrt interpretiert. Das Folgende gilt auch für den täglichen Börsenbericht, der grundsätzlich und absichtlich zu spät kommt.


Schweine im Internet
Denn: wenn man für etwas nicht bezahlt, ist man kein Kunde, sondern das Produkt, das verkauft wird. Und wenn man nicht feststellen kann, wer hier im Raum die arme Sau ist, dann ist man es wohl selber. Wuff.

Der Werber ist nämlich der Kunde des Anbieters, die Zuhörer, Zuschauer oder Leser (bzw. deren Eigenschaften) sind das Produkt  ('catching eyeballs' hieß das mal). Aperçu am Rande: Und wenn du zahlst, wird es nicht besser... Wuff. Das ist die Beschlagnahme der Zeit (wenn nicht der Sommerzeit):


"Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen." - so die Aussage in einem Prozeß um Werbeblocker.

Und deshalb kommt es auf den Wahrheitsgehalt oder die Relevanz der "Journalistischen Inhalte" gar nicht mehr an - im Gegenteil. Je absurder, verwirrender und widersprüchlicher zur Wirklichkeit die sind, desto mehr Werbeeinnahmen werden generiert. Bis das Ganze über die Seneca-Klippe geht.
Der punktgenau korrekte Wetter- und Verkehrsbericht ist für einen kleinen Obolus durchaus zu haben... Privatisierung der Dienstleistung ist hier das Stichwort: je mehr man zahlt, desto genauer (und damit wertvoller) werden die Informationen.
Wer einen brauchbaren Wetterbericht hören will, soll gefälligst zahlen, indem er den Dienst selber anruft. So müssen viele aktiv werden, nicht nur einer, um das selbe Ergebnis zu erzielen - eine korrekte Information der Interessierten. Aber der Wetterdienst bekommt ja von den Werbeeinnahmen nichts ab und will schließlich auch leben.
(Es gab nur Einen, der das mißachtete, und der wurde wegen Mißachtung der Gepflogenheiten gerichtet - wenn auch anderer; aber so ist das nun mal bei unabhängigen Geistern: sie ecken irgendwo an; sonst wären sie Sklaven.)

Es ist wie überall: Die Dienstleistung wird auf den Kunden verlagert, während man ihn mit Werbung zubrüllt. Wozu hat er denn einen Drucker? Und Zeit?

Und so lautete ein Wetterbericht im Mai 2014 am späten Nachmittag tatsächlich: "Und nun die Wettervorhersage: heute war wieder ein wunderschöner Tag". Dabei regnete es in Strömen, wie ich vom Sofa aus sehen konnte, und es war kalt. Wuff.
Aber das macht nichts, denn es kommt ja auf die gefühlte Temperatur an. Und die ist bei geschlossenen Fenstern nun mal anders.
Der Wetterbericht ist inzwischen nicht einmal mehr falsch, sondern schlicht nichtssagend - er soll ja auch nichts sagen, sondern nur eine Brücke schlagen zum nächsten Werbeblock - so wie man jemandem beim Ertränken hin und wieder nach Luft schnappen läßt, damit er nicht gleich abschaltet.

Denn das Wetter wird einem von der Versicherung oder dem Bierkonzern präsentiert, nicht etwa der Wetterbericht! Ohne die Reklame für Versicherungen oder Bier würden die Menschen ja nicht einmal aus dem Fenster sehen, um sich von der Natur das Wetter präsentieren zu lassen.

Und so werden die öffentlichen Medien der Menschen zur Altersheim-Betreuung, wo die Betreuten schon nach fünf Minuten alles wieder vergessen haben, und bereit sind für neuen Input. Immer rein damit. Wuff. Egal was rauskommt.



Reklame

Verschönere dein Heim

"Werbung schadet" - auf unterschiedliche Art und Weise; einmal durch die Versaubeutelung der Sprache - und zwar weil es wie jedes positivistische Wort die Lüge gesellschaftsfähig macht; nichts, was öffentlich gesagt wird, muß auch wahr sein. Man kann sich immer auf "Interessen" herausreden. Wuff.

Werbung schadet, weil man sich an die Lüge gewöhnt - daran, daß im Fernsehen oder sontwo etwas gezeigt wird, was so ganz gewiß nicht ist.

Das gilt auch für Bilder: Ob in der Werbung oder in den Nachrichten, zeigen sie oftmals etwas, was mehr oder weniger offensichtlich mit den beigelegten Behauptungen nicht übereinstimmt, die, möglichst unterlegt mit Lärm, apodiktisch für wahr erklärt werden.

Die Menschen gewöhnen sich so an die mediale Lüge - was da im Fernsehen gesagt wird, stimmt entweder immer, oder nie. Als Folge glaubt man entweder alles, was einem vorgeführt wird, oder gar nichts mehr. Und als Resultat soll man sich hinterher - also nach getaner Tat, getätigtem Kauf, bezahltem Obulus, Ablaßhandel - wohler fühlen als vorher. Auch wenn dadurch nichts besser, sondern alles nur noch schlimmer geworden ist als zuvor.

