Montag, 3. August 2015

Der Dromolo­gische Stillstand (DS) I




http://www.webviralistas.info/2015/09/15-situaciones-demasiado-vergonzosas.html

Erster Versuch


(Hier ist der Zweite)


Was geht, Schwester, was geht?

Man erntet, was immer man sät!


Aircon - Dromologie: Die Verwendung von Klimaanlagen heizt durch deren Energieverbrauch die Umgebungsluft immer weiter auf, so daß schließlich immer mehr Klimaanlagen vonnöten sind...


Der letzte Sinn der Norm scheint die eigene Abschaffung durch ihre Ausweitung zu sein. Je mehr Normen es gibt, desto weniger gibt es eine Norm. Ist das nicht toll? Da wird ein Phänomen unseres Alltags zur Allegorie auf den ganzen Schlamassel, der uns umgibt. Je mehr Menschen es gut geht auf dem Planeten, desto weniger gut geht es dem Menschen. Je mehr Politiker es gibt, desto weniger Politik wird gemacht. Je mehr Automobile es gibt, desto weniger mobil sind wir, und so weiter! Je mehr es von ein und demselben gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass genau die Eigenschaft, zu dem es erdacht wurde, auch die ist, die zu seinem Tode führt. Der Verkehr bricht nicht zusammen, weil Autos und LKW nichts taugen, sondern weil sie immer besser werden. Der Tod der Mobilität ist nicht die S-Klasse, sondern der kleine Öko-Flitzer. Das soziale System zerbricht nicht an seinen Widersprüchen, sondern daran, dass es für immer mehr Menschen gut funktioniert.

 - Dietmar Wischmeyer in Zitty 03 / 2002



Staus lassen sich nur von Außen auflösen.


Dromologie: Je schneller und räumlich weitreichender die Kommunikation wird, je schneller Daten verarbeitet werden können, desto länger dauern Entscheidungen und Verwaltungsabläufe.



Ein kurzer Definitionsversuch


Dromologie


http://de.wikipedia.org/wiki/Dromologie


Als Dromologie (zu altgr. dromos (Rennbahn) und logos (Wissenschaft), " Logik des Laufs") bezeichnet man eine 1977 von Paul Virilio in Geschwindigkeit und Politik begründete transhistorische und transpolitische Forschungs- und Sichtweise zur Untersuchung gesellschaftlicher Verhältnisse unter spezieller Berücksichtigung von deren Verhältnis zur Geschwindigkeit. Als Hilfswissenschaften werden Technikgeschichte, Mediengeschichte, Militärwissenschaft, Urbanistik, Physik und Metaphysik genutzt.

Virilio sieht Geschwindigkeit als verborgene Seite von Reichtum und Macht und damit als entscheidenden Faktor, der die Gesellschaft bestimmt. Geschichtliche Epochen und politische Ereignisse werden unter diesem Blickwinkel zu Geschwindigkeitsverhältnissen. Seines Erachtens vernichtet die Geschwindigkeit den Raum und verdichtet die Zeit. Dies sei das verhängnisvollste Phänomen des 20.Jahrhunderts.

Der so genannte Dromologische Stillstand kann als Effekt der Selbstblockade verstanden werden. Drei Beispiele dafür sind:
  • Je mehr die Menschen sich unterschieden wollen, um so mehr sind sie sich gleich. Je mehr Meinungsfreiheit herrscht, um so größer wird der Gruppenzwang.
  • Die Menschen werden immer mobiler. Fast jeder Deutsche hat ein Auto, manche Familien sogar zwei oder drei: Man steht im Stau und findet keinen Parkplatz. Das Problem ist im Rest der Welt noch größer.
  • Jeder hat immer mehr Telekommunikationsanschlüsse - ist aber dadurch auch nicht besser erreichbar.


Das war vielleicht einmal so.

Inzwischen muß jede jederzeit erreichbar sein - und das ist genau so gemeint. Auf Jeden muß zu jeder Zeit Zugriff möglich sein. Die häufigste Frage am mobilen Telefon dürfte, den Antworten nach, diese sein: "Wo bist du gerade?" und die logische Antwort: "Am Telefon. Mehr mußt Du nicht wissen!" erfolgt nicht; doch wozu auch. Künftig wird wohl der Standort des angerufenen Delinquenten automatisch angezeigt. Und ggf. auch der des Anrufenden.

Das Kommunikationsgerät wird zur elektronischen Fußfessel auf Gegenseitigkeit - 1984.Und das wenige Jahre nach seiner Einführung und über Kontinente hinweg.


Und nun erweitern wir das:
Der dromologische Stillstand in der

Kommunikation

Alle nennen ständig ihren Namen - wenn es denn der ihre ist.

Das Resultat ist, daß niemand niemanden mehr kennt, und Namen unwichtig werden - man erreicht diesen Menschen sowieso nie wieder, auch wenn man gleich zurückruft. Sie werden Austauschbar. Und daher ist es auch egal, ob ein Name echt oder ein Pseudonym ist. Nennen Sie mich Gott! Oder R2-D2.

Im steten Fluß der Information geht das Wesentliche unter - man will und muß immer mehr über alles Mögliche wissen, aber die entscheidende Information wird einem verweigert. Wo versteckt der weise Mann eine Blatt? Im Wald!- Pater Braun;

Kühlschranktechnik

Wie das so ist: Je höher die Energieklasse, desto dicker die Isolierung, desto kleiner also der Innenraumbei gleichen Außenabmessungen - und das in der dritten Potenz; so daß man, für den gleichen Inhalt, einen größeren Kühlschrank und damit eine größere Küche braucht, und somit im Endergebnis für die Kühlung des gleichen Kühlinhalts mehr oder weniger die gleiche Menge an Strom verbraucht - aber nun eine größere Wohnung beheizen und bezahlen muß.

Genausowenig spart man, wenn man ein vollisoliertes Öko- Haus in die Pampa baut und dann jeden Tag 10 Kilometer zur Arbeit fährt. Kein CO2, keine Energie, kein gar nichts. In Gegenteil! Wuff.

Computer mit Internet

Das Internet an sich (die Serverstruktur) verbraucht den Strom einer Großstadt.

Das ist aber nur ein Bruchteil der tatsächlichen Stromkosten: Die Anschlußgeräte (nichts geht heute mehr ohne Anschluß an das Internet!) in den Wohnungen und Betrieben verbrauchen inzwischen so viel wie die Kühlanlagen. Was man also sonstwo einspart, wird dort wieder verbrutzelt - und das mit steigender Tendenz. Also verringert sich die Stromrechnung nicht - man braucht aber auch hier mehr umbauten Raum, um die Geräte unterzubringen.

Ersparnis is nich.

Fotographie

Je mehr Fotografen ein einzelnes Ereignis abfotografieren, um so mehr gleichen sich danach die Bilder. Eins hätte gereicht...

Bildung

Nachdem sie zum Universal- Allheilmittel erklärt wurde, wurde die Bildung so verwässert, daß jeder sie bekommen kann, sie aber niemandem mehr hilft.

Man wertet Fächer akademisch auf und ruiniert sie damit  - nicht die Industrie sucht hoch ausgebildete Fachkräfte, sondern hoch ausgebildete Fachkräfte suchen dringend eine Arbeitsplatz, um ihre Schulden zurückzuzahlen.

Die Gebildeten stellen den Großteil der Arbeitslosen, die Universitäten schotten sich ab, der wohlfeile Verkauf der (eigenen) Bildung ist DAS Geschäft und Kleinkindern wird nun ein Trolley angedient, damit sie ihre überschweren Ranzen zur Schule zerren können - womit das letzte bißchen Sport (und der Unterschied zu den Erwachsenen) auch noch wegfällt.

Und das jetzt, wo ganze Bibliotheken auf einen Fingernagel passen.

Und was hilft's? Fähigkeiten sind gefragt, nicht Ausbildungen. Nein; Kompetenzen sind nicht gemeint. Das ist ein Fremd- Wort.

Bürokratie

Mit immer mehr Aufwand immer weniger erreichen: Ein sicheres Zeichen für "Motor kaputt".

Noch das Kaiserreich meines Herrchens hatte nicht mehr als eine halbe Million Beamte, und seine englischen Vettern verwalteten das indische Großreich mit auch nicht mehr als 2000 Leuten, von der Armee einmal abgesehen.

Des Weiteren erzeugt die Aufteilung des Lebens in immer kleinere Einheiten Dis- Synergie oder auch Dis- Solvenz, Auflösung, Fragmentierung - das Gefühl von Fülle, wo doch eigentlich nur mehr Abstand zwischen den einzelnen Teilen herrscht: Erkennbar am erhöhten Ressourcen- Zeit- und Transport- Aufwand für die selbe Sache.


Freiheit oder Zwang?


Jede Freiheit wird über Kurz oder Lang zum Zwang. Erst darf man etwas tun, und wenn man sich dran gewöhnt hat, dann muß man es.

Die Menschen beschweren sich andauern, alles sei so oberflächlich; dabei ist die Oberfläche äußerst wichtig (wer das bezweifelt, kann ja mal mit einem Nagel einen schönen, langen Kratzer in seinen Autolack ziehen).

Was keine Oberfläche hat, existiert nicht.

So wie die geforderte neue berufliche Mobilität, genannt Globalisierung, zur erweiterten gesellschaftlichen Immobilität, genannt Arbeitslosigkeit, geführt hat, so führt die verordnete Verfügung über die Zeit zum totalen Verlust des Zeitgefühls.

Nur wer eigentlich keine Ziele mehr hat, setzt sich welche. Und je mehr Ziele sich die Menschen setzen, desto mehr endet ihr Leben im Nichts. Und wer im Tunnelblick auf Abbildungen immer nur Details und Ausschnitte der Wirklichkeit betrachtet, verliert sowieso den Überblick.

Zu viel und zu langes Wachstum fördert den Niedergang. Wer Lichter anzündet, sieht keine Sterne mehr und macht sich selbst zum Maß aller Dinge.

Reichstagskuppel

Kein Mensch kann arbeiten, wenn ihm jemand auf dem Kopf herumtrampelt- und die tun es deshalb auch nicht. Die Kuppel war die Vorsichtsmaßnahme eines Vertreters der alten Familienrivalen, die ihnen immer noch nicht über den Weg trauen und deshalb bei Allem über die Schulter sehen wollen. Nun, dann wird eben da so getan als ob und das wahre Tun in andere Räume verlegt.

Ressourcenkauf

Preisschwankungen an den Tankstellen sind so extrem wie nie zuvor- weil sich die schnellen Anzeigen in Lichtgeschwindigkeit auf Knopfdruck ändern lassen. Es lassen sich an ein und derselben Station innerhalb weniger Minuten Differenzen von mehr als 10% beobachten. Und das umgehend, nachdem, explizit um die schwankenden Benzinpreise durch marktgerechtes Verhalten der Kunden zu stabilisieren, die Tankstellenbesitzer gesetzlich verpflichtet wurden, ihre Benzinpreise an eine Zentrale zu melden, wo die Kunden sie zum Preisvergleich abrufen können.

Was ihnen natürlich nicht im geringsten hilft, da
  1. sie nicht da sind, wo die Preise sinken
  2. die Preise dort steigen, wo sie hinfahren, und
  3. die Benzinverkäufer damit aus jeder Verpflichtung zur Preisstabilität entlassen wurden.

Was die Menschen übersehen: ein reiner Markt führt zu keinem Kaufabschluß, da der Verkäufer einer Ware den Preis bei körperlicher Annäherung des Kunden and den Tresen (hier: die Zapfsäule) immer weiter erhöht, bis der Kunde sich abwendet, worauf der Preis sinkt, bewegt sich der Kunde nun wieder auf den Verkäufer zu, erhöht der wieder, usw.

Das läßt sich mit einem elektronischen Abstandsmesser automatisieren, und genau das ist hier passiert! Früher ging das nicht - da mußte jedesmal einer auf eine hohe Leiter klettern und in schwindelnder Höhe mühsam riesige Blechtafeln mit Ziffer aus- und einhängen. Und so etwas macht man nur einmal täglich.

Erst wenn die automatische Preisfindung durch den freien Markt aufgehoben wird durch eine Verpflichtung des Verkäufers, den geforderten Preis verbindlich in Raum und Zeit festzulegen, kann überhaupt ein Kauf zustande kommen, weil ansonsten der Preis immer unendlich hoch ist.

Der dromolo­gische Stillstand ist u. a. auch eine Erklärung dafür, warum etwas nicht klappt, obwohl man es immer mehr versucht.

Gib Acht, wonach es dir verlangt -

Es könnte dir gewähret werden.


Das Merkwürdige ist beispielsweise, daß die Menschen immer nur schönes Wetter haben wollen, insbesondere Sonne und Trockenheit - wo sie doch den Regen viel nötiger hätten. Der Wetterbericht in ihren Medien spricht immer mit theologischem Bedauern über den Regen, und erweckt messianische Hoffnung auf sonniges Wetter - wenn diese Prüfung vorbei ist, dann, ja dann scheint wieder die Sonne, und der ekelhafte Regen wird sich verziehen, und das Paradies bricht erneut aus.

Mitnichten! Die Ernte vertrocknet am Halm, und das Grundwasser wird knapp, die Häuser sacken ab. Die Flüsse trocknen aus, Fische gehen ein, jede Schiffahrt kommt zum erliegen. Alles wird teurer.

Dabei sollen doch alle Menschen immer so viel trinken, wie sie nur können! Das raten ihnen die Wasserverkäufer. Für die Natur gilt das anscheinend nicht. Und dann kommt der Regen laut Werbeprospekt Alles auf einem Mal, weil man nur so 360 trockene Sonnentage im Jahr haben kann, wenn man nicht in der Wüste leben will. Und nimmt alles mit sich fort.

Denn Regen läßt sich nicht verkaufen! Wenn die Menschen sich da alleine oder zu zweit am warmen Ofen unter einer Decke verkriechen, tut ihnen das vielleicht beiden gut, aber sie geben kein Geld aus. Noch vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren schrieben sie Liebeslieder, in denen das Zusammenkommen wegen Regen das Thema war. Aber daran läßt sich so gut wie nichts verdienen, außer am Verkauf der Lieder selbst.

Sonnenschein dagegen läßt sich in Form von Urlaubsreisen oder Lust darauf sehr viel besser und viel teurer vermarkten - also wird er propagiert.

Und natürlich sollen die Menschen auch ständig essen! Das raten ihnen die Essenverkäufer. Beides, ständiges Essen und ständiges trinken ist nachweislich unsinnig, falsch, und schädlich; und so kennen die Menschen hierzulande weder Hunger und Durst - wörtlich. sie wissen gar nicht mehr, was das ist - und haben Angst davor. Oder entwickeln Trink- und Eßstörungen. Und machen Diäten. Da geht es dann plötzlich! Aber 90% des menschlichen Fettgewebes bestehen nun mal, wie ein Kamelhöcker, aus Wasser.

Und was sollen sie laut Werbung essen? Mit schlechtem Gewissen? Kindernahrung!

Die Kombination "süß & fettig" kommt nämlich eigentlich in der Natur nicht vor - es ist immer entweder / oder. Warum sind sie dann da so scharf drauf, die Menschen, nach 50 Million Jahren Entzug? Am Besten im Verhältnis von etwa 50/50? Warum haben sie da keine Bremse, auch Ratten nicht? Und warum macht diese Kombination sie so dick? Weil es sie nämlich doch gibt, die überall erhältliche und als besonders gefährlich geltende, süchtig machende Kombination aus Salz, Zucker und Fett: in jeglicher Muttermilch. Und das Verhältnis ist ähnlich. Das gilt für alle Säugetiere. Wer also sich Eiskrem, Schokocreme, Doughnuts reinpfeift... hängt wieder an der Mutterbrust. Man sollte sich das klarmachen. Glasklar.

Und: Diese Kombination soll von Natur aus dick machen. Da darf deshalb auch keine Bremse eingebaut sein! Davon muß immer das Maximum reingehen, denn wer weiß, wann es das nächste Mal wieder was zu Essen und zu Trinken gibt!

Das Leben muß so gesehen eine einzige Party sein, da läßt sich dran verdienen. Egal wo; aber ständig und immer. Auch wenn das die Menschen nicht aus ihrer Einsamkeit holt. Nein: Gerade dann läßt sich der nächste Urlaub, die nächste Party, das nächste Event verkaufen.

Und es hilft wieder nichts.


Statt auf viele Nachkommen hoffen die Menschen auf weite Reisen zu günstigen Preisen, statt auf die Zukunft setzen sie auf die Gegenwart. Die ist jedoch mit ihrem Tod vorbei. Arbeit, Einkommen und Konsum verschwinden mit ihnen im Grab.

Konsum und Kinderlosigkeit ist das Rezept zum Genosuizid.


Wuff.


Und so werden sie ersatzhalber selbst wieder und dauerhaft zu Kleinkindern, die nur eine kennen: Konsum!

Endlos plärrende und blinkende Werbebotschaften mit allen Eigenschaften einer Kinderrassel -bunt, laut, bewegt sich- lassen die erwachsenen Menschen wieder zu Kleinstkindern werden; zu willenlosen Empfängern von Botschaften, die ihnen Aufregung und Befriedigung zugleich versprechen, und damit zu kunterbunten Narren.

Auch wer, wie eine Zeitlang geschehen, nagelneue Kleidung als gebraucht aussehend kauft, weil er oder sie gar nicht mehr die Geduld hat, sie so lange zu tragen, bis sie tatsächlich gebraucht ist, muß eben eine Benutzung vortäuschen - wie Kinder, die zu Weihnachten Geschenke aufreißen und sofort danach wegwerfen, so daß sie im Verpackungsmüll verlorengehen. Denn ihren Zweck -das geschenkt werden- haben sie ja nun mal bereits erfüllt.

Der Inhalt des Geschenks ist schon deshalb wertlos, weil er schon im Moment des Kaufes bereits veraltet ist. Die Menschen bringen den Dingen, was sie machen, keinen Respekt und kein Gespür mehr entgegen. Sie machen sie ja auch nicht mehr. Wuff.

Und leider, leider gilt das alles auch für das, was sie "Nachrichten" oder "Informationen" nennen. Überall der gleiche Müll in manchmal unterschiedlicher, aber immer gleich bunter und zappeliger Verpackung, die wichtiger als der Inhalt daherkommt und es inzwischen tatsächlich auch ist.

Tragischerweise.

Wuff.

Der Inhalt trägt inzwischen die Verpackung, und nicht mehr umgekehrt. Wer das nicht glaubt, der öffne eine beliebige kommerzielle Webseite.

Mülltrennung



BRENNEN nicht TRENNEN!


Die Menschen sind merkwürdig.

Einst sammelten sie ihren Müll, und, was sie nicht offen verbrennen konnten, warfen sie unsortiert in eine Grube.

Und als diese voll waren und ins Grundwasser suppten, erfanden sie die geschlossene Müllverbrennung, wodurch sie erstens einen Teil der Energie zurückgewannen, und zweitens das Volumen drastisch reduzierten.

Aus der sterilen (!) Schlacke holten sie dann noch die Rohstoffe. Und als sie gerade die Filter so weit entwickelt hatten, daß sie die Luft sauberer aus dem Schornstein entließen als sie hereingekommen war, warfen sie alles wieder über den Haufen, wegen dem CO2 und so. Nun wurde der Müll getrennt gesammelt, wegen der Wertstoffe und so, und die Menschen vermieden es, neue Müllverbrennungsanlagen zu bauen.


Das Resultat:

Der Brennstoff, das Plastik, das Holz und das Papier, fehlte den bereits gebauten, und mußte mit Erdöl ersetzt werden: mehr CO2! (Wo das Altpapier bleibt, ist sowieso ein Rätsel; wird es doch wieder hineingekippt?) Der Biomüll verbreitet derweil Schimmel und Krankheiten - und ist so teuer wie der ganze Rest zusammengenommen.

Das Plastik der Lebensmittelverpackungen aus den Müllsäcken wird derweil von Vögeln und wilden Tieren fein in der Gegend verteilt und mit dem Rasenmäher noch feiner gemahlen. Ein anderer Teil landet als Mülltüte im Kompost und wird dort, ebenso fein gemahlen, über die Felder verteilt. So gelangt es in alle Nahrungsketten. Nach und auch zerfällt es zwar auch, aber unkontrolliert. Der Rest findet seine Weg in die Ozeane.

Der Müll im Pazifik ist nämlich der hier vorsortierte Müll! Der wird als "Wertstoff" billig nach Asien verkauft, dort wird das noch brauchbare aussortiert, der Rest in den Fluß gekippt und damit ins Meer. Wenn Wind und Wetter das nicht sowieso direkt von der Deponie, äh dem 'Wertstoff-Lager' besorgen.

Aber so fehlt es in der offiziellen CO2 - Bilanz! Juchuuu!



Wuff.

Nun könnten die Menschen das auch mit neuen Sachen machen -das Wegwerfen- und sie täten unter Umständen damit ein gutes Werk; weil sie sich aber ihrer Überdrüssigkeit schämen, müssen beispielsweise weggeworfene, nagelneue Kleider wenigsten gebraucht aussehen.


Na, immerhin hat noch keiner versucht, bereits vorgerostete Kraftfahrzeuge zu verkaufen - aber sie bekleben sie mit albernen Bildchen. Flicken und Flecken eben. Damit sie sich nicht so ähnlich sehen. Oh. Ich sehe gerade, sie tun es doch.


Die Menschen werden ersticken. An irgend etwas. An ihren Abfällen. An Geld, Wärme, Information, Mobilität.