"Shopping" für Alles als Beruf und Lebenszweck. Denglisch natürlich, mal wieder. Wuff.

Insbesondere, wenn die Werbebotschaften ganz absichtlich immer mehr mit Unterhaltung und Nachrichten vermengt werden. Das soll ihnen zwar größere Akzeptanz verleihen, aber genauso ruiniert es auf der andern Seite die Seriosität und Neutralität von Unterhaltung und Nachrichten.

Und die Werbesprache selber wird immer mehr zu einem sinnlosen Wortbrei; dieser unverständliche, ungrammatische, von Fremdworten durchsetzte Kauderwelsch soll - weil sinnlos - die Menschen zwingen, sich selbst einen Reim darauf zu machen und dann das ganze unverdaute Zeug ganz und stolz als ihr eigen zu betrachten - und dann auch haben zu wollen.


Und sowas macht unobjektiv: Auch wenn wir hier fertig sind - wechseln Sie ja nicht den Sender!! Auch wenn wo anders besseres läuft! Wir brauchen eure Aufmerksamkeit! Wir brauchen eure Quote! Für die Reklame! Und wenn man dann noch weiß, mit welchen Menschen diese Quote erstellt wird... Au weia. Wuff, wuff, wuff, wuff. Ich bin der Herr dein Sender; du sollst keine anderen Sender neben mir haben. Dabei werden es täglich mehr. Auch wenn sie sich in nichts mehr unterscheiden.

Warum dann der Name des Senders / der Moderatoren immer und immer wieder erwähnt wird? Damit der Hörer ihn sich merkt. Denn alle Sender finanzieren sich durch Werbung (Reklame, natürlich, was sonst...); und ob eine Sendung gehört wird (und deshalb was dafür verlangen kann) wird durch Telefon- Umfragen ermittelt, die hochgerechnet werden. Deshalb müssen die Angerufenen, aus dem Schlaf oder einer Tätigkeit gerissen, reflexartig den gewünschten Namen schreien (es gibt natürlich einen "Preis" dafür). Und deshalb muß er möglich penetrant ins Gehirn gedreht werden. Es geht um die Quote. Der Marke.

Und das ist tatsächlich so - so ein Insider. Wuff.

Es ist wie immer in der Werbung: Unmengen von Mensch und Material werden bemüht, um ein vergleichsweise lächerliches Ergebnis zu erzielen. Hier werden Millionen von Menschen zugeplärrt, gebauchpinselt und betäubt, nur damit einige von ihnen im richtigen Moment das gewünschte zurückplärren. Kindisch.

Das bleibt nicht ohne Rückwirkungen: Einst sachliche Nachrichten werden, um mithalten zu können, also um ihre Daseins-Berechtigung zu behalten, mit Werbesprache aufgepeppt: Alles wird adjektivviert, etwa mit den Worten gräßlich, erfreulich, super, mega, hyper... So wird die Meinung zur Nachricht gleich mitgeliefert. Eine Todsünde. Und: Die Sprache -jede Sprache- wird durch diese Inflation entwertet, da die Worte das Gewicht ihrer Bedeutung verlieren. ALLES Unwichtige wird DRAMATISIERT!! ! Damit es vom Wichtigen ablenkt: Tittitainment...

Und wie jemand feststellte, senden die TV- Anstalten deshalb jetzt zunehmend Eigenwerbung, weil sie nicht genügend Aufträge für Fremdwerbung bekommen. Es werden ja auch immer mehr, und Sendezeit muß halt mit irgendwas gefüllt werden. Dafür gab es früher das Testbild. Das kostete wenigstens nichts. Wuff!

Werbung verblödet, weil sie blödes Verhalten zeigt, und blöde Lösungen für blöde Probleme anbietet - und behauptet, daß das glücklich mache. Und Werbung schadet auch, weil sie die Menschen dazu bringen will, etwas zu tun, was sie eigentlich nicht tun sollten - sonst wäre sie ja überflüssig.

Und deshalb wird sie wohl auch grundsätzlich im Befehlston vorgetragen.

Wuff.


Werbung schadet weiterhin durch die Verschandelung des öffentlichen Raums und die Durchkommerzialisierung des Alltags.


Dagegen hat jemand eine Brille erfunden, die Reklametafeln durch in der Größe passenden Kunstwerke ersetzt - aber man muß sie halt tragen.


http://theartvertiser.com/
Kunstreklame


Ein Beispiel gefällig? Kunst statt Reklame auf einer neuen U-Bahn-Strecke. Manchmal kommt eben auch etwas Gutes zustande...