Freitag, 3. Juli 2015

Staat, Kultur und Technik



Sterbende Gesellschaften





E Z B - Europäische Zentral-Bank - Cash for the World



CHAANK Industries - Hard Technology for a Hard World




"Die sterbenden Gesellschaften häufen Gesetze an wie die Sterbenden Heilmittel"




Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden
(HS)









https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Anruf-des-Fluechtigen-in-JVA-wirft-Fragen-auf,lingen270.html?ALT




Je nun,

Dieser Staat hat gewonnen...

und nun schützt er sich selbst, nachdem seine Aufgabe, das Grundgesetz zu schützen, obsolet geworden ist - eine Verfassung gibt es ja noch nicht.


Aber damit ist er selbst es ja eigentlich auch....obsolet.

https://www.youtube.com/watch?v=QBvIWKvw4v8
L'etat, c'est moi!

"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die
Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit."

Jean Baptiste Henri Lacordaire

Und:

"Der Preis der Freiheit ist nun mal die Wahrheit"

Denn für die Wahrheit kann man nichts kaufen, weil sie sich nicht verkaufen läßt. Oder eben nur eine einziges Mal; man kann sie ja nicht durch eine Andere ersetzten. Wuff.



Und Schönheit speist sich nun mal aus dem, was wir nicht haben.


Kein Mensch liest Verträge oder Gesetzesvorlagen mit 1700 Seiten, bevor er sie unterschreibt - aber irgend jemand schreibt sie, um in dem Wortschwall etwas zu verstecken, von dem nur er weiß, wo es steht und wozu es wichtig werden kann - wie weiland Pater Braun, der fragte, wo wohl eine weiser Mann ein Blatt verstecken würde - im Wald.

Und einen Leichnam? Auf einem Schlachtfeld.


Man versteckt eine Nadel nicht im Heuhaufen - da fällt sie auf - sondern in einem Faß mit Nadeln. Die Nadel im Heuhaufen ist nämlich leicht zu finden. Man muß ihn nur anzünden... Wuff.


Und Datenschutz ist inzwischen nicht mehr so sehr der Schutz der Menschen Daten vor dem Zugriff Fremder - das ist schon lange passé -, sondern ihr Schutz vor den Daten fremder Menschen. - I don't wish to know that!


Denn nicht das Private ist politisch, sondern das Private wird politisch gemacht - und umgekehrt:


Periodisch fallen die Menschen anscheinend entweder unter die Obhut (und die Fuchtel) der idealen Gesamtfamilie, dem Staat - oder eben einer privaten Familie. Eine weitere Wahl haben sie offensichtlich nicht, wollen sie in Gemeinschaft leben...




http://www.grandin.com/Es ist doch sehr auffällig, daß die neumodische Einrichtung eines "Diskretionsabstandes" im alten, konkret öffentlichen Bereich - der seit dem die Privatsphäre des einen Bürgers vor dem anderen schützen soll - ganz kurz vor der Ankunft der Preisgabe- Sammel- und Auswertungswut sehr konkreter Daten über jeden Einzelnen im neuen, virtuellen öffentlichen Bereich des so genannten Internetz stattfand!

Bis dahin hatte es die Menschen nie gestört, wenn sie beim Ausfüllen ihrer Überweisungen oder dem Kauf ihrer Fahrkarten mit Bekanntgabe des Reiseziels und aller Familiendetails von Anderen beobachtet wurden - im Gegenteil! Es war Teil ihres gemeinschaftlichen Seins.

Damit ist es seit dem vorbei. Wegen derer, die sich nicht benehmen wollen oder können, weil sie das Benehmen nicht kennen oder dieses ignorieren.

Und niemand, wirklich niemand hat diese "Diskretionsbereiche" gefordert! Sie waren einfach auf einmal da. Ohne Diskussion. Und die Menschen brauchten eine ganze Weile, um sich an sie zu gewöhnen.

Vom Prinzip her ähneln sie den Leitsystemen, mit denen Schlachtvieh möglichst stressfrei, und ohne es wirklich zu merken zur Schlachtbank geführt werden.

Und dann begannen sie, freiwillig Dinge über sich im Internetz zu verbreiten - Dinge, die sie in der Schlange vor dem Bankschalter niemals preisgegeben hätten. Diskretion!



https://proway.com.au/solutions/sheep-handling/sheepyard-design-features/
Technische Leitsysteme


Diese neuen Maschinen heißen ja nicht umsonst "Soziale Medien". Sie dienen dazu, nun medial, das heißt vermittelt und kontrolliert, das bis dahin unkontrollierte Mitteilungsbedürfnis der, durch die ubiquitären "Diskretionsbereiche" zu verzweifelten, vereinzelten, einsamen Monaden gewordenen Menschen zu stillen, und dabei alles zu registrieren, was dabei so passiert. "Sozialmaschinen" wäre noch passender. Wuff.



http://pixers.de/sticker/absperrband-462267Und, das ganz und gar nicht nebenbei, war die "Indiskretion" des Drängelns, Überhörens und über die Schulter- Blickens (die genau so nebenbei direkte soziale Interaktion ermöglichte) auf einzelne, zufällige Nachbarn in der Schalterschlange beschränkt, so ist nun diese kontrollierbare, überschaubare Zahl der zufälligen Einblicke in das Privatleben Einzelner einerseits global ausgeweitet, andererseits immer denselben zentralen Beobachtern ausgeliefert worden; und die genau diese Kontrolle aufrecht erhalten, in dem sie unter entsprechender Gesetzeslegung die Anteilnahme am Leben Anderer durch meterweite Abstände, Flüstern, Abschirmung verhindern. Kommen Sie mal mit.


Sie da! Rühren Sie den Anderen nicht an! Das ist neuerdings eine verbotene Belästigung, und einzig uns vorbehalten, die wir Diskretion von Allen fordern.



Weit davon entfernt, modern zu sein, ist dieses Höflingsverhalten ein weiteres Zeichen der fortschreitenden Refeudalisierung des öffentlichen und privaten Lebens.

Und es ist auch kein Wunder, daß diese Refeudalisierung, der direkten, gegenseitigen zwischenmenschlichen Kontrolle entzogen, und verstärkt durch ihre Verbündete, die politisch korrekte Sprachregelung, einhergeht mit ihren alten Bekannten, der Korruption, der Indiskretion, des Skandals, der Durchstecherei, der Bloßstellerei, der Vorteilsnahme, der Ungerechtigkeit, der Beschuldigung, des Zerfalls der Gesellschaft ganz allgemein.


So, das mußte mal gesagt werden. Wuff.


Hilft da nun Kunst?



So wie im letzten Jahrhundert? In Bournemouth?
Dort feierten vier Filme Weltpremiere.
Der erste Teil heißt: "Das Gras wachsen sehen".
Der 40- Minuten- Streifen ist eine Low- budget- Produktion und zeigt Gras - sonst nichts.

Die drei anderen Teile -

"Warten, bis das Wasser kocht", "Der Farbe beim trocknen zusehen" und "Warten auf Weihnachten"

- ergänzten die interessante Kollektion. Der letzte Teil enthält einen Schwenk über ein Regal mit Weihnachtskarten sowie das Ticken einer Uhr von halb zwölf bis Mitternacht, doch am realistischsten und spannendsten war laut Veranstalter die trocknende Farbe: "Man kann tatsächlich sehen, wie sie langsam trocknet", sagte er.

Kunst? Das ist in vielen Fällen nur jämmerliches Kunsthandwerk, über das im Nachhinein irgendein erfundenes Konzept gestülpt wird, um es zur Kunst erklären zu können!

So ein Zitat, sinngemäß, weiter unten hier auf dieser Seite!


Wuff!


Was aber machen die Menschen? Sie zensieren ihre alten Bücher - rückwirkend! Sie übergeben ihre Schriften nicht mehr den Flammen - nein, sie jagen sie erneut durch die Druckerpresse. Sie verfälschen sie. Sie sind noch da, die Erinnerungen - aber nun sind daraus falsche und künstlich implantierte Pseudoerinnerungen geworden.

Vieles geht da für immer und ewig verloren; wie so oft.

Nun- sie lernen es einfach nicht...


Obwohl einer der ihren doch beschrieben hat, was dann passiert - ein Gedächtnisloch entsteht. Die Menschen verlieren ihre Geschichte in einer Art absichtlichen kollektivem Alzheimer - genau das wurde bereits damals, 1948, beschrieben:


"Das Ministerium für Wahrheit (Miniwahr) befasst sich mit der Vergangenheit beziehungsweise mit deren ständiger Manipulation. Sämtliche Bücher, Filme, Schriften, Zeitungen, Tonaufnahmen etc. aus vergangener Zeit werden hier ständig revidiert und an die aktuelle Linie der Partei angepasst, sodass laut allen Aufzeichnungen, die existieren, die Partei immer recht hat und immer recht gehabt hat."


Und wenn dann keiner mehr weiß, was war, weiß keiner mehr, was ist. Denn wer aus der Vergangenheit nicht lernen kann, ist dazu gezwungen, auf ewig in der Gegenwart zu leben - das bedeutet diese ominöse Spruch, man sei gezwungen, sie zu wiederholen. Wer keine reale Alternative zur Gegenwart kennt, kann sich auch keine andere Zukunft vorstellen als die gleiche ewige Gegenwart. In Dauerschleife.

Wuff,

Kulturelle Selbstzerstörung, mal wieder... Gleichgeschaltet ist alles in einer Diktatur; Freiheit entsteht durch Zulassen der Unterschiede. Diskriminierung bedeutet Respekt.


Nun gut, es mag sein, daß den Menschen ein Zuviel an Information die Hirne verstopft. Der Teller ist voll. Wuff. Das mag sein. Auch wenn sie dauernd behaupten, sie würden nur eine Bruchteil ihres Gehirnes nutzen - schon das ist ihnen zu viel. Wuff, wuff, wuff, wuff... Das freut eine niederes Säugetier. Nur die primitivsten überleben...


Aber wenn man schon Informationen vernichtet, dann doch bitte die richtigen - und nicht, wie im Falle der BBC, uralte, unwiederbringliche Tonbandaufzeichnungen im Zuge einer lächerlichen Sparmaßnahme mit aktuellen Nichtigkeiten überschreiben lassen, für die sich heute niemand mehr interessiert! Und das, kurz bevor die Einführung der digitalen Massenspeicher eine derartige Maßnahme völlig überflüssig machte! Wuff!

Aber da sieht man es mal wieder:

"Aktualität ist der Gipfel des Unbedeutenden" (Gómez Dávila)

Aber da hatte man sich wohl vergessen zu erkundigen. Schrott ist nämlich das, was man viel zu lange aufhebt, bis man es wegwirft, meistens unmittelbar bevor man es verwenden könnte. Wuff.


Und wenn Geschichte die Lüge sein sollte, auf die sich alle geeinigt haben: Wer die eigene Geschichte und Literatur - oder die der Anderen - nachträglich verfälscht oder bereinigt, löscht sie aus.


Es ist die neue altbekannte Krankheit



Librophobie, die: Furcht und Panik vor dem gedrucktem Wort.

https://de.wikipedia.org/wiki/HexenhammerAusdruck: Aberglauben, das W. sei, wenn gedruckt und zwischen Pappdeckeln eingeschlossen, allmächtig und ewig und könne Herrschaft über die lesende Person erlangen und diese zu Handlungen veranlassen (gewollt oder ungewollt), oder zwinge sie per se dazu (S. auch: Alienophobie; Eyn manung der cristenheit widder die durken; Wider Hans Worst (vormalem Hans Myst); Malleus Maleficarum; Das Kapital; Mein Kampf; Die Bibel (Mao)). Verbreitung: Weltweit; Nationaleigenschaft jedoch der Teutschen, seyt dem Gutenberg (d. Erste) mit seyner Erfindung des einen verheerenden Bürgerkrieg auslöste, der, mit wenigen Pausen, in D. über dreihundert Jahre lang wütete (1618-1945), teilweise getragen durch die im Ursprungsland des gedruckten W. weit verbreitete L.). Führt zu: Diskursophobie, Furcht vor Uneinigkeit; S. Nationalhymne der D.; Ausdruck eines despotischer Geistes, wird sich die L. auf Grund der Verdienste Guttenbergs (d. Letzten) vermutlich in der nächsten Generation verlieren; und ersetzt werden durch die -> Interarachnophobie.



Die Menschen verlieren an Information


- indem sie immer neue hinzufügen.
Z

Aber irgendwann wird die steigende Komplexität zu teuer, sie wirft weniger ab, als sie kostet - und damit ist das Ende der Gesellschaft besiegelt. Sie schmiert ab.

Egal, ob technisches Gerät, Menschenvertreter oder Tier - Am prächtigsten ausstaffiert sind deshalb immer die späteren Dinosaurier, die jeweils letzten Vertreter ihrer Art - auch wenn sie nicht wissen, daß ausgerechnet sie die letzten sind. Sie können nicht wissen, daß sie die letzten sind, und damit auch nicht, daß ihre Komplexität unter den gegebenen Umständen die höchstmögliche darstellt.

Die letzten Dampfloks, die in Betrieb gestellt wurden, stellten das Maximum dessen dar, was man aus der Technologie herausholen konnte - mehr war nicht drin. Sie waren perfekt - also nicht mehr entwicklungsfähig; das bedeutet dieses Wort nämlich. Der Umwelt "perfekt angepasst" zu sein bedeutet: Kurz vor dem Aussterben. Ein Fisch kann einem Beispiel nach das Wasser, in dem er sich befindet, nicht erkennen; und damit auch nicht, ob es mehr wird oder weniger - bis es für ihn zu spät ist.

Danach wurden nicht weniger, kleinere oder schlechtere Dampflokomotiven gebaut - sondern gar keine mehr.

Man hatte etwas besseres.


Technischer Dinosaurier



Alle Artefakte der Menschen können sie anscheinend jeweils nur in einem sehr eng begrenzten Zeitraum schaffen, davor - und danach! - nicht mehr: die Pyramiden, die Kathedralen, ihre klassische Musik.



https://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_(Rakete)Und die Perioden werden immer kürzer; nicht einmal die Saturn_V könnten sie heute noch einmal nachbauen, mit der sie vor wenigen Jahrzehnten auf ihren Mond flogen, obwohl sie die Pläne dazu noch hätten - es fehlt ihnen inzwischen das Wissen, diese umzusetzen.

Wie sagte einer der Ihren in diesem Zusammenhang? Aus diesem Grund sollte man seine Vorfahren respektieren, und sie gleichzeitig zu übertreffen suchen - und nicht sie verachten, ohne auch nur ihr Niveau zu erreichen.

Allerdings, so ergänzte ein Anderer, Respekt sei etwas, was man sich verdienen müsse.

Tja. Echter Respekt wird einem geboten - oder eben nicht. Man kann ihn nun mal nicht einfordern. Angst kann man durch Einschüchterung erzeugen; mehr aber nicht.

Niemand kennt von Vornherein den Punkt, an dem eine stete Aufwärtsbewegung in einen Absturz umkippt - sonst könnte man diesen vermeiden - und damit weiß auch niemand, ob der gerade erreichte Grad an Ausstattung und Komplexität der Endzustand ist, oder noch nicht.

Niemals weiß Sisyphos, wann ihm der Fels entgleiten wird. Er weiß nur, daß es kurz vor dem Gipfel sein wird - den er aber nicht sehen kann.




Der Endzustand definiert sich immer erst im Nachhinein!



Real
bewirkt die Überkomplexität den Endzustand; Da dieser aber aus dem Inneren heraus nicht gesehen werden kann, definiert im Bewußtsein der Nachkommen (so diese vorhanden) jedoch umgekehrt der Endzustand den Punkt der Überkomplexität.

Das "Gesetz des sinkenden Grenzertrags" gilt auch für Menschen: die ersten- vielmehr die zweiten oder dritten - irgendwo heimsen den Gewinn ein, für die nächsten wächst der einsatz und die Gewinne sinken, bis sie unter dem Einstandspreis liegen und in Schulden übergehen. Den Ersten der Tod, den Zweiten die Not, den Dritten das Brot - und den Vierten wieder die Not, den Fünften der Tod. Das ham se vergessen

"Gott ist vielleicht tot, aber der Teufel lebt" - so sagte mal einer von ihnen. Auch das ham se vergessen, die Menschen. Aber auch ihr Sisyphos liegt im Sterben... Bisher war es so, daß sich die Menschen gegen einen Widerstand mühen mußten - sie wußten, daß sie den Gipfel nie erreichen würden, aber auch, wo sie den Felsen zu suchen hatten, nachdem er ihnen wieder einmal zu Tal gepoltert war.




Inzwischen haben sie es mit vereinten Kräften tatsächlich geschafft, so einige Felsen über einige Gipfel zu rollen - wo sie ihnen entgleiten und in gänzlich, neue, unbekannte Täler hinabdonnern; und nun müssen sie ihren davonlaufenden Systemen hinterherrennen.

http://erdmanns-schattenseiten.blogspot.com/2009_06_01_archive.html


Es ist inzwischen sehr viel leichter, Daten zu schaffen, als sie wieder loszuwerden.



Pixelfoto ©


Da man auf den Fotos zum aktuellen Geschehen sowieso nichts mehr erkennen darf, könnte man theoretisch überall ein und das selbe Pixelfoto anwenden - oder wenige. Insbesondere, da ein Foto, auf dem man nichts erkennen kann, nach neuester Rechtsprechung auch gegen den Willen des nicht erkennbaren veröffentlicht werden dürfen.

Den Beweis, daß das Erzählte wirklich geschehen ist, liefert ein gepixeltes Foto nun wirklich nicht - ein ungepixeltes übrigens auch nicht.


Ein Bild lügt nun mal mehr als Tausend Worte


So, wie man in ihnen inzwischen standardisierten Kinofilmen einfach nur eine neue Tonspur zu unterlegen braucht, um aus einem alten Märchen eine neues zu machen, (und es schon oft so geschah), kann man beliebige Unterschriften unter immer das selbe Foto (oder eine Video- Sequenz) setzen - insbesondere, wenn das Bild nichts zeigen darf:



https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/fahndung388_v-contentklein.jpg http://www.daserste.de/unterhaltung/boulevard/brisant/videosextern/gepixeltes-foto-des-co-piloten-100~_v-varl_183fd6.jpghttps://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/fahndung388_v-contentklein.jpg


  • Millionenbetrüger zu drei Tagen Haft verurteilt
  • Konzernspitze der Futschi AG tagt
  • Unbekannter Papst besucht eine Kneipe
  • Anwalt R fordert Messie K (mit Assistent) zum Boxkampf heraus

Hier Bilder vom Gerichtsprozess!




Viele Worte, wenig worte


Die Warnschilder der Deutschen Bahn



Da ist nichts gepixelt, Wuff!

Und wenn man lange Weile hat, so beim drömmeligen Warten auf den nächsten Zug, fallt einem dazu schon was ein.

Ein wenig Unsinn gefällig?



http://www.bbbahn.eu/Warnschild_KN_7.7.10_2b.JPG
Freudentänze bei Einfahrt des Zuges


Oder:


https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?2,5145027,page=all
Parkplatz für fahruntüchtige Lokführer

Bitte Mitreisende Umarmen



Nicht nach den Vögeln schlagen


Alles das ist


Phantasie mit Schneegestöber.



Dazu lauscht man gerne einer Rede zur "Furchtbaren Pseudo-Kunst" auf Bahnhöfen:


DINKELBRETT STATT REISBRETT

Kultur, verschwinde aus den Bahnhöfen!
Kultur und Bahnhof, wie paßt das zusammen?
Na, das paßt natürlich überhaupt nicht zusammen.
Kultur und Bahnhof, das sind zwei verschiedene Schuhe, und zwar zwei linke.
...
Ich finde, Kultur hat auf dem Bahnhof nichts zu suchen,
und umgekehrt hat auch der Bahnhof in der Kultur nichts zu suchen,
um das mal klar zu machen.
Das ist so bescheuert, das läßt sich in Worten ja gar nicht beschreiben.
...
Die Kultur muß raus aus den Bahnhöfen, daß endlich wieder auf den Bahnhöfen die Atmosphäre herrscht,
die den Bahnhof ausmacht!
Wir wollen keine "Performances".
Wir wollen keine Möchtegern- Kultur.
Wir wollen dieses Kunsthandwerk nicht.
Wir wollen... - es ist ja meistens Kunsthandwerk.
Es geht ja oft gar nicht um Kunst.
Es wird einfach nur um das Kunsthandwerk ein Konzept drüber gestülpt, um es als Kunst besser verkaufen zu können,
Aber die meisten Leute, die glauben Kunst zu machen, sind einfach nur jämmerliche Kunsthandwerker.Und ich kann einfach nur dazu sagen: So -Schämt euch dafür.
...

Ich fühle mich als Gestalter einer Zukunft, die keinen Sinn macht.
Seit 2000 Jahren hängt Jesus nun am Kreuze - als Abschreckung.
Und jeden Ostern wird sein Tod gefeiert.




Hier jedoch ein Gegenbeispiel: Kunst statt Reklame auf einer neuen U-Bahn-Strecke.


Einst war Kunst auf Bahnhöfen jedoch völlig unnötig. Das Reisen war da Erlebnis genug; lange, meditative Zeiten des Nichtstuns, die Lyrik der Ansagen, eine Selbstfindung in der Betrachtung der Umgebung, das direkte und wechselhafte Erleben des Unterschiedes von Natur und Technik, von einem leichten Windeshauch der Stille zu

PadamPadam... PadamPadam... PadamPadam... PodomPodomPodomPodomPodom PadamPadam... PadamPadam... PadamPadam...


Als die Menschen jedoch einst ihre Eisenbahnschienen verschweißten und ihre Baustellen leise machten, entwickelten sie umgehend den Techno, um diese neue Lücke zu schließen... es fehlte den Menschen einfach der Lärm - und der Dreck.