NICHTS

ist mehr für sich alleine gültig- alles muß qualifiziert werden: Ein schrecklicher Unfall, ein herrliches T-Shirt, eine wichtige Wahl. Alles muß mit Adjektiven qualifiziert werden, nichts darf mehr einfach nur objektiv berichtet werden. Es wird ständig "fieberhaft" nach etwas gesucht - nicht etwa kühl. Andererseits ist man andauernd euphorisch - also kurz vor dem Tod. Ihr sollt euch von uns kein Bild machen, lautet die Maxime der neuen Götter: für die Bilder sorgen wir. Nicht ihr interpretiert die Wirklichkeit, sondern wir. Macht euch keine Gedanken, schon gar keine eigenen, die sagen wir euch: Diktatur.


Ernst Stavro "Lenin" Blofeld


Guten Tag, Mr. Bond?


"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will."

Jean-Jacques Rousseau



https://www.youtube.com/watch?v=j0YOXVlPUu4
Hier kommt die Flut
Diktatur, für die, die es nicht mehr wissen, bedeutet Hörzwang, nicht Redefreiheit; das ist das Gegenteil davon. In der Redefreiheit kann jeder Mensch sagen, was er oder sie will - es ist aber niemand gezwungen zuzuhören. Wie beim Nachfolger meines Herrchens. Aber man kann auch über die schiere Menge was erreichen, wenn man nur genügend Vervielfältigungs-Mechanismen hat. Am besten mechanische, noch besser elektronische. Hier kann man sehen, was passiert, wenn haltende Dämme überflutet werden - der Dreck kann nicht mehr ablaufen.

Die Hälfte aller Reden ist inzwischen sowieso ein ritualisierter, zeitraubender, pompöser Götzendienst; man lese nur mal das Protokoll einer Bundestagssitzung mit "wichtigen" Reden. Was wurde wirklich gesagt, was dahergeredet? Eine politisch korrekte Rede ist per ordre du mufti und definitionem immer korrekt, so lange die jeweilige Sprachregelung (ein wunderbares Wort) gilt.

Nur politische inkorrekte Rede kann es sich erlauben, inkorrekt zu sein, und vom vernehmendem Menschen verlangen, sich sein eigenes - womöglich gar abweichendes - Urteil zu bilden und danach zu handeln. Ganze Wortschätze befinden sich bereits hinter Schloß und Riegel, dafür vagabundieren falsche Fuffziger in rauhen Mengen frei herum.

Und das zerfetzen und zerstückeln der Berichte in den "Reportagen" - das Ganze wird zu einem Theaterstück - Infotainment eben. Alles dazu da, um den Menschen Zerstreuung statt Konzentration zu liefern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wuff. Kommentierte emotionale Dramen in ewiger Superzeitlupen-Wiederholung, gruselig wie Stanislaw Lem's Geschichte der lebenden Geschosse, die ihre Umgebung abbilden. Nichts verbraucht mehr Menschenzeit. Sie können sich dem nicht entziehen!

Tränen gibt es nicht mehr verschämt, sondern nur noch in Zeitlupe und Großaufnahme - die pornographische Darstellung einer Exkretion, aber immerhin - vielleicht dient selbst das ja ungewollt der Aufklärung. Schnelle Bewegungen werden verlangsamt dargestellt, langsame dagegen beschleunigt, und beides, wenn es geht, miteinander verschnitten, bis Alles zu einem mundgerechten Einheitsbrei verkommen ist, der satt, dick und träge macht. Am Ende steht eine Diktatur, in der Leute bestraft werden, weil sie "Nicht genügend Gefühl" - man beachte das Verb! - "gezeigt haben".

Es gibt bereits maschinelle Parodien-Generatoren für jegliche Rede und Papier, ohne einen Funken Verstand zusammengetragen; von den realen nur mühsam zu unterscheiden, da sie aus den gleichen Worthülsen, Satzbruchstücken und Textbausteinen bestehen. Das Gleiche gibt es anscheinend bereits für Lexika, Journalismus und Groschenromane! Wuff!

Kleine Kostprobe gefällig?

  •  Flatscreen Infotainment - Anzeige: Neuer Werbekanal im Einkaufszentrum

    Im Einkaufszentrum wurden in den vergangenen Monaten 20 digitale Flatscreens installiert.

    Der Centermanager:

    "Wir wollen mit den Bildschirmen das Center für unsere Besucher noch attraktiver gestalten. Auf den Flatscreens zeigen wir ein spannendes Programm aus Infotainment, Entertainment, Center-Informationen und Produktwerbung. So können wir unseren Besuchern noch mehr Service bieten." Die hochwertigen Bildschirme der Firma X haben einen besonders schmalen Rand, um sich optimal in die Architektur des Einkaufszentrums einzufügen.