So wie Mumpe - selbst besser noch als das verwandte Pampe und Plempe, war der Müllm - Verwandt mit Qualm, Müll und Lärm - die Verbindung und Steigerung von klebrigem Qualm und Staub von brennendem Müll +

peekerig - Alles was widerlich klebt -


Die Voraussetzung für die Baustellen - Begrüßung von zuvor (bei Lautstärken von 100%):

"Is'n das für'n MÜLMIER!? Is'n das für'n LÄRMIER!?
Is'n das für'n ekliges, peekeriges ZEUGHIER?!"


Vorbei, vorbei... tempi passati.


Doch genug der Albernheiten.

Genug davon.


Wuff.


Dagegen:


Schöne alte (und neue) Worte:


"Im Allgemeinen ist das, was sich uns als Zufall darstellt, eine Verknüpfung von uns unbekannten, oder ungenügend bekannten, Ursachen und ebensolchen Wirkungen."



Wie wahr.

Und:


"Wem nie durch Liebe Leid geschah, dem ward auch Lieb durch Lieb nie nah!"

"Gescheit gedacht und dumm gehandelt, so bin ich mit meinen Tagen durch das Leben gewandelt."



Nichts ist so haltbar wie das Provisiorium:


Danke. Sehr aufdringlich.

"Widersprüche gibt es nicht. Wenn Sie glauben, Sie stünden vor einem Widerspruch, dann überprüfen Sie Ihre Annahmen. Sie werden feststellen, dass eine davon falsch ist." - Ayn Rand


Mindestens eine. Wuff.

- Oder es ist kein Widerspruch.




Kunst und Künstlichkeit


Gleich zu Anfang nahm man das Beliebige des Rechners und ließ ihn endlos randomisierte Geschichten und kurze Gedichte schreiben, die teilweise sogar Preise gewannen.

Und man baute digitale Seelsorger, Priester und Psychotherapeuten; man schaltete sie online, ließ Bedürftige mal mit ihnen und - zufallsbedingt- mal mit echten Menschen sprechen. Dann ließ man sie nachher beurteilen.

Die digitalen schnitten besser ab, weil sie mehr Geduld mit den endlosen Problemen der Menschheit hatten.


Wuff, wuff, wuff, wuff... 'tschuldigung!



Hinzu kommt die Geplante Obsoleszenz:


Nicht nur werden technische Geräte des täglichen Bedarfs nicht mehr auf maximale, sondern auf minimale Lebensdauer hin konstruiert, um damit ganz ernsthaft die Wirtschaft der Menschen in Schwung zu halten; auch die Maschinensprachen, welche einige dieser Geräte inzwischen nuztbar machen, müssen ständig neueren Systemen mit höheren Ansprüchen weichen. Ältere Geräte und ihre Programme funktionieren dann nicht mehr.

Insbesondere gilt das für das World Wide Web im Internet, das einmal als robustes, überall und unter allen Umständen nutzbares Protokoll für Informationsaustausch und Sprache konzipiert war, nun aber als Wirtschaftsplattform herhalten muß - und das heißt immer: Reklame.

Hinzu kommt auch noch die Verlegung der Waren-Eingangslager auf die öffentliche Straße - und der Waren-Ausgangslager in die Privaträume der Kunden - das privatisiert nicht nur die Kosten der Vorratshaltung, sondern erhöht gleichzeitig dramatisch die Lagerkapazität. Das private wird öffentlich, das öffentliche privat.


Und vielleicht, nein wahrscheinlich gibt es nur deshalb soviel Zeitlupe und Superzeitlupe und Super-Duuuuper-Zeeeeiiit Luuupeee, und das augerechnet in "Aktion"-Filmen, weil digitale Bildschirme und Video-Übertragungen von Natur aus eigentlich keine Geschwindigkeit vertragen. Das Bild verwischt dann - die Rechen- und Reaktionszeit ist dazu viel zu lang. Alte, analoge Übertragungstechnik arbeitet dagegen eins zu eins in Lichtgeschwindigkeit, und damit quasi in Echtzeit.


Ist das wichtig? Ja! Denn nur wegen der technisch bedingten (und damit akzeptierten) Zeitverzögerung in der digitalen Bildübertragung können jetzt, aus Gründen der Zensur - und damit der sofortigen Verfälschung - Live-Übertragungen absichtlich verzögert ausgestrahlt werden.

Vorher ging das nicht - oder nur mit großem Aufwand.



Je genauer eine Information ist, desto beschränkter ist sie; je ungenauer, desto umfangreicher. Ein analoges Signal hat eine unendliche Menge an unscharfer Information, ein digitales dagegen eine begrenzte Menge an scharfer Information.

Z
Hinzu kommt, daß analoge Signale nicht wie digitale absolut, sondern relativ sind, d. h. aufeinander bezogen (nicht 'stark', sondern 'stärker als'; nicht 'schnell', sondern 'schneller als' das jeweilige Nebensignal). Das erzeugt eine Selbstanpassung an die Gegebenheiten in Echtzeit und ohne weiteren Rechenaufwand. Ändert sich ein Wert, ändern sich automatisch alle anderen mit. Aus diesen etwas herauszurechnen, wo nötig, ist erst der nächste Schritt.

Manchmal ist eben eine sofortige, ungefähr richtige Antwort mehr wert als eine 100%ig korrekte, die zu spät kommt.


Wuff.


Das Lügen Pressen


Von: Das Fencen Switchen

("Lügen wie gedruckt... ")


 http://www.pi-news.net/deutsche-linke-und-die-luegenpresse/
Lügenpresse damals


















https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/jury-hat-entscheiden-das-unwort-des-jahres-heisst-luegenpresse/11221964.html
Lügenpresse heute

Es ist übrigens die selbe Generation, die da protestiert, aber aus verschiedenen Teilen des Landes und mit 40sczh Johr Unterscheid. Wahrscheinlich ist das der Vorwurf: Die Frühaufsteher stehen jetzt auf der anderen Seite. Und langsam sickert das Wort "Luegenpresse" neben dem vom "Fake News" in andere Sprachen ein...


Wuff.




Lügen haben lange Nasen
Und wenn man die Hirnlosigkeiten sich ansieht, die nicht nur auf den Seiten um die Fundmeldungen über das Unwort des Jahres 2014 verstreut angeboten werden, dann ist Lügenpresse noch ein Ehrenbegriff... Eine Lüge erfordert immerhin etwas Aufwand.

Schrottpresse. Müllpresse. Sauerkrautpresse. Idiotenpresse, Doofenpresse, Blödenpresse, Hohlschädelpresse wären da im Angebot. Aber nein, zu eindeutig. Mistpresse ist da doppeldeutig genug. Wuff.

Das beste ist jedoch: Pinocchio-Presse


Und nun ziehe sich den Schuh an, wer will.



Und nochmal wuff.




Eigentlich ist es viel mehr eine Lob- Hudel- Schmeichel- Bauchpinsel- und Konsumenten- Presse: Erst bestätigt sie die Menschen deren Meinung, redet ihnen nach dem Mund, sagt ihnen, daß sie die Welt richtig sehen, alles richtig machen, toll sind und brav und zu den Guten gehören, und alle Anderen deshalb nun mal falsch liegen und auch allesamt abartig: Hier, seht sie euch doch mal an! (Bilder)


Und wenn die Menschen sich gegenseitig zum x-ten Mal ihre eigene gute Meinung über sich selbst verkauft hat, dann bieten sie sich weitere Wohlfühlprodukte zum Konsum an, unter anderem Presseerzeugnisse, in der ihre Weltsicht bestätigt wird.

Auch Journalisten müssen schließlich von irgend etwas leben.



https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5f/Louis_XIV_of_France.jpg/338px-Louis_XIV_of_France.jpg
Le roi c'est moi.
Der Blick über jeden Kiosk am Bahnhof zeigt: Gut 80% der Presseerzeugnisse sind nicht Meinungsbildend, sondern allenfalls Meinungsbestätigend. Mindestens. Wuff.

War das schon immer so? Und ob diese Weltsicht nun auf Fakten oder auf Gefühlen beruht - tja, das ist ja nun wirklich sowas von egal.

Die Menschen sollen so weitermachen wie bisher. Zum Richten ist die Regierung da, und ab und zu meldet sie sich zu Wort und verkündet ihre nächsten Maßnahmen, damit alles so bleibt wie es ist. Der Konsument ist König! Und einem König widerspricht man nicht.





Es handelt demnach sich um eine Drei-Affen-Presse: nichts Schlimmes (!) sehen, nichts Schlimmes (!) hören und nichts Schlimmes(!) sagen. Und wie diese drei einmal in einem Interview zugaben, hatten sie noch eine vierten Bruder, nichts schlimmes (!) zugeben, aber der sei in die Politik gegangen.



Nichts Schlimmes, nichts Schlimmes, nicht Schlimmes!

Das merkwürdige ist nur, daß - obwohl formal unabhängig - die Presse ausgerechnet von ihren Kritikern als Vertreterin des Staates angesehen wird, die ihr genau das zum Vorwurf machen. Eine grund-demokratische Sorge also, egal wie man zum Inhalt dieser Kritik steht.



Im übrigen auch dann, wenn der Vorwurf nur lautet, im besten Falle nicht die offizielle Staatsmeinung gegen die Bevölkerung, sondern eine Irrmeinung der Mehrheit dieser Bevölkerung zu spiegeln.



Ich - bin - nicht -da!

Selbst dann ist es das demokratische Recht einer Minderheit, das so zu sehen und dieses dahingehend zu äußern. Theoretisch jedenfalls. Damals. Denn nicht nur eine Regierung, auch eine Mehrheit kann lügen... und man kann sich auch selbst und gegenseitig belügen.

Es heißt ja auch mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Das erste wird zu gerne vergessen. Das war ja freiwillig.

So wie bei "Wer dreimal lügt, dem glaubt man nicht - und wenn er auch die Wahrheit spricht" eben der letzte Teil weggelassen wird. Ist ja auch bequemer...



Ich-doch-nicht

- Nicht die Politiker versagen.


"Die Ablehnung von Literatur, Kultur und selbständigem Denken wurde nicht von der Regierung aufgezwungen, sondern vollzog sich schrittweise durch gesellschaftliche Veränderungen, die nach einer Nivellierung des allgemeinen Niveaus und staatlicher Zensur strebten, so dass alle Bürger intellektuell gleichgestellt sind und sich keine Minderheit diskriminiert fühlt."

- Fahrenheit 451 (1953!)



Wuff.








Montag, 1. Juni 2015

Krieg und Geldwert





Neun alte Herrscher




Das war das letzte Familienfoto der neun europäischen Monarchen, die am 20.05.1910 an den Begräbnisfeierlichkeiten für König Edward VII. von Grossbritannien teilgenommen hatten, bevor sie sich gegenseitig an die Kehle gingen im Ersten Großen Krieg, der Alles bisher Dagewesene hinwegfegte - gefolgt vom Zweiten Großen Krieg der Nachfolgenden Generation, die versuchte, die Scharte ihrer Väter wieder auszuwetzen. Als Vorläufer gilt der Allererste große Krieg; auch er dauerte dreißig Jahre, wie die beiden anderen usammen.

Der Erste Weltkrieg war noch adelig, der Zweite schon nicht mehr - oder war das Offizierskorps des Heeres noch adelig, aber die Marine schon bürgerlich? Wuff? Wurde deshalb die Marine so ausgebaut? Als Handelsschutz und Aufstiegsdampfer?



Bewaffneter Ausflugdampfer



Und soll nun etwa das untergegangene Reich wie ein Phoenix tatsächlich wieder auferstehen aus Ruinen?! Das wäre ja wohl das erste Mal... Wuff...



"Der Krieg ist in die Menschen eingebaut"

"Humans are hardwired for war"

- Künstlerin auf der D13.

http://cyborgsafespace.blogspot.de/2012/04/all-you-zombies-truth-before-god.html
Kunstwerk von Robert Longo






Der Krieg kann jedoch auch in jede Maschine eingebaut werden - man muß ihr nur einprogrammieren, daß sie sich nicht abschalten läßt:



Laß' dich nicht abschalten
 - und sie wird dich töten.

Das System schützt sich selbst





Doch nun zum Geld

Banken verwalten die Kaufschulden


Es ist tatsächlich die Frage, ob und wie sich so etwas virtuelles wie Geld überhaupt real verschwenden läßt; etwas nur anzusehen beschädigt oder zerstört es ja auch nicht. Wer Geld ausgibt, gibt einfach ein Gefallen weiter - genauer gesagt einen Schuldschein:

In einer recht bekannten Geschichte legt ein Tourist in einer kleinen Stadt einen Geldschein auf die Theke eines Hotels, während er sich das Zimmer ansieht. Der Inhaber stiehlt es, um eine Schuld zu zahlen; innerhalb kürzester zirkuliert der Geldschein rund um die Stadt, bis sie an den Gastwirt zurückkommt, um eine ausstehende Miete zu bezahlen, und er legt ihn schnell wieder zurück auf den Tresen, wo der Fremde sie wieder mitnimmt, da er beschlossen hat, das Zimmer nicht zu nehmen, ohne zu wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist. So wurde niemand geschädigt, und die Bürger haben ihre Schulden reduziert.


Der Witz bei der Geschichte ist natürlich, daß es dazu gar keines Geldscheins bedurft hätte - ein reihum Streichen der Schulden hätte genügt; da der Geldschein in der Geschichte eben ja nur "geliehen" war, wurden hier Schulden mit Schulden beglichen; und genau das versuchen sie gerade wieder. Viel Glück dabei... und wetten, daß der virtuelle Geldschein in der Realität nicht wieder aus dem Spiel genommen, sondern eingesteckt wird?

Die Menschen in der Geschichte hatten nach dem finanziellen Ringelpietz ja nicht mehr Geld als vorher, obwohl und nachdem alle ihr Schulden bezahlt hatten.

  • Wenn echtes Geld dagegen real vernichtet wird, d. h. beispielsweise physisch verbrannt, dann wird das übrige Geld durch Konzentration wertvoller; und wenn man es durch Inflation oder Fälschung verdünnt, macht man es durch Verdünnung in Relation wertloser.
  • Wenn man jemanden -bei gleichbleibenden Voraussetzungen- eine bestimmte Geldsumme mit 10% Zinsen verleiht, dann ist die zurückgezahlte Summe plus Zinsen soviel wert wie die ursprüngliche Summe; diese hat sich im Wert um etwa 10% verringert durch die Inflation der Geldmenge um diese Prozentzahl.
  • Deshalb wird dieses in allen Religionen verboten, da man durch Geldmacherei die Armen und Hilflosen beraubt. Was man tatsächlich verschwendet wird in dem Vorgang der Geldmacherei sind Ressourcen.

Es ist noch nicht einmal, wie in der obigen Geschichte, Spielgeld, das einem nicht gehört; es ist Falschgeld, das es gar nicht geben dürfte.

Allerdings - die ständige Ausweitung der Zahl der Beteiligten in diesem Schauspiel, der sogenannten Akteure, das Neugründen von Institutionen und das Hineinziehen bislang unbeteiligter zur Verschleierung und Verwirrung, macht es noch schlimmer, da für jeden dieser nunmehr beteiligten Partner im Verbrechen noch mehr Falschgeld gedruckt werden muß, damit ein persönlicher Profit postuliert werden kann, um diesen scheinbar, das heißt schein-bar auszahlen zu können.



Ein garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied! (Goethe, Faust I, Szene in Auerbachs Keller).





Jemand schrieb:


Staatsbankrotte bringen immer größte soziale Unruhen und Kriege, so daß der eigentliche Grund im Bewußtsein der Öffentlichkeit verschwindet. So die Französische Revolution, wo vor dessen Ausbruch ein Drittel des Staatshaushalts für Zinsen draufging, oder der Erste Weltkrieg, den Rußland wegen seinem drohenden Staatsbankrott vom Zaun brach, oder 1933, nachdem eine Banken- und Wirtschaftskrise die Massen zur Gärung brachte, oder der Zweite Weltkrieg, der für Roosevelt eine schwere Depression beendete.
 

Die Menschen wissen wahrscheinlich selbst nicht so ganz genau warum sie etwas tun.

Erst privatisieren sie staatliche Transportunternehmen wie Eisenahn und Luftfahrt, und verlangen danach vom Staat, er möge doch bitte Streiks bei diesen Unternehmen verhindern. Wie oft ist in manchen Gegenden wohl die Bahn schon von Staats- in Privateigentum und zurück gewechselt... na ja. Und warum?


Wuff.


Eine Theorie besagt, daß der Erste Weltkrieg auch ein Ausweg aus einer Stahlkrise war: Alle relevanten Eisenbahnstrecken und -brücken waren bereits gebaut und Wolkenkratzer noch nicht entwickelt - ebensowenig wie eine KFZ- Industrie. Was also besser, als Unmengen von Kanonen, U-booten und Schlachtschiffe zu bauen, um sie anschließend voll Sprengstoff zu füllen und in die Luft zu jagen? Daß man auf diese Weise so nebenbei auch alle überflüssigen Menschen loswurde - um so besser. Aus dieser Zeit stammt im Übrigen auch die Arbeitsverwaltung. Davor brauchte man sie nicht, die Menschen nagten sowieso am Hungertuche.


Damit begann der Untergang des Abendlandes bereits 1914, mit dem Austritt aus der Armut, nach zwei Kriegen, von dem es sich nicht mehr erholte; und einem späteren Zenit um 1972/1975 herum. Dieses Datum wird erstaunlich oft erwähnt, wenn es um einen neueren historischen Kippunkt geht, insbesondere was Qualität jeglicher Art anging; als der Zeitpunkt, zu dem sich etwas änderte, wo danach etwas ganz anders war als davor - und das, obwohl die quantitative Massenproduktion hochwertiger Güter da erst begann und die (kalte, dafür um so gefährlichere) Nachkriegszeit sich da erst dem Ende näherte.


Warum nur? Wurden die Produkte der Menschen kurzlebiger? Nichtssagender? Wurden sie es wirklich? Abgesehen von Technik: Was von dem, was in den letzten zehn Jahrzehnten produziert wurde, wird Bestand haben? Geht es um die Blüte vor dem Verwelken? Wer weiß denn schon, an was man sich erinnern wird.


Wuff.

Mit dem Austritt aus der Armut eng zusammenhängend: 1915, im ersten Weltkrieg halbierte sich die Kinderzahl der deutschen Menschenfrau von 6 auf 3; damit konnten Verluste im zweiten schon nicht mehr ausgeglichen werden. Es fehlte bereits an Soldaten und damit auch an Siedlern. Das "Volk ohne Raum" stellt sich im Nachhinein also heraus als kein Volk für den Raum. Lüge und Propaganda, wohin man blickt. Wuff.

Keine Gesellschaft, welche sich die überlebensnotwendigen Reproduktionskosten aus den eigenen Büchern herausrechnet, kann überleben. Das ist pure Logik. Genau wird aber seit 1915 getan, im Krieg wie im Frieden. Wuff. Eine simple Bilanzfälschung zu Gunsten der Begünstigten der Gegenwart. Kosten rauszurechnen, um eine Bilanz zu frisieren, ist nicht nur verboten - es ist letztendlich immer tödlich.

Etwas länger leben, um die geringe Geburtenrate auszugleichen, nutzt auch nicht viel - auch Reiche leben nicht ewig, sondern nur einige Jahre länger als Arme. Egal wann und wodurch: Immer muß die Reproduktionsrate sich irgendwann auf mindestens 2,1 Nachkommen / Weib einpendeln - und das bedeutet 3 Kinder pro Mutter im Schnitt (!) und damit 10 verlorene Berufsjahre von 40, egal von welchem Elternteil... zwingend. Fremde statt dessen zu adoptieren, ist völlig sinnlos, weil diese ja sowieso schon da sind - man ändert nichts damit; sie werden einfach nachgeboren.

Zwei Dinge sind unwandelbar, unbeeinflußbar und unbestechlich - die Zeit und die Arithmetik. Und so kann man sie gut benutzen - unsymmetrisch; was vor einem anderen Ereignis liegt, kann nicht dessen Folge sein; was nach einem Ereignis, nicht dessen Ursache.

So wurde gesagt, das Mutterkreuz sei von dem Nachfolger meines Herrchens eingeführt worden, um Soldaten für den Großen Krieg zeugen; das ist aber dann besonders alberfex, wenn der Krieg bereits ein Jahr später vom Zaune gebrochen wird. Wuff.

Allerdings bewirkte das dann noch etwas Anderes.



Beginnen wir:

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9daille_de_la_Famille

1914 Der Erste Weltkrieg beginnt
1915 Die Kinderzahl der deutschen Menschenfrau fällt von 6 auf 3 im Durchschnitt.
1918 Der Erste Weltkrieg endet;
Abdankung meines Herrchens
1933 Der Nachfolger übernimmt
1935 Der Nachfolger führt die Wehrpflicht ab dem 18. Lebensjahr ein (in anderen Ländern und anderen Kriegen sinkt diese Grenze teilweise auf 16 herab - na ja, nicht ganz offiziell...). Die so Wehrpflichten wurden demnach bis 1917 geboren - also noch im letzten Krieg
1938 Der Nachfolger führte das Mutterkreuz ein, am 16. Dezember (übrigens nicht nur in seinem Lande so üblich)
1939 Der Zweite Krieg beginnt am 1. September; die ersten Mutterkreuzkinder sind bei dessen erster Verleihung, im Mai, gerade mal geboren worden. Die Frauen beginnen außerdem gezwungenermaßen und stiekum die Männer an der "Heimatfront" in deren Arbeit zu ersetzen. Toll war der Effekt insgesamt auch nicht, es bleib bei etwa durchschnittlich zwei Kindern pro Frau. Das macht aber auch nichts, denn es währte so oder so zu kurz:
1945 Der Zweite Krieg endet; die ersten Mutterkreuzkinder sind gerade mal 6 Jahre alt
1948 Währungsreform und Beginn des Nachkriegs- Wirtschafts- "Wunders"; die ersten Mutterkreuzkinder sind gerade mal 9 Jahre alt
1957 Die ersten Mutterkreuzkinder sind endlich 18 Jahre alt und wären damit wehrpflichtig bzw. wehr- und gebärtauglich. NUN also wäre der Zeitpunkt für einen Kriegsbeginn der Mutterkreuzler gekommen...
Aber die Gewaltherrschaft endete ja bereits nach 12 Jahren, davon 6 im Krieg, mit der vernichtenden militärischen Niederlage. Andere Militär- Diktaturen aus dieser Zeit, die sich nicht so am Kriege beteiligten, halten sich in Europa dann noch eine paar Jahrzehnte länger
1959 Die ersten Mutterkreuzkinder sind gerade 20 Jahre alt (die letzten: 14) und das Wirtschaftswunder zieht durch.