    Das Programm läuft ohne Ton, um die Shopping-Atmosphäre nicht zu stören. Jeder Bildschirm kann einzeln angesteuert werden, um intelligente und den Verkauf unterstützende Kommunikationsmaßnahmen zu ermöglichen. "Wir haben hier die neueste Technologie installiert, die es ermöglicht, Emotionen und Informationen in höchster Qualität auszustrahlen."

    Die Vertriebsleiterin:

    "Wir haben den Markt lange analysiert, um eine Lösung zu finden, die technisch und ästhetisch unseren hohen Anforderungen entspricht, sowie Centerbesuchern, Einzelhändlern und der Markenindustrie einen echten Mehrwert bietet. Auf ausführliche Marktforschung haben wir ein sehr positives Feedback erhalten."

Nein, das war echt. Aber was sollen das?

Zeit rauben, Emotionen ansprechen, Verstand ausschalten, Privilegien sichern.

Schöne neue Welt.


Was verloren ging: Eigenlob stinkt. Irgendwann in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ging es nur noch um Selbstmotivation und Einschüchterung jedes Gegners. Die Welt ist ein Boxkampf. Es gibt 5000 Artikel im Supermarkt, beworben werden davon 50, an der Kasse steht der Kunde dann mit 15, so ähnlich sagte mal ein Kenner der Branche... aber es kommt ja nur darauf an, den Kunden vom anderen Anbieter wegzulocken: "Komm'se rin, komm'se ran, hier werden sie genauso betrogen wie neben an!" Hieß das mal. Na ja - eigentlich "beschissen". Wuff.

Reklame für jeden einzelnen der 5- 50.000 Artikel in einem Supermarkt? Das wäre nicht genug! Auch alle möglichen und vorhanden Dienstleistungen müssen unablässig beworben werden, sonst werden sie nicht gekauft... und die Wirtschaft bricht zusammen. Give me all your money. Aber auch dann hört es nicht auf. Verschulde dich - und es hört immer noch nicht auf. Die Wirtschaft ist längst Angebot- und nicht mehr Nachfrage-getrieben.

Das ständige Gebrüll bewirkt eine Sehnsucht nach Stille. So heißt es anderswo: "Stille ist nicht unbedingt die Abwesenheit von Lärm und Geräuschen. Sie ist die Abwesenheit von nicht Notwendigem... Stille bedeutet Aufmerksamkeit!" In der Tat, und das wirft eine Schlaglicht auf den Grund, warum es in der modernen Welt keine Stille geben darf.


Zum Abgewöhnen

Ihr werdet nie wieder ein beworbenes Produkt kaufen:



i.ytimg.com/vi/QBzlvhZw0_g/maxresdefault.jpg


https://www.youtube.com/watch?v=QBzlvhZw0_g



Mehr?

https://www.youtube.com/watch?v=u4li4WWBnNU



Und warum reden die Menschen im Fernsehen so affektiert, während sie einen hypnotisch anstarren? Weil sie alle Redaktionstexte vom Teleprompter ablesen, der ihnen im Sekundentakt nur Halb- und Viertelsätze liefert. Mehr paßt nicht drauf bzw. ins Hirn des diensthabenden Avatars:

https://www.youtube.com/watch?v=dOos4XpCvFc#t=1141



http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Headroom

"Es war in Rot, und das ignoriere ich inzwischen konsequent."


Wuff.



Montag, 2. Februar 2015

1984



Es ist wirklich schlimm



http://www.zeit.de/2009/31/Robert-Capa
Cowboy oder Indianer?



Und es ist soweit.

Die neuen Ein- Wege- Mittel- Strahl- Medien (MSM) wie Fernsehen und Rundfunk sind wie schon so oft dazu da, den Menschen die Staats- oder Elitepropaganda einzutrichtern, und die ganz, ganz neuen interaktiven Zwei- Wege- Medien, um zu sehen, ob sie auch wirkt; und um diejenigen herauszufiltern, bei denen sie nicht anschlägt. Follower sind Verfolger. Das ist neu, das hatte der andere Nachfolgestaat noch nicht. Deshalb hat der wohl verloren... na ja.


Warum eigentlich müssen die in jeder Nachrichtensendung der Öffentlich- Rechtlichen darauf hinweisen, daß es das Ganze, was sie eben gerade verkündet haben, mit weiteren Details garniert und angereichert auf der Staatsrundfunkseigenen Webseite liegt?

Damit sich die Menschen noch einen Nachschlag holen können? Oder damit die Damen und Herren Kollegen wissen, was sie sich dort als aktuelle Staatsdoktrin mit Sprachregelung herunterladen können, um es weiter zu verbreiten? Das spart ihnen bestimmt Kosten und Mühen, und sie sind auf der sicheren Seite. Nicht einmal schreiben müssen sie selber. Eine Schande...