Ohne Mutterkreuzkinder kein Wirtschaftswunder!


Oder etwa nicht? Hat sich das schon mal jemand überlegt?


Die damaligen Feinde des Nachfolgers beispielsweise? Oder die meines Herrchens?


Ob man nun wie früher jung in fremde Länder zieht, um dort fremde Völker zu kolonialisieren, oder auch nur zu ignorieren, während man sie ausplündert, oder ob man alt, in humanistisch verbrämter Gier - oder auch nicht- sich diese als Arbeiter, Sklaven oder Dienstboten ins eigene Land holt, weil man selbst zu diesen Arbeiten nicht willens oder in der Lage zu sein behauptet - was nie und nimmer stimmt, und nie und nimmer in der Geschichte gestimmt hat - es geht nicht gut aus. Sie kommen immer mit, egal wohin man geht.

Wer sich Sklaven ins Land holt, wird sehen, daß sie nicht lange Sklaven bleiben. Diese Erfahrung macht schon das Römische Reich: Sklaven lohnen sich nur, wenn es immer mehr davon gibt. Man könnte ergänzen: Wenn sie die Mehrheit im Lande stellen.

Oder wie jemand anders sagte: Wer seinen eigenen Dreck nicht wegputzen will, ist nicht fähig, eine Gemeinschaft zu bilden. Jedenfalls keine, aus der lange etwas wird. Am Ende übernehmen das die Anderen. Sie wissen ja wie es geht. Aber versorgen müssen sie sich auch.

Und noch etwas:

Geldlose
oder geldarme Gesellschaften kennen keine Arbeiter oder Angestellten, sondern nur Sklaven - wenn man all jenen hinzurechnet, die - abgesehen vom Trinkgeld und anderen Freigebigkeiten - ohne Bezahlung arbeiteten. Das heißt ja nicht, daß sie nichts dafür bekamen; sie bekamen nur kein Geld, und konnten es sich deshalb nicht aussuchen.

Bis zur Entwicklung der Dampfmaschine waren fast alle Menschen auf dieser Welt mehr oder weniger Sklaven; es gab dafür nur verschiedene Namen, und das Schuldverhältnis war ein anderes, nämlich an die jeweiligen Personen gebunden; die Verschuldeten waren unfrei. Der Unterschied zur echten Sklaverei war, daß im letzterem Fall eine Person auch körperlicher Besitz einer anderen Person war. Erst danach konnte die Schuld externalisiert und damit nationalisiert werden.

Sklaverei war somit eigentlich nichts Besonderes, sondern der Normalfall, hieß sie im Einzelnen nun Leibeigenschaft, Frondienst, Schuldknechtschaft, Zwangsarbeit, Untertänigkeit, Lehrherrschaft oder Militärdienst, familiäre Unterworfenheit, Verdingung, Besitzknechtschaft, Zwangsverheiratung oder Vererbung einer Person an Andere.

Wobei es relativ gleichgültig ist, ob nun die Person oder der Kontrakt verkauft wurde; und so konnten ganze Armeen von -häufig in diese Armee gepressten- Soldaten verkauft werden. Und solche Verhältnisse gibt es noch heute.


Jeder Kontakt ist irreversibel.

Und so kann man nun Morgens in der Stadt zusehen, wie ein noch dunkelhäutigeres Paar mit Kind und Kinderwagen, afrikanisch redend, an einem dunkelhäutigen, bärtigen Bettler im Hauseingang stolz vorbeigeht.

Entschuldigung, Sie haben da ein Fädchen... (Abbürsten, Trinkgeld kassieren. War da ein Fädchen am Anzug? Nein. Aber jetzt ist ja auch keins da, oder?)


Soll und Haben

Kredit ist nur ein Euphemismus für Schulden - wird aber unter "Haben" verbucht. Man hat ihn ja.

Konjunktur ist dagegen ein Grund, Schulden zu machen (um diese "anzukurbeln"): Lohn auf Kredit. Und dazu braucht man noch nicht einmal echte Schuldner: Banken dürfen bis zu zehn mal soviel Geld verleihen, wie sie einnehmen - die Kreditnehmer können also das ihnen anvertraute Geld nie wirklich zurückzahlen; nur etwa ein Zehntel davon. Aber durch die oben beschriebene Entwertung geht das - man druckt einfach die benötigte Summe nach bzw. genehmigt sie nachträglich.

Wenn die Bevölkerung insgesamt älter wird, und in Pension gehen will, bekommt sie so zwar ihr Geld zwar zurück, sogar mit Zinsen; es ist entsprechend weniger wert geworden, sieht aber nach mehr aus. Und darauf kommt es an.


Alle Preise sind Kreditbelastet, bis es nicht mehr geht (im Durchschnitt hier zu mehr als 30%). Daß eine große Bank über 20% Kapitalrendite bieten kann und muß (übrigens ein international und seit vielen Ewigkeiten stabiler Wert, ab dem der Wucher beginnt), liegt auch daran, daß Kenner wissen, daß nur 10% des Geldes eine wirtschaftliche Entsprechung hat - und nur eine Wertsteigerung von gerade mal 2% pro Jahr real ist. Hängen bleben die Schulden bei denen, die sie nicht weiterverkaufen und nicht zurückzahlen können. Und das sind irgendwann sehr viele.

Darum hilft es auch wenig, große Vermögen zu besteuern: Die Schulden bleiben, wenn man das Geld nur umverteilt. Um Schulden zu vernichten, muß man Geld vernichten, nicht anders verteilen.

  • Die Menschen werden dadurch im Laufe der Zeit gelähmt durch Schulden. Man könnte diese Lähmung aufheben, indem man 100% (oder 90%) der Schulden streicht - damit zerstört man allerdings gleichzeitig auch 90% (oder 100%) des monetären Vermögens. Schulden sind eine rein monetäre Angelegenheit.

  • Auf der anderen Seite erfordert der erneute monetäre Vermögensaufbau nach einem Schuldenschnitt zwingend den Aufbau neuer Schulden in gleicher Höhe.

    Vermögen
    kann man nur das, was einem geschuldet wird.

  • Das derzeitige Vermögen verteilt sich in Deutschland etwa wie folgt: Monetär (auf dem Papier) etwa 50.000 Euro pro Kopf. Mit Sachwerten zusammen etwa 90.000 Euro pro Kopf.

    Allerdings fällt 60% des Gesamtvermögens bei etwa 10% der Bevölkerung an; ein Drittel der Menschen darin sind dagegen vermögenslose oder verschuldet. Statisch ist das Ganze auch nicht.


  • Nicht nur Fremde haben sich ihrer Schulden über den Verkauf überbewerteter Immobilien-Hypotheken nach Europa entledigt. Auch Europäer haben Immobilien und Lebensstile finanziert, die keine reale wirtschaftliche Grundlage hatten - wenn es denn so etwas überhaupt gibt; für die es also keinen Markt gab. Sie haben bislang niemanden gefunden, dem sie ihre Hypotheken weiterverkaufen können.

    Vielleicht an diejenigen, die hierher wollen?


In diesem Zusammenhang:


Banken sind nicht an Kriegen interessiert, wie es immer heißt; sie sind an den Schulden (und damit, unbedingt, an den Vermögen) interessiert, die durch bewaffnete Konflikte entstehen. "Der wahre Wert jedes Krieges steckt in den Schulden, die er erzeugt. Kontrolliert man diese Schulden, kontrolliert man alles. Ziel der Banken ist es, uns alle zu den Sklaven unserer Schulden zu machen" - So lautet ein Filmzitat.

Richtigerweise muß man es ergänzen: "Der wahre Wert jedes Krieges steckt in den Schulden und damit in den Vermögen, die er erzeugt." Oder wie es jemand anderes sagte: Was Banken und ihre Geldverleiher so mächtig macht, ist die Kontrolle über die Schulden anderer Leute. Jeder Taler Schulden ist ein Taler Vermögen.

Wer über diese Menschen auch noch militärische oder judikative Gewalt besitzt, kann deren Schuld- oder Geldscheine zu Toilettenpapier reduzieren, indem man sie für nichtig erklärt oder weit genug abwertet. Wenn jene das verhindern wollen, müssen sie tatsächlich die Märkte schließen und die Geldhändler aus dem Tempel treiben; und, wenn diese dann drohen, nie wieder Gelder zu verleihen, sie daran erinnern, daß diese von Anfang an nicht ihre zum verleihen waren.

Das würde weh tun.

Wobei -und das ist der Witz dran- die Tempel die Banken des Altertums waren; deswegen hockten die Geldwechsler dort, und deswegen sehen die Banken heute noch so aus.


Eine Welt ohne Schulden ist eine Welt ohne Geld



Wuff!


  Schulden = Vermögen  

  Vermögen = Schulden  

  Keine Schulden = Kein Vermögen  

  Schuldenabbau = Vermögensabbau  

  Die Schulden der Einen = Vermögen der Anderen  




Natürlich gilt das nur in reinen Zahlen. Jede Gesellschaft ist dabei in der Summe nur so reich, wie sie in der Summe Schulden hat - auch wenn beide ungleich verteilt sind.


Derweilen schreitet die Refeudalisierung der Gesellschaft tüchtig voran - nicht nur im Wirtshaus, in der "Wirtschaft".

Was ist es anderes als Feudalismus, wenn in Volksherrschaften Kinder, Geschwister und Eheleute von politischen Herrschern in deren Fußstapfen treten? Volksherrschaft ist das jedenfalls nicht... Es sei denn, man versteht unter Demokratie die Wahl eines Herrscherhauses, nicht jedoch die Bildung der Regierung selbst. Die bisher so verfemten Chinesen wechseln ihre Führer schneller und gründlicher aus...

Demokratie ist im Übrigen nicht etwa das Recht, sich eine Regierung zu wählen, (das kann man immer und überall, und das tut man hierzulande sowieso nicht, sondern man wählt ein Parlament, und das dann macht, was es will -oder sollte tun dürfen, was es will-, und das wählt dann eine Regierung) - sondern die Möglichkeit, eine vom Parlament gewählte Regierung unblutig, und ohne große Volksaufstände, wieder loszuwerden. Wenn das nicht mehr geht, ist sie hinüber; und ein Zeichen dafür, daß illegal Gelder abgezweigt und Leute um die Ecke gebracht wurden. Wuff.