Das Ministerium für Wahrheit
Mißliebige Artikel oder solche mit im Nachhinein nachweislich falschem Inhalt werden neuerdings nicht korrigiert, sondern geändert oder gelöscht. Wie bereits in 1984 beschrieben. Und da die Menschen in ihrer Mehrheit sich so etwas nicht mehr aufheben - sie wissen ja nicht vorher, was geändert werden wird, die Redundanz der Zeitung fehlt - können sie sich im Nachhinein nie sicher sein, ob sie sich nicht vielleicht geirrt haben; und wissen deshalb auch für die Zukunft nicht, was wahr sein wird. Das Alles erfüllt den Tatbestand der Vernichtung von Beweismitteln und der Aktenfälschung innerhalb der vierten Gewalt, wie sie sich nun mal selber nennt und benimmt. 1984 in Reinkultur. NGO - Not so NGO. Wuff.

Und siehe da, genau in den 1980er Jahren entstand der Begriff   Government - Operated Non - Governmental Organization / Government - Organized Non - Governmental Organization oder GONGO für vom Staat gegen sich selbst oder Andere aufgestellte und / oder bezahlte angebliche fake NGOs.

Wuff.


Wo wir schon dabei sind:

NGOs sind NICHT-Regierungsorganisationen; warum zur Hölle sollten sie also vom Staat Geld erhalten? Und warum sollten auch noch ausgerechnet ausländische NICHT- Regierungsorganisationen vom inländischen Staat Geld erhalten? Direkt oder indirekt vom Staat finanzierte NGOs sind ja wohl ein Widerspruch in sich!

Und warum sollten andererseits auch vollständig privat finanzierte NGOs, also NICHT-Regierungsorganisationen, am Mehrheitswillen vorbei Einfluß auf einen Staat und eine Regierung haben? Am cleversten und widersprüchlichsten sind natürlich unwissentlich oder unwillentlich über den Staat von den steuerzahlenden Staatsbürgern öffentlich finanzierte, private NICHT- Regierungsorganisationen, die gegen deren Interessen arbeiten und sich das so auch noch von diesen finanzieren lassen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Juvenal#Werk
Wer aber überwacht die Wächter?

Womit wir auch schon bei der Presse, der selbsternannten vierten Gewalt wären. Der "unkontrollierten Gewalt" wäre besser. Wobei beides eine Anmaßung ist, denn:

  1. werden sie kontrolliert, aber nicht von der Öffentlichkeit, sondern von ihren Eigentümern und Zahlvätern; und ein Großteil davon gehört zwar nicht dem Staat, aber den Parteien, und somit zum Staat. Wuff. Man glaubt gar nicht, wo überall die Parteien drinstecken, und so staatliche Propaganda für sich selbst machen bzw. mißliebige Meldungen unterdrücken können - und
         
  2. hat sie niemand dazu bestellt, als Gewalt aufzutreten, also die Interessen ihrer Eigentümer -und damit insbesondere der politischen Parteien- auch noch als Gewalt zu vertreten. Sie haben Augen und Ohren zu sein, nicht Faust. Sie haben zu sehen, zu hören und zu melden, und nichts weiter.


Wie ich schon einmal erwähnte, zeigen sie im Fernsehen auch sekundenlang nur wedelnde Hände – was mich besonders irritiert. Ich denke dann immer, ich soll vom Sofa runter... aber warum wohl? Weil man dann nicht so merkt, wie allein der RednerIn gerade ist? In extremer Nahaufnahme sieht auch eine kleine wuselige Gruppe aus wie eine gewaltige Ansammlung.


Und nur manchmal, wenn es ein Kameramensch gar nicht mehr aushält, fährt er gegen Ende von der Nahaufnahme in die Totale und man sieht, daß der jubelnde Haufen, der einen der Ihren einem Meer und Blumen und Glückwünschen ertränkt, nichts weiter ist als ein mickriges Häuflein von fünf Menschen, verloren in einem riesigen, leeren Saal, beispielsweise des deutschen Bundestags, das einem der Ihren zum Geburtstag gratuliert.

Man kann sich ja nachher rausreden, die Kollegen hätten das Ende ja wegschneiden können...


https://www.facebook.com/photo.php?fbid=718317591600860&set=a.149497441816214.29986.100002678786300
Die Führer der Freien Welt gehen vereint voran

Vielleicht zeigen Kameraleute deshalb so oft ihre Kollegen beim Filmen? Eine Mischung aus extremer Langeweile, Inhaltslosigkeit und dem verzweifelten Versuch, so etwas wie eine Authentizität des Inszenierten zu erzeugen, indem man zeigt, daß das alles nur Theater ist? Wuff. Wie heiß der Typ noch mal? Brecht?

War das nicht kurz vor dem nächsten großen Krieg? Es ist wie in ihren Touristenprospekten: Die lärmende Hauptstraße hinter dem Strandhotel wird nicht gezeigt, ebenso wenig wie die Müllhalde rechts und dass Zementwerk links. Es gibt da direkt einen Wettbewerb um das verfälschteste Foto...


Nur hier im Sonderangebot: Ganz ohne Frauen!


Und so wurden beim aktuellen Welt-Pressefoto-Wettbewerb 20 Prozent der Fotos wegen Hinzufügens oder Entfernens von Bildinhalten disqualifiziert, mehr als je zuvor - und das waren Bilder, von denen die Einreicher wußten, daß sie geprüft werden! Wuff! Was mag da erst alles ohne Prüfung in den Medien veröffentlicht worden sein? Und wer kommt darauf, so etwas zu inszenieren? Die Staatschefs selber ja wohl nicht...

Und selbst wenn es nicht unbedingt gefälscht ist, gestellt ist so manches Foto allemal - auch und gerade von denen, die Preise gewinnen. Gerade die! Siehe oben. Das ist halt soooo viel leichter...


Ein Bild lügt mehr als tausend Worte



http://www.cracked.com/photoplasty_611_24-famous-photos-you-wont-believe-were-fake/
Nüchterne Männerrunde



Und Glauben ist nun mal auch so viel leichter leichter als Wissen, Gerüchte sind einfacher zu begreifen als Fakten; Klatsch und Tratsch sind leichter zu glauben als echte Nachrichten, weil sie bereits den eigenen Vorstellungen und Vorurteilen entsprechen. Nun, der Weg zur Hölle ist nicht nur mit guten Absichten und Vorsätzen, sondern auch mit Schokolade gepflastert.


Die überbordende Emotionalität in den Medien - Wir müssen mehr Gefühle zeigen! Eigene und fremde, in Großaufnahme und Zeitlupe! - führt zu einer Inszenierung der Gefühle. Es ist nicht mehr nur kalt, sondern sehr, sehr kalt - und wenn es tatsächlich sehr kalt ist, dann ist es eben sehr, sehr, sehr, sehr kalt. Wobei sich das Maximum auf inzwischen etwa 4-5 sehrs eingependelt hat, mehr kriegen die Menschen eh nicht mit -aber auch dann kann die gefühlte Kälte immer noch sehr viel schlimmer sein. Zu Fühlen ist nun mal viel viel viel viel leichter als Denken, und es auch hat einen viel größeren Schauwert zur Ablenkung von so was anstrengendem wie Ursachen und Folgen. Drama, Drama, Drama, Drama! Wuff Wuff Wuff Wuff!


Seht ihr, so einfach geht das. Gänsehaut-Peeling.

Und wenn es keine tatsächliche Konflikte gibt, über die man sich zu berichten traut, oder weil eben alles beliebig geworden ist, dann werden eben künstlich welche erzeugt. Sie kriegen es nicht gebacken, die Menschen. Traurig. Sie kapieren sich selbst nicht. Wuff.

Hinzu kommt noch, auf der anderen Seite, die

Pictophobia Politicorum


- die Angst der Politiker vor Bildern. Vor unangenehmen Bildern. Wie jeden zweiten Tag im Fernsehen.


Wörtlich: Wollen SIE solche Bilder sehen? Wollen sie das?!

(Ja nicht etwas zur Entscheidung stellen: Wollen sie, daß so etwas passiert? Wollen sie das?! Darüber ließe sich ja ruhig reden...)


Huuu! Nein! Der Teufel! Ein garstig Bild! Bitte keine Bilder zeigen! Es sei eben denn, man hat sie plump selbst gemalt, oder digital gefälscht. Wie die kleinen Menschenkinder... sie werden einfach nicht erwachsen. Gesicht versteckt - und Papa ist weg. Wuff.

Oder nein - wie einst im Mittelalter, wo das Bild vom Teufel -wie die Nennung seines Namens- die Gegenwart des Leibhaftigen selbst herbeirief:

Mal' nicht den Teufel an die Wand!

Den Durcheinanderwerfer, den Verwirrer, Faktenverdreher und Verleumder!


Und so bekam er auch immer mehr Namen. Es ist der reinste Aberglaube: Sehe ich Bilder, erzeuge ich etwas, sehe ich sie nicht, ist nichts passiert. Diejenigen, die die Geschicke der Menschheit in den Händen halten, machen das Licht aus, damit niemand etwas sieht, und damit an die Existenz von etwas glaubt, was sie nicht selber auf die Leinwand projiziert haben; und dann glauben sie aber, selbst vor dieser Wirkung gefeit zu sein.

Ein Bild ist nicht die Wirklichkeit, meinen HerrInnen!