Die Demokratie begann im alten Griechenland?


Die Geometrie vielleicht, und auch die Philosophie. Demokratie dagegen bedeutete auf Altgriechisch so viel wie "Herrschaft der Auserwählten" und war eher gemünzt auf vermögenden Sklavenhalter; später dann auf den Pöbel, als Herrschaft des Pöbels: Auf Englisch der "people". Ein Tyrann war dagegen ein Verwaltungsbeamter, eine Art Bürgermeister, ein Volksführer, insbesondere von Aufständischen gegen erbliche Aristokratien.

Auslosung statt Wahlen: 200 Jahre lang regierten die Armen in Griechenland - der Pöbel. Man nenne mal eben schnell den ersten frei vom Volke gewählten Führer im Griechenland der Vor- Römischen Zeit. Na?

Nun ja. Was davon bleibt, sind Klöster und Burgen. Vielleicht auch Kirchen und Paläste. Alles später unnütze also. Höhlenmalerei.

Geld oder Leben


Liquidation bedeutet in der deutschen Sprache zweierlei: Etwas zu Geld machen oder jemanden umbringen. Wahrscheinlich ist beides soweit nicht voneinander entfernt...


Jemand schreib über die "Kollektive Korruption": Immer größere Teile der Bevölkerung profitieren von der unbegrenzten Vervielfältigung des Geldes - wenigstens scheinbar und vorübergehend, und immer Kosten der Schwächeren, oder wie diese in der Finanzwirtschaft genannt werden, die größeren Deppen.

Zusätzlich gibt es noch den ewig mißglückten Versuch, nach Osten auszuweichen. Die Bevölkerung des Kontinents drückt aber von innen nach außen, vom Zentrum zu den Küsten. Europa ist nur eine Halbinsel, ein westlicher Subkontinent... seit 800 Jahren haben es Deutsche in Richtung Osten versucht, dorthin, wo sie herkamen. Im Norden wie im Süden. Oft mischten sich sich dabei nicht mit der örtlichen Bevölkerung, sondern erkämpften, kauften oder erbettelten sich bisweilen Privilegien von den lokalen Herrschern - die aber Herrscher bleiben. Wer einheimisch heiratete, mußte gehen; so bleiben sie sichtbar und wurden wieder aus dem Land geworfen, wenn es opportun erschien. Zweimal war ein Ort namens Tannenberg der Ort einer derarten kriegerischen Auseinandersetzung - 1410 und 1914.

Im Zweiten Weltkrieg schafften es Flüchtlinge aus Deutschland sogar bis China; der Landweg dort hin war zuvor von ebenfalls deutschen Forschungsreisenden erkundet worden. Auch Soldaten auf Eroberung zogen zu der Zeit nach Osten: In einer Wochenschau aus jener Zeit ist ein deutsche Soldat mit dem Gewehr auf der Schulter im Eisenbahnwaggon auf dem Weg in die Ukraine zu sehen, wo "Man ihm Land versprochen" habe. Wahrscheinlich war dieser ein zweiter oder dritter Bauernsohn. Mit einem Gewehr, um sich seinen Platz freizuschießen im ebenso überbevölkertem Osten. Ein Leben für ein Leben. Wer so unterwegs war, hatte als Kind noch die Hungerblockade im Ersten Weltkrieg erlebt.

Überbevölkerung ist naturgemäß die größte Sense, weil es aus ihr keine Ausweg gibt (sonst wäre es keine Überbevölkerung). Nun leben die Menschen nicht mehr in der Auseinandersetzung mit der Natur, wo jedes Tun besser ist als nichts zu tun. Dafür ist ihre Verantwortung zu groß geworden.




Jemand sagte:


Die Menschen sehen alles durch einen Geldschleier; Ressourcen sind nur soviel wert, wie man sie zu Geld machen kann. Dabei ist alles Geld nur Kredit.

  • Geld - also Kredit - ist ein Versprechen auf etwas in der Zukunft: Man erhält eine Urkunde, die man in naher oder ferner Zukunft gegen etwas eintauschen können soll.
  • Das Problem mit Geld ist nicht so sehr, zu was es einen verleitet -das kann umgangen werden- sondern das, was dieses Versprechen auf eine künftige Zuwendung Andere verleitet Dritten anzutun.

    Auch wenn das Versprechen nicht erfüllt würde, der Schaden bleibt.
  • Im Extremfall kann das Versprechen von Geld (oder das Versprechen eines Geldwertes) -wie jede andere Aussicht auf Gewinn- jemanden dazu bringen, einen zu töten. Selbst wenn das Geld am Ende nicht erhalten wird oder es sich als inzwischen wertlos herausstellt oder auch nur dem Empfänger weniger wert ist als gedacht - die Tat ist geschehen. Geld ist Macht. Und das macht das Geld der Anderen - und die eigenen Schulden - so brandgefährlich.

    Sonst könnte dieser Reichtum der Anderen einem ja ganz egal sein, wenn man nur selbst genug hat. Wuff.

    Geld kauft Energie, und damit Zerstörungspotential.
  • Wenn im Finanzwesen -oder im persönlichen Bereich- mehr versprochen wurde, als erfüllt werden kann, kann man jederzeit neue Versprechungen ausgeben. Es ist leicht einzusehen, wohin das führen wird...

    Geld ist ein Versprechen auf die Zukunft
    , das so nie eingelöst wird.
  • Es bleibt die Hoffnung. Und die Anlagerendite, die dem Verfall des Versprechens durch Ausweiten des Versprechens entgegenzuwirken versucht.

    Verschuldung bedeutet: das Versprechen einlösen zu müssen; Überschuldung: es niemals vollständig einlösen zu können; daraus folgt die Schuldknechtschaft.
 

Wenn man Ressourcen privatisiert und beleiht, um sie auf diese Weise zu Geld zu machen, dann fallen diese Ressourcen an die Kreditgeber, sobald der Kreditnehmer die Kredite nicht mehr bedienen kann - wenn er sie nicht gleich gegen Geld verkauft - als Anschreibemöglichkeit beim Kaufmann.

Früher schickte man überschüssige Söhne in den Krieg, heute schickt man sie (und inzwischen auch Töchter) in die Finanzwirtschaft und führt Finanzkriege, um an die Ressourcen des Anderen zu gelangen - und bist Du nicht willig, dann brauch' ich Gewalt.

Wer jedoch einen Euroschein fälscht, begeht dennoch keine Geldfälscherei, sondern eine Copyrightverletzung. Das ist kein Witz.

Denn es steht nichts urkundliches darauf (als ob das im Notfall etwas nützen würde...)


Nur "Soundsoviel Euro"


  • - Es ist keine Urkunde mehr
  • - Es ist nicht als Zahlungsmittel ausgewiesen
  • - Es ist keine Quittung mehr für irgend was
  • - Es ist auch kein Fälschungverbot darauf mehr vorhanden
  • - aber das Copyrightzeichen.

       Seht ruhig mal selber nach


  •     Monopoly-Geld...


Wuff.


Der Euro ist also eine Marke - "branded garbage": Mit Markenzeichen geschützter Müll.

Und genau die wollen deren Herausgeber "schützen" und erhalten.

Als die Europäer also mehr oder weniger zwangsweise oder überrumpelt ihre Währungen in den Euro umtauschten - der übrigens nie Bestandteil ihrer Verträge waren (in diesen aufgeführt war nicht eine gemeinsame Währung, sondern eine zusätzliche Verrechnungswährung, der ECU, European Currency Unit), da hat man ihnen für ihr Geld eine Art Wert- oder Rabattmarke verkauft - ähnlich wie schon im zweiten Nachfolgestaat ausprobiert; eine Art staatliche Fälschung, nur diesmal frei handelbar und konvertibel.

Kaufen die Menschen mit dieser eine Ware, tauschen sie eine Marke gegen die andere ein.

Der Euroschein ist im Grunde nur die papierene Repräsentation eines magnetischen Zustandes in irgendwelchen Zentralen irgendwo auf der Welt... vielleicht, wenn man Glück hat, die Spiegelung eines entsprechend fehlenden oder negativen magnetischen Zustandes irgendwo anders.

Dieser magnetische Zustand kann mit ein paar Eingaben von irgendwoher, in der Zentrale oder in einer Filiale, erhöht, verringert, abgeglichen, gelöscht oder der Zugang dazu gesperrt werden. Wie bei gesuchten Staatsverbrechern so üblich. Und selbst die papierene Repräsentation soll es bald nicht mehr geben.

Weil durch die Existenz der repräsentierenden Scheine der magnetische Zustand nicht frei manipuliert werden kann.


Erst kippt man oben immer mehr Geld hinein, und dann, damit es wenigstens dort nicht zu viel an Wert verliert -wegen der 20%- nimmt man es den Leuten unten wieder weg. Einen Vorwand wird man schon finden. Mehr als einen. Wuff.

Und wie einer, der es wissen müßte, beschrieb, ist bereits viel zuviel Geld im Finanzsystem. Aber wie es wieder herausholen, ohne daß es jemand merkt?

Demnächst wird wohl für die Masse der Menschen das Geld wieder zugeteilt.


Wuff.



Europa begann außerhalb seiner heutigen Grenzen



Nicht nur in Griechenland, wie immer gesagt wird; der Nikolaus, auch der Apostel Paulus war nach heutigen Grenzen Türke - und auch Maria floh dahin und verlebte der Überlieferung nach dort ihre letzten Tage.

Nun ja.

Das Schema Freund/ Feind als Unterscheidungsmerkmal in der Politik wurde von einem gewissen Carl Schmitt propagiert - "Die spezifische Unterscheidung, auf welche sich die politischen Handlungen zurückführen lassen, ist die Unterscheidung von Freund und Feind."- das gilt nun seit etwa einem Menschenleben als antiquiert.

Demokratische Rechtsstaaten sollen im Gegensatz dazu nach dem Schema Regierung/ Opposition fungieren - was (albernerweise) jedoch nur die Innenbeziehungen, nicht aber die Außenbeziehungen von Staaten beschreiben kann.

Nun ja. Lange hat es jedenfalls nicht angehalten...

Die Menschen sind nun einmal nicht alleine auf der Welt - was also tun bei einem Interessenkonflikt mit anderen Staaten? Sich durchsetzen? Mit Intrigen, Drohungen oder gleich mit Gewalt? Die Interessen des Anderen berücksichtigen? Die des Gegners? Ihn seine Interessen wahren lassen?
 
Manche sehen das anders.


Wahre Modernität und Flexibilität bei gleichzeitiger Beständigkeit zeigt sich aber in dem Satz: Nationen haben weder Freunde noch Feinde, sondern nur ewigwährende Interessen.

Man könnte das als Eigennützigkeit betrachten - was Kriege wiederum nicht verhindert.