Alles schon einmal passiert...
Das erinnert mich auch alles immer mehr an die Zeit mit meinem Herrchen, der Hofberichterstattung, wo die lobhudelnden Anreden und Schlußformeln länger waren als die eigentliche Nachricht - und wehe, wenn nicht. Nun , das wurde kurz abgeschafft - und wird nun wieder eingeführt, da die Menschen, dero Hochwohlgeboren, offenbar ohne Selbstbeweihräucherung nicht leben können, sobald sie die Folgen derselben vergessen haben. Das hat ja nicht lange gedauert... Nun, auch wir Hunde wälzen uns ja gerne im Dreck, auch dem der Andern. Wuff. Auch kollektives Eigenlob stinkt. Wie war das nochmal mit dem Turmbau zu Babel - oder zu Babbel - schon damals mit Leiharbeitern und Niedriglöhnern aus aller Welt?

Es werden gerade wieder sehr, sehr viele Türme gebaut... Wuff.

Und siehe, sie nannten es "Globalisierung"


Nachdem frühere Menschen mit steinernen Bauten und Sonnentempeln den Geheimnissen der Jahres- und Tageszeiten auf die Spur zu kommen versuchten, meinen sie heute, mit Hilfe ihrer Uhr über die Jahreszeit bestimmen zu können. Hybris, Irr- und Wahnsinn: Eine Sinnestäuschung - die Vorstellung, man könne über Zeit und Raum herrschen; mehr noch: die Zeit anhalten. Durch verplempern von Zeit soll Zeit gewonnen werden. Und selbst wenn das niemand mehr glaubt, so wird es dennoch durchgesetzt; aus Herrschaftsgründen.


Es werden zunehmend Nachrichten über Nachrichten verbreitet, über Gerüchte, Vermutungen, und auf diesen Gerüchten und Vermutungen beruhende spontane und emotionale Ansichten - auch dort, wo diese nicht schon als Propaganda in die Nachrichten eingearbeitet wurden; dann dienen die selektierten Reaktion nur zur Bestätigung für das eben gesagte.


Wie gesagt - es werden Kameraleute gezeigt, wie sie Kameraleute beim Filmen filmen, wedelnde Hände, wenn es sein muß, mit einem Fernrohr durch geschlossene Fenster, und dann interpretieren sie Gesten. Und jeder schreibt bei jedem ab, was der gesagt bekommen hat.


Das Gehirn der Menschen wird so jeden Tag erneut auf Sommerzeit eingestellt - auch die dient dazu, die Menschen zu verwirren und zu verunsichern, auf daß sie sich schon mal daran gewöhnen, daß nichts mehr fest und unveränderlich ist, nicht einmal die Zeit und auch nicht der Lauf der Sonne. Und wenn schon nicht die Zeit selbst angehalten werden kann, so doch ihr Meßinstrument.

So mächtig sind die Majestäten, daß sie sogar sich selbst überlisten können - wenn ein Beschluß bis Mitternacht fertig sein soll, dann wird eben um Mitternacht die Uhr angehalten; auch wenn der Tag dadurch nicht länger wird, so haben sie doch ihre Unfähigkeit zur rechtzeitigen Einigung im Protokoll verborgen.

Alles ist nur noch eine Frage der Interpretation der Mächtigen. Selbst mein Herrchen hätte sich geschämt. Seine Nachfolger nicht mehr. Geholfen hat es nix, alle beide Kriege gingen verloren, und kein einziges Kraftwerk weniger wurde gebaut.


Und obwohl die irritierende, anstrendende, nervtötende angebliche Sommerzeit von Vielen als ein "als Wohltat maskiertes Übel" - von der offiziellen Begründung her eingerichtet extra für die Minderheit der Säufer und Biergartenhocker, jawohl! - erkannt wird, wird mit ihrer Hilfe zweimal jährlich das Volk durchgeschüttelt und alles aussortiert, was nicht mehr mitmacht.

Mit einer Sonnenuhr geht das nicht, da ist die Sonne um zwölf Uhr mittags im Zenit, egal wo, egal wann. Mit der notwendigen Anpassung an die Zeitzonen, versteht sich. Aber die existieren ja zwangsläufig.

Am wüstesten trieb es letztens die russische Verwandtschaft, und wundert sich jetzt, daß sie nichts mehr so recht auf die Reihe bekommt, wo doch per Dekret die Sommerzeit nun auch im Winter herrscht. Dabei ist normalerweise die Winterzeit das ganze Jahr über die richtige, die Sommerzeit die manipulierte. Jetzt ist es dort frühmorgens im Winter noch dunkler und kälter. Selbst Schuld, Wuff.

Jetzt ziehen auch noch die japanischen Kollegen nach, weil sie sich der Orgie des Wahnsinns nicht mehr entziehen können, wenn doch alle mitmachen. Die Gedanken sind frei! Wer hat sie entlassen?



Zeichen und Inszenierung




Hinzu kommt die Ikonographie der Verlogenheit. Mißliebige Menschen werden durchgehend unvorteilhaft dargestellt - ob der Mensch nun gerade lacht, gähnt oder schreit, ist nicht zu erkennen. Wird woanders nun gerade eine innige Verbundenheit dargestellt, oder die höhnische Gemeinsamkeit in einem dreckigen Witz? Moderne Kameras machen 5000 Bilder die Sekunde, da wird wohl ein schlechtes dabei sein. Oder ein gutes, je nachdem, was man gerade will.

In Bildern erscheinen immer die gleichen Posen, ob im Sport oder in der Politik, oder sonstwo. Eigentlich sind Worte Überflüssig. Es sind Zeitungen für Leute, die der Sprache nicht mächtig sind. Unterscheiden tun sich die dargestellten Dinge nur durch ihren Reklameaufdruck. Es muß sie also gar nicht geben...

Im Fernsehen genauso: Immer die gleichen Posen, immer die gleichen Bewegungsabläufe, ob im Tanz oder im Totschlag.

Die immer wiederkehrende Einführung zu "Germaniens übernächste Irgendwas" gleicht auf das Haar dem zu "Dings-Bumse im Einsatz": Fünf Menschen in Zugvogelformation schreiten dynamisch in äußerster Zeitlupe auf der Zuschauer zu. Oder sonstwas. Die Moden wechseln... Schaltet man zwischen den beiden hin und her, fragt man sich, warum die dargestellten Leute wechseln. Die Figuren tun es nämlich nicht. Es scheint aus ein und dem selben Rechnerprogramm zu sein, nur mit unterschiedlichen Oberflächen oder Avataren. Und tut es wahrscheinlich aus. Wuff.


Hier das öffentliche, zeremonielle Öffnen der Schatztruhe, mit einem gefundenen Flugschreiber, der Black Box von Blackbeard:

New Pirates of the Caribbean

Natürlich gibt es auch eine durchgehende Ikonographie in Spielfilmen, die letzte Instanz der Phantasie. Nicht nur der Musik, auch der Bilder. Früher waren es schwarze Hüte und weiße Hüte, an denen man Gut und Böse auseinanderhalten konnte. Und anhand derer die Menschen auch nach einem Toilettengang sofort erkennen konnten, wo der Held war – der helle Fleck auf Leinwand da, das ist er. Umgeben von einer dunklen Wolke der Bedrohung.


Ellen Barkin,
Menschenweib
Mit der Ankunft des Farbfilms mußte stärkerer Tobak aufgefahren werden – heute sind es blonde Haare und rote Lederjacken, davor waren es rotkarierte Schottenmuster, sind gut zu verfolgen. Wie gesagt, Moden wechseln. Da ist das Opfer! Und da der Held! Und da der Mörder! Kasperletheater für Erwachsene. Diese Helden! Vor der Wand aus Feuer! Die Menschen spiegeln nur sich selbst; blonde Kinder im Nebel des Nordens, helle Fußsohlen in der dunklen Nacht Afrikas.


Und! Das Zeichen des Opfers: Die umgehängte Decke, analog zum Frauenschleier. Malerisch um Kopf und Schultern drapiert (das an die Backe geklebte "Headset"- Ohrmikrophon ist dagegen, ähnlich wie ein "Robocop"-Kopfhörer in der Straßenbahn, irgendwie das Zeichen des verkabelten Idioten... letzteres ist Gottseidank eigentlich schon wieder vorbei - gab's wohl zu deren Weihnachten). Und kein FILM ohne Rettungen In Letzter Minute.

Je schlechter der F.I.L.M., desto mehr R.I.L.M. Gute F.i.l.m.e. haben gar keine. Wie das Leben. Wuff.


Dazu gehört auch, daß Kriminelle in der Phantasie ihre Mitmenschen offensichtlich eine Vorliebe für große, rot blinkende Anzeigen an ihren riesigen Bomben haben sollten, die den Zündzeitpunkt auf die Sekunde korrekt anzeigen - und nicht etwa schon bei, sagen wir mal, 29 Minuten vor 0000 den ganzen Laden hochgehen lassen. Wuff, Wuff, Wuff, Wuff... 'tschuldigung.



Schön wär's.




Zuletzt noch eine besonders merkwürdige Ikone:





http://lokster.deutschebahn.com/artikel-pool/verstehen/geblickt-bahnsteig.html
Achtung, tanzende Lokführer!


Der erste internationale Autobahnkongress wurde übrigens 1931 in Genf abgehalten. Sponsor der Veranstaltung war
das Internationale Arbeitsamt des Völkerbundes. Sein Ziel: Durch massiven Autobahnbau sollte die Arbeitslosigkeit in den von der Weltwirtschaftskrise betroffenen Staaten verringert werden.


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Bundesarchiv_Bild_183-R27373%2C_Reichsautobahn%2C_Adolf_Hitler_beim_1._Spatenstich%2C_bei_Frankfurt.jpg


Und warum heißt die Autobahn nun Autobahn?
Weil ihr Bau anschließend von der damaligen hiesigen Regierung bei der Reichsbahn in Auftrag gegeben wurde.




Man kann's nicht erfinden.

Wuff.